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Vorlesungsverzeichnis: SoSe 2017

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Fachbereich 04: Geschichts- und Kulturwissenschaften - Gliederung nach anbietenden Einrichtungen - Philosophie

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[Si] Adam Smith, Der Wohlstand der Nationen  (AfK-Nr.: 413/414)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 21.04.2017
zwei-wöchentlich Fr. 16:00 - 19:30 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

Kommentar:

Der schottische Nationalökonom und Philosoph Adam Smith gilt als Begründer der klassischen Nationalökonomie. Mit seiner Frage nach „Natur und Ursachen des Reichtums der Nationen“ und seinem Ansinnen zu lehren, wie „das gesamte menschliche Geschlecht“ zu Wohlstand gelangen könne, schuf er auf der Grundlage der Aufklärung, der englischen Moralphilosophie und des Naturrechts eine liberale Wirtschaftslehre, die in seinem Werk „Der Wohlstand der Nationen“ (2 Bände, London 1776, deutsch 1794) niedergelegt ist und u.a. freien Wettbewerb und das Nichteingreifen des Staates in die Wirtschaft fordert.
Das Seminar will anhand einer kritischen Lektüre dieses Werkes zum einen in das Gebiet der Nationalökonomie einführen und zum anderen aufzeigen, welche ethischen und philosophischen Fragestellungen mit diesem Gebiet verknüpft sind.

Literatur:
Aßländer, Michael, Adam Smith zur Einführung, Junius Verlag, Hamburg 2007;
Smith, Adam, Der Wohlstand der Nationen, ins Deutsche übersetzt von Stirner, Max, Anaconda Verlag, Köln 2013;
Winter, Helen, und Rommel, Thomas, Adam Smith für Anfänger. Der Wohlstand der Nationen, dtv Verlagsgesellschaft, München 1999.


[O Si] Aktuelle Forschungsfragen und Projekte
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.04.2017
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

Kommentar:

Das Oberseminar wendet sich an Fortgeschrittene. Wir lesen neuere Texte aus der Theoretischen Philosophie – insbesondere rund um die anthropologische Frage nach dem angemessenen Verständnis unserer menschlichen Lebensform(en) – und diskutieren laufende Projekte (Abschlussarbeiten, Dissertationen) aus dem Kreis der Teilnehmer_innen.
Das Programm wird zu Semesterbeginn gemeinsam festgelegt.


[Si] Begriffe: Mentale Repräsentationen, Frege'sche Sinne oder Fähigkeiten?
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.04.2017
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

Kommentar:

Begriffe sind Konstituenten von Gedanken. Wesen, die denken, müssen also über Begriffe verfügen. Unser Verständnis des Mentalen hängt damit auch davon ab, dass wir ein belastbares Verständnis von begrifflichem Denken entwickeln. Was aber sind Begriffe? Was heißt es, über Begriffe zu verfügen? Wie tragen wir der Tatsache Rechnung, dass wir über dieselben Begriffe verfügen können?

Für Fortgeschrittene geeignet

Literatur zur Vorbereitung:
externhttps://seop.illc.uva.nl/entries/concepts/


[Si] Descartes' Meditationen – ein Lektürekurs  (AfK-Nr.: 403/404)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.04.2017
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

Kommentar:

Descartes verfolgt in seinen Meditationes de prima philosophia im Kern das erkenntnistheoretische Projekt, unserem Wissen ein sicheres Fundament zu geben. Zu diesem Zweck entwickelt er die berühmt-berüchtigte Methode eines radikalen Zweifels, der ihn zuerst in den Strudel der Skepsis, am Ende aber doch zu (vermeintlich) unbezweifelbaren Wahrheiten führt. Von dort aus gelangt er dann zu philosophiegeschichtlich einflussreichen und spannenden Thesen – nicht zuletzt zur dualistischen Behauptung, dass Seele (Geist) und Körper zwei verschiedene Einzeldinge (Substanzen) sind.
Die Mediationen eignen sich hervorragend zur Einübung in das Interpretieren philosophischer Texte. Zudem sind die Probleme, die Descartes umtrieb, größtenteils heute noch aktuell und vieler seiner Thesen weiterhin systematisch interessant. Wir sollten im Seminar also auch prüfen, wie plausibel seine Vorschläge und Argumente sind.
Das Seminar richtet sich vorwiegend an Studierende, die kürzlich die Basismodule abgeschlossen haben.


[Si] Einführung in die Philosophie der Mathematik - Platonismus, Logizsmus, Intuitionismus, Formalismus  (AfK-Nr.: 400)
Klausurtermin: 15.09.2017
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 24.04.2017
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

Kommentar:

Über dem Eingang der platonischen Akademie soll Platon eine Inschrift mit folgendem Inhalt angebracht haben: Kein Zutritt für die der Geometrie Unkundigen. Ohne eine fundierte Kenntnis der Mathematik – so Platon – sollte man nicht philosophieren dürfen. Nicht jeder Philosoph hat sich diese Empfehlung zu Herzen genommen.
Trotzdem gab und gibt es eine wechselseitige gegenseitige Befruchtung von Mathematik und Philosophie durch philosophierende Mathematiker und mathematisierende Philosophen. Insbesondere war und ist die Natur mathematischer Objekte rätselhaft, denn sie sind unseren Sinnen nicht gegeben, auch existieren sie an keinem Ort und zu keiner Zeit. Welchen ontologischen Status haben also mathematische Strukturen.
Im Laufe der Geschichte haben sich zu dieser Frage vier Lösungsvarianten herauskristallisiert. Die älteste – und wohl auch bewusst oder unbewusst von dem meisten Mathematikern angenommene, ist die des Platonismus. In ihr wird mathematischen Objekten im Sinne der Platonischen Ideenlehre eine eigenständige Existenz jenseits von Raum und Zeit zugesprochen, sie müssen dann vom Mathematiker nur entdeckt werden. Im 19. Jahrhundert wurde durch Gottlob Frege ein gänzlich anders gearteter Versuch unternommen, die Mathematik zu fundieren: Alle mathematischen Aussagen sollten letztlich auf Logik zurückgeführt werden. Dieses Programm des sogenannten Logiszismus erhielt einen Dämpfer durch die Entdeckung von Antinomien durch den britischen Mathematiker und Philosophen Bertrand Russell, so dass es fast aufgegeben wurde. Aber in jüngster Zeit wird es in modifizierter Form wieder aufgenommen. Dem Platonismus diametral entgegengesetzt ist der Intuitionismus oder Konstruktivismus des holländischen Mathematikers Luitzen E. J. Brouwer. Dieser geniale Mathematiker wollte nur solche mathematischen Objekte gelten lassen, die auch einer Konstruktion durch endlich viele Schritte zugänglich sind. In diesem Sinne „gibt“ es keine mathematischen Objekte, die entdeckt werden können, sondern sie werden konstruiert. Schließlich hat der deutsche Mathematiker David Hilbert sich mit seinem Programm gegen diese Konzeption Brouwers gewandt und eine eigene Sichtweise, den sogenannten Formalismus, begründet. Danach ist die Mathematik nur ein Spiel mit leeren Symbolen.
Ziel des Seminars ist es, mit diesen vier Positionen anhand von Schlüsseltexten der Mathematik- und Philosophiegeschichte vertraut zu werden.

Für fortgeschrittene Studierende und für Studierende im Master geeignet (Philosophie und Mathematik/Physik)


[Si] Einführung in die Praktische Philosophie (L2) - Gruppe 1
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 21.04.2017
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 102

Kommentar:

Bei diesem Seminar handelt es sich um die Fortsetzung der im Wintersemester begonnenen Einführung in die Praktische Philosophie – die Veranstaltung ist ausschließlich für Lehramtsstudierende im Fach Ethik (L2/L5) gedacht.
Während in der Veranstaltung des Wintersemesters vor allem Theorien der normativen Ethik im Mittelpunkt des Seminars standen, konzentriert sich das Seminar nun – zumindest in der zweiten Hälfte des Semesters – eher auf Fragen der Metaethik. Die erste Hälfte des Seminars ist allerdings als Einführung in die Argumentationslehre konzipiert. Ziel ist es, grundlegende Kenntnisse des guten Argumentierens zu erlernen und in einem begleitenden Pflichttutorium zu vertiefen.
Die Veranstaltung wird durch begleitende Tutorien unterstützt.


[Si] Einführung in die Praktische Philosophie (L2) - Gruppe 2
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 21.04.2017
wöchentlich Fr. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 102

Kommentar:

Bei diesem Seminar handelt es sich um die Fortsetzung der im Wintersemester begonnenen Einführung in die Praktische Philosophie – die Veranstaltung ist ausschließlich für Lehramtsstudierende im Fach Ethik (L2/L5) gedacht.
Während in der Veranstaltung des Wintersemesters vor allem Theorien der normativen Ethik im Mittelpunkt des Seminars standen, konzentriert sich das Seminar nun – zumindest in der zweiten Hälfte des Semesters – eher auf Fragen der Metaethik. Die erste Hälfte des Seminars ist allerdings als Einführung in die Argumentationslehre konzipiert. Ziel ist es, grundlegende Kenntnisse des guten Argumentierens zu erlernen und in einem begleitenden Pflichttutorium zu vertiefen.
Die Veranstaltung wird durch begleitende Tutorien unterstützt.


[Si] Feministische Epistemologie und Wissenschaftstheorie  (AfK-Nr.: 403/404)
Blockveranstaltung. Die Termine werden zeitnah bekannt gegeben.
Dozent/-in:
Anastassija Kostan
Zeit und Ort:
Vorbesprechung: Do. 08.06.2017, 12.00 - 14.00 Uhr, Rathenaustr. 8, 207
6 Einzeltermine
Do. 08.06.2017,12.00 - 14.00 Uhr   (Vorbesprechung) Rathenaustr. 8, 207
Mo. 31.07.2017,10.00 - 16.00 Uhr   Rathenaustr. 8, 214
Di. 01.08.2017,10.00 - 16.00 Uhr   Rathenaustr. 8, 214
Mi. 02.08.2017,10.00 - 16.00 Uhr   Rathenaustr. 8, 214
Do. 03.08.2017,10.00 - 16.00 Uhr   Rathenaustr. 8, 214
Fr. 04.08.2017,10.00 - 16.00 Uhr   Rathenaustr. 8, 214

Kommentar:

Während der Blockseminarwoche im Juli setzen wir uns in intensiver Einzel- und Zusammenarbeit mit feministischen Erkenntnis- und Wissenschaftstheorien auseinander. Es werden Fragen der Androzentrizität von Wissensbeständen, Technik, Forschungsmethoden und damit verbundenen erkenntnistheoretischen Termini behandelt. Daraus hervorgehende Konsequenzen für Phänomenologie und Ontologie werden an-hand von Problematisierungen der Vergeschlechtlichung von Vernunft, Rationalität, Transzendenz, Meta-physik, Wissen, Subjekt und Natur herausgearbeitet. Theoriestrategische Fertigkeiten werden anhand grundlegender Methoden feministischer Wissenschaftskritik, namentlich der Diffraktion, Mimesis und Genealogie vermittelt.

Blockseminar auf fortgeschrittenem BA-Niveau; die gründliche Lektüre der im Seminarplan angegebenen Texte wird für die Teilnahme vorausgesetzt. Bitte melden Sie sich zeitnah per E-Mail bei mir an, um die vollständige Literaturliste, einen ausführlichen Syllabus und den Seminarplan zu bekommen: externKostan@em.uni-frankfurt.de

Zur Vorbereitung lesen Sie bitte: Singer, Mona. Geteilte Wahrheit. Löcker, 2005.


[Si] Gedankenexperimente  (AfK-Nr.: 411/412)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.04.2017
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 102

Kommentar:

Gedankenexperimente sind kontrafaktische Überlegungen, um Theorien zu überprüfen und veranschaulichen, Hypothesen zu bilden und mögliche Lösungen zu diskutieren. Im Seminar werden verschiedene Gedankenexperimente durchgeführt und Umsetzungsmöglichkeiten für den Unterricht erörtert.


[Si] Grundlagen der Praktischen Philosophie (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.04.2017
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 302

Kommentar:

Das Seminar baut auf den Themen und Problemstellungen der Einführungsvorlesung auf und soll eine vertiefte Beschäftigung mit den Paradigmen der theoretischen Ethik und der politischen Philosophie ermöglichen. Nach einer einleitenden Einheit zu metaethischen Fragestellungen werden die Theorie- Paradigmen (Tugendethik, Deontologie, Utilitarismus, Kontraktualismus) anhand ihrer klassischen Vertreter (Aristoteles, Immanuel Kant, John Stuart Mill, John Locke) systematisch erarbeitet werden. Auf die Beschäftigung mit den klassischen Perspektiven folgt jeweils eine Sitzung, in der zeitgenössische Weiterentwicklungen (u.a. durch Philippa Foot, Judith J. Thompson, Peter Singer, David Gauthier) diskutiert sowie konkrete moralische Probleme mit Rückgriff auf diese paradigmatischen Positionen der Praktischen Philosophie analysiert werden sollen.
Die Seminare werden durch Pflichttutorien begleitet.


[Si] Grundlagen der Praktischen Philosophie (Gruppe 2)  (AfK-Nr.: 398)
Dozent/-in:
Kaufmann, A. Katharina Kaufmann
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.04.2017
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 302

Kommentar:

Das Seminar baut auf den Themen und Problemstellungen der Einführungsvorlesung auf und soll eine vertiefte Beschäftigung mit den Paradigmen der theoretischen Ethik und der politischen Philosophie ermöglichen. Nach einer einleitenden Einheit zu metaethischen Fragestellungen werden die Theorie- Paradigmen (Tugendethik, Deontologie, Utilitarismus, Kontraktualismus) anhand ihrer klassischen Vertreter (Aristoteles, Immanuel Kant, John Stuart Mill, John Locke) systematisch erarbeitet werden. Auf die Beschäftigung mit den klassischen Perspektiven folgt jeweils eine Sitzung, in der zeitgenössische Weiterentwicklungen (u.a. durch Philippa Foot, Judith J. Thompson, Peter Singer, David Gauthier) diskutiert sowie konkrete moralische Probleme mit Rückgriff auf diese paradigmatischen Positionen der Praktischen Philosophie analysiert werden sollen.
Die Seminare werden durch Pflichttutorien begleitet.


[Si] Grundlagen der Praktischen Philosophie (Gruppe 3)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 21.04.2017
wöchentlich Fr. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 308

Kommentar:

Das Seminar baut auf den Themen und Problemstellungen der Einführungsvorlesung auf und soll eine vertiefte Beschäftigung mit den Paradigmen der theoretischen Ethik und der politischen Philosophie ermöglichen. Nach einer einleitenden Einheit zu metaethischen Fragestellungen werden die Theorie- Paradigmen (Tugendethik, Deontologie, Utilitarismus, Kontraktualismus) anhand ihrer klassischen Vertreter (Aristoteles, Immanuel Kant, John Stuart Mill, John Locke) systematisch erarbeitet werden. Auf die Beschäftigung mit den klassischen Perspektiven folgt jeweils eine Sitzung, in der zeitgenössische Weiterentwicklungen (u.a. durch Philippa Foot, Judith J. Thompson, Peter Singer, David Gauthier) diskutiert sowie konkrete moralische Probleme mit Rückgriff auf diese paradigmatischen Positionen der Praktischen Philosophie analysiert werden sollen.
Die Seminare werden durch Pflichttutorien begleitet.


[Si] Grundprobleme der Erkenntnistheorie  (AfK-Nr.: 403/404)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.04.2017
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

Kommentar:

Was ist Wissen? Hat unserer Wissen Grenzen? Was rechtfertigt uns eigentlich in der Annahme, dass die Welt tatsächlich so ist, wie sie zu sein scheint? Und haben wir womöglich sogar Gründe dafür anzunehmen, dass wir nicht wirklich Wissen über die Welt besitzen?
Der Kurs dient als eine Einführung in historisch einflussreiche und systematisch wichtige Fragen zur Natur und Reichweite unserer Erkenntnisleistungen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Fragen, was Wissen ist, was gute Rechtfertigungen auszeichnet und ob es Gründe für einen radikalen Skeptizismus gibt.
Das Seminar richtet sich vorwiegend an Studierende, die kürzlich die Basismodule abgeschlossen haben.

Lektüretipp: Grundmann, T. (2008): Analytische Einführung in die Erkenntnistheorie, Berlin: de Gruyter.


[Si] Grundprobleme der Philosophie des Geistes (Gruppe 1)  (AfK-Nr.: 401/402)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.04.2017
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, A 3

Kommentar:

Was heißt es, ein geistiges Wesen zu sein? Hat man einen Geist? Und: Hat man einen Geist wie man Hände und Füße hat? Ist der Geist eine komplizierte Maschine und wenn ja, welche Gesetze gelten für solche Maschinen? Wie hängen Geist, Bewusstsein, Wahrnehmung, Erinnerung, die Fähigkeit, Erfahrungen zu machen, und Gefühle miteinander zusammen? Was ist Denken? Und woran kann man überhaupt erkennen, ob ein Wesen ein geistiges Wesen ist? Die Vorlesung soll in die wichtigsten Fragestellungen und Probleme der Philosophie des Geistes einführen und mit den einflussreichsten Positionen bekannt machen; sie wird durch begleitende Tutorien unterstützt.

Literatur:
• Ansgar Beckermann (2001): Analytische Einführung in die Philosophie des Geistes. Berlin: de Gruyter.
• Wolfgang Detel (2007): Grundkurs Philosophie, Bd. 3: Philosophie des Geistes und der Sprache. Stuttgart: Reclam (knappe Einführung).
• Jaegwon Kim (1998): Philosophie des Geistes, dt. von G. Günther. Berlin: Springer.


[Si] Grundprobleme der Philosophie des Geistes (Gruppe 2)  (AfK-Nr.: 401/402)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.04.2017
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 303

Kommentar:

Was heißt es, ein geistiges Wesen zu sein? Hat man einen Geist? Und: Hat man einen Geist wie man Hände und Füße hat? Ist der Geist eine komplizierte Maschine und wenn ja, welche Gesetze gelten für solche Maschinen? Wie hängen Geist, Bewusstsein, Wahrnehmung, Erinnerung, die Fähigkeit, Erfahrungen zu machen, und Gefühle miteinander zusammen? Was ist Denken? Und woran kann man überhaupt erkennen, ob ein Wesen ein geistiges Wesen ist? Die Vorlesung soll in die wichtigsten Fragestellungen und Probleme der Philosophie des Geistes einführen und mit den einflussreichsten Positionen bekannt machen; sie wird durch begleitende Tutorien unterstützt.

Literatur:
• Ansgar Beckermann (2001): Analytische Einführung in die Philosophie des Geistes. Berlin: de Gruyter.
• Wolfgang Detel (2007): Grundkurs Philosophie, Bd. 3: Philosophie des Geistes und der Sprache. Stuttgart: Reclam (knappe Einführung).
• Jaegwon Kim (1998): Philosophie des Geistes, dt. von G. Günther. Berlin: Springer.


[Si] Hegels Philosophie des subjektiven Geistes
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.04.2017
wöchentlich Mi. 16:00 - 18:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

Kommentar:

In welchem Verhältnis steht Hegels Theorie des Geistes zu den interpretationistischen, pragmatistischen oder funktionalistischen Konzeptionen des Geistes unserer Tage? Kann man Hegels Philosophie des subjektiven Geistes aus der Perspektive und mit den Mitteln der (post)analytischen Philosophie rekonstruieren? Läßt sie sich als eine konsistente Theorie des Geistes verstehen, deren Gehalt und Anspruch auch vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Philosophie des Geistes einsichtig gemacht werden kann? Liefert Hegels Philosophie des Geistes womöglich Argumente zur Kritik der analytischen Philosophie des Geistes? Oder handelt es sich, wie nicht wenige meinen, um eine dunkel-spekulative Rede, die uns nur die Möglichkeit einer mimetischen Lektüre läßt, in deren Verlauf wir uns zwar in das Vokabular Hegels einüben, dabei aber die Möglichkeit der distanzierten Überprüfung anhand allgemein einsichtiger Kriterien verlieren?
Das Seminar richtet sich eher an Fortgeschrittene.

Literatur:
• Hegel, G.W.F. (1830): Enzykopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse, Dritter Teil: Die Philosophie des Geistes, »Einleitung« und »Erste Abteilung: Der Subjektive Geist«, §§ 377-482, in: Ders.: Werke in zwanzig Bänden. Frankfurt/M.: Suhrkamp 1970, Bd. 10.
• De Vries, Willem (1988): Hegel's Theory of Mental Activity. An Introduction to Theoretical Spirit, Ithaca, London: Cornell UP 1988 (vergriffen, legaler Scan auf StudIP).
• Pippin, Robert B. (1999): »Naturalness and Mindedness: Hegel's Compatibilism«, in: European Journal of Philosophy Bd. 7, Nr. 2 (Aug. 1999).
• Kreis Guido (2015): Negative Dialektik des Unendlichen: Kant, Hegel, Cantor, Berlin: Suhrkamp
• Siep, Ludwig (1992): »Leiblichkeit, Selbstgefühl und Personalität in Hegels Philosophie des Geistes«, in: Ders.: Praktische Philosophie im Deutschen Idealismus, Frankfurt/M.: Suhrkamp 1992.
• Wolff, Michael (1992): Das Körper-Seele-Problem: Kommentar zu Hegel, Enzyklopädie (1830), § 389, Frankfurt/M.: Klostermann 1992.


[Si] Heterogenität im Ethikunterricht (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.04.2017
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 102

Kommentar:

Die heutigen Kulturen entsprechen nicht mehr den alten Vorstellungen geschlossener und einheitlicher Nationalkulturen. Sie sind durch eine Vielfalt möglicher Identitäten gekennzeichnet und haben grenzüberschreitende Konturen. Das Konzept der Transkulturalität beschreibt diese
Veränderung. Es hebt sich ebenso vom klassischen Konzept der Einzelkulturen wie von den neueren Konzepten der Interkulturalität und Multikulturalität ab. Unsere Schülerschaft spiegelt diese Veränderungen, sie ist zunehmend heterogen. Gerade im Ethikunterricht treffen Schüler/
innen verschiedener Nationen, Kulturen, Religionen und Sprachen aufeinander. Konzepte interkulturellen und transkulturellen Lernens reagieren auf diese Situation. Im Seminar werden die theoretischen Ansätze erarbeitet und unterrichtspraktische Ideen diskutiert.


[Si] Heterogenität im Ethikunterricht (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.04.2017
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 102

Kommentar:

Die heutigen Kulturen entsprechen nicht mehr den alten Vorstellungen geschlossener und einheitlicher Nationalkulturen. Sie sind durch eine Vielfalt möglicher Identitäten gekennzeichnet und haben grenzüberschreitende Konturen. Das Konzept der Transkulturalität beschreibt diese
Veränderung. Es hebt sich ebenso vom klassischen Konzept der Einzelkulturen wie von den neueren Konzepten der Interkulturalität und Multikulturalität ab. Unsere Schülerschaft spiegelt diese Veränderungen, sie ist zunehmend heterogen. Gerade im Ethikunterricht treffen Schüler/
innen verschiedener Nationen, Kulturen, Religionen und Sprachen aufeinander. Konzepte interkulturellen und transkulturellen Lernens reagieren auf diese Situation. Im Seminar werden die theoretischen Ansätze erarbeitet und unterrichtspraktische Ideen diskutiert.


[Si] Hexis und steresis: wie verstehen wir Phänomene der Selbsttäuschung, des Irrtums und der Willensschwäche?  (AfK-Nr.: 407/408)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.04.2017
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 208

Kommentar:

In dem Seminar wird es darum gehen eine bestimmte Weise zu verstehen defizitäre Phänomene zu erklären. Im Blick sind dabei Erklärungen, die auf den aristotelischen Begriff der Privation (altgriechisch steresis) zurückgreifen. Ein privativer Begriff beziehungsweise ein privatives Phänomen bezeichnet den Mangel, das Nicht-Vorhandensein oder die schlechte Ausprägung eines Vermögens, das einem Ding seinem Wesen, seiner Natur oder seiner Form nach zu einem entsprechenden Zeitpunkt zukommen sollte. Das begriffliche Pendant zur Privation ist der Habitus bzw. die Disposition (altgriechisch hexis). Erklärungen privativer Phänomene geben uns damit nicht nur Aufschluss über das Sein und Nicht-Sein einer Sache, sondern auch über ihr Sollen. Der Maßstab des Sollens ist dabei nichts Geringeres als die Natur, der das jeweilige Ding angehört.
Der Begriff der Privation wird nun vermehrt genutzt, um auch kulturelle,
defizitäre Phänomene zu erklären wie beispielsweise bei Kathi Beier das Phänomen der
Selbsttäuschung (Selbsttäuschung als Privation der Selbstbestimmung), bei Andrea Kern das
Phänomen des Irrtums (Irrtum als Privation der Erkenntnis/des Wissens) oder bei Aristoteles
selbst das Phänomen der akrasia als Privation der Mäßigung/ Willensstärke/Beherrschtheit. Auch Simone Dietz versucht Lügen als Privation von der Haltung der Wahrhaftigkeit zu bestimmen und bei Rahel Jaeggis Konzeption der (Selbst-) Entfremdung hat das Defizitäre einen so wesentlichen Stellenwert, dass man sich fragt, ob der Begriff der Privation ein explanatives Angebot für sie bereitstellt.
Im Rahmen des Seminars wollen wir also zum einen den Begriff der Privation verstehen und zum anderen untersuchen, inwiefern er dazu beiträgt defizitäre Phänomene dieser Art zu erklären. Die Texte sind tendenziell schwer und die Reflexion ist ein anspruchsvoller Transfer.


[Si] Humor  (AfK-Nr. 405/406)
Klausurtermin: 15.09.2017
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.04.2017
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 303

Kommentar:

Humor spielt in unserem Leben eine wichtige Rolle. Umso frappierender ist die Tatsache, dass Philosophen dem Humor so wenig Aufmerksamkeit zukommen lassen, und wenn sie in der Geschichte der Philosophie doch etwas zum Humor gesagt haben, dann eher in ablehnender Haltung. Diese Haltung steht in einem Spannungsverhältnis nicht zuletzt auch zu den humoristischen Genres und humoristischen Elementen in der Literatur und im Film, die wir doch offensichtlich genießen.

Dabei ist nicht klar, mit welchen Phänomenen wir es überhaupt zu tun haben. Denn mit „Humor“ im weiten Sinne meinen wir sowohl Witz, Komödie, Satire, als auch eine Art kognitiver Fähigkeiten, die uns dazu befähigen in bestimmten Situationen auf bestimmte Weise zu reagieren – das meinen wir, wenn wir sagen, jemand habe Humor. Was integriert die sprachlichen Akte, Kunstgattungen und kognitiven Fähigkeiten, die wir unter Humor zusammenfassen? Können wir erklären, was „guten“ von „schlechtem“ Humor unterscheidet? Wie steht es um die Erklärung der zentralen sozialen Rolle des Humors? Wie lässt sich Humor als Kategorie ästhetischer Evaluation verstehen? Ist Humor eine spezifisch menschliche Eigenschaft und, wenn ja, warum eigentlich?

Im ersten Teil des Seminars, das als Kooperation zwischen Philosophie und Anglistik angelegt ist, sollen zunächst aktuelle philosophische und kulturwissenschaftliche Theorien des Humors diskutiert werden. Der theoretische Rahmen, den wir in dieser Auseinandersetzung etablieren werden, soll dann im zweiten Teil anhand von Beispielen aus Literatur und Film geprüft werden.

Für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet

Literatur zur Vorbereitung:
externhttps://seop.illc.uva.nl/entries/humor/


[Ü] Kantische Ethik  (AfK-Nr.: 409/410)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
5 Einzeltermine
Alle Termine in: Rathenaustr. 8, 207
Mo. 24.07.2017,00.00 - 00.01 Uhr  
Di. 25.07.2017,00.00 - 00.01 Uhr  
Mi. 26.07.2017,00.00 - 00.01 Uhr  
Do. 27.07.2017,00.00 - 00.01 Uhr  
Fr. 28.07.2017,00.00 - 00.01 Uhr  

Kommentar:

Die Kantische Ethik ist eine der Grundformen ethischen Denkens überhaupt. Das Seminar soll ausgehend von der Grundlegung zur Metaphysik der Sitten den moralphilosophischen Spielraum Kantischen Denkens erschließen. Dies schließt auch zeitgenössische Positionen ein, die in der kantischen Position stehen. Dies schließt neben ethischen Theorien auch Positionen der politischen Philosophie ein. Insbesondere John Rawls ist hier zu nennen.
Das Blockseminar richtet sich an interessierte Studierende des 3. bis 5. Semesters.
Im April wird ein Termin zur Vorbesprechung stattfinden.


[Si] Können Tiere denken?
Blockveranstaltung
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
5 Einzeltermine
Alle Termine in: Rathenaustr. 8, 214
Mo. 24.07.2017,00.00 - 00.00 Uhr  
Di. 25.07.2017,00.00 - 00.00 Uhr  
Mi. 26.07.2017,00.00 - 00.00 Uhr  
Do. 27.07.2017,00.00 - 00.00 Uhr  
Fr. 28.07.2017,00.00 - 00.00 Uhr  

Kommentar:

Wir erklären das Verhalten nicht-menschlicher Tiere, indem wir ihnen Wünsche, Überzeugungen und andere mentale Zustände zuschreiben. Wir behandeln sie also als mentale Wesen, aber können wir auch begründet sagen, dass zumindest manche Tiere solche Wesen sind? Ausgehend von Davidsons These, dass nur rationale Wesen, die über eine Sprache verfügen, denkende Wesen sind, wollen wir uns Theorien ansehen, die Davidsons lingualistische Auffassung in Zweifel ziehen.

Für Fortgeschrittene geeignet

Literatur zur Vorbereitung:
externhttps://seop.illc.uva.nl/entries/cognition-animal/#AnimMind


[Si] Konsumgesellschaft aus philosophischer Perspektive  (AfK-Nr.: 413/414)
Klausurtermin
Regelmäßiger Termin und zwei Samstags Blocktermine, festgelegt in Absprache mit den Teilnehmer/innen. (Für den Blocktermin entfallen entsprechend zwei Freitagstermine.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 21.04.2017
wöchentlich Fr. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

Kommentar:

Nahezu keine Ausgabe einer gross aufgelegten Tageszeitung kommt ohne die Begriffe „Wachstum“ und „Wohlstand“ aus.
Dieses wirtschaftliche Primat hat nicht nur eine starke Medienpräsenz sondern eine immense gesellschaftliche Auswirkung.
Auffällig ist, dass die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Thema immer mehr den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften zufällt und die klassischen Texte kaum mehr mit dem begrifflich-analytischen Instrumentarium der Philosophie betrachtet werden.
Dies möchten wir mit diesem Seminar durch den Fokus auf Theorien des Konsums nachholen.

Wir beschäftigen uns im Seminar mit dem Begriff des Konsums aus unterschiedlichen Perspektiven. Eine Grundlage für ein Verständnis der Funktion kapitalistischer Gesellschaften wird anhand der Kapital und Warenfetischtheorie von Marx und durch Erklärung der Entstehung kapitalistischer Gesellschaften durch Max Weber erarbeitet.

Darauf aufbauend widmen wir uns u.a. folgenden Schwerpunkten:

Frankfurter Schule (Allgemeine Sozialkritik), Georg Simmel (Die Philosophie des Geldes), Niklas Luhmann (Kommunikation und Massenmedien), Werbung und Werbepsychologie.

Ausgewählte Texte aus diesem Themenbereich bilden die Grundlage, anhand der die mediale Umsetzung und Präsentation philosophischer Fragestellungen und Argumentationen geübt wird: von der Themenfindung und Gliederung über Visualisierungsmöglichkeiten und Aufbereitung komplexer Inhalte bis hin zu Vortragstechniken.

Für alle Studentinnen und Studenten ab dem 3. Semester


[Si] Medien und Methoden des Ethik- und Philosophieunterrichts (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.04.2017
wöchentlich Di. 08:00 - 10:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 102

Kommentar:

Der moderne Ethik- und Philosophieunterricht hat weniger das Ziel, philosophische Theorien und Begriffe zu vermitteln als vielmehr ethisches und philosophisches Reflektieren zu schulen. Unter dieser Voraussetzung kommt den Unterrichtsmethoden und –materialien eine besondere Bedeutung zu, denn sie sollen zum selbständigen Denken anregen.
In diesem fachdidaktischen Seminar werden philosophische Unterrichtsmethoden in Theorie und Praxis erarbeitet und erprobt: Textrezeption und –produktion, Arbeit mit Bildern, philosophisches Gespräch, phänomenologische Methoden, philosophisches und ethisches Argumentieren,
Dilemmageschichten, Gedankenexperimente, kreative und produktionsorientierte Methoden.


[Si] Medien und Methoden des Ethik- und Philosophieunterrichts (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.04.2017
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 102

Kommentar:

Der moderne Ethik- und Philosophieunterricht hat weniger das Ziel, philosophische Theorien und Begriffe zu vermitteln als vielmehr ethisches und philosophisches Reflektieren zu schulen. Unter dieser Voraussetzung kommt den Unterrichtsmethoden und –materialien eine besondere Bedeutung zu, denn sie sollen zum selbständigen Denken anregen.
In diesem fachdidaktischen Seminar werden philosophische Unterrichtsmethoden in Theorie und Praxis erarbeitet und erprobt: Textrezeption und –produktion, Arbeit mit Bildern, philosophisches Gespräch, phänomenologische Methoden, philosophisches und ethisches Argumentieren,
Dilemmageschichten, Gedankenexperimente, kreative und produktionsorientierte Methoden.


[Si] Nietzsche - Lektüre ausgewählter Texte
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.04.2017
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

Kommentar:

Friedrich Nietzsche ist ein Denker, der polarisiert und von Vertretern ganz unterschiedlicher philosophischer und politischer Positionen in Anspruch genommen wurde – und wird. Zu den provozierenden Aspekten von Nietzsches Philosophie gehört insbesondere, dass er zentrale aufklärerische Vorstellungen, wie etwa die einer standpunktlosen objektiven Wahrheit, einer universellen Moral oder eines allein durch Gründe bestimmten Handelns, einer weitreichenden Entlarvungskritik unterzogen hat.
Im Seminar sollen moralphilosophische und erkenntnistheoretische Züge Nietzsches im Mittelpunkt stehen, die häufig zu Missverständnissen eingeladen haben: Erstens sein Perfektionismus, der – so eine gängige Auffassung – geradewegs in einen moralischen und politischen Elitismus führt. Zweitens scheint Nietzsche einen Perspektivismus zu vertreten, der darauf hinausläuft, dass keine Auskunft über die tatsächliche Beschaffenheit der Dinge um uns herum mehr möglich ist und wir geradewegs in das Fahrwasser des Relativismus geraten.
Es ist dann vielleicht nur konsequent, wenn man behauptet, dass es eben nur individuelle moralische und epistemische Perspektiven gibt, so daß es keinen Standpunkt gibt, von dem aus sich entscheiden ließe, welche korrekt ist. Mit Blick auf dieses Problem wird sich zeigen, dass Nietzsche diese Position in einer frühen Phase seines Werkes zwar vertritt, er aber das Problem anerkennt und später ein Angebot macht, wie damit umzugehen ist.
Mit dem Seminar reagieren wir auf den Wunsch nach einer Veranstaltung zu Nietzsche. Es soll zugleich der Vorbereitung des Sommerseminars mit James Conant dienen, das vom 12. 7. bis zum 15. 7. 2017 am Institut stattfinden wird.

Für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet.

Literatur:

• Nietzsche, Friedrich (1873): »Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinn«, in: Sämtliche Werke. Kritische Studienausgabe in 15 Bänden, herausgegeben von G. Colli und M. Montinari, München 1980 (=KSA), Bd. 1, S. 873-890.
• Nietzsche, Friedrich (1874): »Unzeitgemäße Betrachtungen III: Schopenhauer als Erzieher«, in: KSA, Bd. 1, 335-427.
• Nietzsche, Friedrich (1887): »Zur Genealogie der Moral, Eine Streitschrift«, in: KSA, Bd. 5, S. 245-412.
• Conant, James (2014): Friedrich Nietzsche. Perfektionismus und Perspektivismus, Konstanz: Konstanz University Press.


[Si] Ontologische Fragen der medizinischen Ethik  (AfK-Nr.: 411/412)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.04.2017
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

Kommentar:

Die medizinische Ethik geht, sofern sie sich mit dem Beginn und Ende des menschlichen Lebens befasst, im allgemeinen von mehr oder weniger klar explizierten ontologischen und handlungstheoretischen Voraussetzungen aus. Im Seminar werden wir uns zum einen mit ontologischen Fragen befassen: Wann beginnt und wann endet menschliches Leben? Sind Menschen im wesentlichen Organismen einer bestimmten Art oder sind sie Personen, d.h. Lebewesen mit bestimmten Fähigkeiten, die dem Menschen weder notwendig noch ausschließlich zukommen. Wie lässt sich der Tod eines Menschen bestimmen? Markiert der Hirntod den Tod des Menschen? Etc.
Die Veranstaltung ist für fortgeschrittene Studierende geeignet.


[Si] Phänomenologische Philosophie in Frankreich  (AfK-Nr.: 407/408)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.04.2017
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

Kommentar:

In den späten 1920er-Jahren setzte in Frankreich eine lebhafte Rezeption phänomenologischer Philosophie als einer der in dieser Zeit in Deutschland bereits vorherrschenden Denkrichtungen ein. Befördert wurde dies nicht zuletzt auch durch die Vorlesungen, die der Begründer der Phänomenologie, Edmund Husserl, 1929 an der Sorbonne gehalten hat und die zunächst in französischer Übersetzung unter dem Titel „Méditations Cartésiennes“ veröffentlicht wurden. Das Resultat dieser Rezeption war eine eigenständige Weiterentwicklung der Phänomenologie, die Paul Ricœur in den späten 50er-Jahren als eine Methode beschreibt, die sich ganz in den Dienst der Problematik der menschlichen Existenz gestellt hat.

Im Zentrum des Seminars soll allerdings weder die Frage nach den Eigenheiten der französischen Phänomenologie gegenüber ihren Vorläufern (bzw. parallelen Entwicklungen) in Deutschland noch überhaupt die Frage, wie die französische Phänomenologie methodisch oder thematisch bestimmt werden könnte, stehen. Vielmehr werden wir uns primär mit den Beiträgen französischer Phänomenologen zu verschiedenen philosophischen Themen, wie denen der Sprache, des Ausdrucks, der Malerei und der Emotionen, beschäftigen. Da wir dabei gegebenenfalls auch den Versuch unternehmen wollen, den Beziehungen, die jene Phänomenologen zwischen diesen Themen herstellen, nachzugehen, werden wir uns auf die Arbeiten zweier Phänomenologen konzentrieren und unsere Lektüre auf eine Reihe von Aufsätzen Jean-Paul Sartres und Maurice Merleau-Pontys beschränken.

Das Seminar richtet sich an fortgeschrittene Studierende. Französischkenntnisse sind nicht erforderlich.

Seminarlektüre (vorläufige Auswahl):
Merleau-Ponty, Maurice: „Über die Phänomenologie der Sprache“, in: Ders.: Zeichen, Hamburg: Meiner 2007, S. 117-138.
Merleau-Ponty, Maurice: „Das Auge und der Geist“, in: Ders.: Das Auge und der Geist, Hamburg: Meiner 2003, S. 275-317.
Sartre, Jean-Paul: „Skizze einer Theorie der Emotionen“, in: Ders.: Die Transzendenz des Ego, Reinbek: 1977, S. 255-318.


[Si] Philippa Foot: Moralphilosophische Aufsätze  (AfK-Nr.: 403/404)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.04.2017
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

Kommentar:

Philippa Foot gehört zu den einflussreichsten Moralphilosophinnen des 20. Jahrhunderts; sie hat zu unterschiedlichen Themen der Metaethik, normativen und angewandten Ethik gearbeitet. Im Seminar werden wir uns vor allem mit ihren Schriften zur Metaethik beschäftigen. Dabei wird die Frage nach der Rationalität der Moral im Mittelpunkt stehen.
Die Veranstaltung ist für fortgeschrittene Studierende geeignet.


[Si] Philosophische Ganzschriften im Ethik- und Philosophieunterricht (nur für L3)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 24.04.2017
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 102

Kommentar:

Durch Abiturvorgaben ist der Oberstufenunterricht relativ eingeschränkt in der Auswahl der Inhalte. Im Seminar soll geprüft werden, wie und wo sich ausgewählte kurze philosophische Ganzschriften in den Unterricht integrieren lassen. Methodische Möglichkeiten der unterrichtlichen Umsetzung stehen dabei im Mittelpunkt. Erwartet wird die Bereitschaft, eine Unterrichtseinheit zu einem ausgewählten Buch vorzubereiten.
Das Seminar wendet sich ausdrücklich an L3-Studierende!


[Si] Plotin: Woher kommt das Böse  (AfK-Nr.: 403/404)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.04.2017
wöchentlich Mi. 18:00 - 20:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

Kommentar:

Nach den vier großen antiken Philosophenschulen (Platon, Aristoteles, Stoiker, Epikur) begründete Plotin (ca. 203-270 n.Chr.) zunächst in Alexandrien, dann 243 in Rom die letzte und wohl größte philosophische pagane Bewegung in der Antike. Aus den Anfängen in Alexandria und Rom breitet sich dieser weiterentwickelte Platonismus im ganzen Mittelmeerraum aus, in fast jeder größeren Stadt ist er vertreten. Er verbindet sich vom Ende der Antike an mit der christlichen Geisteswelt, Christentum und pagane Weltsicht gewinnen nachhaltig voneinander.
Der Terminus „Neuplatonismus“ entsteht in der frühen Neuzeit, verliert seine zunächst negative Wertung erst durch den deutschen Idealismus, v.a. bei Schelling und Hegel.
Plotins Abhandlung „Woher kommt das Böse“ ist nicht sehr lang – 19 Seiten, sie soll deshalb im SS 2017 auch vollständig behandelt werden. Inhaltlich sind die Untersuchungen und Formulierungen sehr dicht, Plotin untersucht das Einzelthema des Bösen im engen Zusammenhang mit seiner umfassenden Metaphysik und Ethik.
Sie sind dennoch von einer erfreulichen Verständlichkeit in der deutschen Übersetzung, noch mehr aber im griechischen Text (für alle die Glücklichen, die wenigstens Grundkenntnisse im Griechischen haben).
Es handelt sich um einen klassischen Fundamentaltext für alle späteren Formen von Theodizee, zunächst von Augustinus in seinen „Bekenntnissen“ an das Mittelalter überliefert, von dort aus in die Rezeptionsgeschichte der frühen Neuzeit. In der Lehrveranstaltung soll der gesamte Text abschnittsweise behandelt, jeder Abschnitt zunächst durch eine kleine Vorlesung eingeleitet und anschließend gemeinsam paraphrasierend interpretiert werden.
Zugrunde gelegt und zur Verfügung gestellt wird eine Kopie der deutschen Übersetzung von Richard Harder (Verlag Meiner).

Literatur:
Plotini Opera. Ed. P. Henry et H.-R. Schwyzer, 3 Bde. Oxford 1964-82) (Maßgebende Ausgabe)

Plotins Schriften. Übers. v. R. Harder. Neubearbeitet mit griech. Lesetext und Anmerkungen von R. Beutler und W. Theiler. 6 Bde. Hamburg Meiner 1956-71.

Inhaltliche Darstellungen in den gängigen Philosophiegeschichten.

Christian Schäfer: Unde malum. Die Frage nach dem Woher des Bösen bei Plotin, Augustinus und Dionysius. Würzburg 2002.


[Si] Rationale und optimale Entscheidungen  (AfK-Nr.: 401/402)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.04.2017
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

Kommentar:

In einer "postfaktischen“ Ära – „postfaktisch“ ist das Wort des Jahres 2016 der Gesellschaft für deutsche Sprache , „post –truth“ das Wort des Jahres 2016 des Oxford Dictionary - , in der wir uns spätestens seit dem Brexit-Votum und Donald Trumps Wahlsieg befinden, ist das Nachdenken über die Rationalität besonders wichtig. Wir werden im Seminar untersuchen, was rationale Entscheidungen kennzeichnet und inwieweit sie optimal sind.
Das Seminar ist für Studenten aller Stufen geeignet.


[Si] Schulbücher rezensieren
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 24.04.2017
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 102

Kommentar:

Schulbücher bilden die Basis des Unterrichtens. Doch was zeichnet ein gutes Schulbuch aus?
Im Seminar und der Übung werden Schulbücher didaktisch und methodisch in kleinen Arbeitsgruppen analysiert. Es werden Rezensionen zu den Neuerscheinungen für Ethik und Philosophie/ Sek I und Sek. II verfasst und die Ergebnisse im Seminar präsentiert.
Das Schreiben der Rezensionen und die Überarbeitungsprozesse in einem offenen Peer-Review--Verfahren schulen die Schreibkompetenz der Teilnehmer/innen.


[Si] Selbstwissen
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.04.2017
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 307

Kommentar:

»Selbstwissen« bezeichnet im philosophischen Sprachgebrauch das Wissen um die eigenen mentalen Zustände. So weiß ich etwa, dass ich diese oder jene Überzeugung habe, oder, dass ich eine bestimmte Empfindung habe. Selbstwissen in diesem Sinne gilt als eine besondere Art von Wissen. Doch wodurch zeichnet sich dieses Wissen gegenüber anderen Arten von Wissen aus – etwa dem Wissen über die ›externe‹ Welt? Handelt es sich um besonders sicheres oder zuverlässiges Wissen? Oder haben wir einen besonderen Zugang zu unseren eigenen mentalen Zuständen, über den wir nur als Subjekt der mentalen Zustände verfügen? Oder handelt es sich gar nicht um eine besondere Art des Wissens handelt? Je nachdem, wie man diese Fragen beantwortet, wird man unterschiedliche Antworten auf die Anschlussfrage geben, wie man Selbstwissen erwerben kann.
Im Seminar werden wir uns einen Überblick über Antworten auf diese Fragen verschaffen und diese Antworten kritisch prüfen. Da die Lektüre der Texte Grundkenntnisse insbesondere in der Philosophie des Geistes und der Sprachphilosophie voraussetzt, richtet sich das Seminar an fortgeschrittene BA-Studierende und Master-Studierende.

Prüfungsform: Essay, Exzerpt und Hausarbeit

Literatur (Auswahl):
Armstrong, David (1968): A Materialist Theory of the Mind, Kapitel 15, London: Routledge 1993.
Bar-On, D. (2004): Speaking my Mind: Expression and Self-Knowledge, Oxford: Oxford University Press. (Auswahl)
Burge, Tyler (1996): »Our Entitlement to Self-Knowledge«, Proceedings of the Aristotelian Society, 96, S. 91–116.
Castañeda, H-N. (1966) »›He‹: A Study in the Logic of Self-Consciousness«, Ratio , 8, S. 130–157.
Moran, R. (2001): Authority and Estrangement: An Essay on Self-Knowledge, Princeton, NJ: Prince-ton University Press. (Auswahl)
Ryle, Gilbert (1949): The Concept of Mind, Kapitel 6, New York: Barnes and Noble.
Shoemaker, S. (1988): »On Knowing One’s Own Mind«, Philosophical Perspectives, 2, S. 183–209.


[Si] Taking and Making Life: Introduction to Bioethics  (AfK-Nr.: 411/412)
Die Unterrichtssprache ist englisch.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 24.04.2017
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

Kommentar:

This introduction to bioethics is also an introduction to philosophy that presupposes to philosophical background. We will look closely at three issues, very emotional issues, for which moral philosophy applies to the concerns of the contemporary public debate—termination of pregnancy, mercy killing, and asexual human reproduction. Most conversations on these subjects are fueled by the strong feelings they inevitably produce. And strong feelings influence our beliefs and our attempts to influence the beliefs of others. But in the seminar we will seek rational justification, reasons for our views that any rational person ought to accept, for our beliefs about the permissibility or impermissibility of abortion, euthanasia, and human cloning.

Among the readings will be some of the following well-known, widely discussed papers:
Abortion
-John T. Noonan, “An Almost Absolute Value in History”
-Judith Jarvis Thomson, “A Defense of Abortion”
-Mary Anne Warren, “On the Moral and Legal Status of Abortion”
-L.W. Sumner, “Abortion: A Moderate View”
-Don Marquis, “Why Abortion is Immoral”
-Jane English, “Abortion and the Concept of a Person”

Euthanasia
-Gay-Williams, “The Wrongfulness of Euthanasia”
-Peter Singer, “Justifying Voluntary Euthanasia”
-James Rachels, “Active and Passive Euthanasia”
-Philippa Foot, “Euthanasia”
-Richard Brandt, “A Moral Principle about Killing”

Cloning
-D.W. Brock, “Cloning Human Beings: An Assessment of the Ethical Issues Pro and Con”
-McCormick, “Blastomere Separation: Some Concerns”
-J.A. Robertson, “The Question of Human Cloning”
-L.R. Kass, “The Wisdom of Repugnance: Why We should Ban the Cloning of Humans”
-G. McGee, “Parenting in an Era of Genetics”
-John Harris, “ ‘Goodbye Dolly?’ The Ethics of Human Cloning”
-Ruth F. Chadwick, “Cloning”

The course will be taught in English and in the American style. All forms of credit that the philosophy department allows (except for in-class presentations) will be accepted.


[Si] Vorstellungskraft
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.04.2017
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

Kommentar:

Neben der Fähigkeit wahrzunehmen, uns zu erinnern, zu denken oder zu urteilen gehört die Fähigkeit, uns Gegenstände ohne deren Gegenwart anschaulich vorzustellen (Kant), zu unseren mentalen Vermögen. Anders als im Falle der Wahrnehmung, der Erinnerung und des Denkens, deren Beiträge zu unserer Orientierung in der Welt auf der Hand liegen mögen, fällt eine Antwort auf die Frage nach der Funktion der Vorstellungskraft nicht ganz so leicht. Ist die Vorstellungskraft ein bloßes Nebenprodukt unserer evolutionären Entwicklungsgeschichte oder verfügen wir über dieses Vermögen, weil es unseren Vorfahren selektiv relevant Vorteile verschafft hat? Wie verhalten sich Vorstellungen zu Wahrnehmungen und Gedanken? Ist die Vorstellungskraft in dem Sinne von Wahrnehmungen abhängig, als sie immer nur Material rekombinieren kann, das die Wahrnehmung bereitgestellt hat? Sind Vorstellungen (wie traditionell lange angenommen wurde) so etwas wie blasse Wahrnehmungen? Können sich Vorstellungen soweit vom Denken emanzipieren, dass wir uns Gegenstände vorstellen können, die logisch oder begrifflich unmöglich sind?
Ziel des Seminars ist es, vor dem Hintergrund klassischer und neuerer Texte Antworten auf diese Fragen zu finden.
Das Seminar richtet sich eher an Fortgeschrittene.

Literatur (zur Vorbereitung):
• Aristoteles (De An.): De anima, dt. von Klaus Corcilius und Tim Wagner [pdf], 428a-b, 431a 15-20, 432a 8-12.
• McGinn, Colin (2004): Mindsight. Image, Dream, Meaning, Cambridge/Mass., London: Harvard University Press.
• Ryle, Gilbert (1949): Der Begriff des Geistes, Kap. 8, Stuttgart: Reclam.


[Si] Warum moralisch sein?  (AfK-Nr.: 409/410)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.04.2017
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

Kommentar:

Es scheint offensichtlich zu sein, dass wir (Menschen) moralisch sein sollen. Fragt man jedoch nach einer Begründung dieser Offensichtlichkeit, fällt die Antwort darauf nicht leicht. Dies ist nicht eine Frage danach, was in einer bestimmten Situation das moralisch Richtige ist oder warum die Moral in dieser Situation diese oder jene Forderung an uns stellt, sondern eine Frage danach, ob wir überhaupt moralisch handeln sollten. Ist der Amoralismus eine vertretbare philosophische Position? Im Seminar werden wir uns einer Beantwortung dieser Fragen widmen.

Literatur (zur Vorbereitung):
Bayertz, Kurt (Hgg) (2002): „Warum moralisch sein?“ Paderborn: Schöningh 2002.
Bedke, M.S. (2009): “Moral judgment purposivism: saving internals from amoralism”, Philosophical Studies, 144: S. 189–209.
McDowell, John (1978): “Are Moral Requirements Hypothetical Imperatives?” In: The Aristotelian Society, Volume 52, 1978: S. 13–42.
Rosati, Connie S. (2016): “Moral Motivation” In: Edward N. Zalta (Hg.): The Stanford Encyclopedia of Philosophy, URL = < externhttps://plato.stanford.edu/archives/win2016/entries/moral-motivation/ > 26.02.2017.


[Si] Was ist Liberalismus?  (AfK-Nr.: 413/414)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.04.2017
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 302

Kommentar:

Im Mittelpunkt des Seminars stehen die historisch mit der europäischen Aufklärung beginnenden, keine monolithische Theorietradition aufweisenden, gleichermaßen politischen als auch philosophischen Konzeptionen des Liberalismus. Hierbei wird zum einen die Auseinandersetzung mit klassischen und zeitgenössischen Positionen des Liberalismus (Locke, Mill, Smith, Mises, von Hayek, Rawls, Nozick, Rothbard) durch intensive Textlektüre erfolgen. Zum anderen wird der Versuch unternommen, Kernstücke liberalistischer Philosophie herauszuarbeiten (etwa „Freiheit“, „Gleichheit“, „Normativer Individualismus“, „Neutralität“, „Markt“), die eine systematische Unterscheidung von anderen Philosophien und politischen Theorien erlauben - und hierdurch auch die Beantwortung der Frage: Was ist Liberalismus (nicht)? Schließlich sollen kritische Einwände gegen den Liberalismus geprüft werden (wie sie etwa von Bourdieu, Mouffe, Crouch, Sandel prominent formuliert wurden). Für fortgeschrittene und Master-Studierende geeignet.
• Zum Einstieg: Artikel „Liberalism“, in: externhttp://plato.stanford.edu/entries/liberalism.


[Si] Was ist Wissen und was ist Begriffsanalyse? - Das Gettierproblem und metaphilosophische Komplikationen  (AfK-Nr.: 403/404)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.04.2017
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

Kommentar:

Die Frage, was Wissen ist, könnte durch eine Begriffsanalyse bzw. Begriffsdefinition beantwortet werden. Aber was ist eigentlich eine Begriffsanalyse bzw. Definition? Anders gefragt: Was macht man (oder was kann man machen), wenn man Begriffe analysiert oder Definitionen aufstellt und prüft? Dieser metaphilosophischen Frage soll im Seminar anhand einer der berühmtesten begriffsanalytischen Debatten nachgegangen werden - der Debatte um das sogenannte Gettierproblem.
Eine populäre Definition für Wissen besagt, Wissen sei immer eine wahre und (in irgendeiner Weise) gerechtfertigte Meinung oder Überzeugung. Dass es aber wahre gerechtfertigte Überzeugungen gibt, die dennoch nicht Wissen sind, beansprucht Edmund L. Gettier III in seinem berühmten und sagenhaft kurzen Aufsatz „Is Justified True Belief Knowledge?“ (1963) anhand entsprechender Beispiele gezeigt zu haben.
Das Seminar wird sich vor allem mit zentralen Diagnosen und Lösungsvorschlägen für das Gettierproblem beschäftigen und dabei die immer noch laufende Debatte bis mindestens in das Jahr 2015 verfolgen. Metaphilosophische Texte werden (voraussichtlich) nicht im Seminar behandelt. Stattdessen sollen die Texte zum Gettierproblem auch in metaphilosophischer Perspektive kritisch untersucht werden. Eine Prognose für diese Untersuchung ist, dass sich einige Probleme für begriffsanalytische Verfahren zeigen werden.

Das Seminar richtet sich an alle, die entweder noch gar nichts über die Debatte wissen oder nur Gettiers grundlegenden Text kennen. Vor allem für Masterstudierende werden allerdings zusätzliche Sitzungen mit ergänzenden oder weiterführenden Texten angeboten.

Es empfiehlt sich, Gettiers zwei- bis dreiseitigen Text schon vor der ersten Sitzung zumindest grob zu lesen:
externhttp://www.ditext.com/gettier/gettier.html


[Si] Why not the best? Ethische Probleme des Human Enhancement  (AfK-Nr.: 409/410)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.04.2017
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

Kommentar:

In der Angewandten Ethik wird seit den 1990er Jahren „Enhancement“ im Sinne von nicht-krankheits- und nicht-therapiebezogenen Praktiken der mutmaßlichen Verbesserung der „normalen“ Eigenschaften von „normal“ gesunden und befähigten Menschen intensiv diskutiert. Sei es körperliches, neurologisches oder psychologisches Enhancement, Body Modification oder der „verbessernde“ Einsatz von Gentechnik – die mögliche oder jedenfalls denkbare Machbarkeit und Manipulierbarkeit des Lebens wirft die alte Frage, was der Mensch ist und was darf, in neuer und dringlicher Form auf.
In dem Seminar werden verschiedene ethische Pro- und Contra-Argumentationsweisen bezüglich der Legitimität von Enhancement-Praktiken diskutiert werden (etwa Gerechtigkeitsargumente, Risiko- und Schadensabwägungen, das Neutralitätsargument, Argumente von der Natürlichkeit bzw. der Natur des Menschen). Der Besuch der Vorträge des Collegium Giessenum, die unter dem Thema „Über Menschliches. Wer wir sind und was wir werden können“ stehen und an fünf Mittwoch-Abenden im laufenden Semester stattfinden, ist als Ergänzung zu dem Seminar sinnvoll (aber nicht verpflichtend). Für fortgeschrittene und Studierende im Master geeignet.
• Zum Einstieg: „Enhancement - Die ethische Debatte“, hrsg. von B. Schöne-Seifert und D. Talbot, Paderborn 2009.


[Si] Wie interpretiert man philosophische Texte?  (AfK-Nr.: 402/401)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.04.2017
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

Kommentar:

Das Seminar stellt ein Aufbau- bzw. Ergänzungsangebot zum regelmäßig im Rahmen von Modul 01 angebotenen Schreibkurs dar. Im Zuge der kleinschrittigen Lektüre und Besprechung einer Auswahl historischer und zeitgenössischer Texte aus theoretischer und praktischer Philosophie sollen für das Philosophiestudium unentbehrliche Kompetenzen eingeübt werden; nämlich: die Befähigung zum systematischen Erschließen oft nicht leicht verständlicher Texte sowie zur Aufbereitung zentraler Passagen als Diskussionsgrundlage für Seminare und als Ausgangspunkt für das Verfassen wissenschaftlicher Hausarbeiten und Essays.
Die Veranstaltung richtet sich vor allem an Studierende im zweiten Studienjahr, steht aber auch Studierenden in höheren Semestern offen.


[Si] Wie schreibt man philosophische Texte?  (AfK Nr. 398)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.04.2017
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. I, A 1

Kommentar:

Das Schreiben philosophischer Texte ist eine der zentralen philosophischen Tätigkeiten. Unerlässlich ist deshalb, sich in das Schreiben solcher Texte einzuüben. Wie aber schreibt man einen gelungenen philosophischen Text? Der Schreibkurs soll das Bewusstsein für Anforderungen an gute Texte schärfen und darüber hinaus auch der Vermittlung praktischer Fertigkeiten dienen.
Die Veranstaltung hat eine zweiteilige Struktur: ein Seminar und verpflichtende, begleitende Tutorien. Während das Seminar vornehmlich exemplarischen Analysen von Texten und Überlegungen zu den Mitteln und Werkzeugen für das Verfassen guter philosophischer Texte gewidmet ist, sollen in den Tutorien in jeder Sitzung Texte aus dem Kreis der Teilnehmer_innen diskutiert werden. Die Teilnahme am Schreibkurs setzt daher die Bereitschaft voraus, sich konstruktiv mit den Arbeiten anderer Teilnehmer_innen auseinanderzusetzen, einen eigenen Text vorzustellen und ihn im Lichte der Kritik im Tutorium dann zu überarbeiten.


[Ü] Einführung in die Logik  (AfK-Nr.: 399)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.04.2017
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, A 3

Kommentar:

Logikkurse haben in der Philosophie einen ähnlichen Status wie Erste-Hilfe-Kurse beim Erwerb eines Führerscheins. So schnell wie man sie absolviert hat, so schnell vergisst man ihren Inhalt, und so schnell man sie vergessen hat, so nützlich wäre es, im Falle eines Falles über die jeweiligen Kompetenzen zu verfügen. Während man beim Autofahren darauf vertrauen kann, dass der Unfall eine seltene Ausnahme ist, ist es in der Philosophie der Normalfall, prüfen zu müssen, ob eigene oder fremde Argumente überzeugend sind.
Das Seminar bemüht sich darum, Schritt für Schritt die Mittel bereitzustellen, die man für derartige Prüfungen benötigt. Dabei soll deutlich werden, dass formale Rekonstruktionen von Argumenten einen unschätzbaren Vorteil haben: Sie sind selbst nicht mehr interpretationsbedürftig, so dass wir mit ihrer Hilfe Rekonstruktionen einen Ausdruck verleihen können, der nicht selbst endlos vieldeutig ist.

Prüfungsform: Klausur

Literatur (zur Vorbereitung):
Tetens, Holm (2004): Philosophisches Argumentieren. Eine Einführung, München: C.H. Beck.
Tugendhat, Ernst/Wolf, Ursula (1983): Logisch-semantische Propädeutik, Stuttgart: Reclam.


[Ü] Konsumgesellschaft aus philosophischer Perspektive  (AfK-Nr.: 413/414)
Klausurtermin
Regelmäßiger Termin und zwei Samstags Blocktermine, festgelegt in Absprache mit den Teilnehmer/innen. (Für den Blocktermin entfallen entsprechend zwei Freitagstermine.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 21.04.2017
wöchentlich Fr. 16:00 - 18:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

Kommentar:

Nahezu keine Ausgabe einer gross aufgelegten Tageszeitung kommt ohne die Begriffe „Wachstum“ und „Wohlstand“ aus.
Dieses wirtschaftliche Primat hat nicht nur eine starke Medienpräsenz sondern eine immense gesellschaftliche Auswirkung.
Auffällig ist, dass die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Thema immer mehr den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften zufällt und die klassischen Texte kaum mehr mit dem begrifflich-analytischen Instrumentarium der Philosophie betrachtet werden.
Dies möchten wir mit diesem Seminar durch den Fokus auf Theorien des Konsums nachholen.

Wir beschäftigen uns im Seminar mit dem Begriff des Konsums aus unterschiedlichen Perspektiven. Eine Grundlage für ein Verständnis der Funktion kapitalistischer Gesellschaften wird anhand der Kapital und Warenfetischtheorie von Marx und durch Erklärung der Entstehung kapitalistischer Gesellschaften durch Max Weber erarbeitet.

Darauf aufbauend widmen wir uns u.a. folgenden Schwerpunkten:

Frankfurter Schule (Allgemeine Sozialkritik), Georg Simmel (Die Philosophie des Geldes), Niklas Luhmann (Kommunikation und Massenmedien), Werbung und Werbepsychologie.

Ausgewählte Texte aus diesem Themenbereich bilden die Grundlage, anhand der die mediale Umsetzung und Präsentation philosophischer Fragestellungen und Argumentationen geübt wird: von der Themenfindung und Gliederung über Visualisierungsmöglichkeiten und Aufbereitung komplexer Inhalte bis hin zu Vortragstechniken.

Für alle Studentinnen und Studenten ab dem 3. Semester


[Ü] Schulbücher rezensieren
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 24.04.2017
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 102

Kommentar:

Schulbücher bilden die Basis des Unterrichtens. Doch was zeichnet ein gutes Schulbuch aus?
Im Seminar und der Übung werden Schulbücher didaktisch und methodisch in kleinen Arbeitsgruppen analysiert. Es werden Rezensionen zu den Neuerscheinungen für Ethik und Philosophie/ Sek I und Sek. II verfasst und die Ergebnisse im Seminar präsentiert.
Das Schreiben der Rezensionen und die Überarbeitungsprozesse in einem offenen Peer-Review--Verfahren schulen die Schreibkompetenz der Teilnehmer/innen.


[Tut] Tutorium Einführung in die Logik (BA/L3) (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 25.04.2017
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

[Tut] Tutorium Einführung in die Logik (BA/L3) (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 25.04.2017
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 208

[Tut] Tutorium Einführung in die Logik (BA/L3) (Gruppe 3)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 26.04.2017
wöchentlich Mi. 14:01 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

[Tut] Tutorium Einführung in die Logik (BA/L3) (Gruppe 4)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 03.05.2017
wöchentlich Mi. 16:00 - 18:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 208

[Tut] Tutorium Einführung in die Praktische Philosophie (L2) (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 25.04.2017
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 303

[Tut] Tutorium Einführung in die Praktische Philosophie (L2) (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 24.04.2017
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 103

[Tut] Tutorium Einführung in die Praktische Philosophie (L2) (Gruppe 3)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 28.04.2017
wöchentlich Fr. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 102

[Tut] Tutorium Grundlagen der Praktischen Philosophie (BA/L3) (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Oezmen, E. Ransbach, Lea Marlene
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 26.04.2017
wöchentlich Mi. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

[Tut] Tutorium Grundlagen der Praktischen Philosophie (BA/L3) (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Oezmen, E. Kaufmann, A. Lietz, Johannes
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 24.04.2017
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

[Tut] Tutorium Grundlagen der Praktischen Philosophie (BA/L3) (Gruppe 3)
Dozent/-in:
Oezmen, E. Ruebel, J. Reich, Jana
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 24.04.2017
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

[Tut] Tutorium Grundlagen der Praktischen Philosophie (BA/L3) (Gruppe 4)
Dozent/-in:
Oezmen, E. Lietz, Johannes
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 28.04.2017
wöchentlich Fr. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

[Tut] Tutorium Grundprobleme der Philosophie des Geistes (BA/L3) (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Vogel, M. Junker, Leonie
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 25.04.2017
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 208

[Tut] Tutorium Grundprobleme der Philosophie des Geistes (BA/L3) (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Vogel, M. Herkner, Carl
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 28.04.2017
wöchentlich Fr. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 208

[Tut] Tutorium Grundprobleme der Philosophie des Geistes (BA/L3) (Gruppe 3)
Dozent/-in:
Hammel, N. Harder, Olivia
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 27.04.2017
wöchentlich Do. 18:00 - 20:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

[Tut] Tutorium Grundprobleme der Philosophie des Geistes (BA/L3) (Gruppe 4)
Dozent/-in:
Hammel, N. Hoppe, Sebastian
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 26.04.2017
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

[Tut] Tutorium: Wie schreibt man philosophische Texte? (BA/L3) (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Reuter, G. Harder, Olivia
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 25.04.2017
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 307

[Tut] Tutorium: Wie schreibt man philosophische Texte? (BA/L3) (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Reuter, G. Junker, Leonie
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 27.04.2017
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

[Tut] Tutorium: Wie schreibt man philosophische Texte? (BA/L3) (Gruppe 3)
Dozent/-in:
Reuter, G. Rauscher, Caroline
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 27.04.2017
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 208

[Tut] Tutorium: Wie schreibt man philosophische Texte? (BA/L3) (Gruppe 4)
Dozent/-in:
Reuter, G. Weiss, Michel
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 05.05.2017
wöchentlich Fr. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

[O Si] Probleme und Perspektiven der Praktischen Philosophie
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.04.2017
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 204

Kommentar:

In dem Forschungskolloquium werden ausgewählte aktuelle Beiträge zu allen Themengebieten der praktischen Philosophie erarbeitet und diskutiert. Es steht allen an forschungsnahen Themen und Diskussionen der Praktischen Philosophie interessierten fortgeschrittenen Studierenden offen.
In diesem Semester wird die folgende Neuerscheinung studiert und diskutiert werden
• Seyla Benhabib: Kosmopolitismus ohne lllusionen. Menschenrechte in unruhigen Zeiten


[Koll] Gadamer: Wahrheit und Methode. Grundzüge einer philosophischen Hermeneutik  (AfK-Nr.: 403/404)
Blockveranstaltung: Samstags etwa alle 4 Wochen (auch in den Semesterferien).
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
Einzeltermin
Sa. 08.04.2017,16.30 - 18.30 Uhr   Privatadresse

Kommentar:

Dieses Philosophische Kolloquium, seiner Arbeitsweise nach ein „Privatissimum“, wie es die klassische deutsche Universität kannte, existiert schon seit einigen Jahrzehnten. Die Teilnehmer wechseln natürlich, können auch nicht immer anwesend sein, konstant bleiben aber über längere Zeit jeweils die Themen, semesterübergreifend. Die Mitglieder sind nicht nur Studierende sondern auch sonstig philosophisch Interessierte, die „die Mühe des Begriffs“ nicht scheuen.
Es geht ab Sommersemester 2017 um die Philosophische Hermeneutik, die Lehre vom „Verstehen“ in den Geisteswissenschaften und benachbarten geistigen Zugängen zur Welt, mit der sie sich gegen das Übermächtigwerden des Wahrheitsanspruchs der Naturwissenschaften zu behaupten suchten.
Gadamers „Wahrheit und Methode“ dürfte wohl das wichtigste Buch dieses Themenkreises in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts sein, es ist wirkungsmächtig in einem breiten Spektrum von Wissenschaften (reguläre 7. Aufl. 2010, außerdem Studienausgaben!).
Wir werden uns dem Problem geisteswissenschaftlicher Erkenntnisbegründung auf verschiedensten Gebieten zuwenden, dementsprechend einzelne Textabschnitte auswählen. Wie lange wir bei diesem Thema bleiben, läßt sich nicht voraussagen, wir sind nicht an Programme gebunden.
Das Kolloquium ist trotz dieser Lockerung eine Universitätslehrveranstaltung, Studienleistungen sind möglich, wenn auch nicht erstes Ziel. Ein Problem ist nur eine räumlich bedingte Obergrenze für Teilnehmer (etwa 10-12). Bitte rufen Sie mich privat an (0641-43797) wenn Sie teilnehmen möchten, ich führe eine Liste von Interessenten, bei freien Stellen können Sie nachrücken.
Prinzipiell sind Teilnehmer aus allen Fachrichtungen willkommen, besonders auch Gasthörer.

Literatur:
Zur Lektüre können alle Auflagen des Werkes nebeneinander benutzt werden.

Zur Einführung:
H.-G. Gadamer: Art. Hermeneutik. In: Hist. Wb. der Philosophie. Hg. Joachim Ritter. Bd. 1. Basel 1971, Sp. 1061 ff.

Joachim Ritter: Vorwort zum Hist. Wb. der Philosophie. Bd. 1. Basel 1971.


[Koll] Kolloquium: Neuere Philosophie des Geistes
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.04.2017
wöchentlich Mi. 18:00 - 20:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

Kommentar:

Um Anmeldung wird gebeten.


nach oben | Kontakt: evv@uni-giessen.de