JLU Gießen
Diese Seite drucken   
Sie sind hier: StartFachbereich 04: Geschichts- und KulturwissenschaftenGliederung nach anbietenden EinrichtungenPhilosophie
Vorlesungsverzeichnis: WiSe 2017/18

Einfache Suche. Wählen Sie erst aus, ob Sie in Veranstaltungen oder Lehrenden suchen wollen.

Fachbereich 04: Geschichts- und Kulturwissenschaften - Gliederung nach anbietenden Einrichtungen - Philosophie

Veranstaltungen

 

 
Veranstaltungen filtern
 
Legende

 
[Vl] Einführung in das philosophische Argumentieren  (AfK-Nr.: 398)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2017
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, A 5

Kommentar:

Die Tätigkeit des Philosophierens besteht im Kern darin zu argumentieren. Was genau sind jedoch überhaupt Argumente? Vor allem: Was sind gute und was sind schlechte Argumente? Und wie lassen sich Argumente rekonstruieren, selbst entwickeln und auch kritisieren?
Die Vorlesung dient als Einführung in das philosophische Argumentieren. Wir werden einflussreiche Argumentformen diskutieren, aber auch Fehlschlüsse und ‚Werkzeuge‘ rund um das Argumentieren wie etwa die Unterscheidung zwischen Ursachen und Gründen und die Rolle von Gedankenexperimenten.

Prüfungsform: Klausur

Literatur:
Tetens, Holm (2004): Philosophisches Argumentieren. Eine Einführung, München: C.H. Beck.
Tugendhat, Ernst & Wolf, Ursula (1983): Logisch-semantische Propädeutik, Stuttgart: Reclam.


[Vl] Einführung in die Praktische Philosophie
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2017
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. I, A 2

Kommentar:

Mit der Kenntnis und Analyse von klassischen und zeitgenössischen Positionen der praktischen Philosophie werden nicht nur ideengeschichtliche und systematische Grundkenntnisse erworben, die für das weitere Studium unerlässlich sind, sondern auch das Verständnis von und der Umgang mit philosophischen Argumenten geschult. Die Vorlesung führt in grundlegende Fragen, Probleme und Methoden der praktischen Philosophie ein und ist in drei Teile gegliedert:
i) Grundlegende Fragen: Was ist praktische Philosophie (nicht)?
ii) Paradigmatische Theorien: Tugendethik, Deontologie, Utilitarismus und Kontraktualismus
iii) Ausgewählte Anwendungsbereiche: Ethik am Anfang und Ende des Lebens, Ethik nichtmenschlicher Entitäten, Technik- und Wirtschaftsethik

Die Vorlesung wird durch Tutorien begleitet.

Zur Vorbereitung geeignet:
Dieter Birnbacher: Analytische Einführung in die Ethik, Kap. 1, Berlin 2007


[Vl] Einführung in die Theoretische Philosophie  (AfK-Nr.: 398)
Klausurtermin: 18.07.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2017
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, A 3

Kommentar:

Das Seminar soll in einige Grundfragen der Theoretischen Philosophie einführen. Dabei werden vier Themenkomplexe im Mittelpunkt stehen: (a) Wahrheit, (b) Wissen und Wissenschaft, (c) Sprache und Bedeutung sowie (d) Fragen der Ontologie.
Das Seminar wird durch begleitende Tutorien unterstützt.

Literatur:
Wolfgang Detel (2007): Grundkurs Philosophie, 5 Bde. Stuttgart: Reclam, insbesondere Bde. 3, 4 (Anschaffung empfohlen).


[Si] "Philosophieren heißt Sterben lernen". Der Tod in der Philosophie  (AfK-Nr.: 409/410)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2017
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

Kommentar:

Als Mensch kommt man in seinem Alltag gut zurecht, ohne sich Gedanken über Gehirne im Tank, moralische Tatsachen oder die Frage, warum überhaupt etwas ist und nicht Nichts, zu machen. Aber der Tod betrifft uns alle. Menschen, die wir kennen und lieben, (werden) sterben; wir werden sterben. Was aber der Tod „ist“ und was er für uns bedeutet, ist das Thema der Philosophie seit ihren Anfängen. Der Philosophie des Todes wird das Seminar unter vier leitenden Fragestellungen nachgehen:
• Was ist der Tod? Zum Problem der Unsterblichkeit der Seele
• Ist der Tod ein Übel? Über die Langeweile der Unsterblichkeit
• Wie sollen wir leben, wenn wir doch sterben müssen? Philosophieren heißt sterben lernen
• Dasein/ Sein als ein Vorlauf zum Tode? Existentialistische Todesmeditationen
Das Seminar richtet sich an fortgeschrittene und MA-Studierende.
Zur Vorbereitung geeignet: Gehring, Petra: Theorien des Todes zur Einführung, Hamburg; Wittwer, Héctor: Philosophie des Todes, Stuttgart 2009


[Si] Adornos negative Moralphilosophie  (AfK-Nr.: 409/410)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2017
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

Kommentar:

Wenn Adornos These stimmt, dass in der bestehenden Gesellschaft mit der Moral auch die Moralphilosophie fragwürdig geworden ist, dann stellt sich die Frage, ob und wie unter diesen Bedingungen das Festhalten am moralisch richtigen Handeln möglich bleibt. Adornos berühmte Behauptung, es gebe kein richtiges Leben im falschen, wird häufig so gelesen, dass sie darauf hinausliefe, wir könnten in der bestehenden Gesellschaft überhaupt nicht richtig Handeln.. Das jedoch wäre fatal für eine Philosophie, die sich als emanzipatorisch versteht. Wie genau sich eine Perspektive auf moralisches Handeln entwickeln lässt, die sich problematischen positiven Auskünften darüber enthält, ist gerade die Frage, die an zentraler Stelle in Adornos Werk behandelt wird.

Für Studierende ab dem dritten Semester geeignet.

Literatur:
Adorno, Theodor W. (1951): Minima Moralia.. Reflexionen aus dem beschädigten Leben, in: ders.: Gesammelte Schriften, Bd. 4, Frankfurt a.M.: Suhrkamp 2003.
ders. (1966): Negative Dialektik, in: GS, Bd. 6, Frankfurt a.M.: Suhrkamp 2003.
ders. (2010): Probleme der Moralphilosophie, Frankfurt a.M.: Suhrkamp.
Schweppenhäuser, Gerhard (1993): Ethik nach Auschwitz. Adornos negative Moralphilosophie, Berlin: Springer.


[Si] Alltagspsychologie  (AfK-Nr.: 407/408)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2017
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

Kommentar:

Es ist Teil unserer alltäglichen Praxis, das Verhalten, Erleben und Denken anderer Personen zu beschreiben, zu interpretieren, zu verstehen und vorherzusagen. Die Art und Weise, in der wie dies tun, und das (mentale) Vokabular, das wir dabei verwenden, unterscheidet sich grundlegend von den Erklärungsmustern und dem Vokabular, das wir zu Beschreibung und Erklärung unbelebter physikalische Gegenstände oder Ereignisse verwenden:
• „Wenn er dies behauptet, dann glaubt er es auch.“
• „Sie glaubt dies, weil sie auch jenes glaubt.“
• „Sie handelt so, weil sie dies glaubt und jenes wünscht, weil sie diese Hoffnung hat oder jenes fühlt.“
Wir wollen in diesem Seminar diese alltagspsychologische Praxis entlang folgender Fragen beleuchten:
• Wodurch zeichnet sich die alltagspsychologische Praxis aus: Was ist für das verwendete Vokabular und die inferentiellen Erklärungsmuster spezifisch?
• Welche Fähigkeiten liegen dieser Praxis zugrunde? Etwa: Verfügen kompetente Teilnehmer über eine Theorie des Geistes anderer Personen oder verstehen wir andere, in dem wir ihre Gedankenprozesse simulieren.
• Was ist der Zweck einer solchen Praxis?
• Wie verhält sich die Alltagspsychologie zur wissenschaftlichen Psychologie? Liegt der Alltagspsychologie nicht ein Bild des Geistes zugrunde, den wir durch das Bild der wissenschaftlichen Psychologie ersetzen sollten – so wie wir vielleicht die Alltagsphysik durch die wissenschaftliche Physik ersetzen sollten? Aber können wir die Alltagspsychologie überhaupt ersetzen?
Solche und ähnliche Fragen werden wir im Seminar anhand einschlägiger Literatur diskutieren. Das Seminar ist für Studierende geeignet, die die Basismodule abgeschlossen haben.

Literatur (Auswahl):
Churchland, P. M. (1970): „The logical character of action explanations“, Philosophical Review, 79, S. 214– 236.
Churchland, P. M. (1981): „Eliminative Materialism and the Propositional Attitudes“, Journal of Philosophy, 78: 67– 90.
Dennett, D. C. (1981): „Three Kinds of Intentional Psychology“, In: Ders., The Intentional Stance, Cambridge MA: MIT Press, 1987, S. 43-68.
Fodor, J. A. (1987): Psychosemantics: The Problem of Meaning in the Philosophy of Mind, Cambridge, MA: MIT Press.
Gordon, R. (1986): „Folk Psychology as Simulation“, Mind and Language, 1, S. 158–171.
Stich, S. P. (1983): From Folk Psychology to Cognitive Science: The Case Against Belief, Cambridge, MA: MIT Press.
Greenwood, J. D. (1991): The Future of Folk Psychology: Intentionality and Cognitive Science, Cambridge: Cambridge University Press.

Weitere Literatur wird im Seminar bekannt gegeben.


[Si] Aspekte der Bedeutung: Einführung in die Sprachphilosophie  (AfK-Nr.: 407/408)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2017
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

Kommentar:

Sprachliche Ausdrücke haben Bedeutung, aber was heißt das eigentlich? Die Bedeutung eines Namens oder einer Beschreibung etwa, so würden wir vielleicht sagen, ist das, worauf sich der betreffende Ausdruck bezieht. Wir können dann sagen, dass zwei Ausdrücke bedeutungsgleich sind, wenn sie sich auf denselben Gegenstand beziehen. Was ist dann aber, wenn wir zwei oder mehr Namen und Beschreibungen für einen Gegenstand haben? Sind „Lew Bronstein“, „Trotzki“ und „der Gründer der Roten Armee“ wirklich synonyme Ausdrücke? Wenn unsere Intuition lautet, dass das nicht der Fall ist, gibt es vielleicht außer der Bezugnahme noch andere Aspekte der Bedeutung?

Für Studierende ab dem dritten Semester geeignet.

Literatur:
Blume, Thomas / Demmerling, Christoph (1998): Grundprobleme der analytischen Sprachphilosophie, Paderborn: Schöningh UTB.
Kambartel, Friedrich / Stekeler-Weithofer, Pirmin (2005): Sprachphilosophie. Probleme und Methoden, Stuttgart: Reclam.
Lycan, William G. (2008): Philosophy of Language. A Contemporary Introduction, New York / Oxford: Routledge.


[Si] Das Prinzip der Doppelwirkung  (AfK-Nr.: 411/412)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2017
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

Kommentar:

Handlungen haben neben ihren beabsichtigten immer auch bloß vorhergesehene (aber eben nicht beabsichtigte) Folgen. Das Prinzip der Doppelwirkung (PDW) behauptet, dass man für die beabsichtigten Folgen in stär¬kerem Maße ver¬antwort¬lich ist als für bloß vorhergesehene. Verteidiger des PDW gehen daher davon aus, dass es zuweilen erlaubt ist, vorhergesehene Folgen in Kauf zu nehmen, obwohl es nicht erlaubt wäre, die gleichen Folgen absichtlich hervorzubringen.
Das PDW wirft eine Reihe von grundlegenden Fragen der Handlungs- und Moraltheorie auf: Wie lässt sich überhaupt zwischen beabsichtigten und vorhergesehenen Folgen unter¬scheiden? Kann man seine Handlungsabsichten frei wählen? Was sind die Teile einer Handlung? Was wird in moralischen Urteilen bewertet? Warum sollte die Absicht in besonderer Weise moralisch berück¬sichtigt werden? Etc.
Ziel des Seminars ist es, sowohl die handlungstheoretischen als auch die moralphiloso¬phi¬schen Voraussetzungen und Implikationen des PDW zu untersuchen.

Ein Reader (weitgehend auf Englisch) wird zur ersten Stunde bereitgestellt.

Das Seminar ist für fortgeschrittene Studierende und Studierende im Master geeignet

Literatur:
Als Einstieg: externhttp://plato.stanford.edu/entries/double-effect/
P. A. Woodward (ed.): The Doctrine of Double Effect. Philosophers Debate a Controversial Moral Principle. Notre Dame, Indiana 2001.


[Si] David Humes Moralphilosophie  (AfK-Nr.: 411/412)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2017
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

Kommentar:

David Hume (1711-1776) gehört zu den prägenden Figuren der Moralphilosophie. Vor dem Hintergrund empiristischer Annahmen, geht er davon aus, dass die Vernunft bloß ein Sklave der Leidenschaften sei und dass moralische Bewertungen nicht der Vernunft, sondern einem moralischen Gefühl entspringen.
Obwohl der inhaltliche Schwerpunkt des Seminars auf Humes Moralphilosophie liegen soll, werden wir uns auch mit den erkenntnistheoretischen und psychologischen Voraussetzungen seiner moralphilosophischen Thesen beschäftigen.
Textgrundlage des Seminars bilden vor allem A Treatise of Human Nature (1738) sowie An Enquiry Concerning the Principles of Morals (1751).

Das Seminar ist auch für Anfänger geeignet.

Literatur:
Als Einstieg: externhttps://plato.stanford.edu/entries/hume-moral/
D. Hume: Eine Untersuchung über die Prinzipien der Moral, Stuttgart 2012.
D. Hume: Ein Traktat über die menschliche Natur, Hamburg 1973.


[Si] Didaktik der Ethik der Migration  (AfK-Nr.: 413/414)
Klausurtermin: 09.02.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
Vorbesprechung: Di. 17.10.2017, 14.00 - 16.00 Uhr, Rathenaustr. 8, 302 (zusammen mit Özmen)
7 Einzeltermine
Di. 17.10.2017,14.00 - 16.00 Uhr   (Vorbesprechung) Rathenaustr. 8, 302 (zusammen mit Özmen)
Do. 25.01.2018,16.00 - 18.00 Uhr   Rathenaustr. 8, 302
Fr. 26.01.2018,12.00 - 18.00 Uhr   Rathenaustr. 8, 302
Do. 01.02.2018,16.00 - 18.00 Uhr   Rathenaustr. 8, 302
Fr. 02.02.2018,12.00 - 18.00 Uhr   Rathenaustr. 8, 302
Do. 08.02.2018,16.00 - 18.00 Uhr   Rathenaustr. 8, 302
Fr. 09.02.2018,12.00 - 18.00 Uhr   Rathenaustr. 8, 302

Kommentar:

Die Zahl der Menschen, die weltweit auf der Flucht sind, hat einen neuen Rekord erreicht. Dieses Thema wird daher auch zu einem wichtigen Inhalt des Ethik- und Philosophieunterrichts, auch wenn es in den Lehrplänen und Curricula der Bundesländer (noch) nicht explizit benannt wird. Viele verbindliche Unterrichtsthemen wie Gerechtigkeit, Freiheit, Menschenrechte- und Menschenwürde, Gewissen und Verantwortung, Toleranz, Interreligiöser Dialog lassen sich jedoch gut in Verbindung mit dieser aktuellen gesellschaftspolitischen Problemstellung erarbeiten.
Im Seminar sollen Unterrichtseinheiten zum Thema ‚Flucht und Migration‘ konzipiert werden. Verbindliche Voraussetzung ist eine Teilnahme an der Veranstaltung ‚Ethik der Migration‘ von Prof. Elif Özmen.
Vorbesprechung: Di, 17.10, 14-16 Uhr, R. 302
25.1., 16 - 18 Uhr
26.2., 12 - 18 Uhr
1.2., 16 - 18 Uhr
2.2., 12 - 18 Uhr
8.2., 16-18 Uhr
9.2., 12 - 18 Uhr


[Si] Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft  (AfK-Nr.: 401/402)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2017
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

Kommentar:

Ausgehend von Kants gleichnamiger Schrift werden wir die Religion, insbesondere die christliche, untersuchen. Dabei werden entsprechend der Vielfalt des Phänomens Religion verschiedene Methoden verwendet werden. Bezüglich Fakten über Religiosität werden wir auf das Buch "Religionspsychologie" (2. Aufl. 1992, München, Göttingen) von Bernhard Grom SJ zurückgreifen. Auch der existenzphilosophische Zugang zur Religion, beginnend mit Kierkegaard, soll behandelt werden.


[Si] Einführung in die Metaethik  (AfK-Nr.: 409/410)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2017
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

Kommentar:

Während die normative Ethik v.a. danach fragt, was eine Handlung zu einer moralisch richtigen Handlung macht, untersucht die Metaethik, worauf uns das Sprechen und Nachdenken über Moral in semantischer, metaphysischer, epistemologischer und psychologischer Hinsicht festlegt. Können moralische Urteile überhaupt wahr oder falsch sein? Gibt es moralische Tatsachen und – falls ja – in welchem Verhältnis stehen diese zu 'natürlichen' Tatsachen? Wie ist moralisches Wissen möglich? Wie ist es möglich, dass moralische Standards motivational wirksame Gründe für unser Handeln bereitstellen?
Das Seminar gibt einen systematischen Überblick metaethischer Fragestellungen und der diese adressierenden Theorien bzw. Theorienfamilien, welche anhand einer Auswahl klassischer und neuerer Texte exemplarisch vertieft werden.


[Si] Einführung in die Philosophie der Kunst  (AfK-Nr.: 405/406)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2017
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

Kommentar:

Was unterscheidet Kunstwerke von anderen Dingen? Was macht einen Gegenstand eigentlich zu einem Kunstwerk und damit zumindest potentiell zu einem Gegenstand ästhetischer Erfahrung? Die moderne Kunst liefert viele Beispiele von Alltagsgegenständen, die, aus ihrem gewöhnlichen Zusammenhang gelöst, als Kunstwerke angesehen werden. Ist es nicht gerade ein Merkmal moderner und zeitgenössischer Kunst, die Frage aufzuwerfen, was Kunst ist?

Für Studierende ab dem dritten Semester geeignet.

Literatur:
Bertram, Georg W. (2005): Kunst. Eine philosophische Einführung, Stuttgart: Reclam.
Hauskeller, Michael (1998): Was ist Kunst? Positionen der Ästhetik von Platon bis Danto, München: C.H. Beck.


[Si] Einführung in die Praktische Philosophie (L2) - Gruppe 1
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2017
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 102

Kommentar:

Die Veranstaltung gibt einen historischen und systematischen Überblick über zentrale Theorien der normativen Ethik. Ein Ziel des Seminars ist es, an wichtige Begriffe und Fragestellungen der Praktischen Philosophie heranzuführen. Dabei steht die Lektüre klassischer Texte im Mittelpunkt. Dies ist die erste Teilveranstaltung im Modul 01 „Einführung in die praktische Philosophie“ für L2/L5. Der zweite Teil des Moduls wird im kommenden Sommersemester stattfinden und stärker methodologisch ausgerichtet sein.
Ein Reader wird jeweils zu Beginn des Semesters zur Verfügung gestellt.


[Si] Einführung in die Praktische Philosophie (L2) - Gruppe 2
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2017
wöchentlich Fr. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 102

Kommentar:

Die Veranstaltung gibt einen historischen und systematischen Überblick über zentrale Theorien der normativen Ethik. Ein Ziel des Seminars ist es, an wichtige Begriffe und Fragestellungen der Praktischen Philosophie heranzuführen. Dabei steht die Lektüre klassischer Texte im Mittelpunkt. Dies ist die erste Teilveranstaltung im Modul 01 „Einführung in die praktische Philosophie“ für L2/L5. Der zweite Teil des Moduls wird im kommenden Sommersemester stattfinden und stärker methodologisch ausgerichtet sein.
Ein Reader wird jeweils zu Beginn des Semesters zur Verfügung gestellt.


[Si] Ethik der Migration
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2017
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 302

Kommentar:

65 Millionen Menschen - so viele wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht - sind weltweit auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung, Elend und Hunger oder motiviert durch die Hoffnung auf ein besseres Leben. Neben politischen, rechtlichen, sozialen und ökonomischen Herausforderungen sind mit unfreiwilliger Flucht und freiwilliger Migration auch normative Problemstellungen verbunden. Während etwa die moralische bzw. menschenrechtliche Berechtigung der durch systematische politische Verfolgung begründeten Asylgesuche zum politikphilosophischen common sense gehört, sind die moralischen Ansprüche der vielen Anderen noch nicht abschließend reflektiert und diskutiert worden.
In dem Seminar werden wir verschiedene Themen aus der aktuellen philosophischen Debatte um Ethik und Migration diskutieren, etwa:
- Formen der Migration und ihre Relevanz für Migrationsrechte
- Gibt es ein Recht auf (offene) Grenzen?
- (Wofür) ist (welche) Identität wichtig?
- Politik der Anerkennung (oder der Integration oder der Assimilation)
- Rassismus – Diskriminierung – Exklusion

Für Lehramt-Studierenden, die die „Didaktik der Ethik der Migration“ bei Dr. Rösch absolvieren wollen, ist der Besuch dieses Seminars Pflicht. Eine gemeinsame Vorbesprechung findet statt am: Dienstag, 17.10.17, 14-16 Uhr, R. 302.

Einige Plätze werden für BA-Studierende freigehalten.


[Si] Feministische Epistemologie und Wissenschaftstheorie  (AfK-Nr.: 403/404)
Blockveranstaltung. 9. - 13.10.2017 Beginn 10Uhr s.t. Rathenaustraße 8, Raum 208
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
5 Einzeltermine
Alle Termine in: Raum 208
Mo. 09.10.2017,10.00 - 16.00 Uhr  
Di. 10.10.2017,10.00 - 16.00 Uhr  
Mi. 11.10.2017,10.00 - 16.00 Uhr  
Do. 12.10.2017,10.00 - 16.00 Uhr  
Fr. 13.10.2017,10.00 - 16.00 Uhr  

Kommentar:

Während der Blockseminarwoche setzen wir uns in intensiver Einzel- und Zusammenarbeit mit feministischen Erkenntnis- und Wissenschaftstheorien auseinander. Es werden Fragen der Androzentrizität von Wissensbeständen, Technik, Forschungsmethoden und damit verbundenen erkenntnistheoretischen Termini behandelt. Daraus hervorgehende Konsequenzen für Phänomenologie und Ontologie werden an-hand von Problematisierungen der Vergeschlechtlichung von Vernunft, Rationalität, Transzendenz, Metaphysik, Wissen, Subjekt und Natur herausgearbeitet. Theoriestrategische Fertigkeiten werden anhand grundlegender Methoden feministischer Wissenschaftskritik, namentlich der Diffraktion, Mimesis und Genealogie vermittelt.

Blockseminar auf fortgeschrittenem BA-Niveau; die gründliche Lektüre der im Seminarplan angegebenen Texte wird für die Teilnahme vorausgesetzt. Bitte melden Sie sich zeitnah per E-Mail bei mir an, um die vollständige Literaturliste, einen ausführlichen Syllabus und den Seminarplan zu bekommen: externKostan@em.uni-frankfurt.de


[Si] Filme im Ethik- und Philosophieunterricht
Klausurtermin: 05.02.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2017
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 102

Kommentar:

Warum sollte man Filme zum Unterrichtsgegenstand machen? Kinder und Jugendliche haben doch ohnehin schon einen erheblichen Medienkonsum. Sollte man da im Unterricht nicht vielmehr die Lesekompetenz stärken und sich auf die Textarbeit konzentrieren? Gewichtige Argumente, aber auch das Sehen will gelernt sein, um Manipulation und Reizüberflutung entgegenzuwirken. Denn der Film ist heute neben seiner Funktion als Mittel der Zerstreuung eben auch ein unentbehrliches Medium der Erfahrung, das uns hilft, die Welt zu verstehen und uns in ihr zu orientieren.
Bilder können uns gefangen nehmen, sie können uns aber auch in Distanz zu unserer Umwelt setzen, zum Staunen anregen, Fragen über unseren Alltag aufwerfen, neue Realitäten entstehen lassen. sie ermöglichen konkrete Erfahrungen. Insofern kann man nicht mit Filmen philosophieren, sie können aber zum Philosophieren hinführen und Anschauungsmaterial für philosophische Probleme
bieten. Doch das genaue, bewusste Hinsehen will gelernt sein.
Im Anschluss an einen theoretischen Einführungsblock geht es um methodische Möglichkeiten der Filmarbeit im Philosophie- und Ethikunterricht. Ausgewählte Filme werden gemeinsam didaktisch aufbereitet. Erwartet werden die aktive Mitarbeit und die Bereitschaft, in Gruppen eine Einheit zu einem ausgewählten Film zu erarbeiten, sowie die Durchführung einer eigenen didaktisch-methodisch gestalteten Unterrichtssequenz.


[Si] Freiheit des Willens gegen geknechteten Willen - Erasmus von Rotterdam gegen Luther  (AfK-Nr.: 403/404)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2017
wöchentlich Mi. 18:00 - 20:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

Kommentar:

Die auffällig zahlreichen Erinnerungsveranstaltungen an die Reformation vor 500 Jahren widerlegen die übliche Rede von einem zunehmenden Desinteresse an Religion, Theologie und Kirche in der Gegenwart. Die Reformation wird allerdings z. Zt. vorwiegend theologisch, als Ereignis des Glaubens oder Frömmigkeit und der Kirchengeschichte in Erinnerung gerufen und diskutiert. Daß es sich auch um ein Großereignis der Philosophie, der allgemeinen Geistesgeschichte und der säkularen politischen Geschichte handelt, findet nicht so großes Interesse, jedenfalls nach Ausweis von Zahl und Themen der Veranstaltungen und Publikationen.
Die hier vorgestellte Lehrveranstaltung versteht sich als kleiner Beitrag der Philosophie zu diesen essenziellen jüdisch-philosophisch-christlichen Themen der Reformation: personaler Gott, von ihm aus Liebe geschaffene Menschen, ihr moralisches Versagen und Unheil, ihre Erlösung und ihr Heil. Den kontroversen Diskussionen dieser Inhalte zur Zeit der Reformation, komprimiert im Problem des „Freien Willens“, merkt man ihre lange Herkunftsgeschichte deutlich an, aus dem alttestamentlichen Judentum, bereichert durch die breitgefächerten Lehren der Stoiker über Tugend und Freiheit des Willens, differenziert v.a. durch Augustinus in der Hereinnahme der christlichen Begriffe von Ursünde und Gnade. In den Jahrhunderten des Mittelalters treten immer wieder neue Gesichtspunkte hinzu, wirken sich aus im Auseinandertreten der Konfessionen in der Reformation, wirken in dieser Vielfältigkeit fort bis in die Gegenwart.
Selbstverständlich können wir die breite Wirkungsgeschichte in der Vorlesung nicht unerwähnt lassen, die Hauptarbeit in Vorlesung und Seminar soll aber aus der intensiven Gegenüberstellung von Erasmus- und Luthertexten bestehen. Die Art, wie die auch in Sprache und Temperament so verschiedenen Charaktere miteinander umgehen, dürfte auch Lesevergnügen bereiten.

Literatur:
Erasmus von Rotterdam: Vom freien Willen.
Übersetzt von Otto Schumacher. 7. Auflage, Göttingen 1998.
Erasmus von Rotterdam: Ausgewählte Schriften.
Lat.-dtsch., hg. von E. Welzig. Neuausgabe 1995.
Martin Luther: De servo arbitrio.
In: Wilfried Härle (Hrsg.): Lateinisch-Deutsche Studienausgabe
1. Der Mensch vor Gott. Evangelische Verlagsanstalt Leipzig 2006.

F.W. Graf/K. Tanner (Hg.): Protestantische Identität heute.
Gütersloh 1992.
Weitere Literatur folgt (in Stud.IP und im Semester-Apparat).


[Si] Freiheit, Moral und Recht: Geschichte, Probleme und Zugänge  (AfK-Nr.: 409/410)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2017
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

Kommentar:

Freiheit, Moral und Recht gehören als Schlüsselprobleme zu den ständigen Kernüberlegungen des philosophischen und politischen Denkens.
Das Recht, als ein System mit Zwangscharakter, kann als Einschränkung der Freiheit gewertet werden, gleichwohl aber auch als konstitutives Element „bürgerlicher Freiheit“ verstanden werden. In Verbindung mit anthropologischen Überlegungen zur Natur des Menschen, das Verhältnis von Begierde/Tier und Vernunft, finden wir in der Ideengeschichte von Platon über Augustinus bis hin zu Hobbes und Kant bemerkenswerte Entwicklungslinien und Freiheitsbegriffe, deren Spannungsfelder und Probleme sich bis in den gegenwärtige politische Theorie erstrecken.

Ziel des Seminares ist eine Auseinandersetzung mit der Trias „Freiheit, Moral und Recht“ im Rahmen der philosophischen Ideengeschichte und den Zugängen zu spezifischen Problemstellungen aus der jeweiligen Epoche. Zudem soll auf dieser Grundlage auch das aktuelle Verhältnis von Freiheit, Moral und Recht diskutiert werden.

Lit.:
- Mahlmann, Matthias (2015): Rechtsphilosophie und Rechtstheorie.
- Berlin, Isaiah (1969): Freiheit – Vier Versuche.
- Kant, Immanuel: Die Metaphysik der Sitten. Rechtslehre. (1977)
- Hobbes, Thomas: Leviathan.
- Hoerster, Norbert (2006): Was ist Recht?


[Si] Geist-Seele-Leib - Aspekte einer philosophischen Anthropologie  (AfK-Nr.: 407/408)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2017
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

Kommentar:

Was ist der Mensch? Was ist der menschliche Geist, was ist die Seele und vor allem, wie hängen Leib, Seele und Geist miteinander und untereinander zusammen? Seit der Antike haben Philosophen sich um eine Antwort auf diese Frage bemüht. Ziel des Seminars ist es, einen panoramahaften Überblick über die verschiedenen anthropologischen Entwürfe und ihre spezifische Antwort auf diese Frage zu vermitteln. Dabei beginnt diese Reise durch die Philosophiegeschichte in der Antike (Aristoteles, Plato), führt über die philosophische Mystik des Mittelalters und die Neuausrichtung der Philosophie durch Descartes (res cogitans-res extensa) bis in die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts (Gehlen, Scheler, Helmuth Plessner) und emergenzorientierten evolutionären anthropologischen Entwürfen in der Gegenwart.


[Si] George Berkeley  (AfK-Nr.: 403/404)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2017
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 104

Kommentar:

Obwohl Berkeley zu den berühmtesten Philosophen der Neuzeit gehört und nicht nur auf Schullehrplänen ab und an mal neben Descartes, Locke und Hume auftaucht, scheint er in der universitären Lehre eher vernachlässigt. Möglicherweise zu Recht? Schließlich wird die Berkeley zugeschriebene Position des Immaterialismus oder des Idealismus (derzufolge alles Sein nur im Geist bzw. im Wahrnehmen existiert) von nicht wenigen für mausetot gehalten.
Ziel des Seminars ist es daher, anhand intensiver Lektüre zweier zentraler Texte Berkeleys (den Prinzipien von 1710 und den Dialogen von 1713) der Frage nachzugehen, ob man Berkeley begründetermaßen für mausetot halten sollte oder nicht. Dabei könnten sich Berkeleys Thesen und Argumente als überraschend haltbar und modern herausstellen – oder auch nicht. Das wird sich im Seminar (idealerweise) zeigen.
Das Seminar soll dementsprechend im besonderen Maße dazu dienen, philosophische Textinterpretation einzuüben.
Berkeley bietet dabei Anknüpfungspunkte für vielfältige Interessen, da er sich sowohl in den Prinzipien als auch in den Dialogen mit einer Vielzahl verschiedener großer Fragestellungen beschäftigt und nicht nur mit vereinzelten Spezialproblemen.

Was heißt es eigentlich, etwas wahrzunehmen?
Was ist Wirklichkeit?
Was sind die Grundstrukturen der Welt?
Was ist Materie und gibt es das überhaupt?
Können wir überhaupt etwas Wissen?
Woher weiß ich, dass es noch andere Geister wie mich gibt?
Gibt es Gott?
Können Gott und Böses in der Welt zugleich existieren?
Wie ist das Verhältnis von alltäglicher Rede über die Welt und Metaphysik?

Zudem bieten beide Texte einerseits die Möglichkeit, eine große Zahl verschiedener Argumentationsstrategien kennenzulernen und andererseits die Möglichkeit, zwei philosophische Textformen zu vergleichen. Während die Prinzipien ihrer Form nach vielen aktuellen Artikeln in Fachzeitschriften nicht unähnlich sind, sind die Dialoge (überraschenderweise) Dialoge – zwar im Stile Platons, aber doch (vielleicht) entscheidend anders.

Als Textgrundlage kann sowohl eine englische als auch eine deutsche Ausgabe verwendet werden, obwohl sich unter anderem aus preislichen Gründen folgende englische Ausgabe besonders anbietet:

Berkeley, George. Principles of Human Knowledge and Three Dialogues between Hylas and Philonous. Hrsg. Roger Woolhouse. Penguin Books: London. 2004.

Letztlich wird die reibungslose Kommunikation in Bezug auf konkrete Textstellen im Seminar dadurch ermöglicht, dass die Prinzipien bereits von Berkeley selbst in nummerierte, kurze Abschnitte unterteilt wurden und wir für die Dialoge eine einheitliche Paginierung nach inhaltlichen Gesichtspunkten vereinbaren werden.


[Si] Globale Gerechtigkeit  (AfK-Nr.: 413/414)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2017
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

Kommentar:

„Die Welt, in der wir leben, ist nicht gerecht“, konstatiert Thomas Nagel in seinem einflussreichen Artikel über „Das Problem globaler Gerechtigkeit“ (2005). Dennoch argumentieren einige Autoren dafür, dass es Gerechtigkeitspflichten nur im Rahmen des Nationalstaats geben kann und damit globale Gerechtigkeit bestenfalls ein nachrangiges Problem ist. Angesichts vielschichtiger ökonomischer und politischer Interdependenzen scheint diese Position allerdings problematisch.
Mit Blick auf diese Frage werden diesem Seminar zeitgenössische Theorien internationaler und globaler Gerechtigkeit erarbeitet. Beginnend mit John Rawls‘ einflussreicher kontraktualistischer Theorie eines ‚Rechts der Völker‘, über deren Weiterentwicklung durch z.B. Thomas Pogge, werden wir uns auch mit deren Kritik von kommunitaristischer (Michael Walzer), utilitaristischer (Peter Singer) sowie neo-aristotelischer Seite (Martha Nussbaum) beschäftigen. Dabei wird insbesondere der Konflikt zwischen kosmopolitisch und partikularistisch argumentierenden Positionen nachvollzogen. Es stellt sich auch die Frage, welche Akteure (Individuen, Staaten, Internationale Organisationen etc.) die Adressaten einer Theorie globaler Gerechtigkeit sein können oder sollten.
Im letzten Drittel des Seminars werden konkrete Problemfälle, wie beispielsweise die Frage nach der Angemessenheit, Notwendigkeit und Gerechtigkeit humanitärer Interventionen, der Regulierung von Migration oder des Umgangs mit dem Klimawandel analysiert.
Das Seminar ist für Anfänger*innen geeignet, spezielle Vorkenntnisse sind nicht nötig; die Bereitschaft zur Lektüre zumindest einiger (gut lesbarer) englischer Texte wird allerdings vorausgesetzt.
Zur Vorbereitung geeignet: Henning Hahn: Globale Gerechtigkeit. Eine philosophische Einführung. Campus Verlag 2009.


[Si] Hume über Religion
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2017
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

Kommentar:

In seinen Schriften zu Problemen der Religion entwickelt Hume auf der Grundlage seines Empirismus eine skeptische Kritik der philosophischen Grundlagen religiösen Denkens. Dabei erarbeitet er Argumente, die bis heute Blaupausen für religionsphilosophische und religionskritische Überlegungen bilden. Das gilt insbesondere für seine Kritik an Argumenten, die auf der Grundlage kosmologischer und teleologischer Überlegungen die Existenz Gottes beweisen wollen. Im Seminar sollen Humes Argumente auf der Basis einer genauen Lektüre seiner Texte rekonstruiert, auf ihre theoretischen Voraussetzungen hin überprüft und diskutiert werden. Das Seminar richtet sich eher an Studierende in einer frühen Phase ihres Studiums.

Literatur:
Hume, David (1757): Natural History of Religion, dt.: Die Naturgeschichte der Religion, hg. und übersetzt von Lothar Kreimendahl, Hamburg: Meiner 2000.
Hume, David (1779): Dialogues Concerning Natural Religion, dt.: Dialoge über natürliche Religion. Hg. und übersetzt von Norbert Hoerster, Stuttgart: Reclam 1994 (Anschaffung empfohlen).


[Si] J. J. Rousseau: Gesellschaftsvertrag  (AfK-Nr.: 413/414)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2017
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 208

Kommentar:

Sobald die Menschen die Vereinzelung des Naturzustands verlassen, werden sie gemein und unfrei. Der Einzelne täte also besser daran, sich von aller menschlichen Gesellschaft fernzuhalten, wäre sie nicht auch die Grundlage für die Entfaltung aller spezifisch menschlichen Möglichkeiten. Aus diesem Grund ist der häufig mit dem Namen Rousseau verknüpfte Rückzug in die Natur nicht sein letztes Wort. Stattdessen versucht er, menschliches Zusammenleben so zu denken, dass darin die Freiheit des Einzelnen erhalten und gesteigert wird. Durch die Lektüre der beiden für diesen Gedankengang zentralen Werke, dem Diskurs über die Ungleichheit (1755) und dem Gesellschaftsvertrag (1762), werden wir untersuchen, ob ihm dieser Versuch gelingt. Dadurch erarbeiten wir uns einen wirkmächtigen und nach wir vor wichtigen Bezugspunkt in der Diskussion um Freiheit und politische Herrschaft.
Das Seminar ist für Anfänger geeignet, aber auch für Fortgeschrittene, die sich noch nicht eingehender mit Rousseaus politischer Philosophie auseinandergesetzt haben.

Literatur zum Einstieg:
Neuhouser, Frederick: "Rousseau und das menschliche Verlangen nach Anerkennung," Deutsche Zeitschrift für Philosophie, 6/2008, 27-51.


[Si] Kants Philosophie des Geistes  (AfK-Nr.: 407/408)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2017
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

Kommentar:

Kants Kritik der reinen Vernunft zielt auf nichts Geringeres als eine Neubegründung der Philosophie. Sie geht von folgender Diagnose aus: Während sich die empirischen Wissenschaften in einem Prozess kummulativen Wissenszuwachses zu einem Paradefall wissenschaftlicher Erkenntnis entwickeln, verliert sich die Metaphysik (als Königsdisziplin der Philosophie) in einem endlosen Streit, in dem sich einander ausschließende Positionen als vernünftig gegenüberstehen, ohne dass auch nur ein Maßstab sichtbar wäre, wie er zu entscheiden sei. Kurz: Die Naturwissenschaften konfrontieren das „Herumgetappe“ der Metaphysik mit einer Form der Erkenntnis, deren Erfolg das Selbstverständnis der Philosophie in Frage stellt. Kants Reaktion auf diese Diagnose ist raffiniert und komplex: Sie besteht nicht in der Transformation von Philosophie in Naturwissenschaft, sondern versucht, die notwendigen Voraussetzungen in den Blick zu nehmen, die der Möglichkeit von Erkenntnis zugrunde liegt, und dabei zugleich die Grenzen der menschlichen Vernunft zu bestimmen. Wir wollen uns in diesem Seminar auf die spezifische Frage konzentrieren: Welche Auffassung mentaler Fähigkeiten und Vermögen entwickelt Kant im Rahmen dieser Reaktion? Also: Was ist seine Theorie des Geistes? Zur Beantwortung dieser Frage werden wir, neben einer ausführlichen Lektüre ausgewählter Stellen der Kritik der reinen Vernunft, auch einschlägige Kant-Interpretationen besprechen. Das Seminar richtet sich eher an fortgeschrittene Studierende und Studierende im Master.
Literatur:
Kant, Immanuel (1787): Kritik der reinen Vernunft, Frankfurt/M.: Suhrkamp 1978
Mohr, Georg/Willaschek, Marcus (Hg.): Immanuel Kant: Kritik der reinen Vernunft, (Klassiker Auslegen, Bd. 17/18) Berlin: Akademie Verlag 1998.
Tetens, Holm (2006): Kants „Kritik der reinen Vernunft“. Ein systematischer Kommentar, Stuttgart: Reclam 2006.
Weitere Literatur wird im Seminar bekannt gegeben.


[Si] Kommunitarismus  (AfK-Nr.: 413/414)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2017
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

Kommentar:

Unter den zahlreichen Reaktionen auf John Rawls' "A Theory of Justice" befinden sich auch die von Michael Walzer, Michael Sandel, Alasdair MacIntyre oder Charles Taylor. Es gebe keinen archimedischen Punkt, von dem aus universale Gerechtigkeitsprinzipien entworfen sowie überzeitliche menschliche Eigenschaften und Interessen gefunden werden können. Obwohl diese Autoren niemals ein gemeinsames kohärentes Theoriegebäude entwarfen, lassen sich zwischen ihnen drei Übereinstimmungen ausmachen: 1. Sie heben die Bedeutung von Tradition und Kultur hervor, diese seien die Kontexte politischer Argumentation. 2. Sie stellen ontologische oder metaphysische Aussagen über die soziale Natur des Selbst auf. Sowie 3. Gemeinschaft erhält normative Geltung als identitätsstiftende Quelle des Selbst und als Stabilitätsvoraussetzung für Demokratien. Diese Position wird als „Kommunitarismus“ bezeichnet.

Das Seminar ist als Einführung gestaltet. Zuerst erarbeiten wir uns gemeinsam den Liberalismus als Ansatzpunkt der kommunitaristischen Kritik, danach analysieren wir die Positionen ausgewählter kommunitaristischer Autoren, im letzten Teil betrachten wir kommunitaristische Alternativen zur liberalen Demokratie.

Obwohl dieses Seminar als Anschluss an Frau Prof. Özmens „Was ist Liberalismus“ geplant ist, lässt es sich auch ohne Vorkenntnisse besuchen, denn eine Einführung wird im Seminar angeboten. Die meisten Texte sind in Englisch geschrieben, eine hohe Lesedisziplin ist für den erfolgreichen Abschluss des Seminars unbedingt erforderlich.

Zur Einführung geeignet:
• Walter Reese-Schäfer: „Kommunitarismus“, Campus 2001.
• ‚Communitarianism‘ auf der Stanford Encyclopedia of Philosophy externhttps://plato.stanford.edu/entries/communitarianism.


[Si] Kompetenzorientierung im Ethik- und Philosophieunterricht (Gruppe 1)
Klausurtermin: 06.02.2018 und 07.02.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2017
wöchentlich Di. 08:00 - 10:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 102

Kommentar:

Die hessischen Bildungspläne sind seit August 2011 auf Bildungsstandards umgestellt worden. Diese sind kompetenzorientiert formuliert. Was bedeutet kompetenzorientiert Unterrichten?
Im Mittelpunkt des Seminars stehen die im Ethikunterricht zu erwerbenden Kompetenzen, ihre Diagnose, Vermittlung und Förderung: Wahrnehmungskompetenz, Empathie, Perspektivwechsel, interkulturelle Kompetenz, Interdisziplinäre Kompetenz, Argumentations- und Urteilskompetenz, moralische Urteilsfähigkeit, ethische Urteilsfähigkeit, Diskursfähigkeit, Konfliktlösekompetenz, Orientierungskompetenz.
Erwartet werden die aktive Mitarbeit und die Bereitschaft zur Vorbereitung, Durchführung und Reflexion einer eigenen didaktisch-methodisch gestalteten Seminarsequenz auf der Basis bereitgestellten Materials.

Grundlage des Seminars:
Anita Rösch: Kompetenzorientierung im Ethik- und Philosophieunterricht. Entwicklung eines Kompetenzmodells für die Fächergruppe Philosophie, Praktische Philosophie, Ethik, Werte und Normen, LER, LIT Verlag, Zürich 2012

Das Seminar wird zweimal angeboten:
Di, 8-10 Uhr
Mi, 8-10 Uhr


[Si] Kompetenzorientierung im Ethik- und Philosophieunterricht (Gruppe 2)
Klausurtermin: 06.02.2018 und 07.02.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2017
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 102

Kommentar:

Die hessischen Bildungspläne sind seit August 2011 auf Bildungsstandards umgestellt worden. Diese sind kompetenzorientiert formuliert. Was bedeutet kompetenzorientiert Unterrichten?
Im Mittelpunkt des Seminars stehen die im Ethikunterricht zu erwerbenden Kompetenzen, ihre Diagnose, Vermittlung und Förderung: Wahrnehmungskompetenz, Empathie, Perspektivwechsel, interkulturelle Kompetenz, Interdisziplinäre Kompetenz, Argumentations- und Urteilskompetenz, moralische Urteilsfähigkeit, ethische Urteilsfähigkeit, Diskursfähigkeit, Konfliktlösekompetenz, Orientierungskompetenz.
Erwartet werden die aktive Mitarbeit und die Bereitschaft zur Vorbereitung, Durchführung und Reflexion einer eigenen didaktisch-methodisch gestalteten Seminarsequenz auf der Basis bereitgestellten Materials.

Grundlage des Seminars:
Anita Rösch: Kompetenzorientierung im Ethik- und Philosophieunterricht. Entwicklung eines Kompetenzmodells für die Fächergruppe Philosophie, Praktische Philosophie, Ethik, Werte und Normen, LER, LIT Verlag, Zürich 2012

Das Seminar wird zweimal angeboten:
Di, 8-10 Uhr
Mi, 8-10 Uhr


[Si] Mentale Repräsentationen
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2017
wöchentlich Mi. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

Kommentar:

Mentale Repräsentationen sind in erster Linie theoretische Entitäten, die von Kognitionswissenschaftlern und Philosophen postuliert werden, um zu erklären, wie mentale Zustände Verhaltensoutputs hervorbringen. Was genau sind aber mentale Repräsentationen und wie spielen sie ihre explanative Rolle? Wie verhalten sich mentale Repräsentationen zu Überzeugungen, Wünschen und anderen mentalen Zuständen, auf die wir in unserem Alltagsvokabular Bezug nehmen? Wie werden eigentlich die Gehalte mentaler Repräsentationen festgelegt?

Das Seminar richtet sich an Studierende ab dem dritten Semester.

Literatur:
externhttps://seop.illc.uva.nl/entries/mental-representation/


[Si] Moralische Pflichten  (AfK-Nr.: 409/410)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2017
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

Kommentar:

Für unser Selbstverständnis als moralische Subjekte ist es zentral, dass wir Pflichten haben. Wir sehen uns zu bestimmten Handlungen genötigt, unabhängig davon, worauf wir gerade Lust haben, welche Interessen wir verfolgen oder was uns selbst wichtig ist. Dazu gehören allgemeine moralische Pflichten wie die zu Achtung und Hilfe. Im alltäglichen Leben vielleicht noch gegenwärtiger sind besondere Pflichten, die wir gegenüber Freunden oder Verwandten haben, weil wir in diesen speziellen Beziehungen mit ihnen stehen. So können wir Bitten von Freunden nicht einfach ausschlagen und als erwachsene Kinder haben wir offenbar die Pflicht, uns um unsere Eltern zu kümmern. – Konzeptionen moralischer Pflichten versuchen genauer zu erläutern, was es heißt, dass uns all diese Dinge abverlangt werden. Wir werden dieser Frage ausgehend von zwei Texten nachgehen, die die selbstverständliche Rede von moralischen Pflichten in Zweifel ziehen. (E. Anscombe u. B. Williams) Vor diesem Hintergrund werden wir dann zunächst aktuelle Konzeptionen allgemeiner moralischer Pflichten bearbeiten (u. a. Ch. Korsgaard, P. Stemmer) und schließlich einige Ansätze aus der Diskussion um spezielle Pflichten kennenlernen (u. a. D. Jeske).
Das Seminar richtet sich an Fortgeschrittene und Master-Studierende.

Literatur zum Einstieg:
Anscombe, G. E. M, „Die Moralphilosophie der Moderne“, in: dies., Aufsätze, Berlin: Suhrkamp 2014, S. 142-171.


[Si] Neuere Paradigmen in der Theorie der Kognition
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2017
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 208

Kommentar:

Die Debatten um den Geist wurden und werden von grundlegenden Hypothesen getragen. So versteht etwa der Repräsentationalismus mentale Zustände als Zustände, deren Funktion darin besteht, Sachverhalte zu repräsentieren, und so entwirft der Komputationalismus ein Bild des Geistes, das ihn wesentlich als ein System der Verhaltenssteuerung darstellt, dessen Aktivität als Prozesse der Berechnung, als algorithmisches Kalkulieren mit Repräsentationen verstanden wird. Dieses Bild hat vielfältige kritische Reaktionen ausgelöst, die insgesamt vielleicht durch den Versuch charakterisiert sind, unser Verständnis des Geistes durch seine Kontextualisierung zu verbessern:
• Repräsentation ist nicht das alleinige Spezifikum, sondern nur ein Aspekt des Geistes,
• Algorithmen bilden nur eine idealisierende Form der Beschreibung von mentalen Prozessen, nicht aber die Form, in der sich diese Prozesse tatsächlich vollziehen. Unsere mentale Aktivität vollzieht sich vielmehr mittels eines Gehirns, zu dessen Beschreibung der Konnektionismus die geeigneteren Mittel bereitstellt als der Komputationalismus.
• Unser Denken ist in Kontexten situiert, die für uns durch solche Angebote und Erfordernisse (affordances) strukturiert sind, die für unsere Lebensform relevant sind; sie nicht bloße Gegenstände abbildender Repräsentationen.
• Unser Geist ist verkörpert (und nicht beliebig realisier- oder verkörperbar).
• Unser Geist steckt nicht im Gehirn, sondern entfaltet sich in einer Vielzahl materieller Praktiken – er ist extended mind.
• Und: unser Geist ist etwas, das seine Bezugnahme auf die Welt nicht primär in Form deskriptiver Repräsentationen realisiert, sondern abgeleitet von Vorhersagen entwickelt (predictive coding).
Im Seminar sollen diese neueren Paradigmen anhand einschlägiger Texte rekonstruiert und kritisch diskutiert werden; es richtet sich eher an fortgeschrittene Studierende.

Literatur (Auswahl)
Chemero, Anthony (2003): »An Outline of a Theory of Affordances«, in: Ecological Psychology Bd. 15, Nr. 2, S. 181-195.
Clark, Andy (2013a): »Expecting the World: Perception, Prediction, and the Origins of Human Knowledge«, in: The Journal of Philosophy Bd. 109, Nr. 9, S. 469-496.
Clark, Andy (2013b): »Whatever next? Predictive brains, situated agents, and the future of cognitive
science«, in: Behavioural and Brain Sciences Bd. 36, S. 181-253.
Clark, Andy und David Chalmers (1998): »The extended mind«, in: Analysis Bd. 58, Nr. 1, S. 7-19.
Fingerhut, Joerg/Hufendiek, Rebekka und Wild, Markus, Hg. (2013): Philosophie der Verkörperung, Berlin: Suhrkamp (enthält u. a. Übersetzungen einiger der genannten Texte).
Gibson, James J. (1986): The Ecological Approach to Visual Perception, New York: Psychology Press 1986, Kap. 8.
Haugeland, John (1995): »Mind Embodied and Embedded«, in: Ders.: Having Thought. Essays in the Metaphysics of Mind, Cambridge, Mass. und London: Havard University Press 1998, S .207-240.



[Si] Personale Autonomie  (AfK-Nr.: 409/410)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2017
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 208

Kommentar:

Das Ideal der personalen Autonomie bildet einen zentralen Bezugspunkt unserer praktischen Orientierung. Wir ringen ständig darum, in unserem Leben und Handeln diesem Ideal der Selbstbestimmung zu genügen und es ist gerade der Anspruch anderer auf ein selbstbestimmtes Leben, der diesem Ringen eine selbstverständliche Grenze zieht. Doch was genau ist eigentlich gelingende Selbstbestimmung und unter welchen Bedingungen ist gelingende Selbstbestimmung möglich? Ausgehend von dem Gedanken von Harry Frankfurt, dass Selbstbestimmung wesentlich in der reflexiven Identifikation mit dem eigenen Willen besteht, hat sich eine weit verbreitete Debatte um eine angemessene Konzeption personaler Autonomie entwickelt. Ziel des Seminars ist es, zentrale Positionen in dieser Debatte kennen zu lernen.
Das Seminar ist für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet.

Literatur zum Einstieg:
Betzler, Monika, „Einleitung: Begriff, Konzeptionen und Kontexte der Autonomie“, in: dies. (Hrsg.), Autonomie der Person, Münster: mentis 2013, S. 7-36.


[Si] Philosophische Ethik – L1
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2017
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 311

Kommentar:

In unserem Leben und Handeln sehen wir uns in den Spielraum von gut und schlecht, richtig und falsch, vernünftig und unvernünftig gestellt. Zugleich hat jede und jeder von uns bereits ein ungefähres Verständnis davon entwickelt, was es heißt, in diesem Spielraum zu stehen. Es ist jedoch gar nicht leicht, dieses implizite Wissen auszuformulieren und in neuen Zusammenhängen fruchtbar werden zu lassen. In der philosophischen Ethik geht es darum, genau das zu leisten, d.h. Begriffe und Konzeptionen zu entwickeln, in denen wir uns in unserer Ausrichtung auf das Gute verständlich werden. Dabei ist seit den Anfängen der Philosophie ein verwickelter Streit entstanden, von dem sich nicht sagen lässt, dass er zu einer allgemein geteilten Lehre geführt hat. Ziel dieses Moduls ist es daher, zentrale Vorschläge und Argumente dieser philosophischen Diskussion kennenzulernen und auf diese Weise selbst zu einer Teilnehmerin bzw. zu einem Teilnehmer zu werden.
In diesem ersten Seminar werden wir so vorgehen, dass wir zunächst grundlegende Unklarheiten und Herausforderungen in unserem ethischen Vorverständnis herausarbeiten und noch unabhängig von allen theoretischen Angeboten eigene Antworten entwerfen und diskutieren. Dabei sollen Besonderheiten moralischer Urteile und die unterschiedlichen Dimensionen des ethischen Fragens (normative Ethik vs. Metaethik) erläutert und grundlegende metaethische Positionen vorgestellt werden. Im zweiten Schritt wollen wir diese ersten Antwortversuche im Zusammenhang mit zwei zentralen Texten der philosophischen Ethik diskutieren, der Nikomachischen Ethik des Aristoteles und der berühmten Grundlegung zur Metaphysik der Sitten von Immanuel Kant. Abschließend werden wir über das gute Handeln im Umgang mit Kindern nachdenken, indem wir uns mit kinderethischen Konzeptionen beschäftigen, die die besonderen Rechte von Kindern und die Spannung zwischen Respekt und Bevormundung in der Erziehung zu klären versuchen.
Das Seminar richtet sich ausschließlich an L1-Studierende.


[Si] Schulbücher rezensieren (Seminar)
Klausurtermin: 05.02.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2017
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 102

Kommentar:

Schulbücher bilden die Basis des Unterrichtens. Doch was zeichnet ein gutes Schulbuch aus?
Im Seminar und der Übung werden Schulbücher didaktisch und methodisch in kleinen Arbeitsgruppen analysiert. Es werden Rezensionen zu den Neuerscheinungen für Ethik und Philosophie/ Sek I und Sek. II verfasst und die Ergebnisse im Seminar präsentiert.
Das Schreiben der Rezensionen und die Überarbeitungsprozesse in einem offenen Peer-Review--Verfahren schulen die Schreibkompetenz der Teilnehmer/innen.


[Si] Schulbücher rezensieren (Seminar)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2017
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 401

Kommentar:

Schulbücher bilden die Basis des Unterrichtens. Doch was zeichnet ein gutes Schulbuch aus?
Im Seminar und der Übung werden Schulbücher didaktisch und methodisch in kleinen Arbeitsgruppen analysiert. Es werden Rezensionen zu den Neuerscheinungen für Ethik und Philosophie/ Sek I und Sek. II verfasst und die Ergebnisse im Seminar präsentiert.
Das Schreiben der Rezensionen und die Überarbeitungsprozesse in einem offenen Peer-Review--Verfahren schulen die Schreibkompetenz der Teilnehmer/innen.


[Si] Spiele(n) im Ethikunterricht (Gruppe 1)
Klausurtermin: 06.02.2018 und 07.02.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2017
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 102

Kommentar:

Spielen ist ein Verhalten ohne Zweck, aber es ist nicht ohne Sinn. Spielen ist nicht für das unmittelbare Überleben notwendig, aber es hilft, Situationen ohne Zwang zu erproben und zu üben. Dabei lernen Kinder spielerisch Regeln des Zusammenlebens kennen, zu modifizieren und reflektieren Konsequenzen von Regelüberschreitungen.
Spiele im Ethikunterricht dienen dazu, fachspezifische Kompetenzen zu erwerben und anzuwenden sowie philosophische und ethische Inhalte einzuüben und zu überprüfen.
Im Anschluss an einen theoretischen Einführungsblock geht es um die Erprobung und Reflexion ausgewählter Spiele für den Ethikunterricht. Erwartet werden die aktive Mitarbeit und die Bereitschaft, eigene Unterrichtsideen zu entwickeln.
Das Seminar wird zweimal angeboten:
Di, 10 – 12 Uhr
Mi, 10 - 12 Uhr


[Si] Spiele(n) im Ethikunterricht (Gruppe 2)
Klausurtermin: 06.02.2018 und 07.02.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2017
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 102

Kommentar:

Spielen ist ein Verhalten ohne Zweck, aber es ist nicht ohne Sinn. Spielen ist nicht für das unmittelbare Überleben notwendig, aber es hilft, Situationen ohne Zwang zu erproben und zu üben. Dabei lernen Kinder spielerisch Regeln des Zusammenlebens kennen, zu modifizieren und reflektieren Konsequenzen von Regelüberschreitungen.
Spiele im Ethikunterricht dienen dazu, fachspezifische Kompetenzen zu erwerben und anzuwenden sowie philosophische und ethische Inhalte einzuüben und zu überprüfen.
Im Anschluss an einen theoretischen Einführungsblock geht es um die Erprobung und Reflexion ausgewählter Spiele für den Ethikunterricht. Erwartet werden die aktive Mitarbeit und die Bereitschaft, eigene Unterrichtsideen zu entwickeln.
Das Seminar wird zweimal angeboten:
Di, 10 – 12 Uhr
Mi, 10 - 12 Uhr


[Si] Was sind Wahrnehmungen? Und was ist Wahrnehmungswissen?  (AfK-Nr.: 407/408)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2017
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

Kommentar:

Wahrnehmungen sind die zentrale Quelle unseres Weltwissens. Sie spielen demnach eine äußerst prominente epistemische Rolle. Auch sorgen Wahrnehmungen allererst für den empirischen Gehalt unseres Denkens – und damit aller Voraussicht nach dafür, dass wir überhaupt Gedanken denken können. Ihnen kommt somit auch eine grundlegende semantische Rolle zu.
Was genau sind aber Wahrnehmungen – etwa im Unterschied zu Halluzinationen, Vorstellungen oder Träumen? Und können wir externe Gegenstände überhaupt wahrnehmen, wie sie sind? Präsentiert sich die externe, geist-unabhängige Welt in der Wahrnehmung? Oder ist unser ‚Erkenntnisapparat‘ nicht doch maßgeblich daran beteiligt festzulegen, wie uns die Dinge – aus einer dann nur ‚menschlichen Wahrnehmungsperspektive‘ – erscheinen?

Das Seminar dient als Einführung in vor allem zeitgenössische Theorien der Wahrnehmung und des Wahrnehmungswissens.
Einen hilfreichen Einblick in diverse (auch ältere) Wahrnehmungstheorien verschafft:
Wiesing, Lambert (Hg.) (2002): Philosophie der Wahrnehmung, Frankfurt/Main: Suhrkamp.


[Si] Wie sind Denken und Sprechen entstanden? Zur Entwicklung der menschlichen Vernunft  (AfK-Nr.: 416)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2017
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

Kommentar:

Welche geistigen Fähigkeiten zeichnen den Menschen gegenüber nicht-menschlichen, gleichwohl doch häufig auch geistbegabten Tieren aus? Diese traditionsreiche, anthropologische Kernfrage kann letztlich nur mit philosophischen und empirischen Mitteln beantwortet werden. Gefragt sind hier insbesondere die Philosophie des Geistes, die zentrale geistige Fähigkeiten analysiert, und die Vergleichende Verhaltensforschung, die geistige Fähigkeiten beim Menschen und seinen nächsten Verwandten empirisch – und vergleichend – erforscht.
Michael Tomasello ist einer der weltweit führenden Wissenschaftler, die an einer derartigen empirisch und philosophisch fundierten Anthropologie arbeiten. Sein Buch „Eine Naturgeschichte des menschlichen Denkens“ (2015) soll im Zentrum des Seminars stehen. Es ist der faszinierende Versuch, die historische Perspektive der Frage nach der Entstehung und Entwicklung unserer geistigen Fähigkeiten für die Beantwortung der Frage nach der ‚Natur unseres Denkens‘ zu nutzen.

Das Seminar richtet sich an Fortgeschrittene und setzt Kenntnisse in (und Freude an) der Philosophie des Geistes sowie die Bereitschaft voraus, sich in empirische Studien einzulesen.

Literatur:
Tomasello, Michael (2015): Eine Naturgeschichte des menschlichen Denkens, Berlin: Suhrkamp.


[Si] Wirtschaftsethik  (AfK-Nr.: 411/412)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2017
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

Kommentar:

Unausweichlich wird jede und jeder von uns in unterschiedlichen Positionen und Rollen in den marktwirtschaftlichen Wettbewerb verstrickt, wenn wir beispielsweise unsere Lebensmittel kaufen, eine Wohnung mieten oder mit dem Einsatz unserer Arbeitskraft Geld verdienen. Märkte unterliegen eigenen Gesetzen wie dem grundlegenden von Angebot und Nachfrage, durch die das menschliche Handeln auf eine effiziente und produktive Weise koordiniert wird. Zugleich wissen wir um die destruktive Kraft freier Märkte und kennen die Spannung zwischen Gewinnorientierung und Moral. Damit steht die Wirtschaftsethik, die danach fragt, ob und wie ein Leben, zu dem die Teilnahme am Markt unausweichlich gehört, ein gutes Leben sein kann, wesentlich vor zwei Aufgaben: Sie muss einerseits zeigen, wie der Markt gestaltet und eingebettet sein muss, damit seine destruktive Kraft gebändigt wird und sie muss rekonstruieren, wie im handlungsgetragenen Marktgeschehen die Ansprüche der Moral erfüllt werden können.
Ziel des Seminars ist es, ein grundlegendes Verständnis dieser Aufgaben und der Lösungsansätze in der Wirtschaftsethik zu erarbeiten. Dazu werden wir uns in einem ersten Teil mit klassischen Texten beschäftigen, die den freien Markt begrifflich fassen und kritisch reflektieren, im zweiten Teil mit gegenwärtigen Vorschlägen zur Begrenzung und Rahmung freier Märkte. Im dritten Teil werden wir uns schließlich mit der Moral von Unternehmen und ihren Mitarbeiten, aber auch mit den moralischen Anforderungen auf Seiten der Konsumenten beschäftigen.
Das Seminar ist für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet.

Literatur zum Einstieg:
Ulrich, Peter: „Auf der Suche nach der ganzen ökonomischen Vernunft. Der Ansatz der integrativen Wirtschaftsethik“, in: Aaken, D. u. Ph. Schreck, Theorien der Wirtschafts- und Unternehmensethik, S. 213-237.


[Ü] Schulbücher rezensieren (Übung)
Klausurtermin: 05.02.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2017
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 102

Kommentar:

Schulbücher bilden die Basis des Unterrichtens. Doch was zeichnet ein gutes Schulbuch aus?
Im Seminar und der Übung werden Schulbücher didaktisch und methodisch in kleinen Arbeitsgruppen analysiert. Es werden Rezensionen zu den Neuerscheinungen für Ethik und Philosophie/ Sek I und Sek. II verfasst und die Ergebnisse im Seminar präsentiert.
Das Schreiben der Rezensionen und die Überarbeitungsprozesse in einem offenen Peer-Review--Verfahren schulen die Schreibkompetenz der Teilnehmer/innen.


[Ü] Schulbücher rezensieren (Übung)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2017
wöchentlich Fr. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 401

Kommentar:

Schulbücher bilden die Basis des Unterrichtens. Doch was zeichnet ein gutes Schulbuch aus?
Im Seminar und der Übung werden Schulbücher didaktisch und methodisch in kleinen Arbeitsgruppen analysiert. Es werden Rezensionen zu den Neuerscheinungen für Ethik und Philosophie/ Sek I und Sek. II verfasst und die Ergebnisse im Seminar präsentiert.
Das Schreiben der Rezensionen und die Überarbeitungsprozesse in einem offenen Peer-Review--Verfahren schulen die Schreibkompetenz der Teilnehmer/innen.


[Tut] Tutorium Einführung in die Praktische Philosophie (BA/L3) (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Oezmen, E. Ransbach, Lea
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 23.10.2017
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 208

[Tut] Tutorium Einführung in die Praktische Philosophie (BA/L3) (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Oezmen, E. Ransbach, Lea
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 24.10.2017
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

[Tut] Tutorium Einführung in die Praktische Philosophie (BA/L3) (Gruppe 3)
Dozent/-in:
Oezmen, E. Reuter, Sebastian
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 25.10.2017
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

[Tut] Tutorium Einführung in die Praktische Philosophie (L2)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

[Tut] Tutorium Einführung in die Theoretische Philosophie (BA/L3) (Gruppe 1)
Freiwillige Veranstaltung.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 23.10.2017
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr,  k.A.

[Tut] Tutorium Einführung in die Theoretische Philosophie (BA/L3) (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 24.10.2017
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  k.A.

[Tut] Tutorium Einführung in die Theoretische Philosophie (BA/L3) (Gruppe 3)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 27.10.2017
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr,  k.A.

[Tut] Tutorium Philosophische Ethik (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 23.10.2017
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 307

[Tut] Tutorium Philosophische Ethik (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 27.10.2017
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

[Tut] Tutorium zur Einführung in das philosophische Argumentieren (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 24.10.2017
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

[Tut] Tutorium zur Einführung in das philosophische Argumentieren (Gruppe 2
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2017
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 311

[Koll] Aktuelle Forschungsfragen und Projekte
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2017
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

Kommentar:

Das Oberseminar wendet sich an Fortgeschrittene. Wir lesen neuere Texte aus der Theoretischen Philosophie – insbesondere rund um die anthropologische Frage nach dem angemessenen Verständnis unserer menschlichen Lebensform(en) – und diskutieren laufende Projekte (Abschlussarbeiten, Dissertationen) aus dem Kreis der Teilnehmer_innen.
Das Programm wird zu Semesterbeginn gemeinsam festgelegt.
Um Voranmeldung wird gebeten.


[Koll] Gadamer: Wahrheit und Methode  (AfK-Nr.: 403/404)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
5 Einzeltermine
Alle Termine in: Privat
Sa. 14.10.2017,16.00 - 18.00 Uhr  
Sa. 04.11.2017,16.00 - 18.00 Uhr  
Sa. 02.12.2017,16.00 - 18.00 Uhr  
Sa. 30.12.2017,16.00 - 18.00 Uhr  
Sa. 27.01.2018,16.00 - 18.00 Uhr  

Kommentar:

Dieses Philosophische Kolloquium, seiner Arbeitsweise nach ein „Privatissimum“, wie es die klassische deutsche Universität kannte, existiert schon seit einigen Jahrzehnten. Die Teilnehmer wechseln natürlich, können auch nicht immer anwesend sein, konstant bleiben aber über längere Zeit jeweils die Themen, semesterübergreifend. Die Mitglieder sind nicht nur Studierende sondern auch sonstig philosophisch Interessierte, die „die Mühe des Begriffs“ nicht scheuen.
Es geht ab Sommersemster 2017 um die Philosophische Hermeneutik, die Lehre vom „Verstehen“ in den Geisteswissenschaften und benachbarten geistigen Zugängen zur Welt, mit der sie sich gegen das Übermächtigwerden des Wahrheitsanspruchs der Naturwissenschaften zu behaupten suchten.
Gadamers „Wahrheit und Methode“ dürfte wohl das wichtigste Buch dieses Themenkreises in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts sein, es ist wirkungsmächtig in einem breiten Spektrum von Wissenschaften (reguläre 7. Aufl. 2010, außerdem Studienausgaben!).
Wir werden uns dem Problem geisteswissenschaftlicher Erkenntnisbegründung auf verschiedensten Gebieten zuwenden, dementsprechend einzelne Textabschnitte auswählen. Wie lange wir bei diesem Thema bleiben, läßt sich nicht voraussagen, wir sind nicht an Programme gebunden.
Das Kolloquium ist trotz dieser Lockerung eine Universitätslehrveranstaltung, Studienleistungen sind möglich, wenn auch nicht erstes Ziel. Ein Problem ist nur eine räumlich bedingte Obergrenze für Teilnehmer (etwa 10-12). Bitte rufen Sie mich privat an (0641-43797) wenn Sie teilnehmen möchten, ich führe eine Liste von Interessenten, bei freien Stellen können Sie nachrücken.
Prinzipiell sind Teilnehmer aus allen Fachrichtungen willkommen, besonders auch Gasthörer.

Literatur:
Zur Lektüre können alle Auflagen des Werkes nebeneinander benutzt werden.
Zur Einführung:
H.-G. Gadamer: Art. Hermeneutik. In: Hist. Wb. der Philosophie. Hg. Joachim Ritter. Bd. 1. Basel 1971, Sp. 1061 ff.
Joachim Ritter: Vorwort zum Hist. Wb. der Philosophie. Bd. 1. Basel 1971.


[Koll] Neuere Philosophie des Geistes
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2017
wöchentlich Mi. 18:00 - 20:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

Kommentar:

Um Anmeldung wird gebeten


[Koll] Probleme und Perspektiven der Praktischen Philosophie: Das Recht der Freiheit
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2017
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, Raum 204

Kommentar:

Im Zentrum des Seminars steht der vieldiskutierte Beitrag des Frankfurter Sozialphilosophen Axel Honneth „Das Recht der Freiheit: Grundriss einer demokratischen Sittlichkeit“ (Suhrkamp/ Frankfurt 2011). Aus der Verlagsankündigung:
„Die Theorie der Gerechtigkeit gehört zu den am intensivsten bestellten Feldern der zeitgenössischen Philosophie. Allerdings haben die meisten Gerechtigkeitstheorien ihr hohes Begründungsniveau nur um den Preis eines schweren Defizits erreicht, denn mit ihrer Fixierung auf rein normative, abstrakte Prinzipien geraten sie in beträchtliche Distanz zu jener Sphäre, die ihr »Anwendungsbereich« ist: der gesellschaftlichen Wirklichkeit.
Axel Honneth schlägt einen anderen Weg ein und gewinnt die heute maßgeblichen Kriterien sozialer Gerechtigkeit direkt aus jenen normativen Ansprüchen, die sich innerhalb der westlichen, liberaldemokratischen Gesellschaften herausgebildet haben. Zusammen machen sie das aus, was er »demokratische Sittlichkeit« nennt: ein System nicht nur rechtlich verankerter, sondern auch institutionell eingespielter Handlungsnormen, die moralische Legitimität besitzen.
Zur Begründung dieses weitreichenden Unterfangens weist Honneth zunächst nach, daß alle wesentlichen Handlungssphären westlicher Gesellschaften ein Merkmal teilen: Sie haben den Anspruch, einen jeweils besonderen Aspekt von individueller Freiheit zu verwirklichen. Im Geiste von Hegels Rechtsphilosophie und unter anerkennungstheoretischen Vorzeichen zeigt das zentrale Kapitel, wie in konkreten gesellschaftlichen Bereichen - in persönlichen Beziehungen, im marktvermittelten Wirtschaftshandeln und in der politischen Öffentlichkeit - die Prinzipien individueller Freiheit generiert werden, die die Richtschnur für Gerechtigkeit bilden. Das Ziel des Buches ist ein höchst anspruchsvolles: die Gerechtigkeitstheorie als Gesellschaftsanalyse neu zu begründen.“

Honneth wird zum Ende des Semesters im Rahmen der zweiten Lahngespräche für einen Vortrag und intensive Diskussionen in Gießen und Marburg zu Gast sein. Das Seminar steht daher allen offen, die sich für diese Gelegenheit inhaltlich vorbereiten wollen. Und natürlich sind, wie immer, alle an forschungsnahen Themen und Diskussionen der Praktischen Philosophie interessierten fortgeschrittenen Studierenden eingeladen.


[Pj] Projekt: Kognitive und normative Orientierung
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

[Pj] Projekt: Konstruktion und Argumentation
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

[Pj] Projekt: Kritik und Reflexion
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

nach oben | Kontakt: evv@uni-giessen.de