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Vorlesungsverzeichnis: SoSe 2018

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Fachbereich 04: Geschichts- und Kulturwissenschaften - Gliederung nach anbietenden Einrichtungen - Philosophie

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[Vl] Einführung in die Wissenschaftstheorie  (AfK-Nr.: 416)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 11.04.2018
wöchentlich Mi. 16:00 - 18:00 Uhr,  Heinrich-Buff-Ring 19, Hörsaal Chemie, C 1

Kommentar:

Die Vorlesung soll in grundlegende Fragen und Probleme einführen, die wissenschaftliches Denken und wissenschaftliche Theoriebildung aufwerfen – vor allem im Rahmen der Biologie. Wir werden unter anderem verschiedene wissenschaftliche Erklärungstypen besprechen, darüber nachdenken, was Kausalität ist, den Begriff des Naturgesetzes diskutieren und der notorisch schwierigen Frage nachgehen, was eigentlich biologische Arten (Spezies) sind.
Der Kurs richtet sich vorwiegend an Biologie-Studierende und setzt keine Philosophie-Kenntnisse voraus. Aber auch Philosophie-Studierende sind natürlich herzlich willkommen.

Prüfungsform: Klausur


[Si] Der/Die Andere - Intersubjektivität als Problem der Phänomenologie  (AfK-Nr.: 403/404)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 208

Kommentar:

Während Begegnungen, Verständigungen und Beziehungen mit anderen Personen zu den fundamentalsten Selbstverständlichkeiten unseres alltäglichen Lebens gehören, geben sie uns, philosophisch betrachtet, Rätsel auf. Denn wie lässt sich begreifen, dass wir andere überhaupt als verstehende, empfindende und handelnde Subjekte auffassen, mit denen wir interagieren können und die angefüllt sind mit Überzeugungen, Erinnerungen, Absichten, Wünschen, Hoffnungen und Ängsten, obwohl wir doch zunächst scheinbar nur ihren bewegten Körpern begegnen? Wie können wir erklären, dass wir die Welt als eine gemeinsame, intersubjektiv geteilte Welt verstehen, und nicht als die Welt eines auf ewig vereinzelten Subjektes? Diesen Fragen, die das Phänomen der Intersubjektivität von seinen Ursprüngen her aufklären sollen, hat Edmund Husserl die wohl berühmteste seiner fünf „Cartesianischen Meditationen“ gewidmet. Dabei stellt sich das Phänomen der Intersubjektivität letztlich nicht bloß als ein philosophisches Problem dar, das es mit phänomenologischen Mitteln zu lösen gilt, sondern auch als ein Problem für die Phänomenologie, von dessen Lösung ihre Legitimation als philosophischer Ansatz abhängt.

Im Seminar werden wir versuchen, durch eine gemeinsame Lektüre der „V. Cartesianischen Meditation“ ein Verständnis der husserlschen Überlegungen im Hinblick auf diese doppelte Problematik der Intersubjektivität zu erarbeiten. Im Anschluss daran werden wir gegebenenfalls kritische Stimmen aus der nachfolgenden Generation phänomenologischer Philosophen heranziehen, die Husserls Anspruch, unter den Vorzeichen seiner Phänomenologie eine erfolgreiche Erklärung des Phänomens vorgelegt zu haben, als uneingelöst zurückweisen.

Das Seminar richtet sich an fortgeschrittene Studierende.

Seminarlektüre:
Husserl, Edmund: „V. Cartesianische Meditation“, in: Ders.: Cartesianische Meditationen, Den Haag: Martinus Nijhoff 1963 (Husserliana Band 1), S. 121-177.
(Studienausgabe: Husserl, Edmund: Cartesianische Meditationen, Hamburg: Meiner 2012.)


[Si] Die Fächergruppe Ethik - Philosophie (Gruppe 1)
Klausurtermin: 10.07.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 10.04.2018
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 102

Kommentar:

Die Zahl der Schüler, die keiner christlichen Religion angehören oder religiös ungebunden sind, steigt stetig. Daher bieten alle Bundesländer und auch andere Staaten einen verbindlichen Ersatzunterricht für diese Schülergruppe an. Die Fächer dieser Gruppe tragen so unterschiedliche Namen wie Philosophie, Praktische Philosophie, Ethik, Werte und Normen, Lebensgestaltung – Ethik – Religionskunde, Leben und Gesellschaft (Luxemburg), Religionen und Kulturen (Schweiz), Philosophie und Psychologie Österreich). Hinter den Bezeichnungen verbergen sich unterschiedliche Fachkonzepte, die in diesem Semester gesichtet werden sollen.


[Si] Die Fächergruppe Ethik - Philosophie (Gruppe 2)
Klausurtermin: 11.07.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 11.04.2018
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 102

Kommentar:

Die Zahl der Schüler, die keiner christlichen Religion angehören oder religiös ungebunden sind, steigt stetig. Daher bieten alle Bundesländer und auch andere Staaten einen verbindlichen Ersatzunterricht für diese Schülergruppe an. Die Fächer dieser Gruppe tragen so unterschiedliche Namen wie Philosophie, Praktische Philosophie, Ethik, Werte und Normen, Lebensgestaltung – Ethik – Religionskunde, Leben und Gesellschaft (Luxemburg), Religionen und Kulturen (Schweiz), Philosophie und Psychologie Österreich). Hinter den Bezeichnungen verbergen sich unterschiedliche Fachkonzepte, die in diesem Semester gesichtet werden sollen.


[Si] Die Wahrnehmung von Kunst und von Alltagsgegenständen – Texte von Alva Noë  (AfK-Nr.: 407/408)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine
Alle Termine in: Rathenaustr. 8, 207
Mi. 11.04.2018,12.00 - 13.00 Uhr  
Fr. 15.06.2018,10.00 - 17.00 Uhr  
Sa. 16.06.2018,10.00 - 17.00 Uhr  
Fr. 06.07.2018,10.00 - 17.00 Uhr  

Kommentar:

Alva Noë gehört zu denjenigen Philosophen, die in den letzten Jahren mit originellen Ideen Diskussionen maßgeblich geprägt und in neue Richtungen gelenkt haben. Das gilt insbesondere für die Bereiche der Philosophie des Geistes und der Ästhetik. So hat Noë in seinem Buch Action in Perception (2004) eine neuartige Theorie der Wahrnehmung präsentiert – eine Variante des sogenannten ‚Enaktivismus‘. Die zentrale These dieser Theorie besagt: „Perception is not something that happens to us, or in us. It is something we do.“ Diese Idee einer intimen Verbindung von Wahrnehmen und Handeln hat Noë in seinem Buch Varieties of Presence (2012) in der Analyse unserer Wahrnehmung von sowohl Alltagsgegenständen als auch Bildern weiterentwickelt.
In dem Blockseminar werden wir vor allem weite Teile von Varieties of Presence besprechen.

Alva Noë wird vom 27.6.-30.6.18 zum zweiten Friend-Sommerseminar zu uns nach Gießen kommen und mit Studierenden seine Ideen diskutieren. Unser Blockseminar dient auch als Vorbereitung dieses Sommerseminars. Teilnehmer_innen, die sich zudem auf die Ästhetik Noës vorbereiten möchten (was sich sehr empfiehlt!), können vor meinem Blockseminar den ersten Teil des Ästhetik-Seminars besuchen, das Herr Vogel anbietet.


[Si] Einführung in die Logik  (AfK-Nr.: 399)
Klausurtermin: 12.07.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, A 3

Kommentar:

Logikkurse haben in der Philosophie einen ähnlichen Status wie Erste-Hilfe-Kurse beim Erwerb eines Führerscheins. So schnell wie man sie absolviert hat, so schnell vergisst man ihren Inhalt, und so schnell man sie vergessen hat, so nützlich wäre es, im Falle eines Falles über die jeweiligen Kompetenzen zu verfügen. Während man beim Autofahren darauf vertrauen kann, dass der Unfall eine seltene Ausnahme ist, ist es in der Philosophie der Normalfall, prüfen zu müssen, ob eigene oder fremde Argumente überzeugend sind.
Das Seminar bemüht sich darum, Schritt für Schritt die Mittel bereitzustellen, die man für derartige Prüfungen benötigt. Dabei soll deutlich werden, dass formale Rekonstruktionen von Argumenten einen unschätzbaren Vorteil haben: Sie sind selbst nicht mehr interpretationsbedürftig, so dass wir mit ihrer Hilfe Rekonstruktionen einen Ausdruck verleihen können, der nicht selbst endlos vieldeutig ist.

Prüfungsform: Klausur

Literatur (zur Vorbereitung):
Tetens, Holm (2004): Philosophisches Argumentieren. Eine Einführung, München: C.H. Beck.

Tugendhat, Ernst/Wolf, Ursula (1983): Logisch-semantische Propädeutik, Stuttgart: Reclam.


[Si] Einführung in die Praktische Philosophie (L2) - Gruppe 1
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2018
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 102

Kommentar:

Bei diesem Seminar handelt es sich um die Fortsetzung der im Wintersemester begonnenen Einführung in die Praktische Philosophie – die Veranstaltung ist ausschließlich für Lehramtsstudierende im Fach Ethik (L2/L5) gedacht.
Während in der Veranstaltung des Wintersemesters vor allem Theorien der normativen Ethik im Mittelpunkt des Seminars standen, konzentriert sich das Seminar nun – zumindest in der zweiten Hälfte des Semesters – eher auf Fragen der Metaethik. Die erste Hälfte des Seminars ist allerdings als Einführung in die Argumentationslehre konzipiert. Ziel ist es, grundlegende Kenntnisse des guten Argumentierens zu erlernen und in einem begleitenden Pflichttutorium zu vertiefen.
Die Veranstaltung wird durch begleitende Tutorien unterstützt.


[Si] Einführung in die Praktische Philosophie (L2) - Gruppe 2
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2018
wöchentlich Fr. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 102

Kommentar:

Bei diesem Seminar handelt es sich um die Fortsetzung der im Wintersemester begonnenen Einführung in die Praktische Philosophie – die Veranstaltung ist ausschließlich für Lehramtsstudierende im Fach Ethik (L2/L5) gedacht.
Während in der Veranstaltung des Wintersemesters vor allem Theorien der normativen Ethik im Mittelpunkt des Seminars standen, konzentriert sich das Seminar nun – zumindest in der zweiten Hälfte des Semesters – eher auf Fragen der Metaethik. Die erste Hälfte des Seminars ist allerdings als Einführung in die Argumentationslehre konzipiert. Ziel ist es, grundlegende Kenntnisse des guten Argumentierens zu erlernen und in einem begleitenden Pflichttutorium zu vertiefen.
Die Veranstaltung wird durch begleitende Tutorien unterstützt.


[Si] G. E. Moore: Principia Ethica  (AfK-Nr.: 409/410)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 11.04.2018
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

Kommentar:

Moores Werk Principia Ethica gilt als Ausgangspunkt der metaethischen Diskussion und bildet darin nach wie vor einen wichtigen Bezugspunkt. Moore entwickelt in diesem Werk eine konsequentialistische Moraltheorie auf der Grundlage selbstevidenter Werturteile. Deontologen wie Kant aber auch konsequentialistischen Vorgängern wie Mill und Sidgwick wirft er dagegen vor, diese Grundlage durch Analysen des eigentlich nicht weiter analysierbaren Prädikats „gut“ zu übergehen oder nicht vollständig in den Blick zu nehmen.
Im Seminar werden wir uns gründlich mit den Principia Ethica auseinandersetzen, sowie mit einigen wichtigen metaethischen Kritiken, wodurch das Seminar auch als Einführung in die Metaethik dient.
Das Seminar ist für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet.

Textgrundlage:
G. E. Moore, Principia Ethica, Stuttgart: Reclam 1977.


[Si] Grundlagen der Praktischen Philosophie (Gruppe 1)
Klausurtermin: 12.07.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 11.04.2018
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 302

Kommentar:

Das Seminar baut auf den Themen und Problemstellungen der Einführungsvorlesung auf und soll eine vertiefte Beschäftigung mit den Paradigmen der theoretischen Ethik und der politischen Philosophie ermöglichen. Nach einer einleitenden Einheit zu metaethischen Fragestellungen werden die Theorie- Paradigmen (Tugendethik, Deontologie, Utilitarismus, Kontraktualismus) anhand ihrer klassischen Vertreter (Aristoteles, Immanuel Kant, John Stuart Mill, John Locke) systematisch erarbeitet werden. Im Anschluss sollen zeitgenössische Weiterentwicklungen sowie konkrete moralische Probleme mit Rückgriff auf diese paradigmatischen Positionen der Praktischen Philosophie analysiert werden.
Die Seminare werden durch Pflichttutorien begleitet.


[Si] Grundlagen der Praktischen Philosophie (Gruppe 2)
Klausurtermin: 12.07.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 309

Kommentar:

Das Seminar baut auf den Themen und Problemstellungen der Einführungsvorlesung auf und soll eine vertiefte Beschäftigung mit den Paradigmen der theoretischen Ethik und der politischen Philosophie ermöglichen. Nach einer einleitenden Einheit zu metaethischen Fragestellungen werden die Theorie- Paradigmen (Tugendethik, Deontologie, Utilitarismus, Kontraktualismus) anhand ihrer klassischen Vertreter (Aristoteles, Immanuel Kant, John Stuart Mill, John Locke) systematisch erarbeitet werden. Im Anschluss sollen zeitgenössische Weiterentwicklungen sowie konkrete moralische Probleme mit Rückgriff auf diese paradigmatischen Positionen der Praktischen Philosophie analysiert werden.
Die Seminare werden durch Pflichttutorien begleitet.


[Si] Grundlagen der Praktischen Philosophie (Gruppe 3)
Klausurtermin: 12.07.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 10.04.2018
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 311

Kommentar:

Das Seminar baut auf den Themen und Problemstellungen der Einführungsvorlesung auf und soll eine vertiefte Beschäftigung mit den Paradigmen der theoretischen Ethik und der politischen Philosophie ermöglichen. Nach einer einleitenden Einheit zu metaethischen Fragestellungen werden die Theorie- Paradigmen (Tugendethik, Deontologie, Utilitarismus, Kontraktualismus) anhand ihrer klassischen Vertreter (Aristoteles, Immanuel Kant, John Stuart Mill, John Locke) systematisch erarbeitet werden. Im Anschluss sollen zeitgenössische Weiterentwicklungen sowie konkrete moralische Probleme mit Rückgriff auf diese paradigmatischen Positionen der Praktischen Philosophie analysiert werden.
Die Seminare werden durch Pflichttutorien begleitet.


[Si] Grundprobleme der Philosophie des Geistes (Gruppe 1)  (AfK-Nr.: 407/408)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 10.04.2018
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, A 5
Einzeltermin
Mo. 16.07.2018,10.00 - 12.00 Uhr   (Klausur) Rathenaustr. 8, 214

Kommentar:

Was heißt es, ein geistiges Wesen zu sein? Hat man einen Geist? Und: Hat man einen Geist wie man Hände und Füße hat? Ist der Geist eine komplizierte Maschine und wenn ja, welche Gesetze gelten für solche Maschinen? Wie hängen Geist, Bewusstsein, Wahrnehmung, Erinnerung, die Fähigkeit, Erfahrungen zu machen, und Gefühle miteinander zusammen? Was ist Denken? Und woran kann man überhaupt erkennen, ob ein Wesen ein geistiges Wesen ist? Die Vorlesung soll in die wichtigsten Fragestellungen und Probleme der Philosophie des Geistes einführen und mit den einflussreichsten Positionen bekannt machen; sie wird durch begleitende Tutorien unterstützt.

Literatur:
• Ansgar Beckermann (2001): Analytische Einführung in die Philosophie des Geistes. Berlin: de Gruyter.
• Wolfgang Detel (2007): Grundkurs Philosophie, Bd. 3: Philosophie des Geistes und der Sprache. Stuttgart: Reclam (knappe Einführung).
• Jaegwon Kim (1998): Philosophie des Geistes, dt. von G. Günther. Berlin: Springer.


[Si] Grundprobleme der Philosophie des Geistes (Gruppe 2)  (AfK-Nr.: 407/408)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. I, A 3
Einzeltermin
Mo. 16.07.2018,10.00 - 12.00 Uhr   (Klausur)  Rathenaustr. 8, 214

Kommentar:

Was heißt es, ein geistiges Wesen zu sein? Hat man einen Geist? Und: Hat man einen Geist wie man Hände und Füße hat? Ist der Geist eine komplizierte Maschine und wenn ja, welche Gesetze gelten für solche Maschinen? Wie hängen Geist, Bewusstsein, Wahrnehmung, Erinnerung, die Fähigkeit, Erfahrungen zu machen, und Gefühle miteinander zusammen? Was ist Denken? Und woran kann man überhaupt erkennen, ob ein Wesen ein geistiges Wesen ist? Die Vorlesung soll in die wichtigsten Fragestellungen und Probleme der Philosophie des Geistes einführen und mit den einflussreichsten Positionen bekannt machen; sie wird durch begleitende Tutorien unterstützt.

Literatur:
• Ansgar Beckermann (2001): Analytische Einführung in die Philosophie des Geistes. Berlin: de Gruyter.
• Wolfgang Detel (2007): Grundkurs Philosophie, Bd. 3: Philosophie des Geistes und der Sprache. Stuttgart: Reclam (knappe Einführung).
• Jaegwon Kim (1998): Philosophie des Geistes, dt. von G. Günther. Berlin: Springer.


[Si] Hannah Arendt – Person-Sein und Moral  (AfK-Nr.: 413/414)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 11.04.2018
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 309

Kommentar:

Hannah Arendt wird angesichts der aktuellen politischen Weltlage von den unterschiedlichsten Wissenschaften, aber auch im populären öffentlichen Diskurs immer wieder aufgegriffen. Sie selbst distanziert sich davon, als Philosophin bezeichnet zu werden. Vielmehr sieht sie sich als politische Theoretikerin. Ihre Fragen nach dem Person-Sein und damit einhergehenden moralischen Pflichten und Rechten scheinen jedoch dafür zu sprechen, dass Arendt uns auch in Fragen der Moral neue Antworten liefern könnte. Was macht uns laut Arendt letztendlich zu Personen und was an diesem Person-Sein führt dazu, dass wir uns der Verantwortung für unsere Handeln nicht mehr entziehen können? Was geschieht mit Menschen, die sich weigern, ihr Person-Sein zu entfalten, mit denjenigen, die nicht die entsprechenden Voraussetzungen mitbringen oder denjenigen, denen die Entwicklung aufgrund der gesellschafltichen und politischen Weltlage versagt bleibt? Damit einher geht die Frage, wie wir als Personen in unserem Handeln geschützt werden können. Kommen uns bestimmte Rechte zu bzw. kommen sie allen Menschen zu oder wer ist davon möglicherweise ausgeschlossen? Diesen Fragen werden wir im Seminar nachgehen und anhand der Lektüre verschiedener Texte Arendts diskutieren.

Das Seminar ist eine Einführung in die Werke Arendts im Hinblick auf die genannten Fragestellungen und ist sowohl für AnfängerInnen als auch Fortgeschrittene geeignet.


[Si] John Rawls: Das Recht der Völker  (AfK-Nr.: 409/410)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 302

Kommentar:

Die politische Philosophie der Gegenwart ist nachdrücklich durch das Werk des amerikanischen Philosophen John Rawls geprägt. Mit Erscheinen der Theory of Justice (1971) erfuhr die normative politische Philosophie im Ganzen und der Liberalismus im Besonderen eine Renaissance. Das zweite große Werk Political Liberalism (1993) eröffnete eine anhaltende Debatte über die Gerechtigkeit und Stabilität pluralistischer Gesellschaften, wohingegen die letzte Publikation, The Law of Peoples (1999), eine Theorie internationaler Gerechtigkeit skizziert. Zu den grundlegenden und hochaktuellen Fragen, denen sich Rawls hier mit Rückgriff auf einen hypothetischen "Vertrag der Gesellschaft der Völker“ annimmt, gehören etwa: Welche Gerechtigkeitsprinzipien können für die internationale Gemeinschaft, die sich faktisch aus liberalen und nichtliberalen Staaten zusammensetzt, gerechtfertigt werden? Welche Menschenrechte können in einer pluralistischen Welt gegenüber allen Betroffenen begründet und dann auch durchgesetzt werden, welche Rechte (z.B. soziale Grundrechte) haben hingegen nur nationale Wirkungskraft? Wie soll man mit Menschenrechtsverletzungen und anderen Formen der Ungerechtigkeit umgehen? Kann es gerechtfertigte Kriege geben?
In dem Seminar werden wir „Das Recht der Völker“ vollständig lesen und die kontroversen Debatten, die sich um die einzelnen Themen und Thesen entwickelt haben, würdigen.


[Si] Libertarismus  (AfK-Nr.: 413/414)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 09.04.2018
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

Kommentar:

Für Libertaristen ist die Freiheit der Selbstbestimmung der höchste Wert überhaupt. Jeder Mensch sei frei, nach seinen Vorlieben zu handeln, darf über seinen Körper bestimmen, wie es ihm beliebt und mit seinem Besitz umgehen, wie es ihm in den Sinn kommt. Libertaristen wenden sich damit nicht nur gegen Faschisten, Diktatoren und die üblichen Gegnern der Freiheit, sondern auch gegen die klassischen Verteidiger der Freiheit – den Liberalen. Auch sie würden durch ihr unvollständiges Verständnis von Freiheit diese attackieren. Zum Beispiel würden sie mit ihren sozialpolitischen Umverteilungen ebensolche Verbrechen gegen die Freiheit begehen,wie es jeder Sklaventreiber auch macht, denn "taxation is slavery". Zumindest wenn man den Rechtslibertaristen glaubt. Sie argumentieren, die Welt habe ursprünglich niemandem gehört, daher sei, was (unter bestimmten Bedingungen) einmal eine Person sich rechtens angeeignet habe, bis zur Tauscheinwilligung der Person in deren Besitz. Eventuelle Ungleichheiten seien solange unproblematisch, wie sie durch freie Entscheidungen zustande kamen. Linkslibertaristen glauben dagegen, die Welt habe ursprünglich allen Menschen gleichermaßen gehört und Ungleichheit sei nur dann gerechtfertigt, sofern sie mit einer ursprünglichen, gleichen Güterverteilung kompatibel ist. Weil in unserer tatsächlichen Welt über die Idealvorstellung hinaus unzulässige Ungleichheit anzutreffen sei, sollten erhebliche Güterumverteilungen angestrebt werden und diese Forderung kann, abhängig von der linkslibertaristischen Position, weit über die üblichen Forderungen nach Güterumverteilungen der Liberalen hinausgehen. Insgesamt stehen die Libertaristen quer zu den meisten Diskussionen der politischen Philosophie, sie nehmen stets eine Außenseiterposition ein. Gerade deswegen lohnt sich ein Blick auf ihre Herausforderungen klassischer Positionen.

Dieser Kurs beginnt mit einer Einführung in die Entstehung des Libertarismus aus dem Liberalismus heraus. Danach werden wir uns die Debatten innerhalb des Libertarismus sowie die Kritiker des Libertarismus gemeinsam erarbeiten. Vorwissen ist nicht erforderlich, es wird eine Einführung angeboten. Es empfiehlt sich jedoch bei völliger Unkenntnis über Rawls sich in diesen einzuarbeiten.

Zur Einführung in Rawls:
• John Rawls: Eine Theorie der Gerechtigkeit. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2006. (Das ist das Werk, auf das sich die ersten Autoren des Libertarismus bezogen).
• John Rawls: Eine Theorie der Gerechtigkeit, München: Oldenbourg Akademieverlag, Klassiker Auslagen, 2010 .

Zur Einführung in den Libertarismus bestens geeignet: Stanford Encyclopedia of Philosophy: Libertarianism (externhttps://plato.stanford.edu/entries/libertarianism/).


[Si] Medien und Methoden des Ethik- und Philosophieunterrichts (Gruppe 1)
Klausurtermin: 10.07.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 10.04.2018
wöchentlich Di. 08:00 - 10:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 102

Kommentar:

Der moderne Ethik- und Philosophieunterricht hat weniger das Ziel, philosophische Theorien und Begriffe zu vermitteln als vielmehr ethisches und philosophisches Reflektieren zu schulen. Unter dieser Voraussetzung kommt den Unterrichtsmethoden und –materialien eine besondere Bedeutung zu, denn sie sollen zum selbständigen Denken anregen.
In diesem fachdidaktischen Seminar werden philosophische Unterrichtsmethoden in Theorie und Praxis erarbeitet und erprobt: Textrezeption und –produktion, Arbeit mit Bildern, philosophisches Gespräch, phänomenologische Methoden, Dilemmageschichten, Gedankenexperimente, kreative und produktionsorientierte Methoden.


[Si] Medien und Methoden des Ethik- und Philosophieunterrichts (Gruppe 2)
Klausurtermin: 11.07.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 11.04.2018
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 102

Kommentar:

Der moderne Ethik- und Philosophieunterricht hat weniger das Ziel, philosophische Theorien und Begriffe zu vermitteln als vielmehr ethisches und philosophisches Reflektieren zu schulen. Unter dieser Voraussetzung kommt den Unterrichtsmethoden und –materialien eine besondere Bedeutung zu, denn sie sollen zum selbständigen Denken anregen.
In diesem fachdidaktischen Seminar werden philosophische Unterrichtsmethoden in Theorie und Praxis erarbeitet und erprobt: Textrezeption und –produktion, Arbeit mit Bildern, philosophisches Gespräch, phänomenologische Methoden, Dilemmageschichten, Gedankenexperimente, kreative und produktionsorientierte Methoden.


[Si] Neuere Beiträge zur Philosophie der Kunst  (AfK-Nr.: 405/406)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 10.04.2018
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 208

Kommentar:

Im Seminar sollen zwei neuere Monografien genau gelesen und diskutiert werden, in denen der Versuch unternommen wird, eine umfassende Theorie der Kunst vorzulegen: Alva Noës Strange Tools und Georg Bertrams Kunst als menschliche Praxis. Neben dem Anspruch, eine Ortsbestimmung der Kunst vorzunehmen, eint die Bücher der Versuch, Kunst als eine Praxis zu verstehen, deren Rolle im Kontext anderer menschlicher Praktiken und im Rahmen ihrer Beiträge zu derartigen Praktiken bestimmt werden muss. Dabei betrachtet Noë Kunst als eine spezifische epistemische Praxis, die es uns auf immer wieder neue Weisen erlaubt, Aspekte dessen zu untersuchen, was für uns als Menschen spezifisch ist, insofern wir qua unserer Praktiken und Techniken auf eine bestimmte Weise verfasst sind, die wir mithilfe der Kunst zugleich verstehen und verändern können. Darin, so Noë seien Kunst und Philosophie verwandt. Bertram teilt mit John Dewey die Auffassung, daß Kunst keine von anderen Praktiken isolierte Praxis ist, sondern eine, die ihre Signifikanz einer Kontinuität mit anderen Praktiken verdankt. Er versteht Kunst als eine reflexive Praxis, die sich nicht in rein theoretischer, sondern in praktischer Form auf andere menschliche Praktiken bezieht, indem sie diese herausfordert. Nur im Rahmen dieser Reflexionspraxis läßt sich Bertram zufolge das Spezifische von Kunstwerken verständlich machen: nämlich als Gegenstände in Auseinandersetzung mit denen Menschen Verständnisse von sich entwickeln, die zugleich zu einer praktischen Bestimmung dessen beitragen, was sie sind.
Das Seminar richtet sich eher an Fortgeschrittene.

Alva Noë wird vom 27.6.-30.6.18 zum zweiten Friend-Sommerseminar zu uns nach Gießen kommen und mit Studierenden seine Ideen diskutieren. Das Seminar dient in seinem ersten Teil auch der Vorbereitung dieses Sommerseminars. Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich über die Ästhetik hinaus auch auf die Wahrnehmungstheorie Noës vorbereiten möchten (was sich sehr empfiehlt!), können im Anschluß an die erste Hälfte des Seminars in das Blockseminar wechseln, das Herr Reuter anbietet.

Literatur:

• Bertram, Georg W. (2014): Kunst als menschliche Praxis, Berlin: Suhrkamp. (Anschaffung empfohlen)
• Noë, Alva (2015): Stange Tools. Art and Human Nature, New York: Hill und Wang. (Anschaffung empfohlen)


[Si] New Philosophies of Love and Sex. Thinking Through Desire  (AfK-Nr.: 405/406)
Klausurtermin: 15.09.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 10.04.2018
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

Kommentar:

Citing from the same-named book’s description: »Our amorous and erotic experiences do not simply bring us pleasure; they shape our very identities, our ways of relating to ourselves, each other and our shared world. This volume challenges some of our most prevalent assumptions relating to identity, the body, monogamy, libido, sexual identity, seduction, fidelity, orgasm, and more. In twelve original and philosophically thought-provoking essays, the authors reflect on the broader meanings of love and sex: what their shifting historical meanings entail for us in the present; how they are constrained by social conventions; the ambiguous juxtaposition of agency and passivity that they reveal; how they shape and are formed by political institutions; the opportunities they present to resist the confines of gender and sexual orientation; how cultural artefacts can become incorporated into the body; and how love and sex both form and justify our ethical world views« (cf. externhttps://www.rowmaninternational.com/book/new_ philosophies_of_sex_and_love/3-156-2911f46d-8277-43c4-ac71-558151ddc445, 29.03.2018).
The seminar might also include essays from the volume The Philosophy of Sex: Contemporary Readings, Halwani, Soble, Hoffman, Held (Eds.), 7th Ed., Rowman & Littlefield Publishers, 2017 (externhttps://rowman.com/ISBN/9781442261440/The-Philosophy-of-Sex-Contemporary-Readings-Seventh-Edition, 29.03.2018).


[Si] Philosophie der Gefühle  (AfK-Nr.: 407/408)
Klausurtermin: 15.09.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 208

Kommentar:

Die Philosophie der Gefühle erlebt seit ungefähr sechzig Jahren eine Renaissance in der Philosophie. Drei mögliche Gründe für diese Renaissance mögen gleichermaßen helfen darzustellen, warum es philosophisch interessant ist sich mit Gefühlen auseinanderzusetzten. (i) Emotionale Gefühle unterscheiden sich von nicht-emotionalen Gefühlen dadurch, dass sie etwas in der Welt repräsentieren. Diese Repräsentationen sind in dem Sinne evaluativ, dass sie etwas in ihrer Bedeutung für das erfahrende Subjekt darstellen. Einen repräsentationalen Gehalt zu haben, heißt jedoch Korrektheitsbedingungen zu unterliegen. In diesem Sinne sind Emotionen nicht bloße irrationale, subjektive Erlebnisepisoden, sondern sie können angemessen sein, sie involvieren rationale Fakultäten und sie mögen dazu dienen Wissen über die Welt zu gewinnen. (ii) Emotionale Gefühle stellen die kategorische Trennung zwischen mentalen Zuständen, die hauptsächlich anhand ihres intentionalen Gehalts ausgezeichnet werden und zwischen mentalen Zuständen, die hauptsächlich mit Blick auf ihre Erlebnisqualitäten bestimmt werden, in Frage, da sie typischer Weise durch beide Aspekte ausgezeichnet sind. (iii) Insofern emotionale Gefühle als motivationale Zustände gelten, wird die Annahme herausgefordert, dass wir mentale Zustände anhand ihrer direction of fit kategorisieren können, da emotionale Gefühle sowohl eine mind-to-world-direction-of-fit auf (so wie Überzeugungen) als auch eine world-to-mind-direction-of-fit (so wie Wünsche), aufweisen.
Das Seminar strebt an einen Überblick über Traditionslinien und aktuelle Positionen innerhalb der Philosophie der Gefühle zu erarbeiten. Dabei sollen systematische Fragen nicht außen vor gelassen werden, so zum Beispiel die Frage nach dem ontologischen Status von emotionalen Gefühlen als auch nach der intersubjektiven Teilbarkeit von emotionalen Gefühlen. Insofern Studierende an einer Analyse bestimmter emotionaler Gefühle interessiert sind (Ekel, Freude, Traurigkeit, Wut, Scham etc.), kann der Seminarplan daran ausgerichtet werden.


[Si] Philosophie der Toleranz  (AfK-Nr.: 409/410)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2018
zwei-wöchentlich Fr. 16:00 - 20:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

Kommentar:

Toleranz stellt die Basis für Frieden und Wohlstand einer jeden Gesellschaft dar, und dies gilt um so mehr, je pluralistischer und offener eine Gesellschaft ist. Der Begriff Toleranz wird demgemäß in den Medien und sozialen Netzwerken häufig benutzt, jedoch oft ungenau und nachlässig verwendet.
Das Seminar setzt sich daher das Ziel, den Begriff Toleranz zu bestimmen sowie ihren ethischen, gesellschaftlichen, kulturellen, politischen, religiösen, wirtschaftlichen und sozialen Dimensionen nachzugehen.

Literatur:

Hastedt, Heiner, Toleranz, = Grundwissen Philosophie, Reclam, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-15-020339-2;
Schmidinger, Heinrich, Wege zur Toleranz. Geschichte einer europäischen Idee in Quellen, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2002, ISBN 3-534-16620-5;
UNESCO, Erklärung von Prinzipien der Toleranz, 28. Generalkonferenz, Paris, 25. Oktober bis 16. November 1995


[Si] Philosophieren mit Kindern
Klausur: 13.07.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2018
wöchentlich Fr. 08:00 - 10:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 208

Kommentar:

Warum bin ich auf der Welt? Können Bäume traurig sein? Wie wäre es, einen Frosch zu küssen? Was ist Zeit und warum kann man sie stehlen?
Viele Kinder stellen sich philosophische Fragen, auch solche, deren Thematisierung nicht in den Lehrplänen vorgesehen sind. Die Lehrkraft muss dann entscheiden, wie sie mit diesen Fragen umgehen soll. Vom Lehrplan abweichen und dem selbständigen Fragen, philosophischem Nachdenken und Gesprächen Raum geben? Oder die entsprechend dem Lehrplan geplante Unterrichtsstunde fortsetzen? Das in der Philosophiedidaktik der Grundschule vorherrschende Konzept trägt das Label „Philosophieren mit Kindern“ und macht sich dafür stark, den Fragen der Kinder Raum zu geben. Philosophieren mit Kindern findet für die Lehrkraft aber stets im institutionellen Rahmen Philosophie- bzw. Ethikunterricht statt. Und in diesem Rahmen müssen ganz bestimmte Kenntnisse erworben und Kompetenzen gefördert werden.
Diesem Seminar liegt die Idee zugrunde, dass beides möglich ist: Mit Kindern zu philosophieren und dabei auch entsprechend den institutionellen Vorgaben Philosophie bzw. Ethik zu unterrichten Deshalb sollen einerseits die theoretischen Grundlagen philosophischer Gesprächsführung erarbeitet und mit den Seminarteilnehmer(n)/innen praktisch erprobt werden. Andererseits soll im Anschluss an die Erarbeitung fachdidaktischer Theorien kompetenzorientierter Unterricht geplant werden.

Prüfungsform: Klausur
Achtung: Das Seminar kann nur zusammen mit der Übung, die den gleichen Titel trägt, belegt werden.


[Si] Philosophische Anthropologie
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2018
wöchentlich Fr. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

Kommentar:

Was ist der Mensch? Ein „Mängelwesen“? Ein „Bürger zweier Welten“? Oder gar „das Maß aller Dinge“? Seit der Antike beschäftigen sich Theoretiker mit dem Menschen, fragen nach seinem Wesen und seinen Bestimmungen, doch erst im 20. Jahrhundert hat sich die Philosophische Anthropologie als eigenständige Disziplin herausgebildet. Obgleich die Menschenbilder Grundlagen unseres Selbstverständnisses geworden sind, regen sie bis heute zur (Selbst-)Reflexion an. Im Seminar und der Übung werden wir zentrale Positionen der philosophischen Anthropologie diskutieren. Zudem sollen anhand der unterschiedlichen Menschenbilder verschiedene Präsentationstechniken eingeübt werden.


[Si] Philosophische Ethik (L1)
Klausurtermin: 12.07.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 309

Kommentar:

In diesem zweiten Seminar geht es darum, die Fähigkeit zur Teilnahme am moralphilosophischen Diskurs zu vertiefen. Dazu werden in einem ersten Teil Texte gegenwärtiger Vertreter der vier paradigmatischen Richtungen in der Moralphilosophie bearbeiten (Konsequentialismus, Deontologie, Kontraktualismus und Tugendethik). Im zweiten Teil setzen wir uns mit Konzeptionen der Toleranz und der Menschenrechte auseinander und im dritten Teil schließlich mit unterrichtsrelevanten Themen der angewandten Ethik (Klimaethik, Tierethik, Bioethik und Medienethik).
Das Seminar richtet sich nur an diejenigen, die Teil 1 bereits absolviert haben.


[Si] Platon: Menon und Protagoras
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

Kommentar:

Das Seminar will in Themen, Stil und Methode der Platonischen Dialoge einführen. Thematisch geht es in den beiden Texten unter anderem um Wissen, Glaube, Quellen des Wissens, Lehr- und Lernbarkeit der Tugend, Willensschwäche, sowie um die Methode und Aufgabe der Philosophie. Neben der inhaltlichen Auseinan¬dersetzung mit diesen Themen soll es im Seminar aber auch darum gehen, stilis¬tische und rhetorische Elemente im Text zu identifizieren und deren Relevanz für die Argumentation bzw. die Überzeugungskraft des Textes zu reflektieren.

Das Seminar ist für Studienanfänger geeignet.

Texte:
Über geeignete Textausgaben werden wir uns in der ersten Sitzung verständigen.


[Si] Populäre Musik als Unterrichtsmedium im Ethikunterricht
Klausurtermin: 09.07.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 09.04.2018
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 102

Kommentar:

Popmusik spielt für Jugendliche eine ganz erhebliche Rolle. Musik wird dabei nicht nur als ästhetische Erfahrung, sondern vor allem auch als Transportmedium von Inhalten wahrgenommen. Musik und Text vermitteln Botschaften und regen zum Nachdenken an. Sie spiegeln das Lebensgefühl und die Einstellung zum Leben der Jugendlichen. Viele Texte aktueller Pop- und Rockmusik setzen sich mit philosophischen und ethischen Fragestellungen auseinander. Der Einsatz dieser Titel im Unterricht bietet die Möglichkeit für Jugendliche, sich mit existentiellen Themen über ein sie besonders ansprechendes Medium zu befassen.
In diesem Seminar werden geeignete Songs gesichtet und Unterrichtsideen entwickelt.


[Si] Praktische Vernunft  (AfK-Nr.: 409/410)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

Kommentar:

Praktische Vernunft ist das Vermögen, aus Gründen zu handeln. Theorien der praktischen Vernunft versuchen, dieses Vermögen genauer zu fassen und fragen danach, wie wir durch Überlegungen herausfinden, was wir tun sollen. Ein auf den ersten Blick naheliegender Vorschlag lautet, dass wir tun sollen, was zur Verwirklichung unserer Zwecke nötig ist. Mit diesem Vorschlag ist die Frage nach der praktische Vernunft aber noch nicht erledigt, weil er zu der weiteren Frage führt, ob unsere Überlegungen neben dem instrumentellen noch durch andere Prinzipien bestimmt sind. Diese Frage gewinnt an Brisanz, wenn man bedenkt, dass wir gerade im Bereich der Moral Dinge tun zu sollen glauben, deren praktische Notwendigkeit wir uns nicht ohne Weiteres aus dem Nachdenken über Zwecke und passende Mittel heraus klar machen können. Doch vielleicht liegt der Mittel-Zweck-Zusammenhang in diesen Fällen nur nicht offen zutage. Selbst wenn dem so wäre, bliebe noch zu klären, warum unsere praktische Vernunft eigentlich so funktioniert, dass uns instrumentelle Überlegungen Handlungen abverlangen, woher also die normative Kraft des instrumentellen Prinzips überhaupt kommt. - Im Seminar werden wir Texte aus der jüngeren Diskussion, insbesondere zur Kritik rein instrumenteller Konzeptionen von Vernunft lesen.
Das Seminar richtet sich an Fortgeschrittene und interessierte Anfänger.

Textgrundlage:
Gosepath, Stefan (Hrsg.), Motive, Gründe, Zwecke. Theorien praktischer Rationalität, Frankfurt a. M. 1999.
Halbig, Christoph u. Tim Henning (Hrsg.), Die neue Kritik der instrumentellen Vernunft, Berlin: 2012.


[Si] Recent Theories of the Political  (AfK-Nr.: 413/414)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 10.04.2018
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

Kommentar:

Despite liberalism not being a monolithic theory, it is the most prominent paradigm in contemporary political philosophy, which also plays a decisive role in political conflict in the 20th and 21st century. However, it is not uncontested. In this seminar we will analyse recent critiques of liberalism and alternative theories of the political, which broadly focus on liberalism’s universalism, rationalism, moralism and consensual view of politics.
Chantal Mouffe, for instance, develops a concept of ‘radical democracy’: drawing on Carl Schmitt’s friend-enemy dichotomy, she argues that liberalism is too consensus-oriented and thus misconceives of the ‘agonistic character of the political’ by favouring rational consensus over affective identification, which in fact grounds political affiliation. Similarly, Richard Rorty criticises liberalisms rationalist-universalist methodology, whose vocabulary and values he argues to be merely contingent. Instead, he stresses the necessity of focussing on human suffering, aiming at the development of human solidarity as an enabling factor of justice.
Bernard Williams, on the other hand, argues that liberalism can be made plausible in a ‘realistic’ version: if we acknowledge the autonomy of the political in relation to the moral sphere (as opposed to Rawls’ ‘political moralism’).
Moreover, we will also address the question whether some of the problems of liberal theories stem from their ideal methodology; and look at ‘non-ideal’ theory, which has recently developed out of feminist and critical race studies perspectives on liberalism.
Prior knowledge of liberal theories is welcome but not requisite, as there will be a short introduction at the beginning of the semester, especially to John Rawls’ political philosophy. The Stanford Encyclopedia article on liberalism is recommended: externhttps://plato.stanford.edu/archives/spr2018/entries/liberalism/


[Si] Schulbücher rezensieren
Klausurtermim: 09.07.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 09.04.2018
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 102

Kommentar:

Schulbücher bilden die Basis des Unterrichtens. Doch was zeichnet ein gutes Schulbuch aus?
Im Seminar und der Übung werden Schulbücher didaktisch und methodisch in kleinen Arbeitsgruppen analysiert. Es werden Rezensionen zu den Neuerscheinungen für Ethik und Philosophie/ Sek I und Sek. II verfasst und die Ergebnisse im Seminar präsentiert.
Das Schreiben der Rezensionen und die Überarbeitungsprozesse in einem offenen Peer-Review--Verfahren schulen die Schreibkompetenz der Teilnehmer/innen.


[Si] Schuld und Strafe als Unterrichtsthema  (AfK-Nr.: 413/414)
Klausurtermin: 12.07.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 102

Kommentar:

Gemeinschaften regeln ihr Zusammenleben durch Regeln und Gesetze. Sie müssen sich immer mit der Frage befassen, wie mit denen verfahren werden soll, die diese Regeln und Gesetze brechen. Dieses Thema, das für den Ethik- und Philosophieunterricht von großer Relevanz ist, hat Philosophen verschiedener Epochen ebenso beschäftigt wie Jugendbuchautoren. Im Seminar werden verschiedene Texte für die Sek. I und Sek. II gesichtet und Unterrichtskonzepte entwickelt.


[Si] Sterben und Tod aus ethischer Perspektive  (AfK-Nr.: 411/412)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 10.04.2018
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

Kommentar:

Menschen sind sterbliche Wesen. An diese Tatsache (die philosophisch wenig banal anmutet, wie sich im vergangenen Semester am Seminar-Thema „Philosophie des Todes“ zeigte) schließen sich eine Reihe von ethischen Problemstellungen an. So ist etwa die Frage nach dem Todeskriterium (Hirntod, Herztod) von größter Wichtigkeit für Organtransplantationen; ob wir Leben medizintechnisch verlängern dürfen oder gar müssen, ist medizinethisch relevant; zu den ethischen Dimensionen der Selbsttötung und der Todesstrafe gibt es durchaus divergierenden Positionen und schließlich ist der Umgang mit Leichnamen strafrechtlich geregelt, aber ethisch durchaus diskussionswürdig. Diese Themen werden im Seminar mit zeitgenössischen Texten erarbeitet werden.
Zur Vorbereitung geeignet:
- Ralf Stoecker: Sterben und Tod, in: Handbuch Angewandte Ethik, hg. von Marcus Düwell, Christoph Hübenthal und Micha H. WernerDüwell, Metzler 2005
- Héctor Wittwer: Philosophie des Todes, Reclam 2009, Kap. 3


[Si] Theorien kultureller Evolution  (AfK-Nr.: 405/406)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 09.04.2018
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

Kommentar:

Theorien kultureller Evolution zielen darauf ab, einen Beitrag zu einer Erklärung dafür zu leisten, warum wir die Wesen sind, die wir sind. Ihr Fokus liegt dabei nicht auf jenen durch genetische Vererbung weitergegebenen Merkmalen, die Gegenstand der klassischen Evolutionstheorie sind, sondern auf solchen, die durch kulturelle Tradierung in Existenz gehalten werden. Diverse Arten von Gebräuchen, Kenntnissen und Technologien werden nicht nur durch das Lernen von anderen erworben, sondern sind häufig das Resultat sich über viele Generationen hinweg aufsummierender Entdeckungen. Im Seminar werden verschiedene Ansätze zur theoretischen Ausbuchstabierung dieser Art von historischer Entwicklung (darunter die ursprünglich auf Richard Dawkins zurückgehende "Memetik") diskutiert.


[Si] Tierethik  (AfK-Nr.: 411/412)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 10.04.2018
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

Kommentar:

Die Intuition, dass wir auch Tieren gegenüber moralische Verpflichtungen haben, kann heute wohl als recht verbreitet gelten. Begleitet und vielleicht sogar verstärkt wird sie durch das unangenehme Bewusstsein davon, dass wir in Praktiken verstrickt sind, mit denen wir diesen Verpflichtungen gerade nicht gerecht werden. Aus moralphilosophischer Sicht ist indessen nicht ohne Weiteres klar, ob wir Tieren gegenüber solche Verpflichtungen überhaupt haben und wie sie sich von dem unterscheiden, was wir Menschen schulden. Ebenso wie diese Unklarheit unsere moralische Intuition in Bezug auf Tiere in Zweifel zieht, wirkt die große Selbstverständlichkeit unseres Verantwortungsbewusstsein gegenüber Tieren umgekehrt auf die Moralphilosophie zurück: Diese wird vor die Herausforderung gestellt, den Ort der moralischen Verpflichtungen gegenüber Tieren entweder innerhalb der Moral verständlich zu machen oder ihre vermeintliche Moralität zu erklären. Im Seminar werden wir grundlegende und aktuelle Beiträge aus der tierethischen Diskussion bearbeiten, in der dieser Herausforderung nachgegangen wird.
Das Seminar richtet sich an Anfänger und interessierte Fortgeschrittene.

Literatur zur Einführung: Schmitz, Friederike, „Tierethik – eine Einführung“, in: dies. (Hrsg.), Tierethik. Grundlagentexte, Berlin: Suhrkamp, 2014, S. 13-77.


[Si] Was kann die Mathematik garantieren?  (AfK-Nr.: 401/402)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 10.04.2018
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

Kommentar:

Nach Gödels 2. Unvollständigkeitssatz kann die Widerspruchsfreiheit einer mathematischen Theorie, die die Arithmetik umfasst, nicht bewiesen werden - es sei denn, diese Theorie enthält einen Widerspruch und ist dadurch unbrauchbar. Mathematiker sollten aber garantieren, dass, wenn sie einen Satz aus einem Axiomensystem abgeleitet haben, die Negation dieses Satzes nicht aus denselben Axiomen abgeleitet werden kann. Der betreffende Satz soll also entscheidbar sein. Bleibt dann noch für eine Anwendung brauchbare Mathematik übrig?
Wir werden auch Lorenzens Konstruktivismus untersuchen, der allerdings die volle Theorie der natürlichen Zahlen voraussetzt.


[Si] Was sind Fähigkeiten?  (AfK-Nr.: 403/404)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 09.04.2018
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

Kommentar:

Es gehört zu den Selbstverständlichkeiten unseres alltäglichen Sprachgebrauches, dass wir uns selbst und anderen Fähigkeiten zuschreiben. Sofern es sich bei dieser Praxis nicht bloß um eine nützliche Fiktion handelt, muss es Bedingungen in der Welt geben, die erfüllt sind, wenn wir von einem Individuum wahrheitsgemäß sagen, dass es über diese oder jene Fähigkeit verfügt. Theorien zur Natur von Fähigkeiten versuchen (u.a.) solche Bedingungen auszuzeichnen. Im Seminar wird hierzu klassische sowie neuere Literatur diskutiert.


[Si] Wie interpretiert man philosophische Texte?
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

Kommentar:

Das Seminar stellt ein Aufbau- bzw. Ergänzungsangebot zum regelmäßig im Rahmen von Modul 1 angebotenen Schreibkurs dar. Im Zuge der kleinschrittigen Lektüre und Besprechung einer Auswahl zeitgenössischer und historischer Texte aus theoretischer und praktischer Philosophie sollen für das Philosophiestudium unentbehrliche Kompetenzen eingeübt werden; nämlich: die Befähigung zum systematischen Erschließen oft nicht leicht verständlicher Texte sowie zur Aufbereitung zentraler Passagen als Diskussionsgrundlage für Seminare und als Ausgangspunkt für das Verfassen wissenschaftlicher Hausarbeiten und Essays.
Die Veranstaltung richtet sich vor allem an Studierende im zweiten Studienjahr, steht aber auch Studierenden in höheren Semestern offen.
Da der Seminarplan beim Erstellen des Vorlesungsverzeichnisses noch nicht fertig war, möchte ich alle Interessierten dazu einladen, in der ersten Sitzung vorbeizuschauen, denn dann werden der Inhalt des Seminars sowie das methodische Vorgehen vorgestellt.


[Si] Wie schreibt man philosophische Texte?
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. I, A 3

Kommentar:

Das Schreiben philosophischer Texte ist eine der zentralen philosophischen Tätigkeiten. Unerlässlich ist deshalb, sich in das Schreiben solcher Texte einzuüben. Wie aber schreibt man einen gelungenen philosophischen Text? Der Schreibkurs soll das Bewusstsein für Anforderungen an gute Texte schärfen und darüber hinaus auch der Vermittlung praktischer Fertigkeiten dienen.
Die Veranstaltung hat eine zweiteilige Struktur: ein Seminar und verpflichtende, begleitende Tutorien. Während das Seminar vornehmlich exemplarischen Analysen von Texten und Überlegungen zu den Mitteln und Werkzeugen für das Verfassen guter philosophischer Texte gewidmet ist, sollen in den Tutorien in jeder Sitzung Texte aus dem Kreis der Teilnehmer_innen diskutiert werden. Die Teilnahme am Schreibkurs setzt daher die Bereitschaft voraus, sich konstruktiv mit den Arbeiten anderer Teilnehmer_innen auseinanderzusetzen, einen eigenen Text vorzustellen und ihn im Lichte der Kritik im Tutorium dann zu überarbeiten.


[Si] Zeitgenössische Tugendethik  (AfK-Nr.: 409/410)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

Kommentar:

Theorien der Moral, die die besondere Bedeutung der Tugenden hervorheben (gemeint sind ethische Tugenden wie Tapferkeit, Mäßigung, Gerechtigkeit, u.a.) werden heute oftmals als Alternative zu den seit dem 18. und 19. Jahrhundert dominierenden deontologischen und utilitaristischen Ansätzen aufgefasst.
Im Seminar werden wir versuchen zu bestimmen, worin der tugendethische Ansatz von konkurrierenden Moraltheorien abweicht und dabei prüfen, ob und inwiefern die Tugendethik eine angemessene Rekonstruktion bzw. Theorie der Moral liefern kann.
Auch wenn wir uns auf zeitgenössische Texte beschränken werden, sind Grund-kenntnisse der Aristotelischen Tugendethik hilfreich. Das Seminar richtet sich an fortgeschrittene Studierende; gute Lesekompetenz im Englischen ist erforderlich.

Literatur:
Ein Reader wird zur Verfügung gestellt.
Zum Einstieg: externhttps://plato.stanford.edu/entries/ethics-virtue/


[Si] Zur Semantik-Pragmatik-Unterscheidung  (AfK-Nr.: 407/408)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 10.04.2018
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

Kommentar:

Ich hätte gern die Yakisoba.
Mit diesem Satz kann ich einen Wunsch ausdrücken. Aber wenn ich das in einem Restaurant sage, dann wahrscheinlich vor allem, um eine Bestellung aufzugeben. Vor dem überraschenderweise geschlossenen Restaurant stehend, wird das wahrscheinlich nicht die Absicht hinter meiner Äußerung sein. In dem Fall werde ich vielleicht eher meinem Bedauern darüber Ausdruck verleihen, dass das Restaurant geschlossen ist. (Vermutlich mit einer anderen Betonung als im ersten Fall.)
D.h. einerseits hat der Satz eine wörtliche Bedeutung (dass ich Yakisoba möchte), aber andererseits kann ich damit auch weitere Dinge aussagen oder tun, je nach Kontext. Üblicherweise zählt ersteres in den Bereich der Semantik und letzteres in den der Pragmatik.
Die Unterscheidung zwischen Semantik und Pragmatik ist sowohl in der Linguistik als auch in der Sprachphilosophie eine häufig gemachte. Allerdings ist abseits einschlägiger Formulierungen wie den obigen unklar, was das genau für eine Unterscheidung ist.
Aus der Perspektive der Frage, was sprachliches Verstehen ausmacht, soll die Unterscheidung deshalb im Seminar untersucht werden. Dabei werden wir uns besonders auf Debatten um kontextualistische Bedeutungstheorien konzentrieren. In diesen Debatten geht es darum, ob und wie der Kontext einer Äußerung deren Bedeutung bestimmt. Mögliche Fragestellungen, die sich daraus ergeben sind:
Wie ist das Verhältnis von Semantik und Pragmatik?
Ermöglicht semantisches Verstehen erst pragmatisches Interpretieren?
Welche Möglichkeiten gibt es überhaupt, die Unterscheidung zu verstehen?
Fängt die Unterscheidung einen echten Unterschied ein?
Gibt es überhaupt so etwas wie semantisches Verstehen oder wörtliche Bedeutung?
Wenn ich, um für jemand anderen zu bestellen, den Satz äußere Ich hätte gern die Yakisoba, sage ich dann etwas Falsches?

Es werden fast ausschließlich englische Texte gelesen. Außerdem richtet sich das Seminar eher an fortgeschrittene Studierende.
Zur weiteren Orientierung nützlich: externhttps://philpapers.org/browse/semantics-pragmatics-distinction/


[Ü] Philosophieren mit Bildern
Klausur: 13.07.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2018
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 208

Kommentar:

In der zum Seminar gehörigen Übung steht die Basis des Schulunterrichts im Zentrum: das Schulbuch. Doch was zeichnet ein gutes Schulbuch aus?
Es werden Schulbücher didaktisch und methodisch in kleinen Arbeitsgruppen analysiert, Rezensionen zu den Neuerscheinungen für Ethik und Philosophie in der Primarstufe verfasst und die Ergebnisse in der Übung präsentiert.
Das Schreiben der Rezensionen und die Überarbeitungsprozesse in einem offenen Peer-Review--Verfahren schulen die Schreibkompetenz der Teilnehmer/innen.

Prüfungsform: schriftliche Ausarbeitung
Achtung: Die Übung kann nur zusammen mit dem Seminar, das den gleichen Titel trägt, belegt werden.


[Ü] Philosophische Anthropologie
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2018
wöchentlich Fr. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

Kommentar:

Was ist der Mensch? Ein „Mängelwesen“? Ein „Bürger zweier Welten“? Oder gar „das Maß aller Dinge“? Seit der Antike beschäftigen sich Theoretiker mit dem Menschen, fragen nach seinem Wesen und seinen Bestimmungen, doch erst im 20. Jahrhundert hat sich die Philosophische Anthropologie als eigenständige Disziplin herausgebildet. Obgleich die Menschenbilder Grundlagen unseres Selbstverständnisses geworden sind, regen sie bis heute zur (Selbst-)Reflexion an. Im Seminar und der Übung werden wir zentrale Positionen der philosophischen Anthropologie diskutieren. Zudem sollen anhand der unterschiedlichen Menschenbilder verschiedene Präsentationstechniken eingeübt werden.


[Ü] Schulbücher rezensieren
Klausurtermin: 09.07.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 09.04.2018
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 102

Kommentar:

Schulbücher bilden die Basis des Unterrichtens. Doch was zeichnet ein gutes Schulbuch aus?
Im Seminar und der Übung werden Schulbücher didaktisch und methodisch in kleinen Arbeitsgruppen analysiert. Es werden Rezensionen zu den Neuerscheinungen für Ethik und Philosophie/ Sek I und Sek. II verfasst und die Ergebnisse im Seminar präsentiert.
Das Schreiben der Rezensionen und die Überarbeitungsprozesse in einem offenen Peer-Review--Verfahren schulen die Schreibkompetenz der Teilnehmer/innen.


[Tut] Tutorium Einführung in die Logik (BA/L3) (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Schütze, O. Born, Jannik Peter
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

[Tut] Tutorium Einführung in die Logik (BA/L3) (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Schütze, O. Hebestreit, Anita
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 10.04.2018
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

[Tut] Tutorium Einführung in die Logik (BA/L3) (Gruppe 3)
Dozent/-in:
Schütze, O. Karcher, Steffen
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 309

[Tut] Tutorium Einführung in die Logik (BA/L3) (Gruppe 4)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

[Tut] Tutorium Einführung in die Praktische Philosophie (L2) (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2018
wöchentlich Fr. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 308

[Tut] Tutorium Einführung in die Praktische Philosophie (L2) (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 09.04.2018
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 308

[Tut] Tutorium Einführung in die Praktische Philosophie (L2) (Gruppe 3)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 10.04.2018
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 309

[Tut] Tutorium Einführung in die Praktische Philosophie (L3/BA) (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

[Tut] Tutorium Einführung in die Praktische Philosophie (L3/BA) (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Oezmen, E. Weiss, Michel Till
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 23.04.2018
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

[Tut] Tutorium Einführung in die Praktische Philosophie (L3/BA) (Gruppe 3)
Dozent/-in:
Oezmen, E. Schäfer, Simon
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 09.04.2018
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 208

[Tut] Tutorium Einführung in die Theoretische Philosophie (L3/BA) (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Vogel, M. Junker, Leon
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 09.04.2018
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

[Tut] Tutorium Einführung in die Theoretische Philosophie (L3/BA) (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Vogel, M. Krein, Simon
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2018
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207
Einzeltermin
Mo. 09.07.2018,16.00 - 18.00 Uhr   Rathenaustr. 8, 214

[Tut] Tutorium Einführung in die Theoretische Philosophie (L3/BA) (Gruppe 3)
Dozent/-in:
Vogel, M. Grünhagel, Benjamin Maximilian
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 09.04.2018
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 208

[Tut] Tutorium Philosophische Ethik (L1)
Dozent/-in:
Sydow, B. Weiss, Michel Till
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 09.04.2018
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

[Tut] Tutorium: Wie schreibt man philosophische Texte? (BA/L3) (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Reuter, G. Harder, Olivia
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207
6 Einzeltermine
Alle Termine in: Rathenaustr. 8, 309
Do. 07.06.2018,12.00 - 14.00 Uhr  
Do. 14.06.2018,12.00 - 14.00 Uhr  
Do. 21.06.2018,12.00 - 14.00 Uhr  
Do. 28.06.2018,12.00 - 14.00 Uhr  
Do. 05.07.2018,12.00 - 14.00 Uhr  
Do. 12.07.2018,12.00 - 14.00 Uhr  

[Tut] Tutorium: Wie schreibt man philosophische Texte? (BA/L3) (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Reuter, G. Reuter, Sebastian
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 23.04.2018
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

[Tut] Tutorium: Wie schreibt man philosophische Texte? (BA/L3) (Gruppe 3)
Dozent/-in:
Reuter, G. Drewes, Oliver Lars
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 11.04.2018
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 208

[Tut] Tutorium: Wie schreibt man philosophische Texte? (BA/L3) (Gruppe 4)
Dozent/-in:
Reuter, G. Herkner, Carl
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2018
wöchentlich Fr. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

[Koll] Aktuelle Forschungsfragen und Projekte
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

Kommentar:

Das Oberseminar wendet sich an Fortgeschrittene. Wir lesen neuere Texte aus der Theoretischen Philosophie – insbesondere rund um die anthropologische Frage nach dem angemessenen Verständnis unserer menschlichen Lebensform(en) – und diskutieren laufende Projekte (Abschlussarbeiten, Dissertationen) aus dem Kreis der Teilnehmer_innen.
Das Programm wird zu Semesterbeginn gemeinsam festgelegt.


[Koll] Neuere Philosophie des Geistes
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 11.04.2018
wöchentlich Mi. 17:00 - 20:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

Kommentar:

Um Anmeldung wird gebeten.


[Koll] Probleme und Perspektiven der praktischen Philosophie
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 11.04.2018
wöchentlich Mi. 16:00 - 18:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 208

Kommentar:

In dem Forschungskolloquium können ausgewählte aktuelle Beiträge zu allen Themengebieten der praktischen Philosophie erarbeitet und diskutiert werden. Es steht allen an forschungsnahen Themen und Debatten der Praktischen Philosophie interessierten fortgeschrittenen Studierenden offen. Welche Texte wir in diesem Semester lesen, wird in der ersten Sitzung gemeinsam entschieden werden, Vorschläge sind u.a.:
- A. Mbembe: Kritik der schwarzen Vernunft
- J. Searle: Wie wir die soziale Welt machen
- D. Parfit: Personen, Normativität, Moral.


[Pj] Projekt: Kognitive und normative Orientierung
individuelle Termine
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

[Pj] Projekt: Konstruktion und Argumentation
individuelle Termine
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

[Pj] Projekt: Kritik und Reflexion
individuelle Termine
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

nach oben | Kontakt: evv@uni-giessen.de