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Vorlesungsverzeichnis: WiSe 2018/19

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Fachbereich 04: Geschichts- und Kulturwissenschaften - Gliederung nach anbietenden Einrichtungen - Philosophie

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[Vl] Einführung in das philosophische Argumentieren  (AfK-Nr.: 398)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2018
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. I, A 4

Kommentar:

Die Tätigkeit des Philosophierens besteht im Kern darin zu argumentieren. Was genau sind jedoch überhaupt Argumente? Vor allem: Was sind gute und was sind schlechte Argumente? Und wie lassen sich Argumente rekonstruieren, selbst entwickeln und auch kritisieren?
Die Vorlesung dient als Einführung in das philosophische Argumentieren. Wir werden einflussreiche Argumentformen diskutieren, aber auch Fehlschlüsse und ‚Werkzeuge‘ rund um das Argumentieren wie etwa die Unterscheidung zwischen Ursachen und Gründen und die Rolle von Gedankenexperimenten.

Es werden zwei Tutorien zu der Vorlesung angeboten.
Prüfungsform: Klausur

Literatur:
Tetens, Holm (2004): Philosophisches Argumentieren. Eine Einführung, München: C.H. Beck.
Tugendhat, Ernst & Wolf, Ursula (1983): Logisch-semantische Propädeutik, Stuttgart: Reclam.


[Vl] Einführung in die Praktische Philosophie  (AfK-Nr.: 409/410)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2018
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Alter Steinbacher Weg 44, 011

Kommentar:

praktischen Philosophie werden nicht nur ideengeschichtliche und systematische Grundkenntnisse erworben, die für das weitere Studium unerlässlich sind, sondern auch das Verständnis von und der Umgang mit philosophischen Argumenten geschult. Die Vorlesung führt in grundlegende Fragen, Probleme und Methoden der praktischen Philosophie ein und ist in drei Teile gegliedert:
i) Grundlegende Fragen: Was ist praktische Philosophie (nicht)?
ii) Paradigmatische Theorien: Tugendethik, Deontologie, Utilitarismus und Kontraktualismus
iii) Ausgewählte Anwendungsbereiche: Amoralismus als Problem der Moral(philosophie), Moralität und gutes Leben, Ethik am Anfang und Ende des Lebens, Ethik nichtmenschlicher Entitäten, Politische Ethik

Die Vorlesung wird durch Tutorien begleitet.

Zur Vorbereitung geeignet:
Dieter Birnbacher: Analytische Einführung in die Ethik, Kap. 1, Berlin 2007


[Vl] Einführung in die Theoretische Philosophie  (AfK-Nr.: 401/402)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2018
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, A 4

Kommentar:

Die Vorlesung soll in einige zentrale Themenkomplexe der Theoretischen Philosophie einführen. Fünf Fragen werden dabei im Mittelpunkt stehen: (a) Was ist (Theoretische) Philosophie (b) Was ist Wahrheit? (c) Was zeichnet Wissen und Wissenschaft aus? (d) Was charakterisiert Sprache, und was heißt es, dass (sprachliche) Äußerungen etwas bedeuten? Sowie (e) die ontologische Frage: Was gibt es eigentlich und was gibt es nicht? Die Vorlesung wird durch Tutorien begleitet.

Literatur:
Wolfgang Detel (2007): Grundkurs Philosophie, 5 Bde. Stuttgart: Reclam, insbesondere Bände 3 und 4 (Anschaffung empfohlen).


[Si] Aristoteles' Nikomachische Ethik  (AfK-Nr.: 403/404)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2018
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

Kommentar:

Aristoteles‘ Nikomachische Ethik gehört zu den zentralen Texten der Philosophiegeschichte. Die Wiederbelebung der Tugendethik in den letzten Jahrzehnten legt allerdings nahe, dass die Nikomachische Ethik nicht nur von historischem Interesse ist, sondern noch immer entscheidende Begriffe und Analysen für ein adäquates Verständnis der Moral zur Verfügung stellt. Neben Aristoteles‘ Diskussion einzelner Tugenden bieten vor allem seine Vernunft- und Tugendtheorie sowie seine handlungstheoretischen Überlegungen zu poiesis (Produktion) und praxis (Handeln) wichtige moral-philosophische Argumente. Ziel des Seminars ist es, die zentralen Begriffe der Nikomachischen Ethik in ihrem systematischen Kontext zu verstehen. Ausgehend von Aristoteles' Unterscheidung von poiesis und praxis sowie seiner Vernunftkonzeption sollen die zentralen Begriffe der Aristotelischen Ethik entwickelt werden.

Literatur:
Aristoteles: Nikomachische Ethik, übersetzt von Ursula Wolf,
Reinbek 2006.


[Si] Das Blue Book – Über Gewissheit  (AfK-Nr.: 407/408)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2018
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

Kommentar:

Wittgensteins sogenanntes Blue Book (in einem blauen Einschlag gebundene und vervielfältigte Vorlesungsunterlagen aus den Jahren 1933 und 1934) war vor allem für ein paar Ausgewählte und seine Studierenden in Cambridge gedacht. Es stellt eine frühe englischsprachige Vorstufe der Philosophischen Untersuchungen dar, die vielleicht zugänglicher ist als die Untersuchungen selbst. Das legt schon der Beginn nahe, da hier eine für das Buch zentrale und für die Philosophie typische Was-ist-Frage benannt wird.

„WHAT is the meaning of a word?
Let us attack this question by asking, first, what is an explanation of the meaning of a word; what does the explanation of a word look like?
The way this question helps us is analogous to the way the question "how do we measure a length?" helps us to understand the problem "what is length?"
The question "What is length?", "What is meaning?", "What is the number one? etc., produce in us a mental cramp. We feel that we can't point to anything in reply to them and yet ought to point to something. (We are up against one of the great sources of philosophical bewilderment: a substantive makes us look for a thing that corresponds to it.)“ (Wittgenstein 1934/1965, S. 1)

Statt aber diese Was-ist-Frage direkt anzugehen, nimmt sich Wittgenstein Zeit, darüber nachzudenken, wie solche Fragen überhaupt angegangen werden können. Das zieht sich durch das gesamte Blue Book und deshalb eignet es sich besonders gut als Einführung in Wittgensteins Art, philosophische Fragen zu behandeln. Ausgehend davon, wollen wir uns gegen Ende des Seminars ausgewählte Passagen aus Über Gewissheit ansehen, an denen Wittgenstein wesentlich später, kurz vor seinem Tod (1951) arbeitete. Dort geht es nicht mehr primär um Bedeutung, sondern um Wissen und skeptische Herausforderungen. Allerdings stehen auch hier wieder typische Was-ist-Fragen im Mittelpunkt. Die Hoffnung ist, dass Über Gewissheit vor dem Hintergrund des Blue Books klarer wird. Günstige Ausgabe:
Wittgenstein, Ludwig. 1934. Preliminary Studies for the Philosophical Investigations, generally known as The Blue and Brown Books. HarperPerennial. New York. 1965.


[Si] Das Problem personaler Identität  (AfK-Nr.: 407/408)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2018
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

Kommentar:

Wenn wir Kinderfotos von uns durchforsten, gehen wir meist wie selbstverständlich davon aus, dass buchstäblich wir es sind, die auf den Fotos zu sehen sind. Und nicht selten wundern wir uns, wie sehr wir uns im Lauf der Zeit verändert haben. Derartige Gedanken unterstellen personale Identität (Identität über die Zeit hinweg): Das Kind von damals, das ich auf dem Foto abgelichtet sehe, und ich heute sind ein und dieselbe Person.
Aber ist das wirklich so? Sind wir nicht mittlerweile eine ganz andere Person? Mit diesen Fragen befindet man sich bereits mitten im kontrovers diskutierten Problem personaler Identität. Wie lässt sich überhaupt verstehen, dass wir trotz massiver Veränderungen dieselbe Person bleiben können? Und was garantiert, dass wir über die Zeit hinweg ein und dieselbe Person sind?
Im Seminar werden wir einflussreichen Vorschläge diskutieren, die diese – und verwandte – Fragen beantworten.
Das Seminar richtet sich vorwiegend an fortgeschrittene Studierende.


[Si] Didaktik der Menschenwürde
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
5 Einzeltermine
Alle Termine in: Rathenaustr. 8, 102
Di. 16.10.2018,14.00 - 16.00 Uhr  
Mi. 16.01.2019,13.00 - 17.00 Uhr  
Mo. 18.02.2019,09.00 - 15.00 Uhr  
Di. 19.02.2019,09.00 - 15.00 Uhr  
Mi. 20.02.2019,09.00 - 15.00 Uhr  

Kommentar:

In vielen aktuellen Debatten wird der Begriff der Menschenwürde geradezu inflationär gebraucht und damit schwammig. Was ist Menschenwürde eigentlich? Woher hat der Mensch seine Würde? (Wie) können ethische Debatten unter Bezug auf diesen Begriff geführt werden?
Im Seminar werden gemeinsam Unterrichtseinheiten zum Thema Menschenwürde konzipiert. Verbindliche Voraussetzung ist die Teilnahme am Seminar MENSCHENWÜRDE bei Prof. Özmen, das L2-, L3- und L5-Studierenden auch als Didaktikveranstaltung angerechnet wird!!


[Si] Differenzierung im Ethikunterricht (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2018
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 102

Kommentar:

Lerngruppen sind nie homogen, zeichnen sich aber im Ethikunterricht durch eine besondere Heterogenität aufgrund der unterschiedlichen Herkunft der Lernenden aus. Im Seminar werden verschiedene Theorien zum binnendifferenzierten Unterrichten erarbeitet und anhand konkreter Unterrichtsbeispiele umgesetzt und reflektiert.


[Si] Differenzierung im Ethikunterricht (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2018
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 102

Kommentar:

Lerngruppen sind nie homogen, zeichnen sich aber im Ethikunterricht durch eine besondere Heterogenität aufgrund der unterschiedlichen Herkunft der Lernenden aus. Im Seminar werden verschiedene Theorien zum binnendifferenzierten Unterrichten erarbeitet und anhand konkreter Unterrichtsbeispiele umgesetzt und reflektiert.


[Si] Einführung in die Angewandte Ethik  (AfK-Nr.: 411/412)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2018
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

Kommentar:

Als angewandte Ethik bezeichnet man den Teil der praktischen Philosophie, der sich mit denjenigen ethischen Fragen beschäftigt, die sich in verschiedenen gesellschaftlichen Praktiken (z.B. Technik), Berufsfeldern (z.B. Medizin) und Gesellschaftsbereichen (z.B. Ökonomie) stellen. Es geht also um die (mögliche) Anwendung der bekannten Theorien der normativen Ethik (z.B. Deontologie, Utilitarismus) und moralischen Prinzipien (z.B. Nicht-Schädigung, Instrumentalisierungsverbot) auf unterschiedliche konkrete Bereiche des menschlichen Handelns und Zusammenlebens.
Das Seminar konzentriert sich auf drei Themengebiete der angewandten Ethik und die klassischen Argumente, die im Bereich der Bio- und Medizinethik sowie der Natur- und Tierethik vorgebracht wurden: 1. Der Anfang des Lebens: Haben Embryonen Rechte?; 2. Neues Leben machen: Brauchen wir eine Ethik der Genetik?; 3. Nichtmenschliches Leben: Was schulden wir der Natur, Umwelt und den Tieren?
Zur Vorbereitung geeignet: Julian Nida-Rümelin: Theoretische und angewandte Ethik: Paradigmen, Begründungen, Bereiche, in: Ders. (Hg.): Angewandte Ethik. Ein Handbuch, Stuttgart 2005.


[Si] Einführung in die Praktische Philosophie (L2) - Gruppe 1
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2018
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 102

Kommentar:

Die Veranstaltung gibt einen historischen und systematischen Überblick über zentrale Theorien der normativen Ethik. Ein Ziel des Seminars ist es, an wichtige Begriffe und Fragestellungen der Praktischen Philosophie heranzuführen. Dabei steht die Lektüre klassischer Texte im Mittelpunkt. Dies ist die erste Teilveranstaltung im Modul 01 „Einführung in die praktische Philosophie“ für L2/L5. Der zweite Teil des Moduls wird im kommenden Sommersemester stattfinden und stärker methodologisch ausgerichtet sein.
Ein Reader wird jeweils zu Beginn des Semesters zur Verfügung gestellt.


[Si] Einführung in die Praktische Philosophie (L2) - Gruppe 2
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2018
wöchentlich Fr. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 102

Kommentar:

Die Veranstaltung gibt einen historischen und systematischen Überblick über zentrale Theorien der normativen Ethik. Ein Ziel des Seminars ist es, an wichtige Begriffe und Fragestellungen der Praktischen Philosophie heranzuführen. Dabei steht die Lektüre klassischer Texte im Mittelpunkt. Dies ist die erste Teilveranstaltung im Modul 01 „Einführung in die praktische Philosophie“ für L2/L5. Der zweite Teil des Moduls wird im kommenden Sommersemester stattfinden und stärker methodologisch ausgerichtet sein.
Ein Reader wird jeweils zu Beginn des Semesters zur Verfügung gestellt.


[Si] Ethik der Menschenwürde
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2018
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 302

Kommentar:

Das Konzept der Menschenwürde beruht auf einer einfachen normativen Vorstellung: Würde kommt jedem Menschen zu, bloß indem und weil er Mensch ist. Daher hat jeder Mensch den gleichen moralischen Wert, verdient gleichermaßen Wertschätzung, die sich primär durch unantastbare moralische bzw. politische Grundrechte ausdrückt. Eben weil die Würde des Menschen dem Menschen unabhängig von ethnischer Zugehörigkeit, Geschlecht, Weltanschauung, gesellschaftlichen Stellung und Gesundheitszustand zukommt, hat sie einen universellen Geltungsanspruch. Kein Wunder, dass sie zur Leitnorm von nationalen Verfassungen (Grundgesetz, Art. 1.1) und internationalen Vereinbarungen (Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, Präambel) geworden ist. Kein Zufall, dass sie als Bezugsgröße für Debatten innerhalb der Medizin- und Bioethik (Sterbehilfe, Präimplantationsdiagnostik, Genetik) sowie der Politischen und Rechtsphilosophie (Menschenrechte, Ächtung von Sklaverei, Folter) herangezogen wird.

Aber wie ist es zu dieser Erfolgsgeschichte der Menschenwürde gekommen? Lassen sich die verschiedenen Bedeutungen der Menschenwürde – als soziale Stellung (röm. Antike), Gabe (Mittelalter), Fähigkeit (Aufklärung) und Potential (nach WW II) – überhaupt unter einem Konzept vereinen? Oder handelt es sich um einen notwendig umstrittenen, gar leeren Begriff? Was heißt es, dass die Menschenwürde unantastbar ist? Wer ist überhaupt Träger des Menschenwürdeschutzes? Und konkreter: Wann liegen Verletzungen der Menschenwürde vor? Dürfen z.B. Menschen ein Leben lang eingesperrt werden? Dürfen von Terroristen entführte Flugzeuge abgeschossen werden? Was heißt es, unter „menschenunwürdigen Umständen“ leben zu müssen?

Das Seminar leitet durch solche historischen, systematischen und anwendungsbezogenen Fragen der Philosophie der Menschenwürde.

Teilnahmebedingungen:
Für Lehramtsstudierende, die die „Didaktik der Ethik der Menschenwürde“ bei Dr. Rösch absolvieren wollen, ist der Besuch dieses Seminars Pflicht. Eine gemeinsame Vorbesprechung findet statt am: Dienstag, 16.10.18, 14-16 Uhr, R. 302. Desweiteren werden Plätze für BA-Studierende freigehalten.

Zur Vorbereitung geeignet:
Dietmar von der Pfordten: Menschenwürde, München 2016


[Si] Injustice and Cruelty  (AfK-Nr.: 413/414)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2018
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

Kommentar:

Injustice is typically thought of as the mere absence of justice. Recently, however, there has been a renewed interest in injustice as a distinct phenomenon. Based on Judith N. Shklar’s claim that justice and injustice are asymmetrical phenomena, and thus injustice more than simply the negation of justice, this seminar will critically engage with the sparse, but growing and intriguing literature on injustice. In particular, we will analyse epistemic and political aspects of injustice. Drawing on Miranda Fricker’s concept of ‘epistemic injustice’, we will ask whether and under which conditions it is possible to recognise injustice at all, and whether and how epistemic injustice can be resisted, as Jose Medina suggests with the concept of ‘epistemic friction’. Informed by disparate perspectives on injustice such as Judith Shklar’s The Faces of Injustice and Iris Marion Young’s The Faces of Oppression, we will focus on the problem of political injustice, and ask whether there can be a common denominator that all cases of injustice share: cruelty, domination, oppression, or dehumanisation?


[Si] Kant: Kritik der praktischen Vernunft  (AfK-Nr.: 409/410)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2018
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 306

Kommentar:

Kant schrieb seine Kritik der praktischen Vernunft als Reaktion auf Kritik an seiner Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, in der er den Kategorischen Imperativ als oberstes Vernunft- und Moralprinzip vorgestellt und verteidigt hat. Von der Lektüre der KpV darf man sich deshalb eine Vertiefung und Klärung der kantischen Moralphilosophie erhoffen. Der Gewinn der Lektüre geht darüber jedoch weit hinaus. Denn Kant entwickelt die Verteidigung seiner Moralkonzeption in Fortsetzung seines kritischen Projekts, das sich in der Kritik der reinen Vernunft mit der Möglichkeit und den Grenzen menschlicher Erkenntnis auseinandergesetzt hat. So lässt sich zweitens durch die Auseinandersetzung mit der KpV auch ein Verständnis für Kants theoretische Philosophie gewinnen. Und drittens liefert Kant in dieser Schrift auf der Grundlage der Idee, dass die praktische Vernunft über die Grenzen der theoretischen Erkenntnis hinausgehen kann, auch noch einen nach wie vor maßgeblichen Beitrag zur Religionsphilosophie: Nach Kant ist es nämlich aus praktischer Perspektive vernünftig, wenn nicht sogar erforderlich, die Unsterblichkeit unserer Seele und das Dasein Gottes anzunehmen.
Das Seminar richtet sich an alle Interessierten, die bereits erste Bekanntschaft mit Kants praktischer Philosophie gemacht haben.

Textgrundlage: Kant, Immanuel, Kritik der praktischen Vernunft, hrsg. von H. D. Brandt u. H. F. Klemme, Hamburg: Meiner 2003.


[Si] Kompetenzorientierung (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2018
wöchentlich Di. 08:00 - 10:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 102

Kommentar:

Die hessischen Bildungspläne sind seit August 2011 auf Bildungsstandards umgestellt worden. Diese sind kompetenzorientiert formuliert. Was bedeutet kompetenzorientiert Unterrichten?
Im Mittelpunkt des Seminars stehen die im Ethikunterricht zu erwerbenden Kompetenzen, ihre Diagnose, Vermittlung und Förderung: Wahrnehmungskompetenz, Empathie, Perspektivwechsel, interkulturelle Kompetenz, Interdisziplinäre Kompetenz, Argumentations- und Urteilskompetenz, moralische Urteilsfähigkeit, ethische Urteilsfähigkeit, Diskursfähigkeit, Konfliktlösekompetenz, Orientierungskompetenz.
Erwartet werden die aktive Mitarbeit und die Bereitschaft zur Vorbereitung, Durchführung und Reflexion einer eigenen didaktisch-methodisch gestalteten Seminarsequenz auf der Basis bereitgestellten Materials.

Grundlage des Seminars:
Anita Rösch: Kompetenzorientierung im Ethik- und Philosophieunterricht. Entwicklung eines Kompetenzmodells für die Fächergruppe Philosophie, Praktische Philosophie, Ethik, Werte und Normen, LER, LIT Verlag, Zürich 2012


[Si] Kompetenzorientierung (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2018
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 102

Kommentar:

Die hessischen Bildungspläne sind seit August 2011 auf Bildungsstandards umgestellt worden. Diese sind kompetenzorientiert formuliert. Was bedeutet kompetenzorientiert Unterrichten?
Im Mittelpunkt des Seminars stehen die im Ethikunterricht zu erwerbenden Kompetenzen, ihre Diagnose, Vermittlung und Förderung: Wahrnehmungskompetenz, Empathie, Perspektivwechsel, interkulturelle Kompetenz, Interdisziplinäre Kompetenz, Argumentations- und Urteilskompetenz, moralische Urteilsfähigkeit, ethische Urteilsfähigkeit, Diskursfähigkeit, Konfliktlösekompetenz, Orientierungskompetenz.
Erwartet werden die aktive Mitarbeit und die Bereitschaft zur Vorbereitung, Durchführung und Reflexion einer eigenen didaktisch-methodisch gestalteten Seminarsequenz auf der Basis bereitgestellten Materials.

Grundlage des Seminars:
Anita Rösch: Kompetenzorientierung im Ethik- und Philosophieunterricht. Entwicklung eines Kompetenzmodells für die Fächergruppe Philosophie, Praktische Philosophie, Ethik, Werte und Normen, LER, LIT Verlag, Zürich 2012


[Si] Lektüreseminar: In the Name of Love: Romantic Ideology and Its Victims, Aaron Ben-Ze'ev, Ruhama Goussinsky  (AfK-Nr.: 405/406)
The course is taking place on two weekends only (1./2.12. and 15./16.12.). A briefing for the course is mandatory and is taking place on Wednesday 24.10. 12H in Rathenaustr. 8, room 208. I am sorry for chosing this time slot, which should be reserved for university political engagement. If you are troubled to make it to the briefing because of your political activism, please talk to me in prior. Anna Mense
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2018
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 208
4 Einzeltermine
Alle Termine in: Rathenaustr. 8, 214
Sa. 01.12.2018,09.30 - 16.30 Uhr  
So. 02.12.2018,09.30 - 16.30 Uhr  
Sa. 15.12.2018,09.30 - 16.30 Uhr  
So. 16.12.2018,09.30 - 16.30 Uhr  

Kommentar:

Der Kurs dient dazu sich mit dem Buch "In the Name of Love" von Aaron Ben-Ze'ev und Ruhama Goussinsky zu beschäftigen. Das Buch bringt eine philosophische Perspektive mit einer soziologischen zusammen und ergänzt begriffliche Überlegungen auf diese Weise mit Informationen einer sozialen Wirklichkeit. Ben-Ze'ev publizierte sowohl im Bereich Philosophie der Liebe als auch im Bereich Emotionstheorien und sticht dabei vor allem durch seine modernen Fragen hervor - zum Beispiel zu Themen wie häuslicher Gewalt oder Liebe online. "In the Name of Love" thematisiert grundlegende Fragen im Bereich der Philosophie der Liebe und nimmt eine kritische Perspektive in Bezug auf Ideale der romantischen Liebe und ihre Konsequenzen in gelebten Beziehungen ein.


[Si] Martha Nussbaums politische Philosophie  (AfK-Nr.: 413/414)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2018
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

Kommentar:

In der bereits in der Antike verhandelten Frage, was das gelungene Leben ausmacht, entscheidet sich Martha Nussbaum gegen die platonische, für die aristotelische Antwort. Körperliche Eigenschaften und Grenzen sowie das Wissen über beide bedingen die Chance, ein gelungenes Leben führen zu können. Die Philosophie müsse sich daher von der platonischen Vorstellung des gelungenen Lebens verabschieden, um sich stattdessen diesen körperlichen Voraussetzungen zu widmen. Ihrer eigenen Forderung folgend entwickelte Nussbaum eine Emotionstheorie und untersuchte bestimmte Diskriminierungsformen als Hindernisse eines gelungenen Lebens. Ihre wohl bekannteste Idee, der Capabilities-Approach, vereint ihr Denken in einer politischen Theorie. Hier identifiziert sie all jene körperlichen Eigenschaften, die Capabilities, die für ein gelungenes Leben notwendig sind. Capabilities sind Befähigungen der Menschen bestimmte Handlungen ausführen zu können. Nussbaum fordert, eine gerechte Gesellschaft müsse ihren Mitgliedern sicherstellen, ihre Befähigungen ausführen zu können. Dabei geht es nicht allein um Bereitstellen materieller Dinge, sondern auch um Achtung und Würde. Um auf die Frage, wie eine solche Gesellschaft dauerhaft stabil und gerecht sein kann antworten zu können, entwickelt Nussbaum ihre Emotionstheorie zu einer politischen Theorie weiter. Ohne Liebe wird jede Gesellschaft kalt bleiben, ihre Konflikte nicht lösen können, daher nicht dauerhaft bestehen. Nussbaum gelangen bedeutsame Beiträge auf gleich mehreren Feldern der praktischen Philosophie. Der ihr 2016 verliehene Kyoto-Preis belegt ihre besondere Stellung in der praktischen Philosophie.

Das Seminar wird sich auf die politische Philosophie Nussbaums beschränken. Dazu gehört der Capabilities-Approach und die politische Emotionstheorie, die wir im ersten Teil des Seminars kennen lernen. Das bildet die Grundlage für den zweiten Teil, hier lesen und diskutieren wir Nussbaums Kritiker*innen.


[Si] Medienethik  (AfK-Nr.: 411/412)
Medienbezogenes Lehrangebot
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2018
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 402

Kommentar:

Die Medienethik geht davon aus, dass wir auch als Produzenten und Rezipienten von Medieninhalten im Spielraum von Richtig und Falsch stehen. Ihre Aufgabe ist es, zu untersuchen, wie zwischen Richtig und Falsch in diesem spezifischen Handlungsbereich zu unterscheiden ist. Diese Aufgabe lässt sich nicht einfach durch die Anwendung unabhängig gewonnener Prinzipien des richtigen Handelns, der politischen Institutionen oder der gesetzlichen Regelungen lösen, weil die Eigenart dieses speziellen Kontextes die Auseinandersetzung mit eigenen normativen oder normativ relevanten Größen wie Öffentlichkeit, Privatheit, Information, Virtualität, Spiel oder Kunst erforderlich macht. Ziel des Seminars ist es, Unklarheiten und Spannungen zu identifizieren, von denen die medienethische Reflexion ihren Ausgang nimmt und Einblick in aktuelle Diskussionen zu gewinnen. Dabei wollen wir uns besonders mit Fragen beschäftigen, die sich im Zuge der Digitalisierung des Medienhandelns ergeben: Welchen Regeln sollten die digitalen Formen von Öffentlichkeit unterliegen, in denen die klassische Unterscheidung zwischen Produzenten und Rezipienten sich verflüssigt? Wie lassen sich die Werte Privatheit und Selbstbestimmung im Internet verwirklichen? Welche Verteilung von Information ist gerecht? Gibt es moralische Beschränkungen für virtuelle Inhalte, zum Beispiel bei Computerspielen?
Das Seminar richtet sich an alle Interessierten, Grundkenntnisse in der Ethik sind wünschenswert, vorausgesetzt wird die Bereitschaft, auch englischsprachige Texte zu bearbeiten.


[Si] Metaphysik  (AfK-Nr.: 403/404)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2018
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

Kommentar:

In den verschiedensten philosophischen Disziplinen – und auch im Alltag – reden wir wie selbstverständlich über Eigenschaften, Einzeldinge, Ereignisse, Tatsachen oder auch die Zeit. Was aber sind diese ‚Entitäten‘ überhaupt genauer? Und gehören sie zur Grundausstattung unserer Welt?
Nach der Beschaffenheit und Existenz solcher ‚allgemeinen Kategorien des Seienden‘ zu fragen, ist Gegenstand der Metaphysik. Wir werden im Seminar klassische Optionen kennenlernen und diskutieren, wie derartige grundlegende Kategorien verstanden werden könnten.
Das Seminar ist als Einführung in die Metaphysik gedacht.

Literatur:
Loux, Michael J. (2006): Metaphysics. A contemporary introduction. New York/London: Routledge.


[Si] Moralischer Relativismus  (AfK-Nr.: 409/410)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2018
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 306

Kommentar:

Interessant ist der moralische Relativismus unter anderem deshalb, weil er eine Lösung für folgende Spannung verspricht, in die wir uns als moralische Subjekte heute wohl unweigerlich immer wieder gestellt sehen: Einerseits fühlen wir uns nicht recht wohl dabei, moralische Überzeugungen, die mit unseren nicht vereinbar sind, besserwisserisch als falsch zu verurteilen. Andererseits sind viele von uns aber auch nicht bereit, das, was ihnen moralisch geboten erscheint, für etwas zu halten, das sich nicht mit Mitteln der Vernunft verteidigen und einsichtig machen lässt. Auf der normativen Ebene, also in Bezug auf die inhaltliche Frage, was zu tun richtig ist, könnte eine relativistische Moralkonzeption dem Rechnung tragen, indem sie die eigenen Antworten für eine von mehreren möglichen Ausprägungen der Moral zu begreifen versucht. Auf der metaethischen Ebene, also in Bezug auf die Frage nach der Objektivität der Moral, könnte eine relativistische Lösung darin bestehen, den Wahrheitsanspruch relativ auf eine Kultur oder ein Subjekt zu deuten, ohne ihn gänzlich preiszugeben.
Im Seminar wird es darum gehen, die Diskussion sowohl um den normativen als auch um den metaethischen moralischen Relativismus anhand zentraler Positionen kennen zu lernen. Auf diese Weise wollen wir eine Antwort auf die Frage finden, ob und in welcher Fassung uns der Relativismus dabei helfen kann, die Spannung zwischen Besserwisserei und Nihilismus aufzulösen.


[Si] Philosophie der Psychologie  (AfK-Nr.: 416)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2018
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

Kommentar:

Das Seminar adressiert eine Vielfalt wissenschaftstheoretischer Fragen mit Hinblick auf die Einzelwissenschaft Psychologie. Zu den allgemeinsten Fragen (Fragen, die grundsätzlich an alle Einzelwissenschaften herangetragen werden können) zählen die nach Gegenstand und Methodologie der betreffenden Wissenschaft. Verfügt die Psychologie über einen einheitlichen Gegenstand, und (falls ja) was ist das Prinzip seiner Einheit? Gibt es eine charakteristisch psychologische Methodologie, und (falls ja) was zeichnet diese aus? Was ist der Charakter psychologischer Erklärungen? Wie lässt sich das Verhältnis zwischen Psychologie und anderen Einzelwissenschaften sowie insbesondere das zur Philosophie bestimmen?
Zu den spezifischeren Fragen, die im Seminar eine Rolle spielen sollen, gehören etwa diese: Was ist Verhalten? Wie positioniert sich die akademische Psychologie zur sog. 'Alltagspsychologie' bzw. welche Position sollte sie ihr gegenüber einnehmen? Ist die Psychologie eine biologische Wissenschaft und (falls ja) inwiefern?


[Si] Philosophieren mit Kindern (A)
Klausur: 15.02.2019
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2018
wöchentlich Fr. 08:00 - 10:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

Kommentar:

Warum bin ich auf der Welt? Können Bäume traurig sein? Wie wäre es, einen Frosch zu küssen? Was ist Zeit und warum kann man sie stehlen?
Viele Kinder stellen sich philosophische Fragen, auch solche, deren Thematisierung nicht in den Lehrplänen vorgesehen sind. Die Lehrkraft muss dann entscheiden, wie sie mit diesen Fragen umgehen soll. Vom Lehrplan abweichen und dem selbständigen Fragen, philosophischem Nachdenken und Gesprächen Raum geben? Oder die entsprechend dem Lehrplan geplante Unterrichtsstunde fortsetzen? Das in der Philosophiedidaktik der Grundschule vorherrschende Konzept trägt das Label „Philosophieren mit Kindern“ und macht sich dafür stark, den Fragen der Kinder Raum zu geben. Philosophieren mit Kindern findet für die Lehrkraft aber stets im institutionellen Rahmen Philosophie- bzw. Ethikunterricht statt. Und in diesem Rahmen müssen ganz bestimmte Kenntnisse erworben und Kompetenzen gefördert werden.
Diesem Seminar liegt die Idee zugrunde, dass beides möglich ist: Mit Kindern zu philosophieren und dabei auch entsprechend den institutionellen Vorgaben Philosophie bzw. Ethik zu unterrichten Deshalb sollen einerseits die theoretischen Grundlagen philosophischer Gesprächsführung erarbeitet und mit den Seminarteilnehmer(n)/innen praktisch erprobt werden. Andererseits soll im Anschluss an die Erarbeitung fachdidaktischer Theorien kompetenzorientierter Unterricht geplant werden.

Prüfungsform: Klausur 15.02.19 / Hausarbeit, Abgabe 15.03.19


[Si] Philosophieren mit Kindern (B)
Klausur: 15.02.2019
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2018
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

Kommentar:

Unsere Lebenswelt ist heute stärker als jemals zuvor von Bildern geprägt. Das gilt insbesondere für Schülerinnen und Schüler, die immer früher und länger mit visuellen Medien konfrontiert werden, so dass sich ihre Informationsverarbeitung von der Erwachsener unterscheidet. Für das im Ethik- und Philosophieunterricht angestrebte Philosophieren stellt sich auch vor diesem Hintergrund die Frage, wie mit Bildern umgegangen werden soll.
Im Seminar werden nach der Erarbeitung einschlägiger fachdidaktischer Theorien Unterrichtseinheiten für die Sekundarstufe I und II entwickelt, in denen zum Philosophieren über Bilder, mit Bildern und in Bildern angeregt wird.

Prüfungsform: Hausarbeit, Abgabe 15.03.19


[Si] Philosophinnen im Umfeld von Phänomenologie und Existentialismus  (AfK-Nr.: 407/408)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2018
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

Kommentar:

Das Seminar widmet sich dem Denken dreier außergewöhnlicher Philosophinnen, die im näheren und weiteren Umfeld phänomenologischer und existentialistischer Philosophie gearbeitet und mitunter maßgeblichen Einfluss auf diese und andere philosophische Denkbewegungen ausgeübt haben: Edith Stein, Hannah Arendt und Simone de Beauvoir. Da jede dieser drei Philosophinnen zumindest zeitweise in engem Austausch mit einem der drei wohl prominentesten männlichen Phänomenologen und Existentialphilosophen des 20. Jahrhunderts gearbeitet und/oder gelebt hat (Edith Stein als Assistentin Edmund Husserls, Hannah Arendt als Studentin Martin Heideggers und Simone de Beauvoir als Weggenossin Jean-Paul Sartres), werden dabei auch Beziehungen zu deren Arbeiten erkennbar werden. Jedoch sollen ihre Werke im Seminar nicht primär über das Denken Husserls, Heideggers und Sartres erschlossen, sondern in ihrer Eigenständigkeit betrachtet werden.

Thematisch wird das Seminar darum kreisen, die Erfahrung Anderer als verstehender, empfindender und handelnder Subjekte, mit denen wir in Austausch treten können, sowie Möglichkeiten der Vergemeinschaftung mit Anderen aufzuklären. So werden wir uns zunächst mit Edith Steins Untersuchungen zum Problem der Einfühlung beschäftigen, die die Grundlage der Erfahrung Anderer und die Voraussetzung einer intersubjektiv geteilten Welterfahrung darstellt. Daraufhin werden wir mit Hannah Arendt die Idee der politischen Gemeinschaft als gemeinsamem Raum handelnder Subjekte in den Blick nehmen. Mit Simone de Beauvoirs Arbeiten werden sich schließlich der thematische und konzeptionelle Fokus des Seminars treffen, insofern de Beauvoir in ihrem Werk „Das andere Geschlecht“ die Frau als das vom Mann als Anderes Konstituierte zum Thema macht.

Das Seminar richtet sich an fortgeschrittene Studierende.

Seminarlektüre (vorläufige Auswahl):
Arendt, Hannah: Vita activa oder Vom tätigen Leben, 18. Aufl., München [u.a.]: Piper 2016.
de Beauvoir, Simone: Das andere Geschlecht. Sitte und Sexus der Frau, 17. Aufl., Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 2017.
Stein, Edith: Zum Problem der Einfühlung, Freiburg i.Br.: Herder 2008 (Edith Stein Gesamtausgabe Bd. 5).


[Si] Philosophische Ethik I
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2018
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 309

Kommentar:

In unserem Leben und Handeln sehen wir uns in den Spielraum von gut und schlecht, richtig und falsch, vernünftig und unvernünftig gestellt. Zugleich hat jede und jeder von uns bereits ein ungefähres Verständnis davon entwickelt, was es heißt, in diesem Spielraum zu stehen. Es ist jedoch gar nicht leicht, dieses implizite Wissen auszuformulieren und in neuen Zusammenhängen fruchtbar werden zu lassen. In der philosophischen Ethik geht es darum, genau das zu leisten, d.h. Begriffe und Konzeptionen zu entwickeln, in denen wir uns in unserer Ausrichtung auf das Gute verständlich werden. Dabei ist seit den Anfängen der Philosophie ein verwickelter Streit entstanden, von dem sich nicht sagen lässt, dass er zu einer allgemein geteilten Lehre geführt hat. Ziel dieses Moduls ist es daher, zentrale Vorschläge und Argumente dieser philosophischen Diskussion kennenzulernen und auf diese Weise selbst zu einer Teilnehmerin bzw. zu einem Teilnehmer zu werden.
In diesem ersten Seminar werden wir so vorgehen, dass wir zunächst grundlegende Unklarheiten und Herausforderungen in unserem ethischen Vorverständnis herausarbeiten und noch unabhängig von allen theoretischen Angeboten eigene Antworten entwerfen und diskutieren. Dabei sollen Besonderheiten moralischer Urteile und die unterschiedlichen Dimensionen des ethischen Fragens (normative Ethik vs. Metaethik) erläutert und grundlegende metaethische Positionen vorgestellt werden. Im zweiten Schritt wollen wir diese ersten Antwortversuche im Zusammenhang mit zwei zentralen Texten der philosophischen Ethik diskutieren, der Nikomachischen Ethik des Aristoteles und der berühmten Grundlegung zur Metaphysik der Sitten von Immanuel Kant. Abschließend werden wir über das gute Handeln im Umgang mit Kindern nachdenken, indem wir uns mit kinderethischen Konzeptionen beschäftigen, die die besonderen Rechte von Kindern und die Spannung zwischen Respekt und Bevormundung in der Erziehung zu klären versuchen.
Das Seminar richtet sich ausschließlich an L1-Studierende.


[Si] Schulbücher rezensieren (Seminar)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2018
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 102

Kommentar:

Schulbücher bilden die Basis des Unterrichtens. Doch was zeichnet ein gutes Schulbuch aus?
Im Seminar und der Übung werden Schulbücher didaktisch und methodisch in kleinen Arbeitsgruppen analysiert. Es werden Rezensionen zu den Neuerscheinungen für Ethik und Philosophie/ Sek I und Sek. II verfasst und die Ergebnisse im Seminar präsentiert.
Das Schreiben der Rezensionen und die Überarbeitungsprozesse in einem offenen Peer-Review--Verfahren schulen die Schreibkompetenz der Teilnehmer/innen.


[Si] Selbstbewusstsein  (AfK-Nr.: 407/408)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2018
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 208

Kommentar:

Für Menschen ist es charakteristisch, dass sie sich nicht nur ihrer Umwelt bewusst sind, sondern auch ihrer selbst, ihrer körperlichen sowie ihrer geistigen Eigenschaften und Fähigkeiten. Wir werden im Seminar fragen, was Selbstbewusstsein genau ist; dabei werden wir untersuchen, ob sich Selbstbewusstsein – wie oft angenommen – durch besondere epistemische oder semantische Eigenschaften auszeichnet. Wir werden Erklärungsmodelle für Selbstbewusstsein diskutieren und uns aus einer entwicklungstheoretischen Perspektive fragen, wie Selbstbewusstsein entsteht; wobei es auch darum gehen soll, welche Einsichten wir aus der empirischen Erforschung des Selbstbewusstseins gewinnen können. Und: Haben eigentlich auch nicht-menschliche Tiere Selbstbewusstsein? Das Seminar richtet sich eher an fortgeschrittene Studierende.

Literatur:

Musholt, Kristina (2015): Thinking about Oneself. From Nonconceptual Content to the Concept of a Self, MIT Press: Cambridge MA & London.

Weitere Literatur wird im Seminar bekannt gegeben.


[Si] Sexualities  (AfK-Nr.: 405/406)
Course language English The course is taking place on two weekends only (10./11.11., and 17./18.11.). A briefing for the course is mandatory and is taking place on Wednesday 17.10. 12H in Rathenaustr. 8, room 208. I am sorry for chosing this time slot, which should be reserved for university political engagement. If you are troubled to make it to the briefing because of your political activism, please talk to me in prior. Anna Mense
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine
Alle Termine in: Rathenaustr. 8, 214
Sa. 10.11.2018,09.30 - 16.30 Uhr  
So. 11.11.2018,09.30 - 16.30 Uhr  
Sa. 17.11.2018,09.30 - 16.30 Uhr  
So. 18.11.2018,09.30 - 16.30 Uhr  

Kommentar:

The course is going to focus on different aspects addressing sexuality in its diversity and lived reality: (i) Sexual Basics: what is a sexual orientiation? What is sex? How does sex differ from masturbation? (ii) Sexual Identity: how does the perception of one’s own gender/sex and one’s orientation in desire hang together with personal identity? (iii) Perversion and Play: What is a sexual perversion? How is an object of desire formed? What potential to help cultivating a sexual attitude can we find in BDSM play practices? (iv) Transparent Talk about Sexualities: taboo, shame and descretion versus transparent talk and sexpositive spaces (v) Sexual Ethics: when do we objectify another person? Can we use another person for our own pleasure? Are there sexual duties? What is a consensual practice? What is an ethical slut and what can we learn from him/her/fey?


[Si] Subjektive Rechte  (AfK-Nr.: 409/410)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2018
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 306

Kommentar:

Subjektive Rechte sind Rechte, die einem Individuum zukommen und denen Pflichten auf der Seite anderer Handlungssubjekte korrespondieren. Spätestens seit Anbruch der Moderne bilden subjektive Rechte einen zentralen Bestandteil unserer normativen Sprache. So rechtfertigen und fordern wir Handlungen durch den Bezug auf die subjektiven Rechte Betroffener und unser eigenes Selbstverständnis sowie unser Verhältnis zu anderen scheinen tief davon geprägt zu sein, dass wir Träger von Rechten sind. Nichtsdestotrotz ist keineswegs klar, was genau unter einem subjektiven Recht zu verstehen ist und ob der Ausdruck sich tatsächlich auf ein eigenständiges und fundamentales Element der normativen Ordnung bezieht. Aus dieser Spannung an augenscheinlicher Relevanz und theoretischer Unklarheit hat sich eine schon lange währende philosophische Diskussion entwickelt, die in jüngerer Zeit wieder an Intensität zunimmt. Im Zentrum stehen dabei die Fragen, was Rechte für das Wesen, das sie innehat, genau leisten und durch welche Eigenschaften ein Wesen überhaupt Träger von Rechten werden kann. Denn sicherlich haben Menschen bestimmte subjektive Rechte, Steine hingegen nicht, während die Sache bei (nicht-menschlichen) Tieren vielleicht nicht so klar ist.
Im Seminar wollen wir gemeinsam zentrale Beiträge aus der jüngeren Diskussion bearbeiten und uns mit Überlegungen auseinandersetzen, die die fundamentale Rolle subjektiver Rechte kritisch in Frage stellen.


[Si] Themen der Sozialontologie: Soziale Gruppen, soziale Praktiken und geteilte Einstellungen
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2018
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 214

Kommentar:

Unsere Welt ist bevölkert von Schülern, Freunden, Lehrern, Professoren, Parteimitgliedern, Geld, Aktien, Optionsscheinen und Hipstern. Es ist die gleiche Welt, die – in einem vielleicht grundlegenderen Sinne – aus Atomen, Protonen, Neutronen und Elektronen, Kohlenstoff, H2O, Zellulosefasern, Zellkernen sowie biologischen Organismen besteht, und in der schwache Wechselwirkungen und Gravitation herrschen. Doch wie passt das alles in einer Gesamtontologie zusammen, d. h. wie verhält sich die Existenz sozialer Phänomene zur Existenz ›natürlicher‹ Phänomene? Geld ist nicht einfach ein Stück Papier oder ein Stück Metall. Es muss von einer autorisierten Notenbank kommen – doch wie passt dann die autorisierte Notenbank in unsere Gesamtontologie? Ein Hipster ist nicht einfach jemand mit einer bestimmten Frisur. Gemeinsam Spaziergehen ist etwas anderes als nebeneinander zu laufen. Und eine soziale Gruppe ist mehr als eine Ansammlung biologischer Organismen. Doch was genau muss hinzukommen? Wir wollen in diesem Seminar der Frage nachgehen, auf welche Weise soziale Institutionen, Objekte und Tatsachen in der Welt sind. Das Seminar ist für Studienanfänger geeignet.

Literatur:
Searle, John (1995): Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit. Zur Ontologie sozialer Tatsachen, Reinbek: Rowohlt 1997.

Weitere Literatur wird im Seminar bekannt gegeben.


[Si] Utopien im Ethik- und Philosophieunterricht
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2018
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 102

Kommentar:

Seit jeher haben sich Philosophen, Literaten, Politiker, Maler, Architekten und Filmemacher nicht nur mit der Realität der existierenden Lebensformen, sondern auch mit dem Ideal möglicher anderer Welten befasst. Modelle einer idealen Gesellschaft entstanden als Gegenentwurf zur Zeitgeschichte und mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung. Die Problemaspekte reichen von Entwürfen einer veränderten sozialen Ordnung, Idealen einer verstärkten Bildung und Forschung, politischer Neuorganisation, einer veränderten Stellung von Religion und Moral, einem geänderten Rollenverständnis von Frau und Mann, Bedeutung und Gestaltung der Arbeit, Technikverherrlichung und Technikfeindschaft.
Diese Vielzahl der Themen weist bereits darauf hin, dass Utopien im Philosophie- und Ethikunterricht in verschiedenen Jahrgangsstufen und unter verschiedenen Themenstellungen behandelt werden können.
Im Verlauf des Semesters wird ein Überblick gegeben über philosophische Texte verschiedener Epochen, utopische Romane, Märchen, Jugendbücher, Utopie in Bild und Film, Anti-Utopien, Sciencefiction sowie gelebte Utopien und deren Einsatzmöglichkeiten im Unterricht .


[Si] Warum handeln wir unbeherrscht? Funktionalistische Überlegungen zu Aristoteles' Theorie der Willensschwäche  (AfK-Nr.: 409/410)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2018
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 105

Kommentar:

Schon wieder konnte Emma nicht widerstehen und hat trotz ihres Vorsatzes, kein einziges Stück Schokolade mehr anzufassen, die vollständige Tafel vernascht. „Ich habe sie gesehen und mir dabei vorgestellt, wie sie langsam auf meiner Zunge schmilzt und ihr Kakao-Aroma entfaltet – da war es um mich geschehen und ich musste zugreifen“, bereut sie später. Was als Alltagsphänomen dem ein oder anderen nicht ganz unbekannt vorkommt mag, analysiert Aristoteles im siebten Buch der Nikomachischen Ethik als Akrasia – umgangssprachlich übersetzt mit Willensschwäche. Wer entgegen eines eigens gefassten Vorsatzes, aufgrund mit diesem Vorsatz konfligierenden Begierden nach körperlichen Lüsten, von dem Vorsatz abkommt und stattdessen eine alternative Handlung vollzieht, die der im Vorsatz gefassten Handlung entgegen steht, handelt nach Aristoteles akratisch. Die Paradoxie der Akrasia enthüllt sich dabei erst bei genauerer Betrachtung: Wie kann ein rationales, durch (meistens gute) Gründe bestimmtes Wesen wie der Mensch, so plötzlich von seinen Wahrnehmungen und Vorstellungen gesteuert werden, dass die Vernunft auszusetzen scheint? Um das Phänomen der Akrasia besser zu verstehen und sie in den Kontext menschlichen Handelns setzen zu können, soll sie – so, wie sie in der Nikomachischen Ethik beschrieben ist – zunächst von klassischen Ansätzen der Willensschwäche differenziert werden. Im Anschluss daran soll ein Verständnis des Phänomens erarbeitet werden, das sich unter anderem funktionalistischen Ansätzen bedient. Mit dem Seminar steht nicht nur in Aussicht, ein aristotelisches Werk besser zu verstehen, sondern zugleich ein Alltagsphänomen, das den menschlichen Charakter so wesentlich betrifft, zu erforschen und damit zusätzlich etwas über uns Menschen als Lustwesen zu lernen. Zuletzt stellt die funktionalistische Perspektive auf die Akrasia als Dysfunktion einen Zugang zu dem Phänomen dar, der geeignet sein könnte, die Akrasia in einen zeitgenössischen Theorienkontext einzubetten.


[Si] Was ist Knowledge-How?  (AfK-Nr.: 403/404)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2018
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

Kommentar:

Zu den im Zuge von Untersuchungen über die Natur von Wissen häufig gemachten Voraussetzungen gehört die der Unterscheidbarkeit verschiedener Arten von Wissen. Ein besonderer Fokus liegt hierbei zumeist auf der Unterscheidung zwischen propositionalem oder Tatsachenwissen (z.B. jemandes Wissen, dass Aristoteles ein Schüler Platons war) und Knowledge-How (/Wissen-Wie) (z.B. jemandes Wissen, wie man ein bestimmtes Klavierstück spielt). Zu den in diesem Zusammenhang seit der Jahrtausendwende verstärkt diskutierten Streitfragen gehört die, ob es sich bei dem traditionell als eine Form von Fähigkeit aufgefassten Knowledge-How nicht vielmehr auch 'nur' um eine Form von Tatsachenwissen handelt. Im Seminar werden anhand aktueller Forschungsliteratur verschiedene Positionen zur Natur von Knowledge-How besprochen.


[Si] Was leisten Metaphern?  (AfK-Nr.: 405/406)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2018
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 208

Kommentar:

Metaphern haben im Laufe der Philosophiegeschichte eine beeindruckende Karriere gemacht: Wurden sie zunächst als bloße Mittel der Rhetorik (als abgekürzter Vergleich) betrachtet, versteht die heute dominante linguistisch-kognitive Theorie sie als grundlegende Mittel der Strukturierung unseres Weltzugangs. Dieser Auffassung zufolge ist unser Denken unvermeidlich von Metaphern durchdrungen und die Vorstellung der Möglichkeit nichtmetaphorischen Denkens eine Illusion –schon der erste Satz dieses Textes enthält eine Metapher, denn wörtlich verstanden es sind natürlich Menschen, die Karriere machen und nicht Metaphern. Aber worin genau besteht ihre Leistung und wie bringt sie diese zustande? Leistet sie dasselbe wie ein Vergleich? Hätte ich das, was ich mit Hilfe der Metapher gesagt habe, auch ohne sie sagen können? Im Seminar wollen wir entlang klassischer Texte der Frage nachgehen, was Metaphern auszeichnet und worin ihr Wert für uns liegt. Das Seminar richtet sich eher an fortgeschrittene Studierende.

Literatur:

Aristoteles (Poet.): Poetik, in: Werke in deutscher Übersetzung, Bd. 5, hg. von H. Flashar, übers. und komm. von Arbogast Schmitt, 2. Aufl., Berlin: Akademie Verlag 2011, Kap. 21, (1457b6-33).
Aristoteles (Rhet.): Rhetorik, in: Werke in deutscher Übersetzung, Bd. 3, hg. von H. Flashar, übers. und komm. von Christoph Rapp, Berlin: Akademie Verlag 2002. Buch III, Kap. 2, 4, 10.
Beardsley, Monroe C. (1962): »The Metaphorical Twist«, in: Philosophy and Phenomenological Research Bd. 22, Nr. 3, S. 293-307.
Black, Max (1954): »Metaphor«, in: Proceedings of the Aristotelian Society Bd. 55, S. 273-294.
Black, Max (1979): »How Metaphors Work: A Reply to Davidson«, in: Critical Inquiry Bd. 6, 1982, S. 131-143.
Davidson, Donald (1978): »Was Metaphern bedeuten«, in: Ders.: Wahrheit und Interpretation, Frankfurt/M.: Suhrkamp 1990, S. 343-371.
Gaut, Berry (1997): »Metaphor and the Understanding of Art«, in: Proceedings of the Aristotelian Society Bd. 97, S. 223-241.
Kurz, Gerhard (1982): Metapher, Allegorie, Symbol, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2004.
Johnson, Mark (1987): The Body in the Mind: The Bodily Basis of Meaning, Imagination, and Reason, Chicago und London: University of Chicago Press.
Lakoff, George und Mark Johnson (1980): Metaphors We Live By, Chicago und London: The University of Chicago Press.


[Si] Wie kommt die Wissenschaft zum Wissen?  (AfK-Nr.: 401/402)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2018
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 309

Kommentar:

Die empirischen Wissenschaften gehen von Beobachtungen, speziell von Experimenten oder von Befragungen, aus. Diese Beobachtungen betreffen immer Einzelfälle; dabei ist erstens die Frage, wie sicher die betreffenden Aussagen sind und zweitens, wie man mit Hilfe von statistischen oder anderen Verfahren eine „induktive" Zusammenfassung, d.h. die gewünschten allgemeinen Aussagen, erhält. Erst dann kann man in der Wissenschaftstheorie von der Erklärung mit Hilfe von Theorien, von der Theoriendynamik oder der Falsifikation von Theorien sprechen.

Einführende Literatur:

Hacking, Ian: Einführung in die Phlosophiie der Naturwissenschaften. Stuttgart, 1996 (Reclam), Kapitel 9 und 10.


[Ü] Schulbücher rezensieren (Übung)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2018
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 102

Kommentar:

Schulbücher bilden die Basis des Unterrichtens. Doch was zeichnet ein gutes Schulbuch aus?
Im Seminar und der Übung werden Schulbücher didaktisch und methodisch in kleinen Arbeitsgruppen analysiert. Es werden Rezensionen zu den Neuerscheinungen für Ethik und Philosophie/ Sek I und Sek. II verfasst und die Ergebnisse im Seminar präsentiert.
Das Schreiben der Rezensionen und die Überarbeitungsprozesse in einem offenen Peer-Review--Verfahren schulen die Schreibkompetenz der Teilnehmer/innen.


[Tut] Tutorium Einführung in die Praktische Philosophie (L2)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

[Tut] Tutorium Einführung in die Praktische Philosophie L3 (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

[Tut] Tutorium Einführung in die Praktische Philosophie L3 (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

[Tut] Tutorium Einführung in die Theoretische Philosophie (BA/L3) (Gruppe 1)
Freiwillige Veranstaltung.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

[Tut] Tutorium Einführung in die Theoretische Philosophie (BA/L3) (Gruppe 2)
Freiwillige Veranstaltung.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

[Tut] Tutorium Einführung in die Theoretische Philosophie (BA/L3) (Gruppe 3)
Freiwillige Veranstaltung.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

[Tut] Tutorium Philosophische Ethik L1 (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

[Tut] Tutorium Philosophische Ethik L1 (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

[Tut] Tutorium zur Einführung in das philosophische Argumentieren (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

[Tut] Tutorium zur Einführung in das philosophische Argumentieren (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

[Koll] Aktuelle Forschungsfragen und Projekte (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2018
wöchentlich Mi. 18:00 - 20:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

[Koll] Aktuelle Forschungsfragen und Projekte (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2018
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

Kommentar:

Das Oberseminar wendet sich an Fortgeschrittene. Wir lesen neuere Texte aus der Theoretischen Philosophie – insbesondere rund um die anthropologische Frage nach dem angemessenen Verständnis unserer menschlichen Lebensform(en) – und diskutieren laufende Projekte (Abschlussarbeiten, Dissertationen) aus dem Kreis der Teilnehmer_innen.
Das Programm wird zu Semesterbeginn gemeinsam festgelegt.
Um Voranmeldung wird gebeten.


[Koll] Probleme und Perspektiven der praktischen Philosophie
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2018
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 207

Kommentar:

In dem Forschungskolloquium werden ausgewählte aktuelle Beiträge zu allen Themengebieten der praktischen Philosophie erarbeitet und diskutiert. Es steht allen an forschungsnahen Themen und Diskussionen der Praktischen Philosophie interessierten fortgeschrittenen Studierenden offen.

In diesem Semester ist der Themenschwerpunkt „Demokratie und Wissenschaft“; wir werden mit Texten von Philip Kitcher arbeiten (Science in a Democratic Society, 2011)


[Pj] Projekt: Kognitive und normative Orientierung
individuelle Termine
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

[Pj] Projekt: Konstruktion und Argumentation
individuelle Termine
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

[Pj] Projekt: Kritik und Reflexion
individuelle Termine
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

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