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Vorlesungsverzeichnis: SoSe 2018

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Gender in der Lehre

Adresse:
Goethestraße 58
35390 Gießen
www.uni-giessen.de/cms/org/beauftragte/frb


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Legende

 
[Vl] Einführung in die Volkswirtschaftslehre/Mikroökonomie für Nebenfachstudierende (Vorlesung)  (02-Wiwi:NF/B-VWL-1)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 10.04.2018
wöchentlich Di. 08:30 - 10:00 Uhr,  Alter Steinbacher Weg 44, 012 (Vorlesung)

Zielgruppen:
WiWi NF,  |  AFK,

[Si] Seminar Statistik und Ökonometrie  (02-VWL:MSc-Seminar)
Feministisch-kritisches Denken in Wirtschaftstheorie und Wirtschaftsethik
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
Vorbesprechung: Do. 19.04.2018, 14.00 - 16.00 Uhr, Licher Str. 68, 024 (HS 024)
4 Einzeltermine
Do. 19.04.2018,14.00 - 16.00 Uhr   (Vorbesprechung) Licher Str. 68, 024 (HS 024)
Do. 28.06.2018,08.00 - 16.00 Uhr   Licher Str. 68, 021 (HS 021, Gerichtssaal)
Fr. 29.06.2018,09.00 - 18.00 Uhr   Licher Str. 68, 45
Sa. 30.06.2018,09.00 - 18.00 Uhr   Licher Str. 68, 45

Zielgruppen:
M.Sc. BWL (4 Semester) , WvV, o. Sem  |  M.Sc. VWL (4 Semester), WvV, o. Sem  |  M.Sc. BWL (2 Semester), WvV, o. Sem  |  M.Sc. VWL (2 Semester), WvV, o. Sem  |  Gender in der Lehre

Kommentar:

Die Anmeldung zum Seminar erfolgt über das S3C. Nachmeldungen sind bei Johannes Lips per E-Mail möglich.


[Si] 100 Jahre Frauenwahlrecht
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. II E 112

Zielgruppen:
SoSc Ba,WPV, 4./6. Sem  |  GuK Pol Ba, WPV, 4./6. Sem  |  SLK Pol Ba, WPV, 4./6. Sem  |  Ggr BSc, WPV, 4./6. Sem  |  VWL Ba, WPV, 4./6. Sem  |  BWL Ba, WPV, 4./6. Sem  |  B.Sc WiWi, WPV, 4./6. Sem  |  AB Ba, WPV, 4./6. Sem  |  L2,3,BBB,5, WPV, 4./6. Sem

Kommentar:

Nach über einem Jahrhundert politischer Kämpfe erhalten im November 1918 Frauen in Deutschland endlich das Wahlrecht und dürfen am 19.01.1919 zum ersten Mal auf nationaler Ebene wählen. Allen frauenfeindlichen Warnungen zum Trotz ist die Wahlbeteiligung kaum geringer als jene der Männer. In die Nationalversammlung der Weimarer Republik ziehen mit 8,7% Frauenanteil so viele Frauen ein, wie erst der 9. Deutsche Bundestag 1980 mit 8,5% Frauenanteil wieder erreicht. Über sechzig Jahre später!
In diesem Seminar möchte ich mit Ihnen gemeinsam ein lehr-forschendes Abenteuer wagen: Ich möchte nicht schlicht die historischen Ereignisse nachvollziehen oder alte (zum Teil ausgesprochen lesenswerte) Streitschriften fürs Frauenstimmrecht diskutieren oder zornige englische Suffragetten bewundern, sondern fragen und mit Ihnen gemeinsam erarbeiten, was dieses bedeutende Jubiläum (das sogar im Entwurf des Koalitionsvertrages der GroKo (S. 169) ausdrücklich vermerkt ist) für Sie heute bedeutet oder bedeuten könnte. --- Prüfungsleistungen: a) regelmäßige Anwesenheit; b) wir entscheiden (ausnahmsweise) gemeinsam über Seminarplan und Prüfungsleistungen - Veranstaltung? Ausstellung? Buch? Film?


[Si] Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft
Blockseminar / in Kooperation mit der Bildungsstätte Anne Frank FFM
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine
Di. 10.04.2018,18.00 - 20.00 Uhr   Phil. II E 106
Sa. 05.05.2018,10.00 - 18.00 Uhr   Phil. II E 101
Mo. 07.05.2018,10.00 - 18.00 Uhr   Bildungsstätte Anne Frank, Frankfurt
Mo. 25.06.2018,10.00 - 18.00 Uhr   Bildungsstätte Anne Frank, Frankfurt

Zielgruppe:
L2,3,BBB,5, WPV, 6. Sem

Kommentar:

Die Sicht- und Sagbarkeit von Antisemitismus hat sich in jüngster Zeit dramatisch verschärft. Die Zunahme antisemitisch motivierter Gewalttaten sowie die Normalisierung von antisemitischen Denk- und Diskursfiguren scheinen den gesellschaftlichen Konsens brüchig werden zu lassen, dass Antisemitismus im postnationalsozialistischen Deutschland konsequent zu ächten und zu bekämpfen sei. In der Neuen Rechten konvergieren antisemitische, rassistische und antidemokratische Kräfte, die, flankiert von rechtsextremen Intellektuellen, Verlagen und Teilen der AfD, ein Ende des sogenannten deutschen ‚Schuldkultes‘ einfordern. Jüngere Umfragen zeigen jedoch auch, dass antisemitische Einstellungen bis weit in die bürgerlich-liberale Mitte hineinreichen. Gleichzeitig wird angesichts der zunehmenden Präsenz von Migrant*innen und Geflüchteten aus Ländern mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung vor dem Import eines ‚neuen‘ Antisemitismus gewarnt und über didaktische Zwangsmaßnahmen für muslimisch markierte Menschen diskutiert. Vor dem Hintergrund dieser komplexen politischen Gegenwartskonstellation wendet sich das Seminar aktuellen Erscheinungsformen von Antisemitismus zu und fragt danach, wie diesen in der politischen Bildungsarbeit begegnet werden kann. Gemeinsam mit der Bildungsstätte Anne Frank werden im Seminar Grundlagen antisemitismus- und rassismuskritischer politischer Bildung erarbeitet. Anhand zweier aktueller gesellschaftlicher Diskurse – „Israelkritik“ und „muslimischer Antisemitismus“ – werden dabei insbesondere israelbezogener Antisemitismus sowie islamisierter Antisemitismus im Mittelpunkt stehen. Neben der Selbstreflexion der Teilnehmenden hinsichtlich ihrer eigenen Haltung und Positionierung und der Sensibilisierung für die Perspektiven von Betroffenen soll auch die kritische Auseinandersetzung mit Verschränkungen und Unterschieden von Antisemitismus und Rassismus in der Migrationsgesellschaft gestärkt werden. Neben klassischen Lehrformen werden das neue interaktive Lernlabor "Anne Frank. Morgen mehr" sowie didaktische Methoden und Lehrmaterialien der Bildungsstätte Anne Frank zum Einsatz kommen.

Kooperationspartnerin: Bildungsstätte Anne Frank, externhttp://www.bs-anne-frank.de
Beteiligte Mitarbeiter*innen: Dr. Meron Mendel, Deborah Krieg, Saba-Nur Cheema

Teilnahmevoraussetzungen:
Das Seminar wird als Blockseminar durchgeführt und ist auf 25 teilnehmende Studierende begrenzt. Neben der Teilnahme an allen Blockterminen, die an der Justus-Liebig-Universität Gießen und in den Räumen der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt am Main stattfinden, ist die Bereitschaft zur intensiven und eigenständigen Auseinandersetzung mit den Inhalten, der Literatur und den didaktischen Methoden des Seminars erforderlich.

Einzeltermine:
Di, 10.04.2018, 18-20h, JLU Gießen
Sa, 05.05.2018, 10-18h, JLU Gießen
Mo, 07.05.2018, 10-18h, BS Anne Frank (Frankfurt)
Mo, 25.06.2018, 10-18h, BS Anne Frank (Frankfurt)

Bei Interesse kann in Vorbereitung auf das Blockseminar optional der Studientag "Doppelte Perspektive - Antisemitismus- und rassismuskritische Bildung?" der Evangelischen Akademie Frankfurt besucht werden (externhttp://www.evangelische-akademie.de/kalender/doppelte-perspektive).

Vorleistung:
Reflexionspapier

Leistungsnachweis:
Gruppenpräsentation und Teilnahme an der Modulabschließenden Prüfung

Einführende Literatur:

Amadeu Antonio Stiftung (2017): Lagebild Antisemitismus 2016/2017.externhttps://www.amadeu-antonio-stiftung.de/w/files/pdfs/aktionswochen/lagebild-deutschland-internet.pdf
Amira (2010): Pädagogische Ansätze zur Bearbeitung von Antisemitismus in der Jugendarbeit: Die Ergebnisse des Modellprojekts „amira – Antisemitismus im Kontext von Migration und Rassismus“, hg. vom Verein für demokratische Kultur in Berlin e.V., Berlin.
Brumlik, Micha (2016): Pädagogische Reaktionen auf Antisemitismus, in: Braun, Stephan/Geisler, Alexander/Gerster Martin (Hg.): Strategien der extremen Rechten. Hintergründe – Analysen – Antworten. Wiesbaden: Springer VS.
El-Tayeb, Fatima (2016): Deutsche Normalisierung, Islamophobie und muslimischer Antisemitismus, in: dies.: Undeutsch. Die Konstruktion des Anderen in der postmigrantischen Gesellschaft. Bielefeld: transcript.
Mendel, Meron/Messerschmidt, Astrid (Hg.; 2017): Fragiler Konsens. Antisemitismuskritische Bildung in der Migrationsgesellschaft. Frankfurt am Main: Campus.
Salzborn, Samuel (2014): Antisemitismus: Geschichte, Theorie, Empirie. Baden-Baden: Nomos.
Shooman, Yasemin (2014): „...weil ihre Kultur so ist“. Narrative des antimuslimischen Rassismus. Bielefeld: transcript.
Stender, Wolfram/Follert, Guido/Özdogan, Mihri (Hg.; 2010): Konstellationen des Antisemitismus. Antisemitismusforschung und sozialpädagogische Praxis. Wiesbaden: Springer VS.
Zick, Andreas/Hövermann, Andreas/Jensen, Silke/Bernstein Julia (2017): Jüdische Perspektiven auf Antisemitismus in Deutschland. Ein Studienbericht für den Expertenrat Antisemitismus. Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung, Universität Bielefeld. externhttps://uni-bielefeld.de/ikg/daten/JuPe_Bericht_April2017.pdf


[Si] Berühmte DemokratietheoretikerInnen über Erziehung
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.04.2018
wöchentlich Fr. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. II E 104

Zielgruppen:
L1,2, PV, 6. Sem  |  L3,5, PV, 8. Sem

Kommentar:

Nicht wenige bedeutende Politische TheoretikerInnen haben sich in den vergangenen Jahrhunderten neben dem Hauptfeld ihrer Interessen - dem Entwurf und der Entwicklung demokratischer Konzepte - ausführlich mit Erziehungsfragen befasst. Das ist wenig erstaunlich, gehören doch mündige und gebildete StaatsbürgerInnen zu den wichtigsten Garanten für das Funktionieren einer Demokratie. Im Rahmen der Einführungsveranstaltung zur Politischen Bildung wurde einer jener KlassikerInnen bereits kurz angesprochen: John Dewey. Neben Auszügen aus Deweys Werk "Demokratie und Erziehung" (1916) werden wir weitere Schriften bedeutender neuzeitlicher DemokratietheoretikerInnen, die sich mit Erziehung und Bildung befassen, gemeinsam diskutieren. Auf dem Programm stehen Auszüge aus John Lockes „Gedanken über Erziehung“ (1693), Jean-Jacques Rousseaus "Emil oder Über die Erziehung" (1762), Mary Wollstonecrafts Streitschrift für gleiche Bildungschancen "Ein Plädoyer für die Rechte der Frau" (1792), John Stuart Mills „Über die Freiheit“ (1859) und Hannah Arendts „Die Krise in der Erziehung“ (1958). Bitte bringen Sie Interesse für die Lektüre alter Texte mit! --- Prüfungsleistungen: a) regelmäßige Anwesenheit; b) Hausarbeit zehn Seiten; Abgabetermin: 30.09.2018.


[Vl] Current Queer and Feminist Approaches in the Study of De/Coloniality
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2018
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr,  Alter Steinbacher Weg 44, Raum 012

Zielgruppen:
SoSc Ba, PV, 4./6. Sem  |  GuK Pol Ba, WPV, oSem  |  SLK Pol Ba, WPV, oSem  |  AB Ba, WPV, oSem  |  AB Ma, WPV, oSem  |  Ggr BSc, WPV, oSem  |  BWL Ba, PV/WPV, oSem  |  VWL Ba, PV/WPV, oSem  |  GuK Soz, WPV, oSem  |  SLK Soz, WPV, oSem  |  BFK Ba, WPV, oSem

Kommentar:

Die Vorlesungsreihe unter dem Titel „Queer and Feminist Approaches in the Study of Coloniality and Racism“ findet in Kooperation mit dem „Research Network in Queer Studies, Decolonial Feminisms and Cultural Transformations“ (QDFCT) statt. Die Vorlesungsreihe wird in aktuelle queer und feministische Zugänge zur Analyse von Rassismuns und Kolonialität einführen. Wir freuen uns, dass wir als Vortragende Kolleg*innen des IfS und IfP der JLU sowie Wissenschaftler*innen der University of Manchester, Universität Wien, der J.W.-Goethe Universität, Universität Kassel und der Alice Salomon Hochschule begrüßen können. Die Vorlesungsreihe wird auf Englisch oder Deutsch stattfinden.


[Si] Einführung in die empirische Sozialforschung am Beispiel von Bildungsforschung
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr,  Alter-Steinbacher Weg / Raum 303

Zielgruppe:
L2,3,BBB,5, WPV, 6. Sem

Kommentar:

Das Seminar führt in zentrale qualitative und quantitative Methoden sozialwissenschaftlicher Forschung am Beispiel von bildungsrelevanten Fragestellungen ein. Zunächst geht es um konzeptionelle Grundlagen sowie um die gängigsten sozialwissenschaftlichen Erhebungsmethoden in diesem Zusammenhang, wie z.B. qualitative Interviews, Gruppendiskussionen oder standardisierte Befragungen. Es werden Fragestellungen von Forschungsvorhaben, die Phasen des Forschungsprozesses und die Herausforderungen bei der Forschungsarbeit im Bildungsbereich erarbeitet und diskutiert.
Lernziel: Am Ende des Seminars kennen Sie wichtige sozialwissenschaftlichen Methoden und können Sie hinsichtlich ihrer Brauchbarkeit für Forschungsvorhaben im schulischen Bereich bewerten, diskutieren und anwenden.


[P Si] Einführung in feministische und queer Theorie
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.04.2018
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil II, E101

Zielgruppen:
SoSc Ba, WPV, GS  |  AB Ba, WPV, GS  |  BFK Ba, WPV, oSem  |  L2,L5: WPV, oSem  |  L3, UF Sozk, WPV, oSem  |  VWL Ba, WPV, oSem  |  BWL Ba, WPV, oSem  |  Ggr BSc, WPV, oSem  |  GuK Ba, WPV, oSem  |  AB Ma, WPV, oSem

Kommentar:

Dieses Proseminar führt auf der Grundlage der Vorlesung „Queer and Feminist Approaches in the Study of Racism and Coloniality“ in die Geschlechterforschung, Gender Studies und Queer Studies ein. Wir werden mit einer intersektionalen Perspektive arbeiten und insbesondere die Verschränkung von Geschlecht, Sexualität, Klasse, Migration und Rassismus betrachten. Der Besuch von sechs bis sieben Vorträge in der Vorlesung bilden eine Voraussetzung für die erfolgreiche Teilnahme an diesem Proseminar. Im Proseminar werden von den Referent*innen vorgeschlagenen Texte gelesen. Zudem findet eine Vor- und Nachbereitung der Vorträge statt. In kleine Gruppen wird jeweils eine Referentin, ihre Forschungsthematik und ein bis zwei exemplarische Texte vorgestellt. Im Zusammenhang mit dem Vortrag und den Texten werden Fragen bzw. Problemstellungen diskutiert. Die Präsentation muss schriftlich ausgearbeitet werden und bis zum 15.09.2018 abgegeben werden.


[P Si] Männer, Frauen, Politik, Demokratie
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 11.04.2018
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. II E 207

Zielgruppen:
L1,2, WPV, 4. Sem  |  L3,BBB,5, WPV, 6. Sem

Kommentar:

Freiheit, Gleichheit und Geschwisterlichkeit sind die zentralen Fundamente moderner demokratischer Gesellschaften. Weil Lehrer und Lehrerinnen keineswegs nur WissensvermittlerInnen sein sollen, sondern als RepräsentantInnen des demokratischen Staates zugleich der nächsten Generation demokratische Werte näherbringen müssen, brauchen Lehramtsstudierende entsprechendes Wissen, zumal in schwierigen Zeiten. Angesichts unserer krisenhaften Gegenwart und des Erstarkens antidemokratischer Bewegungen und Haltungen ist das Engagement für die Demokratie sogar notwendiger denn je. Dazu braucht es Basiswissen über Demokratiefragen: Ideengeschichte, Geschlechterpolitik, Partizipationschancen, Diskriminierungskritik. Einige wichtige Aspekte davon werden wir bearbeiten. --- Prüfungsleistungen: a) regelmäßige Anwesenheit; b) Hausarbeit acht Seiten oder (Gruppen-)Referat plus vier Seiten schriftliche Ausarbeitung pro Person; Abgabetermin: 15.08.2018.


[Si] Rousseau lesen
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.04.2018
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. II E 106

Zielgruppe:
L2,3,BBB,5, WPV, 6. Sem

Kommentar:

Jean-Jacques Rousseau (1712 bis 1778) gehört zu den bedeutenden Vertragstheoretikern in der politiktheoretischen Ideengeschichte der europäischen Neuzeit. Rousseaus Werk beschäftigt uns bis heute intensiv, denn es ist scharf kritisch gegenüber der Repräsentation, konzipiert das Ideal des Gemeinwohls, feiert die ursprüngliche Freiheit des Menschen und diskutiert die Natur der Bildung in Kindheit und Jugend. Wir werden in diesem Lektürekurs drei zentrale Texte Rousseaus in größeren Auszügen gemeinsam erarbeiten: a) Rousseaus Bild des Naturzustandes in „Diskurs über die Ungleichheit“ (1755), b) das vertragstheoretische Hauptwerk „Vom Gesellschaftsvertrag“ (1762) und c) die berühmte pädagogische Schrift „Emil oder Über die Erziehung“ (1762). --- Prüfungsleistungen: a) regelmäßige Anwesenheit; b) Klausur MAP am 09. August 2018: ein Drittel (d.h. vier Seiten) der MAP PoWi M7.


[Si] Diakonie im Neuen Testament  (AfK-Nr.: 180)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 11.04.2018
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. II, H 205

Kommentar:

Was bedeutet Diakonie im Neuen Testament? Seit der Studie von John Collins zum Thema aus dem Jahr 1990 wurde der Begriff einer tiefgreifenden Revision und Neubestimmung unterzogen. Anders als es die moderne Diakonie nahelegt, steht diakonia im Neuen Testament vor allem für den Verkündigungsdienst und ist dem Apostolat verwandt. DiakonInnen sind im Neuen Testament mehrheitlich Menschen, die im Auftrag Christi die Versöhnung verkündigen (2 Kor 5,18-20). Paulus bezeichnete sich selbst bevorzugt als diakonos Christi ebenso wie seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter. In diesem Seminar werden die wichtigsten Texte zum Thema einer genaueren Betrachtung unterzogen und auf mögliche Bedeutungsverschiebungen hin untersucht. Dabei wird auch der Frage nach der Rolle von Frauen in diesem Bereich nachgegangen, denn aktuell sind in der Mehrheit der christlichen Kirchen Frauen von diesem Amt ausgeschlossen.


Literatur:
Collins, John N., Diakonia. Re-interpreting the Ancient Sources, New York / Oxford 1990.
Hentschel, Anni, Diakonia im Neuen Testament. Studien zur Semantik unter besonderer Berücksichtigung der Rolle der Frauen (WUNT II 226), Tübingen 2007.


[Si] Liebe und Sexualität im Alten Testament
Blockveranstaltung/ Termine u. Raum offen
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine
Alle Termine in: Phil. II, H 215
Fr. 04.05.2018,14.00 - 19.00 Uhr  
Sa. 05.05.2018,10.00 - 18.00 Uhr  
Fr. 08.06.2018,14.00 - 19.00 Uhr  
Sa. 09.06.2018,10.00 - 18.00 Uhr  

Kommentar:

Liebe, Leidenschaft und Lust werden auch in der Bibel thematisiert. Dabei vermittelt das Alte Testament, worauf in diesem Seminar der Schwerpunkt liegt, ein durchaus ambivalentes Bild: Während etwa das Hohelied Schönheit und Erotik preist, gehört Sexualität im System der Reinheitsvorschriften zum Hauptbereich von Verunreinigung. Stets wird in den biblischen Texten jedoch deutlich, dass von Liebe und Sexualität Kraft ausgeht – Kraft die heilen oder schaden kann.
Im Rahmen des Seminars werden zunächst grundsätzliche Vorstellungen von Geschlecht, Körperlichkeit, Schönheit usw. geklärt. Im Zentrum stehen anschließend alttestamentliche Texte zu unterschiedlichen Aspekten von Liebe und Sexualität – die Bandbreite reicht von gesetzlichen Regelungen der Sexualität (in Ex, Lev, Dtn) über sexuelle Gewalt (z.B. die Erzählung von Tamar und Amnon, 2 Sam 13) bis hin zu Homosexualität. Biblische Liebespaare, Prostitution und Inzest werden in den Blick genommen. Intensiver beschäftigen werden wir uns außerdem mit dem Hohelied, einer Sammlung von erotischen Liebesliedern.
Schließlich wird es auch darum gehen, das Thema „Liebe und Sexualität in der Bibel“ im Religionsunterricht zu reflektieren.

Literatur:
Literatur wird im Seminar bekannt gegeben.


[Si] Sex und Gender bei Paulus  (AfK-Nr.: 180)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 09.04.2018
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. II, H 210

Kommentar:

Paulus ist bekannt für seine frauen- und homosexualitätsfeindlichen Äußerungen (1 Kor 6,9; 14,33b-36; Röm 1,26f). Diese werden einer genaueren Analyse unterzogen, kontextualisiert und mit anderen paulinischen Aussagen in Beziehung gesetzt, was überraschende Ergebnisse bereithält. Das Seminar diskutiert die Thematik im Kontext aktueller Gender- und LGBT-Diskurse sowie einer kritischen Bibelhermeneutik.
Literatur:
Jorunn Okland, Women in Their Place. Paul and the Corinthian Discourse of Gender and Sanctuary Space, London / New York 2004.
Holger Tiedemann, Die Erfahrung des Fleisches. Paulus und die Last der Lust, Stuttgart 1998.


[Vl] Beyond Gender: From Proto-Feminism to Queer Decolonial Feminist Practice and Theory
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 09.04.2018
wöchentlich Mo. 18:00 - 20:00 Uhr,  Phil. I, A 3

Zielgruppen:
MFKW Ba, PV/WPV, Sj 1/2/3  |  NFF Ba, PV/WPV, Sj 1/2/3  |  SLK Ba, PV/WPV, Sj 1/2/3  |  GuK Ba, PV/WPV, Sj 1/2/3  |  L 2,3,5, PV/WPV, Sj 2  |  L 1, PV/WPV, Sj 3  |  MFKW Ma, PV/WPV, Sj 1  |  NFF Ma, PV/WPV, Sj 1  |  SLK Ma, PV/WPV, Sj 1  |  GuK Ma, PV/WPV, Sj 1  |  L 3, PV/WPV, Sj 4

Kommentar:

This series of interactive lectures offers an overview of the history of feminism and Women’s Studies, gender theory, Lesbian and Gay Studies, Masculinity Studies, queer* and transgender theory and advocacy as well as the variety of feminist, gender, and sexuality-related research being practiced now. One of our questions shall be how the theories behind the feminist and queer* movements have intersected with their practical politics. The lecture series will concentrate on Anglo-American developments. Yet note shall be also made of the very different history of feminism here in Germany as well as critiques of feminism that have come from outside of the Global North.


[Si] Republican Heroes: American Presidents in Poetry and Song, 1789-1865
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 09.04.2018
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil I, B 005

Zielgruppen:
NFF Ba, PV/WPV, Sj 2/3  |  MFKW Ba, PV/WPV, Sj 2/3  |  SLK Ba, PV/WPV, Sj 2/3  |  GuK Ba, PV/WPV, Sj 2/3  |  L 2,3,5, PV/WPV, Sj 3  |  L 3, PV/WPV, Sj 4

Kommentar:

The seminar is highly demanding in that it expects independent, original research to be performed by students. It uses an online database of more than 1,000 poems in order to discuss the way in which images of presidents were constructed through poetry. One of our interests will be the masculine roles and ideals that these texts promote, not only as models for Presidents but by extension also for the citizens of the Republic. Most poems and songs are not canonical and have not been discussed before - hence a lot of original work will be needed. Check out the database (Poems on American presidents, 1789-1865, externhttps://freidok.uni-freiburg.de/data/11123) and the single publication to date that uses the collection (Michael Butter, "Der Washington-Code: Zur Heroisierung amerikanischer Praesidenten, 1775-1865").


[Si] The Pornification of Culture
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 09.04.2018
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil I, B 410

Zielgruppen:
MFKW Ma, PV/WPV, Sj 1/2  |  MLL Ma, PV/WPV, Sj 1  |  NFF Ma, PV/WPV, Sj 1  |  SLK Ma, PV/WPV, Sj 1/2  |  GuK Ma, PV/WPV, Sj 1/2  |  L3, PV/WPV, Sj 4  |  ATW Ma, WPV, 1.-4. Sem.

Kommentar:

Porn, this seminar maintains, has gone mainstream. Its tropes and narratives increasingly appear as unmarked in everyday culture. This pornification of Western post-industrial cultures includes the emergence of phenomena such as do-me or fuck-me feminism, erotic capital, and the sporno (sport + porn) body type as a new masculine ideal. In terms of cultural practices, this trend comprises the visual self-stylization of one’s fuckability particularly in digital forums. For women and girls, this quality is attested to in Facebook and other forums through poses featuring pursed lips, deep breast and bottom cleavage, and come-hither facial expressions. For men, this trend is manifested in selfies that feature the subject’s hairless six or eight pack abdomen, juxtaposed above his open pants. It is also manifested in pole dancing having become a regular form of sport.
The seminar shall analyze specific texts in which porn tropes and narratives are carried over into mainstream culture and are thereby commodified or re-commodified. These texts include popular singers such as the US American Nicki Minaj’s highly sexualized video Anaconda (2014) or the Swedish singer Tove Lo’s short film Fairy Dust (2016), in which the singer is filmed while masturbating. We shall also examine the adaption of porn tropes in various forms of self-fashioning, such as selfies.
The pornification of culture has been variously described as “the rise of raunch culture” (Ariel Levy 2005), “the new sexism” (Rosalind Gill, 2011), or as “the diversification of the pornographic” (Susanna Paasonen 2014). The seminar shall discuss these theoretical texts to better comprehend why porn has become so ubiquitously visible that its presence is rendered invisible due to its regularity.


[M] Familie und Gesellschaft  (BK 44 Ö)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 11.04.2018
wöchentlich Mi. 09:00 - 12:00 Uhr,  Bismarckstr. 37, AUB 1
2 Einzeltermine
Alle Termine in: Mobiler Hörsaal Licher Straße
Mi. 11.07.2018,08.30 - 10.00 Uhr   (Klausur)
Mi. 10.10.2018,08.30 - 10.00 Uhr   (Klausur)

Zielgruppen:
BK Ö, Sj 1  |  BBB Ba, Sj 1

[M] Gender und Ernährung  (MP 103)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
Vorbesprechung: Fr. 13.04.2018, 15.00 - 17.00 Uhr, Senckenbergstr. 03 (Zeughaus), 003 (Ze-S3/EG)
10 Einzeltermine
Alle Termine in: Senckenbergstr. 03 (Zeughaus), 003 (Ze-S3/EG)
Fr. 13.04.2018,13.00 - 15.00 Uhr   (Vorbesprechung)
Fr. 13.04.2018,15.00 - 17.00 Uhr   (Vorbesprechung)
Fr. 25.05.2018,13.00 - 18.00 Uhr  
Sa. 26.05.2018,09.00 - 17.00 Uhr  
Fr. 01.06.2018,13.00 - 18.00 Uhr  
Sa. 02.06.2018,09.00 - 18.00 Uhr  
Fr. 15.06.2018,13.00 - 18.00 Uhr  
Sa. 16.06.2018,09.00 - 17.00 Uhr  
Fr. 22.06.2018,13.00 - 18.00 Uhr  
Sa. 23.06.2018,09.00 - 17.00 Uhr  

Zielgruppe:
MP, Sj 1/2

[M] Haushalts-, Familien- und Gendertheorien  (MK 78 ÖK)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 10.04.2018
wöchentlich Di. 09:00 - 13:00 Uhr,  Bismarckstr. 37, AUB 3

Zielgruppe:
MK ÖK, Sj 1

[Kurs] Interdisziplinäre Schädelbasischirurgie
1 st. , täglich möglich, Zeit nach Vereinbarung unter ulricke.bockmuehl@klinikum-kassel.de oder wolfgang.deinsberger@klinikum-kassel.de
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

Zielgruppe:
HM, WV, Klin

[Si] Vertiefungsseminare mit wechselnden Themen im SPC Global Health  (Modul 7-9 im SPC Global Health)
Blockseminare: Nach Vereinbarung, 1 SWS; Ausschließlich für Studierende im SPC Global Health Anmeldung /Infos unter: http://www.uni-giessen.de/fbz/fb11/studium/medizin/klinik/spc/spc-global
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

Zielgruppe:
HM, KS

[Si] Gender- und Diversitykompetenz  (AfK-Nr. 422 (2 CP), AfK-Nr. 421 (1 CP))
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
3 Einzeltermine
Sa. 21.04.2018,10.00 - 18.00 Uhr   Lokal International (Eichendorffring 111)
So. 22.04.2018,10.00 - 18.00 Uhr   Lokal International (Eichendorffring 111)
Mo. 23.04.2018,10.00 - 18.00 Uhr   Exkursion

Kommentar:

Ziel dieses Seminars ist es, die TeilnehmerInnen über die Geschlechterverhältnisse und andere Aspekte von Vielfalt in der Gesellschaft zu informieren und sie für mögliche Diskriminierungsmechanismen zu sensibilisieren. Hierbei werden nach einer Reflexion des persönlichen Bezugs zu dem Thema wichtige Hintergrundinformationen zu den rechtlichen Grundlagen und dem aktuellen Stand der Gleichstellung und Antidiskriminierung geliefert. Anschließend liegt der Fokus auf verschiedenen Faktoren, die Geschlechterhierarchien und Diskriminierung festigen und mögliche Diskriminierungen hervorrufen (z. B. Stereotype, Sexismus, Rassismus, aber auch strukturelle Rahmenbedingungen), sowie auf möglichen gleichstellungspolitischen und Antidiskriminierungsstrategien, wie dem Gender Mainstreaming und Diversity Management.

Abschließend erhalten Sie im Rahmen einer Exkursion in unterschiedliche Organisationen und Unternehmen Einblick in die praktische Anwendung von Gender- und Diversitykompetenz.

Die Veranstaltung wird mit bestanden/nicht bestanden abgeschlossen. Je nachdem, ob Sie ein Referat halten oder nicht, werden 1 oder 2 CP angerechnet.


nach oben | Kontakt: evv@uni-giessen.de