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Vorlesungsverzeichnis: WiSe 2018/19

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Fachbereich 04: Geschichts- und Kulturwissenschaften - Gliederung nach anbietenden Einrichtungen - Geschichte

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[Vl] Einführung in die Griechische Geschichte
Klausurtermin: 13.02.2019
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2018
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr,  Phil. I, A 3

[Vl] Von der Klassik zum Hellenismus: Griechenland im 4. Jh. v.Chr.
Klausurtermin: 14.02.2019
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2018
wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr,  Phil. I, A 4

[Vl] Adel im Früh- und Hochmittelalter
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2018
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, A 5

Kommentar:

Klausurtermin: 12.02.2019.
Die rechtliche Differenzierung zwischen Freien und Unfreien charakterisiert die Sozialgeschichte der meisten mittelalterlichen Gesellschaften. Der Stand der Freien differenziert sich darüber hinaus in adlige und nichtadlige Freie. Die Ausübung von weltlichen Herrschaftsrechten ist dabei zumeist dem Adel vorbehalten, der neben den kirchlichen Institutionen (Klöster, Stifte, Bischöfe) als Herrschaftsträger agiert und verschieden abgestufte Besitzrechte an unfreien Menschen sowie an materiellen Ressourcen haben kann. Soweit zur idealtypischen Beschreibung. Schwieriger zu beantworten sind Fragen nach der Entstehung von Adel, nach dem Verhältnis zwischen rechtlichem, sozialem und wirtschaftlichem Status von Adligen im Vergleich zu Nichtadligen sowie nach den Ursachen und Formen sozialer Mobilität, die die Grenzen zwischen Adel und Nichtadel durchlässig machen. Die Vorlesung bietet eine Einführung in dieses Themenfeld und setzt Schwerpunkte im Früh- und Hochmittelalter (5.-13. Jh.).

Literatur: Art. „Adel“, in: Lexikon des Mittelalters, Band I (1980), Sp. 118-141. – Art. „Adel“, in: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte, Band I (2., völlig neu bearb. Aufl. Berlin 2008), Sp. 69-76. – Art. „Adel“ in: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde, Band I (Berlin-New York 1973), S. 58-77. – Ehlers, Joachim: Die Ritter. Geschichte und Kultur, München 2006. – Hechberger, Werner: Adel, Ministerialität und Rittertum im Mittelalter (Enzyklopädie deutscher Geschichte 72), 2. Aufl. München 2010. – Nobilitas. Funktion und Repräsentation des Adels in Alteuropa, hg. von Otto G. Oexle und Werner Paravicini, Göttingen 1997. – Oexle, Otto G.: Aspekte der Geschichte des Adels im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit, in: Europäischer Adel 1750-1950, hg. von Hans-Ulrich Wehler, Göttingen 1990, S. 19-56. – Rösener, Werner: Adelsherrschaft als kulturhistorisches Phänomen. Paternalismus, Herrschaftssymbolik und Adelskritik, in: Historische Zeitschrift 268 (1999), S. 1-34. – Spieß, Karl-Heinz: Rangdenken und Rangstreit im Mittelalter, in: Zeremoniell und Raum, hg. von Werner Paravicini, Sigmaringen 1997, S. 39-61. – Werner, Karl Ferdinand: Adel – „Mehrzweck-Elite“ vor der Moderne?, in: Ders.: Einheit der Geschichte. Studien zur Historiographie, Sigmaringen 1999, S. 120-135. – Zotz, Thomas: Adel und Innovation. Neue Verhaltensformen einer alten Elite im hohen und späten Mittelalter, in: Aufbruch im Mittelalter. Innovationen in Gesellschaften der Vormoderne, hg. von Christian Hesse und Klaus Oschema, Ostfildern 2010, S. 231-244.


[Vl] England im 15. Jahrhundert
Klausurtermin: 11.02.2019
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2018
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. I, A 3

Kommentar:

In der Vorlesung wird die Geschichte Englands von der Regierung Richards II. und seiner Absetzung an bis zum Ende Richards III. behandelt. Im Mittelpunkt stehen die politischen und militärischen Ereignisse sowie die verfassungsgeschichtlichen Umbrüche jener Zeit, die durch die sog. "Rosenkriege" im Innern und die letzte Phase des 100jährigen Kriegs nach Außen gekennzeichnet sind. Thematisiert werden damit Ereignisfolgen, die das kollektive Bewußtsein der Briten noch heute prägen.
Literatur wird begleitend angegeben. Zur Einführung:
Keen, M. H., England in the Later Middle Ages. A political history, London 1973 (und weitere Auflagen); Harriss, G. L., Shaping the Nation: England 1360-1461, Oxford 2005; Krieger, K.-F., Geschichte Englands Bd. 1. Von den Anfängen bis zum 15. Jahrhundert, 5. Aufl. 2018.


[Vl] Alltag und Gewalt: Die deutsche Gesellschaft im Nationalsozialismus 1933 bis 1939
Klausurtermin: 11.02.2019
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2018
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. I, A 3

Kommentar:

In unzähligen populären Sachbüchern und Fernsehdokus, in der Schule, aber auch in Spielfilmen, Romanen, sogar Comics wird heute die Geschichte des nationalsozialistischen Deutschlands immer wieder erzählt. Wir haben Bilder im Kopf von „den Nazis“, von den Tätern, der Gestapo, den Opfern der Verfolgung oder auch den Helden des Widerstands. Trotz dieses verbreiteten Wissens über den Nationalsozialismus forschen Historikerinnen und Historiker jedoch weiterhin über die Zeit des “Dritten Reichs“. Denn es ist keineswegs endgültig geklärt, was denn „nationalsozialistisch“ eigentlich bedeutet, wer „die Nazis“ waren, welche Rolle die „ganz normalen Deutschen“ spielten. Noch immer fragen Wissenschaftler und Laien, wie die deutsche Gesellschaft im Nationalsozialismus eigentlich funktioniert hat, wie es zum millionenfachen Mord an den europäischen Juden und zu einem Vernichtungskrieg kommen konnte. In der Vorlesung wird die Zeit zwischen 1933 und 1939 im Vordergrund stehen, die Phase also, in der sich die „Volksgemeinschaft“ formieren und die rassistische nationalsozialistische Politik etablieren konnte. Die Ergebnisse der älteren NS-Forschung werden dabei ebenso diskutiert wie die offenen Fragen und Streitpunkte in der aktuellen Forschungsdebatte.


[Vl] Aufbrüche in die Frühe Neuzeit. Aspekte des Epochenwandels 1480-1520
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2018
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, A 3

Kommentar:

Die Periode zwischen 1480 und 1520 gilt traditionell als entscheidender Übergang in die Neuzeit. Stichworte sind Humanismus, Renaissance, Genese des modernen europäischen Staatensystems, Entdeckungen, Reichsreform . Allerdings leidet die Historiographie immer noch darunter, dass sich die Mediävistik nicht mehr und die Frühe Neuzeitforschung gerade in Deutschland aufgrund der Fixierung auf die Reformation noch nicht zuständig fühlt. Das spannende Spezifikum dieser Epoche ist es deshalb, Kontinuitätslinien und qualitativ Neues zu identifizieren und zu erklären.
Bernd Roeck, Der Morgen der Welt. Geschichte der Renaissance, 2017; Manfred Hollegger, Maximilian I. (1459-1519): Herrscher und Mensch einer Zeitenwende, 2005; Hermann Wiesflecker, Kaiser Maximilian I.: Das Reich, Österreich und Europa an der Zeitenwende, 5 Bde. 1971-1986


[Vl] Der Zweite Weltkrieg in Asien und seine Folgen bis zur Mitte der 1950er Jahre
Klausurtermin: 15.02.2019
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2018
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, A 5

Kommentar:

Das historische Narrativ von einem von 1939 bis 1945 dauernden „Zweiten Weltkrieg“ wird seit einigen Jahren in der Geschichtswissenschaft zunehmend hinterfragt. Es zeigt sich mehr und mehr, dass die Friedensverträge nach 1918 keineswegs zu einer längeren Friedensperiode in der Zwischenkriegszeit geführt haben: In den 1920er und 1930er Jahren und fortgesetzt bis in die Mitte der 1950er Jahre wurde die internationale Ordnung vielmehr permanent durch Kriege, Bürgerkriege, Revolutionen und anti-koloniale Aufstände erschüttert. Der somit eher gleitende Übergang vom Ersten in den Zweiten Weltkrieg und in die anschließenden Kolonial- und Stellvertreterkriege lässt sich besonders gut in Südost- und Ostasien beobachten. Die Vorlesung bietet auch für untere Semester und Gasthörer einen Überblick über die entscheidenden Ereignisse auf dem neben Europa wichtigsten Kriegsschauplatz Ostasien: von der Mandschurei-Krise über den japanisch-chinesischen Krieg, das direkte militärische Eingreifen der USA, dem Einsatz der Atombomben gegen Japan, bis zur chinesischen Revolution und zum Koreakrieg.


[Vl] Geschichte Großbritanniens 1815–1945
Klausurtermin: 11.02.2019
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2018
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, A 3

[Vl] Medien im historischen Lernen
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2018
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. I, A 1

Kommentar:

Medienkompetenz stellt ein zentrales Ziel der Ausbildung von Geschichtslehrerinnen und -lehrern dar. In der Vorlesung werden die wichtigsten Mediengattungen vorgestellt und ihre methodischen Verwendungsmöglichkeiten zur Veranschaulichung und Vergegenwärtigung historischer Inhalte im Geschichtsunterricht behandelt. Es wird sowohl auf klassische Medien genauso wie auf die jüngsten Entwicklungen im Bereich digitaler Medien vertiefend eingegangen.__


Literatur: Pandel, Hans-Jürgen/ Schneider, Gerhard (Hrsg.), Handbuch Medien im Geschichtsunterricht (Forum Historisches Lernen),, Schwalbach/ Ts. 1999. (Ausführliche Literaturliste zu Beginn des Semesters)


 
[H Si] "Am schlimmen Rand des Lebens"? Das Greisenalter und die Situation alter Menschen in der Antike
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2018
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, G 026

Kommentar:

Die soziopolitische Situation alter Menschen in der Antike ist in der Forschung ein kontrovers diskutiertes Feld. Die antiken Zeugnisse zur Lage der Alten sind überaus vielfältig: Das Greisenalter wird in unterschiedlichen Quellengattungen und zu verschieden Zeiten immer wieder thematisiert. Im Rahmen des Hauptseminars soll die Situation alter Menschen und der Umgang mit diesen einerseits längsschnittartig von der griechischen Archaik bis in die Spätantike verfolgt werden. Andererseits soll anhand konkreter Themen, wie der Darstellung Alter in der antiken Vasenmalerei und Skulptur, der Rolle von Greisen im Mythos und des Alters in der antiken Medizin ein Bild der spezifischen Lebenswelt alter Menschen in der Antike erarbeitet werden.

Literatur:
Brandt, H.: Wird auch silbern mein Haar. Eine Geschichte des Alters in der Antike, München 2002.
Gutsfeld, A. /Schmitz, W. (Hgg.): Am schlimmen Rand des Lebens? Altersbilder in der Antike, Köln, u. a. 2003.
Wagner-Hasel, B.: Alter in der Antike. Eine Kulturgeschichte, Köln, u. a. 2012.
Alter in der Antike. Die Blüte des Alters aber ist die Weisheit. Katalog zur Ausstellung im LVR-Landesmuseum Bonn (25.2.2009 – 7.6.2009), hg. v. Landschaftsverband Rheinland, Mainz 2009.


[H Si] Die Herausbildung der Polis
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2018
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, G 233

[H Si] Formen der Alleinherrschaft in der Antike
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2018
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, G 233

[H Si] Adel und Religion im 11./12. Jahrhundert
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2018
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 029

Kommentar:

Die kirchliche Reformbewegung des 11. Jhs. hat nicht nur den Blick für die Differenz zwischen Sakralem und Profanen in der mittelalterlichen Gesellschaft geschärft und damit neue Ansprüche an den Klerus gestellt. Sie hat zugleich neuen Rollenbildern für den Laien (den einfachen Christen ohne Weihe in der kirchlichen Hierarchie) den Weg geebnet. Die Texte lassen die seit dem 11. Jh. einsetzenden Veränderungen vor allem im Adel erkennen. Prominente Beispiele von Adligen, die auf Herrschaft und Besitz verzichten und sich in ein Kloster zurückziehen, treten neben zahlreiche Fälle, in denen Adlige neuen klösterlichen Reformbewegungen Güter schenken und Klostergründungen ermöglichen. Das 11. und 12. Jh. zeigt nahezu eine Welle adliger Klostergründungen zugunsten der Reformbenediktiner, Zisterzienser und Prämonstratenser. Das religiöse Engagement vieler adliger Familien wirkt sich auch auf deren Bereitschaft aus, an den Kreuzzugsunternehmungen mitzuwirken und die geistlichen Ritterorden zu fördern. Die Texte lassen erkennen, dass adlige Förderung nicht nur für die Klöster und Orden, sondern auch für die beteiligten Adelsfamilien selbst eine zentrale Bedeutung für die eigene Legitimierung und das eigene Herkunfts- und Traditionsbewusstsein besaßen. Das Seminar wird ausgewählte Quellentexte und zentrale Fragestellungen zu diesem Themenfeld diskutieren. Die Bereitschaft, lateinische Texte zu lesen, wird vorausgesetzt.

Literatur: Dendorfer, Jürgen: Gescheiterte Memoria? – Anmerkungen zu den „Hausklöstern“ des hochmittelalterlichen Adels, in: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 73 (2014), S. 17-38. – Fenske, Lutz: Adelsopposition und kirchliche Reformbewegung im östlichen Sachsen (Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte 47), Göttingen 1977. – Hechberger, Werner: Adel, Ministerialität und Rittertum im Mittelalter (Enzyklopädie deutscher Geschichte 72), 2. Aufl. München 2010. – Oexle, Otto G.: Aspekte der Geschichte des Adels im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit, in: Europäischer Adel 1750-1950, hg. von Hans-Ulrich Wehler, Göttingen 1990, S. 19-56. – Tebruck, Stefan: The propaganda of power: memoria, history, patronage, in: The Origins of the German Principalities, 1100-1350. Essays by German Historians, ed. by Graham A. Loud and Jochen Schenk in association with the German Historical Institute London, London/New York 2017, S. 160-180. – Werner, Matthias: Passionsfrömmigkeit und religiöse Bewegungen in der Zeit des Naumburger Meisters, in: Der Naumburger Meister. Bildhauer und Architekt im Europa der Kathedralen, 2 Bde., hg. von Hartmut Krohm und Holger Kunde (Schriftenreihe der Vereinigten Domstifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz 4), Petersberg 2011, hier Band 1, S. 135-152. – Ders.: Benediktinisches Reformmönchtum und Klosterreform in Thüringen und Ostsachsen in der Zeit des Investiturstreits, in: Wissen und Macht. Der heilige Benedikt und die Ottonen, hg. von Gabriele Köster und Andrea Knopik (Schriften des Zentrums für Mittelalterausstellungen Magdeburg 4), Regensburg 2018, S. 115-179.


[H Si] Der Blick von außen auf die Juden: Stimmen aus dem mittelalterlichen Christentum und aus dem Islam
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2018
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 003

[H Si] Neuland betreten: Landesgeschichte im Spiegel archivalischer Quellen
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2018
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 030

[H Si] "Timen", Hetzen, Entschleunigen. Eine Alltagsgeschichte der Zeit im 20. Jahrhundert
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2018
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. I, C 003

Kommentar:

Zeit spielt in unserem Alltag eine große Rolle: Wir schauen jeden Tag unzählige Male auf die Uhr, stellen fest, ob wir zu spät sind oder „gut in der Zeit“, wir sparen Zeit oder vergeuden sie. Zeit erscheint unveränderlich und allgemeingültig. Und doch ist die Zeit, nach der wir uns richten, nicht naturgegeben. Sie ist vielmehr ein Produkt sozialen Handelns und gesellschaftlicher Vereinbarungen, und sie hat eine Geschichte: Ohne die Erfindung der Uhr etwa sähe unser Alltag anders aus, die Einführung einer nach Zeitzonen eingeteilten „Weltzeit“ macht funktionierende Flug- und Fahrpläne erst möglich, kulturell geprägte Vorstellungen von „Zeitmanagement“ bestimmen unseren Umgang mit Zeit, und festgelegte Arbeits- und Schlafenszeiten geben vor, wie wir unseren Tag einteilen. Damit ist die Zeit ein zentraler Teil der Machstrukturen einer Gesellschaft: Die Möglichkeiten des Individuums, über seine eigene Zeit zu verfügen, sei der „substantielle Kern von Freiheit und Unfreiheit“, so formulierte es der Sozialphilosoph Oskar Negt 1984.
Die Geschichtswissenschaft hat sich in den letzten Jahren verstärkt mit dem Phänomen der Zeit beschäftigt, es wurde gar ein „temporal turn“ ausgerufen. Im Seminar werden wir uns den aktuellen Forschungsstand erarbeiten, zentrale Fragen und Themen einer Geschichte der Temporalität herausarbeiten und uns dann auf die Suche machen nach Quellen, die wir nutzen können, um mehr über die Bedeutung der Zeit in Gesellschaften des 20. Jahrhunderts herauszufinden.

Lit.: Geppert, Alexander C. T./Kössler, Till (Hg.): Obsession der Gegenwart. Zeit im 20. Jahrhundert, Göttingen 2015; Esposito, Fernando (Hg.): Zeitenwandel. Transformationen geschichtlicher Zeitlichkeit nach dem Boom, Göttingen 2017.


[H Si] Geschichte der Computerisierung
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2018
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr,  Phil. I, C 113

[H Si] Das Schulbuch im Geschichtsunterricht
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2018
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 309

Kommentar:

Trotz oder Wegen des Erscheinens des ersten rein digitalen mBook Geschichte 2018 gelten Schulbücher immer noch als bewährtestes "Kompaktmedium" des Geschichtsunterrichtes (Schönemann/Thünemann). Wie ein gutes Geschichtsschulbuch gestaltet sein sollte, in welchem Verhältnis seine Einzelteile stehen sollten und welchen Beitrag das Schulbuch für die Kompetenzentwicklung der SuS leisten sollte, war die letzten Jahrzehnte heftigen Konjunkturen unterworfen: Diese reichen vom reinen Arbeitsbuch zur Schärfung von Methodenkenntnis bis hin zum kombinierten Lern- und Arbeitsbuch oder rein digitalen Publikation. Zeitweilig - wie in der Schulzeit des Dozenten - galt es sogar als normal auf Schulbücher fast völlig zu verzichten. Heutzutage wird dagegen die direkte Ansprache der SuS durch Videos und das damit einhergehende Offenlegen des Konstruktcharakters von Geschichte oder 'Methodenseiten' zum Erlernen des fachgerechten Umgangs mit Quellen als zukunfstweisend gehalten. - In unserem Hauptseminar lernen wir wichtige Station der Schulbuch-Geschichte kennen, vernachlässigen dabei digitale Ergänzungensmaterialien sowie das erwähnte 'MBook' nicht und versuchen uns schließlich an eigenen Experimenten, welche bereits die Ausgangsbasis für Ihre Hausarbeiten sein können.


[H Si] Der Nationalsozialismus in Geschichtskultur und Geschichtsunterricht
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2018
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr,  Phil. I, C 214

Kommentar:


Das Hauptseminar widmet sich mit dem Nationalsozialismus einer zentralen Aufgabe historischen Lernens. Die Frage nach dem richtigen Umgang mit dem Thema stellt sich immer wieder neu. Im aktuellen schulischen Kontext geht es um die Vermittlung in Klassen mit vielfach multikulturellem Hintergrund. Die Betrachtung geschichtskultureller Manifestationen markiert die aktuellen Herausforderungen, mit denen sich auch die Vermittlung im schulischen Kontext auseinandersetzen muss, nicht zuletzt mit den Angriffen der Neuen Rechten auf die Erinnerungskultur in Deutschland. Im Hinblick auf Methoden und Medien stellt sich etwa die Frage nach dem Umgang mit Täter- und Opferperspektiven, dem Einsatz von Schreckensbildern und die Einschätzung ihrer Wirkung auf die Schülerinnen und Schüler. Das Hauptseminar wird ein Spektrum an Fragestellungen aufzeigen und Perspektiven öffnen. Unterschiedliche Methoden der Vermittlung werden diskutiert und teilweise erprobt.
Literatur wird zu Beginn des Seminars bekannt gemacht.


[H Si] Einführung in das frühe historische Lernen (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2018
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 409

[H Si] Sprache und Geschichtslernen
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2018
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. I, C 011

Kommentar:

Der Fisch reflektiert das Wasser nicht, in dem er schwimmt, sagt ein chinesisches Sprichwort. Was für den Fisch das Wasser, sind für Geschichtslernende und -lehrende nicht selten die Sprache. Der Zusammenhang zwischen Sprache und historischem Lernen ist derart fundamental, dass man sich diesen nur selten bewusst macht. Dabei ist das Verhältnis mindestens ein Doppeltes: Einerseits wegen des konstitutiven Charakters von Sprache für Lehr-Lernprozesse allgemein und anderseits wegen der sprachlichen Verfasstheit des Gegenstandsbereichs, auf das sich das historische Lernen bezieht. Nach Konrad Ehlich könnte es Geschichte ohne Sprache nicht geben, weil dann kein Medium zur Speicherung historischen Wissens vorhanden wäre. Erinnerungen könnten nicht mehr in der Gegenwart präsent sein. Ohne Sprache ließen sich die Grenzen unmittelbarer sinnlicher Erfahrung nicht transzendieren, Veränderungen und historischer Wandel und damit Geschichte würden erst gar nicht wahrgenommen. Ohne Sprache würde uns auch das Medium der Abstraktion fehlen, das wir zur Integration von individuellen Geschichten, Erinnerungen und Erzählungen in die größere Wissenseinheit Geschichte benötigen. Ohne Sprache hätten wir im wahrsten Sinne des Wortes nicht einmal einen Begriff von Geschichte.
Das Hauptseminar widmet sich den Fragen nach den möglichen Verhältnissen zwischen Geschichte, Geschichtslernen und Sprache. Untersucht werden u.a. Geschichtstexte, Begriffsbildungen, die Möglichkeit einer historischen Fachsprache, die Sprachhandlungen von Experten und Lernenden, die Sprache in Geschichtslehrmitteln, die Bedeutung von Mündlichkeit und Schriftlichkeit sowie die für das Geschichtslernen notwendigen sprachlichen Kompetenzen.

Literaturempfehlungen
Ehlich, Konrad (2007). Sprache und sprachliches Handeln. Pragmatik und Sprachtheorie, Prozeduren des sprachlichen Handelns, Diskurs, Narration, Text, Schrift (3 Bde.), Bd. 1: Pragmatik und Sprachtheorie. Berlin & New York.
Hasberg, Wolfgang (1995): Begriffslernen im Geschichtsunterricht oder Dialog konkret. In: Geschichte – Erziehung – Politik Jg. 6, S. 145-159, S. 217-259.
Becher, Ursula A. J. (1997): Sprachgebrauch im historischen Lernen. In: Klaus Bergmann (Hg.): Handbuch der Geschichtsdidaktik. 5., überarb. Aufl. Seelze-Velber, S. 293-297.
Alavi, Bettina (2004): Begriffsbildung im Geschichtsunterricht. In: Uffelmann, Uwe/Seidenfuß, Manfred (Hg.): Verstehen und Vermitteln. Idstein, S. 39-61.
Hartung, Olaf (2010): Die ‚sich ewig wiederholende Arbeit‘ des Geschichtsbewusstseins – Sprache als Medium des historischen Lernens. In: ZfGD Jg. 9, S. 181-191.
Günther-Arndt, Hilke (2010): Hinwendung zur Sprache in der Geschichtsdidaktik. Alte Frage und neue Antworten. In: Saskia Handro / Bernd Schönemann (Hg.): Geschichte und Sprache. Berlin u.a., S. 17-48.


[H Si] Weltgeschichten für junge und erwachsene Leser
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2018
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 003

Kommentar:

Während die Welt immer mehr aus den Fugen gerät, erscheinen im Moment eine Fülle an Weltgeschichten, die den Anspruch erheben, die gesamte Geschichte der Menschheit überschaubar zu machen und zu ordnen.
Diese Bücher, die teilweise zu internationalen Bestsellern avanciert sind, entstehen für verschiedene Rezipienten und mit unterschiedlichem Anspruch. Da der Geschichtsunterricht immer noch einem chronologischen, wenn auch sehr bruchstückhaften Durchgang durch alle Epochen folgt, sind diese Synthesen aus unterschiedlichen Gründen auch für den Lehrer eine wichtige Referenz: Als Manifestationen der Geschichtskultur, deren Struktur es zu kennen und analysieren gilt, zum Teil auch als Lektüre für die eigenen Schülerinnen und Schüler, sind doch eine ganze Reihe dieser Werke für jugendliche Leser gedacht. Das Seminar, das sich mit dieser Gattung auseinandersetzt, wird sich vor allem mit den jeweiligen Konzeptionen, Narrationen und Vermittlungsformen populärer Geschichtsdarstellung auseinandersetzen und ihre didaktische Relevanz erschließen.

Literatur und eine Liste verfügbarer Werke werden zu Beginn des Seminars bekannt gemacht.


 
[P Si] "Ihr habt den Schuldigen: Nun, urteilt!" - Gerichts- und Prozesswesen im antiken Griechenland
Klausurtermin: 13.02.2019
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2018
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, G 025

Kommentar:

Im antiken Griechenland fanden juristische Auseinandersetzungen vor Gerichten in aller Öffentlichkeit statt. Diverse Reden, die anlässlich solcher Prozesse gehalten wurden, sind heute noch erhalten und liefern für Athen wichtige Einblicke in das Rechtssystem sowie in die Sozial-, Familien-, Mentalitäts- und Politikgeschichte. Im Rahmen des Proseminars sollen sowohl einzelne juristische Streitigkeiten unterschiedlicher thematischer Schwerpunkte behandelt werden als auch ein Überblick über den Ablauf juristischer Verfahren und die Entwicklung des Rechtssystems im antiken Athen gegeben werden.

Literatur:
Bauman, R. A.: Political Trials in Ancient Greece, London, u. a. 1990.
Burckhardt, L. / Ungern-Sternberg, J. (Hgg.): Große Prozesse im antiken Athen, München 2000.
Carey, Ch.: Trials from Classical Athens, 2. Aufl. London / New York 2012.


[P Si] "Schlechte" römische Kaiser: Caracalla
Klausurtermin: 15.02.2019
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2018
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, E 104

[P Si] Alexander der Große
Klausurtermin: 12.02.2019
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2018
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, G 025

Kommentar:

Alexander der Große gehört zu den Personen aus der Antike, die gewiss jedem Menschen heute noch bekannt sind und bis in die Gegenwart eine gewisse Faszination ausüben. Alexander gilt als charismatischer Feldherr, Heros und Begründer eines Weltreichs. Zugleich ist der Makedone aber auch eine der am kontroversesten beurteilten Persönlichkeiten der Weltgeschichte. Das Proseminar möchte sowohl die Zeit und Geschichte Alexanders behandeln als auch die Auseinandersetzung mit ihm in antiken Quellen und moderner Forschung.

Literatur:
Demandt, A.: Alexander der Große – Leben und Legende, München 2009.
Engels, J.: Philipp II. und Alexander der Große, 2. Aufl. Darmstadt 2012.
Gehrke, H.-J.: Alexander der Große, 6. aktual. Aufl. München 2013.
Roisman, J. (Hg.): Brill’s Companion to Alexander the Great, Leiden / Boston 2003.


[P Si] Augustus und der frühe Prinzipat
Klausurtermin: 14.02.2019
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2018
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. I, G 233

Kommentar:

Zwischen den Jahren 59 v.Chr. (Erster Consulat des C. Iulius Caesar) und 14 n.Chr. (Tod des Princeps Augustus) erlebte die römische res publica einen tiefgreifenden Wandel, an dessen Ende ein Herrschaftssystem stand, das die Jahrhunderte alte Republik ablöste und selbst über Jahrhunderte bestand haben sollte. Die verschiedenen Weichenstellungen, die dazu führten, dass die vom senatorischen Adel dominierte Römische Republik sich schrittweise in eine Herrschaft eines Einzelnen transformierte, stehen im Fokus des Proseminars.

Einführende Literatur (Methodik):
H. Blum/ R. Wolters, Alte Geschichte studieren, Konstanz 2011
R. Günther, Einführung in das Studium der Alten Geschichte, Paderborn 2009.

Einführende Literatur (Thema):
K. Bringmann, Augustus, Darmstadt 2007.
J. Bleicken, Augustus. Eine Biographie, Hamburg 2010.


[P Si] Die Polis Sparta in archaischer und klassischer Zeit
Klausurtermin: 14.02.2019
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2018
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, G 025

Kommentar:

Zwischen dem sechsten und dem vierten vorchristlichen Jahrhundert nimmt die Polis Sparta innerhalb der griechischen Welt eine herausragende Machtstellung ein, die sie in den Jahrzehnten nach dem Peloponnesischen Krieg gegen Athen und seine Bündner (431-404 v.Chr.) noch weiter ausdehnen kann, bevor diese im Jahr 371 in sich zusammenbricht. Trotz der langen Phase machtpolitischer Dominanz war den Zeitgenossen der archaischen und klassischen Zeit erstaunlich wenig über die Lebensweise der Spartaner und die Beschaffenheit ihrer Polis bekannt. Im Proseminar geht es neben der Geschichte Spartas vor allem um die methodischen Herausforderungen, vor denen Althistoriker stehen, wenn sie sich mit dieser Polis beschäftigen wollen.

Einführende Literatur (Methodik):
H. Blum/ R. Wolters, Alte Geschichte studieren, Konstanz 2011
R. Günther, Einführung in das Studium der Alten Geschichte, Paderborn 2009.

Einführende Literatur (Thema):
L. Thommen, Sparta. Verfassungs- und Sozialgeschichte einer griechischen Polis, Stuttgart 2017².
K.-W. Welwei, Sparta. Aufstieg und Niedergang einer antiken Großmacht, Stuttgart 2004.


[P Si] Von schändlichen Ausschweifungen, übler Genusssucht und schlimmer Sittenverderbnis - Luxus im antiken Rom
Klausurtermin: 12.02.2019
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2018
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, F 006

Kommentar:

Gerne spricht man heutzutage von der sogenannten „spätrömischen Dekadenz“. Man verbindet mit dieser Aussage nicht zuletzt einen verschwenderischen Lebensstil in immenser Prachtentfaltung. Das Wort „Luxus“ ist zudem lateinischen Ursprungs. Die Bereiche, in denen Menschen in der römischen Antike mit Luxus konfrontiert wurden, waren so vielfältig wie die Diskurse über und Reaktionen auf die Verschwendungssucht. Im Rahmen des Proseminars werden sowohl die Felder behandelt, auf denen Luxus im antiken Rom von Bedeutung war, als auch die zeitgenössische Auseinandersetzung mit übermäßigem Prunk sowie die soziopolitischen und kulturellen Hintergründe der römischen luxuria.

Literatur:
Baltrusch, E.: Regimen morum. Die Reglementierung des Privatlebens der Senatoren und Ritter in der römischen Republik und frühen Kaiserzeit. München 1989 (Vestigia 41).
Dalby, A.: Empire of Pleasures. Luxury and Indulgence in the Roman World, London / New York 2000.
Weeber, K.-W.: Luxus im antiken Rom. Die öffentliche Pracht, Darmstadt 2006.
Weeber, K.-W.: Luxus im antiken Rom. Die Schwelgerei und das süße Gift, 3. erw. Aufl. Darmstadt 2015.
Zarmakoupi, M.: Designing for Luxury on the Bay of Naples. Villas and Landscapes (c. 100 BCE – 79 CE), Oxford 2014.


[P Si] Bauer, Bürger, Adel, Klerus: Alltagsleben im Mittelalter
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2018
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, E 004

Kommentar:

Ziel eines Proseminars sind das Kennenlernen und Einüben wissenschaftlicher Arbeitstechniken und Methoden und die Einführung in den Umgang mit Sekundärliteratur, Quellen und Hilfsmitteln. Die Frage nach Alltagsleben im Mittelalter erlaubt es, insbesondere mit Hilfe von Quellenauswertung, unterschiedliche Themenfelder und Teildisziplinen der Mediävistik (wie Stadtgeschichte, Adelsgeschichte, Kirchengeschichte) anzusprechen. Im Mittelpunkt folgende Fragen: Wie lebten mittelalterliche Menschen unterschiedlicher Stände? Wie sah ihr tägliches Leben in Dorf, Burg, Stadt und Kloster aus? Welche Aussagen sind dazu aus wissenschaftlicher Sicht möglich? Was wurde gegessen und getrunken? Wie wurde gefeiert? Was kann man über Familienleben und Geschlechterrollen sagen? Wie ging man mit Behinderten um? Auf welche Grenzen stößt die Erforschung mittelalterlichen Alltagslebens?

Allgemeine Einführung: Goetz, Hans-Werner, Proseminar Geschichte: Mittelalter, 4. Auflage, Stuttgart, 2014.
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Literatur zum Thema Alltagsleben im Mittelalter:
- Fuchs, Franz, Spätmittelalterliche Pfarrbücher als Quellen für die dörfliche Alltagsgeschichte, in: Bünz, Enno / Fouquet, Gerhard (Hg.), Die Pfarrei im späten Mittelalter, Ostfildern 2013 (Vorträge und Forschungen, Bd. 77), S. 213-232.
- Giese, Martina, Alltagsgeschichte im Spiegel mittelalterlicher Monatsbilder, in: Schlotheuber, Eva / Schuh, Maximilian (Hg.), Denkweisen und Lebenswelten des Mittelalters, 2. unveränderte Auflage, München, 2015, S.141-162.
- Gleba, Gudrun, Klosterleben im Mittelalter, Darmstadt, 2004.
- Goetz, Hans-Werner, Geschichte des mittelalterlichen Alltags. Theorie – Methoden – Bilanz der Forschung, in: Mensch und Objekt im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit. Leben - Alltag – Kultur, Veröffentlichungen des Instituts für Realienkunde des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, Nr. 13, Wien, 1990, S.67-101.
- Jaritz, Gerhard, Zwischen Augenblick und Ewigkeit: Einführung in die Alltagsgeschichte des Mittelalters, Wien, 1989.
- Metzler, Irina, Behinderte Menschen im Mittelalter: Momente der Alltagsgeschichte zwischen Bedürftigkeit und Misstrauen, in: Nolte, Cordula (Hg.), Phänomene der „Behinderung“ im Alltag. Bausteine zu einer Disability History der Vormoderne, Affalterbach, 2013, S.79-89.
- Nonn, Ulrich, Alltag auf dem Vormarsch. Mittelalterliche Alltagsgeschichte in europäischen Schulbüchern, in: Clauss, Martin / Seidenfuß, Manfred (Hg.), Das Bild des Mittelalters in europäischen Schulbüchern, Berlin, 2007, S.167-192.
- Paravicini, Werner (Hg.), Alltag bei Hofe, Sigmaringen, 1995.
- Schulz, Knut, Handwerk, Zünfte und Gewerbe, Mittelalter und Renaissance, Darmstadt, 2010.


[P Si] Die Entwicklung des päpstlichen Primats
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2018
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. I, C 029

[P Si] Die Urkunde: Kunstwerk – Medium – Rechtsdokument? Zur Einführung in die Diplomatik
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2018
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, F 007

Kommentar:

Die Urkunde galt in der älteren Diplomatik und Mediävistik des 19. und frühen 20. Jhs. als unumstößlicher Beweis für die historische Wahrheit. Sie wurde vor allem als Rechtsdokument wahrgenommen, dem man höchste Autorität und Glaubwürdigkeit zubilligte, da der Urkundentext vor Gericht als Beweismittel galt. Umso wichtiger war es für die Diplomatik, methodisch klare Grenzen zwischen echten, verfälschten und gefälschten Urkunden zu ziehen. Die neuere Urkundenforschung der letzten 50 Jahre hat den Blick auf Urkunden erheblich erweitert und dabei auch Fragen der Mediengeschichte und der Kunstgeschichte einbezogen. Heute gelten Urkunden als außerordentlich facettenreiche Quellenzeugnisse. Sie sind Ergebnis multilateraler Aushandlungsprozesse, an denen nicht nur Aussteller und Empfänger beteiligt waren. Sie haben nicht nur rechtssichernde, sondern auch narrative und repräsentative Funktionen. In den weitgehend illiteraten Gesellschaften des Hochmittelalters sind sie auch ästhetische, auratisierende Medien. Das Proseminar im Orientierungsmodul wird zentrale Texte aus der älteren und neueren Urkundenforschung sowie ausgewählte Fallbeispiele aus der Urkundenüberlieferung des Früh- und Hochmittelalters diskutieren. Ggf. werden wir dies mit einem Archivbesuch verbinden.

Literatur: Beck, Friedrich/Henning, Eckart (Hrsg.), Die archivalischen Quellen. Mit einer Einführung in die Historischen Hilfswissenschaften (Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs 29, 4. Aufl. 2004). – Bresslau, Harry: Handbuch der Urkundenlehre für Deutschland und Italien, 2 Bde. (2. Aufl. 1912-15, ND 1968-69). – Brandt, Ahasver von: Werkzeug des Historikers. Eine Einführung in die Historischen Hilfswissenschaften (18. Aufl., 2012). – Frenz, Thomas: Papsturkunden des Mittelalters und der Neuzeit (Historische Grundwissenschaften in Einzeldarstellungen Bd. 2; 2. Aufl. 2000). – Hruza, Karel/Herold, Paul (Hrsg.): Wege zur Urkunde – Wege der Urkunde – Wege der Forschung. Beiträge zur europäischen Diplomatik des Mittelalters (Forschungen zur Kaiser- und Papstgeschichte des Mittelalters – Beihefte zu J. F. Böhmer, Regesta Imperii, 24). Wien/Köln/Weimar 2005. – Lindner, Michael: War das Medium schon die Botschaft? Mediale Form, Inhalt und Funktion mittelalterlicher Herrscherurkunden, in: Diplomatische Forschungen in Mitteldeutschland, hrsg. von T. Graber (Schriften zur Sächsischen Geschichte und Volkskunde 12, 2005), S. 29-57. – Rück, Peter: Die Urkunde als Kunstwerk, in: Kaiserin Theophanu. Begegnung des Ostens und Westens um die Wende des ersten Jahrtausends. Gedenkschrift des Kölner Schnütgen-Museums zum 1000. Todesjahr der Kaiserin, hrsg. von A. v. Euw und P. Schreiner (1991) 2, S. 311-333. – Schieffer, Rudolf: Die Erschließung der historischen Quellen des Mittelalters: Alte Probleme und neue Entwicklungen, in: Editionen: Wandel und Wirkung, hg. von Annette Sell, Tübingen 2007, S. 55-64. – Ders.: Diplomatik und Geschichtswissenschaft, in: Archiv für Diplomatik 52 (2006), S. 233-248. – Vogtherr, Thomas: Urkundenlehre (Hahnsche Historische Hilfswissenschaften 3), 2. Aufl. Hannover 2017.


[P Si] Karl der Große und die Zeit der Karolinger
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2018
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, F 006

Kommentar:

Der Untertitel der Biographie Karls des Großen von Stefan Weinfurter, "Der Heilige Barbar", ist geradezu sinnbildich für die in der Forschung deutlich herausgestellte Ambivalenz des Herrschers. Zahlreiche seiner kulturellen Reformen können als innovativ und modern bezeichnet werden. Der Umstand, dass er seine politischen Interessen und Ziele dagegen stets mit Gewalt durchzusetzen vermochte, mutet demgegenüber geradezu archaisch und reaktionär an. Dieser vermeintliche Gegensatz ist für die Karolingerzeit scheinbar generell typisch. Bei genauerer quellenbasierter Betrachtung unter Beachtung der jüngeren Forschung lösen sich diese Gegensätze jedoch zunehmend auf und zeigen sich vielmehr ineinandergreifend als spezifisches Gepräge der Person Karls des Großen und die Karolingerzeit insgesamt. Im Proseminar sollen die Studierenden befähigt werden, auf der Grundlage von Quellen und Forschungsliteratur Fragestellungen zum Proseminarthema zu entwickeln, diesen nachzugehen und die Ergebnisse in wissenschaftlicher Form schriftlich zu präsentieren. Zu diesem Zweck werden die geschichtswissenschaftlichen Arbeitstechniken und die Methodik des Faches vorgestellt und eingeübt. Diskussion und Gespräch stehen im Fokus des Proseminars.


Literatur:
Becher, Matthias: Karl der Große, München, 6. Aufl., 2014.
Fried, Johannes: Karl der Große. Gewalt und Glaube. Eine Biographie, München, 4. Aufl., 2014.
Freytag, Nils / Piereth, Wolfgang: Kursbuch Geschichte. Tipps und Regeln für wissenschaftliches Arbeiten, Paderborn, 5. Aufl., 2011.
Hartmann, Wilfried: Karl der Große, Stuttgart, 2. Aufl., 2015.
Jordan, Stefan: Einführung in das Geschichtsstudium, Stuttgart 2005.
Jussen, Bernhard: Die Franken. Geschichte, Gesellschaft, Kultur, München 2014.
McKitterick, Rosamond: Karl der Große, Darmstadt 2008.
Nonn, Ulrich: Die Franken, Stuttgart 2010.
Schieffer, Rudolf: Die Karolinger, Stuttgart, 5. aktual. Aufl., 2014.
Ubl, Karl: Die Karolinger. Herrscher und Reich, München 2014.
Weinfurter, Stefan: Karl der Große. Der heilige Barbar, Zürich, 2. Aufl., 2014.


[P Si] Leben als Bettler. Der Umgang mit Armut und Almosen im Mittelalter
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2018
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 029

Kommentar:

Bettler gehörten zum mittelalterlichen alltäglichen Erscheinungsbild. Jedoch wurden sie sowohl mit Barmherzigkeit als auch mit Härte begegnet:

So konnten Betroffenen, wenn die Armut Teil der Imitatio Christi war oder es um die Bedürfnisse der wahren Notleidenden ging, meist mit Zustimmung oder Mitleid rechnen.

Sogenannte „starke“ Bettler jedoch gerieten schnell in den Verdacht, untätig herum zu lungern und in Wirklichkeit nur faule moralisch verwerfliche Menschen zu sein.

In diesem Proseminar gilt es nicht nur, die vielen Themen zu überprüfen, die mit der Armut verbunden waren, sondern auch die gesellschaftliche Wandlung von unregelmäßiger Unterstützung durch kirchliche Institutionen bis hin zu den organisierten städtischen Spenden an offiziell registrierten Bettlern, darzustellen.

Einstieg in die Literatur:
- Franz IRSIGLER/Arnold LASSOTTA, Bettler und Gaukler, Dirnen und Henker. Außenseiter in einer mittelalterlichen Stadt. Köln 1300–1600, München 2009. (Erstausgabe Köln 1984).
- Michel MOLLAT, Les pauvres au Moyen Âge. Étude sociale, Paris 1978. (auch in deutscher Übersetzung erhältlich: Michel MOLLAT, Die Armen im Mittelalter, München 1984)
- Otto Gerhard OEXLE (Hg.), Armut im Mittelalter (Vorträge und Forschungen. Konstanzer Arbeitskreis für Mittelalterliche Geschichte, 58), Ostfildern 2004.


[P Si] Märkte und Messen im hoch- und spätmittelalterlichen Hessen
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2018
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, C 029

Kommentar:

Märkte gehören im Mittelalter zu den zentralen Merkmalen von Städten, können jedoch in unterschiedlichen Ausprägungen und Zusammenhängen begegnen. So kann man zwischen Nah- und Fernhandelsmärkten ebenso differenzieren wie zwischen periodischen und permanenten Markteinrichtungen (z.B. Jahrmärkte, Messen oder Wochenmärkte). Auch die verhandelten Waren können kennzeichnend sein (Tuchmessen, Vieh- und Getreidemärkte). Anhand von Schriftquellen zu hessischen Städten werden im Seminar Fragen nach den rechtlichen Grundlagen, der Dauer und Entwicklung sowie den personellen, wirtschaftlichen und räumlichen Komponenten des Phänomens Markt erörtert und diskutiert.

• Hans-Werner Goetz, Proseminar Geschichte: Mittelalter, 4., aktualisierte und erweiterte Auflage, Stuttgart 2014
• Eberhard Isenmann, Die deutsche Stadt im Mittelalter 1150–1550. Stadtgestalt, Recht, Verfassung, Stadtregiment, Kirche, Gesellschaft, Wirtschaft, 2., durchgesehene Auflage, Wien 2014
• Franz Irsigler, Messen, Jahrmärkte und Stadtentwicklung in Europa. Mittelalter und frühe Neuzeit, in: Franz Irsigler (Hrsg.), Messen, Jahrmärkte und Stadtentwicklung in Europa. Foires, marchés annuels et développement urbain en Europe (Beiträge zur Landes- und Kulturgeschichte 5 = Publications du CLUDEM 17), Trier 2007, S. 1-24
• Monika Escher und Frank G. Hirschmann, Die urbanen Zentren des hohen und späteren Mittelalters. Vergleichende Untersuchungen zu Städten und Städtelandschaften im Westen des Reiches und in Ostfrankreich. Band 1 - Thematischer Teil. Band 2 – Ortsartikel. Band 3 - Karten, Verzeichnisse, Register (Trierer Historische Forschungen 50/1, 50/2, 50/3). Kliomedia, Trier 2005
• Franz Irsigler, Jahrmärkte und Messesysteme im westlichen Reichsgebiet bis ca. 1250, in: Europäische Messen und Märktesysteme in Mittelalter und Neuzeit, hrsg. von Peter Johanek und Heinz Stoob (Städteforschung A/39), Köln u.a. 1996, S. 1-34
• Hektor Ammann, Der hessische Raum in der mittelalterlichen Wirtschaft, in: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte 8 (1958), S. 37-70


[P Si] Reisen im Mittelalter
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2018
wöchentlich Fr. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. I, C 011

Kommentar:

Große Anstrengungen, Mühsal, Kälte und Hunger, Gefahren für Leib und Leben sowohl durch die Natur als auch den Menschen kennzeichnen das vermeintliche Reisebild des Mittelalters. Dennoch reisten sie alle: vom Papst, Kaiser und König, über die Fürsten, Kleriker und Studenten, bis zu den Pilgern, Vertriebenen, Kranken und Gesunden, Männern wie Frauen, den Alten und Jungen.
Im Rahmen des Proseminars soll ein Einblick in „das Reisen“ des Mittelalters gegeben werden. Was verstehen wir unter Reisen im Mittelalter? Welche Anlässe boten die Möglichkeit einer Reise oder zwangen gar zum Reisen? Anhand ausgewählter Beispiele werden politische, wirtschaftliche und religiös motivierte Reisen analysiert und diskutiert.
Daneben werden methodische Kompetenzen für das wissenschaftliche Arbeiten vermittelt, an die kritische Auseinandersetzung mit Forschungsliteratur herangeführt sowie die wissenschaftliche Präsentation (Hausarbeit) von Forschungsergebnissen aktiv eingeübt.
Zur Vorbereitung der Propädeutik:
FREYTAG, Nils / PIERETH, Wolfgang: Kursbuch Geschichte. Tipps und Regeln für wissenschaftliches Arbeiten, Paderborn 2011 (5. Aufl.).
GOETZ, Hans-Werner: Proseminar Geschichte: Mittelalter, Stuttgart 2014 (4. Aufl.).
JORDAN, Stefan: Einführung in das Geschichtsstudium, Stuttgart 2005.
Zur Vorbereitung auf das Thema:
OHLER, Norbert: Reisen im Mittelalter, Darmstadt 2004.


[P Si] Chancen und Gefährdungen: Die Weimarer Republik
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2018
wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr,  Phil. I, C 003

Kommentar:

Als erste deutsche Demokratie nimmt die Weimarer Republik eine besondere Stellung in der deutschen Geschichte ein. Es ist die Geschichte einer Demokratie, die sich zwischen Monarchie und Diktatur zu behaupten versuchte. Sie steht auf der einen Seite für Aufbruch und Moderne, auf der anderen aber für ein Festhalten an althergebrachtem Gedankengut von einflussreichen Teilen der Gesellschaft. Das Proseminar will die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen nicht nur aus einer politikgeschichtlichen Perspektive betrachten. Ebenso sollen gesellschaftliche und kulturelle Entwicklungen der „Goldenen Zwanziger“ im Mittelpunkt stehen wie die Stellung der Frau, die Entwicklung der Massenpresse und die Herausbildung einer künstlerischen Avantgarde.

Das Seminar soll einen Überblick über die Ereignisse der Innen- und Außenpolitik sowie über die Höhepunkte der gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklung schaffen. Darüber hinaus erlernen Studierende in dem Proseminar Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens. Teilnahmevoraussetzungen sind neben der regelmäßigen Anwesenheit die Bereitschaft zur Lektüre und zur aktiven mündlichen Diskussion wissenschaftlicher Texte sowie je nach Modulordnung das Halten eines Referats oder das abschließende Verfassen einer wissenschaftlichen Hausarbeit.


[P Si] Der Kalte Krieg – Weltpolitik im Zeitalter der Blockkonfrontation
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2018
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 003

Kommentar:

Seit Beginn des Krieges in der Ukraine und der russischen Besetzung der Krim im Jahr 2014 wird das Verhältnis zwischen Russland und dem Westen vermehrt als neuer Kalter Krieg bezeichnet. Die seit dem Ende der Sowjetunion 1991 wechselhaften Beziehungen sind zwar äußerst angespannt, doch ist es fraglich, ob es angebracht ist, tatsächlich wieder von einem Kalten Krieg zu sprechen. Mit Blick auf die Geschichte des Ost-West-Gegensatzes seit Ende des Zweiten Weltkriegs sollen daher die verschiedenen Konfliktfelder und Krisenherde der Blockkonfrontation untersucht und in vergangene und aktuelle Problemlagen internationaler Beziehungen eingeordnet werden.

Das Proseminar widmet sich inhaltlich nicht nur den globalen und ideologischen Konfrontationen der NATO und des Warschauer Pakts, sondern auch Perspektiven der Alltagsgeschichte, der Dekolonialisierung und politischer Konfliktlösungsstrategien.

In methodischer Hinsicht sollen Fähigkeiten zum eigenständigen Verfassen einer Hausarbeit erworben und anhand des Umgangs mit Texten der Sekundärliteratur und Quellen kritisches wissenschaftliches Arbeiten geschult werden. Zudem werden über das Vortragen von Referaten Fähigkeiten im prägnanten und anschaulichen Präsentieren historischer Inhalte erprobt und vermittelt.


[P Si] Exil. Auswanderung und Flucht aus Deutschland 1933 bis 1945
Bitte belegen Sie auch die inhaltlich verbundene quellenkundliche Übung "Exil. Auswanderung und Flucht aus Deutschland 1933 bis 1945".
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2018
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, C 027

Kommentar:

Nach der Übernahme der Macht durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933 verließen hunderttausende Menschen das Deutsche Reich, um in einem fremden Land sicher und frei leben (und überleben) zu können. Sie waren in ihrer Heimat Deutschland bedroht und verfolgt, weil sie nach den Vorgaben der herrschenden nationalsozialistischen Ideologie die falsche Religion, die falsche "Rasse", die falsche politische Meinung, die falsche sexuelle Orientierung oder einfach nur den falschen Lebensstil hatten.
Im Proseminar werden wir uns am Beispiel bekannter und auch ganz unbekannter Personen mit der Frage beschäftigen, warum und unter welchen Umständen Menschen damals in die Emigration gegangen sind oder gehen mussten, was das erzwungene Verlassen der Heimat für ihren Alltag, ihre Identität und ihr Weltbild bedeutete, ob und wie sie ein neues Leben aufbauen konnten. Ein Schwerpunkt der Arbeit im Seminar wird auf dem Erlernen der Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens liegen.
Damit wir sinnvoll miteinander arbeiten können, wird der Besuch der quellenkundlichen Übung „Exil“ dringend empfohlen.

Lit.: Krohn, Claus-Dieter u.a. (Hg.): Handbuch der deutschsprachigen Emigration 1933–1945, 2. Aufl., Darmstadt 2008; Bannasch, Bettina / Schreckenberger, Helga / Steinweis, Alan (Hg.): Exil und Shoah (Exilforschung. Ein internationales Jahrbuch, Bd. 34), München 2016.


[P Si] Nazis in Deutschland, auf der Flucht und im Exil. Nationalsozialisten nach dem Zweiten Weltkrieg (1945-1970)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2018
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. I, C 011

Kommentar:

Der Untergang des Dritten Reiches 1945 bedeutete nicht das Ende für viele Nationalsozialisten. Das Seminar fokussiert auf Kontinuitäten von Funktionseliten in der BRD nach dem Zweiten Weltkrieg. Darüber hinaus soll die sog. Rattenlinie, die Fluchtbewegung nach Südamerika und das Agieren von NS-Experten im Nahen Osten untersucht werden. Dabei steht die Frage im Fokus warum Geschichten solcher Funktionäre heute relevant für die Gesellschaft sind, welche Rolle Experten und Eliten in der Geschichte spielen und wie global Nachkriegsgeschichte geschrieben werden sollte.
Das Seminar baut auf Textlektüre auf. Eine Bereitschaft zum lesen und zur Beteiligung an Diskussionen soll bitte mitgebracht werden.


[P Si] Politisiert und medialisiert: Das Verhältnis von Öffentlichkeit, Medien und Politik im 20. Jahrhundert
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2018
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. I, F 006

Kommentar:

Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Angst vor einer Politisierung der Medien groß, zu sehr weckte dies Erinnerungen an die nationalsozialistische Diktatur mit ihrer gleichgeschalteten Presse. Betrachtet man das 20. Jahrhundert, zeigt sich jedoch, dass Medien schon um die Jahrhundertwerde hoch politisch waren. Auch der umgekehrte Fall ist auszumachen: eine Ausrichtung der Politik an medialen Logiken. Die politische Kommunikation passte sich an die Hör- und Sehgewohnheiten der Öffentlichkeit an und reduzierte ihre inhaltliche Komplexität. Kurz: Politik sollte attraktiv sein.
Das Proseminar untersucht das Verhältnis von Politik, Medien und Öffentlichkeit und wirft dafür einen Blick auf das 20. Jahrhundert – mit seiner zunehmenden Präsenz von Massenmedien. Anhand von Fallbeispielen sollen die Abhängigkeiten, Dynamiken und symbiotische Beziehungen zwischen diesen drei Akteuren aufgezeigt und untersucht werden.

Darüber hinaus erlernen Studierende in dem Proseminar Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens. Teilnahmevoraussetzungen sind neben der regelmäßigen Anwesenheit die Bereitschaft zur Lektüre und zur aktiven mündlichen Diskussion wissenschaftlicher Texte sowie je nach Modulordnung das Halten eines Referats oder das abschließende Verfassen einer wissenschaftlichen Hausarbeit.


[P Si] Die doppelte deutsche Zeitgeschichte in der Kinder- und Jugendliteratur. Fachübergreifendes Projektseminar zur Literatur- und Geschichtsdidaktik
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2018
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, E 105

Kommentar:

Fast 30 Jahre nach der sog. Wende ist die deutsch-deutsche Teilungsgeschichte ein festes Thema in der Kinder- und Jugendliteratur. Romane, die das Leben in der DDR oder im geteilten Deutschland thematisieren, sind ein wichtiger Bestandteil in der Erinnerungskultur. Gerade für eine nachgeborene Generation eröffnen sie erfahrungsbezogene Zugänge zu einer Zeit, die nur schwer vorstellbar ist. Insofern entfalten diese Texte sowohl für den Deutsch- als auch für den Geschichtsunterricht didaktische Potentiale. Als zeitgeschichtliche Romane sind sie schon gattungstypologisch Unterrichtsmedien, die fächerübergreifendes Lehren und Lernen erfordern.

Dieses Seminar stellt Romane der Kinder- und Jugendliteratur, die die deutsche Teilungsgeschichte thematisieren, ins Zentrum. Es soll nach den literaturdidaktischen wie den historischen Lernchancen gefragt werden, die mit diesen Texten verbunden sein können. Es sollen die fachlichen Zugänge sowie die Schnittflächen zwischen den Fächern Deutsch und Geschichte diskutiert, Lehrplanbezüge herausgearbeitet und Auswahlkriterien erarbeitet werden. Darüber hinaus sollen interdiszplinäre Methoden für die Arbein an und mit diesen Texten entwickelt werden.

Ziel des Seminars ist es, in Kleingruppen, die sich aus Germanistikstudierenden wie aus Historikern zusammensetzen, fachübergreifende Unterrichtsprojekte zu einzelnen Romanen zu entwickeln.

Literatur:
Carolin Führer: Und keiner ist (mehr) dabei gewesen. Die andere deutsche Erinnerung - Tendenzen literarischer und kultureller Bildung. In: Die andere deutsche Erinnerung. Tendenzen literarischen und kulturellen Lernens. Hrsg. v. Carolin Führer. Göttingen 2016.
Carsten Gansel: Moderne Kinder- und Jugendliteratur : Vorschläge für einen kompetenzorientierten Unterricht. 7. Aufl. Berlin 2016.
Monika Rox-Helmer: Jugendbücher im Geschichtsunterricht. Schwalbach/Ts. 2006.


[P Si] Einführung in das frühe historische Lernen (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2018
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 409

[P Si] Einführung in die Geschichtsdidaktik (Gruppe 1)
Klausur: 04.02.2019
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2018
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 214

Kommentar:

Das Seminar führt in die Grundlagen und Grundfragen der Geschichtsdidaktik ein. Im Seminar werden die wesentlichen Felder der Geschichtsdidaktik in Theorie, Empirie und Pragmatik vorgestellt und anhand grundlegender geschichtsdidaktischer Literatur diskutiert. Darüber wird ein fachterminologisches Grundgerüst aufgebaut und an unterrichtspragmatischen Beispielen eingeübt.
Das Seminar schließt mit einer Klausur.


[P Si] Einführung in die Geschichtsdidaktik (Gruppe 2)
Klausur: 04.02.2019
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2018
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, C 214

Kommentar:

Das Seminar führt in die Grundlagen und Grundfragen der Geschichtsdidaktik ein. Im Seminar werden die wesentlichen Felder der Geschichtsdidaktik in Theorie, Empirie und Pragmatik vorgestellt und anhand grundlegender geschichtsdidaktischer Literatur diskutiert. Darüber wird ein fachterminologisches Grundgerüst aufgebaut und an unterrichtspragmatischen Beispielen eingeübt.
Das Seminar schließt mit einer Klausur.


[P Si] Einführung in die Geschichtsdidaktik (Gruppe 3)
Klausur: 05.02.2019
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2018
wöchentlich Di. 08:00 - 10:00 Uhr,  Phil. I, C 214

Kommentar:

Das Seminar führt in die Grundlagen und Grundfragen der Geschichtsdidaktik ein. Im Seminar werden die wesentlichen Felder der Geschichtsdidaktik in Theorie, Empirie und Pragmatik vorgestellt und anhand grundlegender geschichtsdidaktischer Literatur diskutiert. Darüber wird ein fachterminologisches Grundgerüst aufgebaut und an unterrichtspragmatischen Beispielen eingeübt.
Das Seminar schließt mit einer Klausur.


[P Si] Einführung in die Geschichtsdidaktik (Gruppe 4)
Klausur: 05.02.2019
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2018
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 214

Kommentar:

Das Seminar führt in die Grundlagen und Grundfragen der Geschichtsdidaktik ein. Im Seminar werden die wesentlichen Felder der Geschichtsdidaktik in Theorie, Empirie und Pragmatik vorgestellt und anhand grundlegender geschichtsdidaktischer Literatur diskutiert. Darüber wird ein fachterminologisches Grundgerüst aufgebaut und an unterrichtspragmatischen Beispielen eingeübt.
Das Seminar schließt mit einer Klausur.


[P Si] Einführung in die Geschichtsdidaktik (Gruppe 5)
Klausur: 06.02.2019
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2018
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 306

Kommentar:

Das Seminar führt in die Grundlagen und Grundfragen der Geschichtsdidaktik ein. Im Seminar werden die wesentlichen Felder der Geschichtsdidaktik in Theorie, Empirie und Pragmatik vorgestellt und anhand grundlegender geschichtsdidaktischer Literatur diskutiert. Darüber wird ein fachterminologisches Grundgerüst aufgebaut und an unterrichtspragmatischen Beispielen eingeübt.
Das Seminar schließt mit einer Klausur.


[P Si] Methodische Einführung in die Arbeit an der gymnasialen Oberstufe, Umgang mit Lehrplänen und Kompetenzorientierung
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2018
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 011

Kommentar:

Das Seminar behandelt die grundlegenden methodischen und fachdidaktischen Prinzipien des Unterrichtens an der gymnasialen Oberstufe. Ausgehend hiervon soll der Umgang mit Lehrplänen und der Kompetenzorientierung im Unterrichtsalltag thematisiert werden. Beispielhaft wird hierbei vor allem auf die Einführungsphase (früher Klasse 11) eingegangen werden, da LiVs normalerweise nur hier eingesetzt werden. Primäres Ziel ist es die Studierenden auf ihren praktischen Unterrichtseinsatz im Vorbereitungsdienst (Referendariat) vorzubereiten.


[P Si] Projektorientiertes Arbeiten im bilingualen Unterricht (Englisch)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2018
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 011

Kommentar:

Die Teilnehmenden des Seminars erarbeiten eine mehrstündige Unterrichtseinheit zum Thema des Versailler Vertrags für den bilingualen Unterricht (Englisch) an der gymnasialen Oberstufe. Behandelt werden grundlegende methodische und fachdidaktische Prinzipien des Unterrichtens an der gymnasialen Oberstufe sowie elementare Strukturen des bilingualen Unterrichts. Ausgehend hiervon soll eine Unterrichtseinheit erarbeitet und gegen Ende des Semesters an der Goetheschule in Wetzlar durch die Studierenden durchgeführt werden.
Notwendig für die Teilnahme am Seminar sind gute Kenntnisse der englischen Sprache. Darüber hinaus werden Kenntnisse der Thematik des Versailler Vertrags (Ausbruch 1. Weltkrieg bis Ende der Weimarer Republik). auf Schulbuchniveau zu Seminarbeginn vorausgesetzt.


[P Si] Projektorientiertes Arbeiten in der Mittelstufe.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2018
wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr,  Phil. I, C 011

Kommentar:

Das Seminar behandelt die grundlegenden methodischen und fachdidaktischen Prinzipien des Unterrichtens an der Mittelstufe. Ausgehend hiervon soll eine projektorientierte Unterrichtseinheit erarbeitet und gegen Ende des Semesters an einer Partnerschule durch die Studierenden durchgeführt werden.


 
[Ü] Jupiter, Jahwe, Jesus und Co. - Religiöse Transformationsprozesse in der Spätantike
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2018
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. I, G 233

Kommentar:

In der Spätantike herrschte eine große religiöse Vielfalt. Christen, Juden, Manichäer, Verehrung der griechisch-römischen Götterwelt und weitere Glaubensrichtungen existierten nebeneinander. Grenzen zwischen einzelnen Glaubensrichtungen waren zum Teil verschwommen, andere traten im Laufe der Spätantike immer stärker hervor. Man kann diese Epoche als von religiöser Interaktion und religiösem Konflikt geprägt bezeichnen, wobei der Religion eine nicht unbeträchtliche Bedeutung als Identitätsmarker zukam. Die Lehrveranstaltung soll Einblicke geben in die spätantike Religionslandschaft und den Veränderungsprozessen nachspüren, an deren Ende die römische Götterwelt verdrängt worden und das Christentum zur dominierenden Religion des Römischen Reiches geworden war.


[Ü] Auf Grund und Boden. Mittelalterliche Quellen zu Herrschaft, Raum und Landwirtschaft  (AfK-Nr.: 11)
Klausurtermin: 12.02.2019
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2018
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, C 029

Kommentar:

Zwischen vollen Regalen im Supermarkt stehend, ist es kaum vorstellbar, mit wie viel Arbeit die Beschaffung von Lebensmitteln früher verbunden war. Bis zur Industriellen Revolution arbeiteten unzählige Menschen auf dem Land, der Ertrag war aber um ein Vielfaches geringer als heute.

Die quellenkundliche Übung gibt anhand verschiedenster Quellen einen Einblick in das breite Themenfeld zu Herrschaft, Landwirtschaft und Raumverständnis im Mittelalter: Wie herrschte ein Herr über sein Land und seine Leute? Wie funktionierten Frondienste, Abgaben und Zehnten? Welche Rolle nahmen Leibeigene und Bauern ein?

Geboten wird nicht nur eine Einführung in Quellenkunde und in die entsprechenden Hilfswissenschaften, sondern auch eine aktive Auseinandersetzung mit den wichtigsten Quellengattungen des Mittelalters.

Literatur:
- Hans-Werner GOETZ, Proseminar Geschichte: Mittelalter, 4. Aufl., Darmstadt 2014.
- Werner RÖSENER, Die Grundherrschaft, in: Frühgeschichte der Landwirtschaft in Deutschland, hrsg. v. Norbert BENECKE, Langenweissbach 2003, S. 228–240.


[Ü] Erfolgreiches Latein in Studium und Praxis  (AfK-Nr. 11)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2018
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. I, D 106

Kommentar:

Für den Erfolg von angehenden Studierenden der Altertumswissenschaften, der Kunstgeschichte, der Geschichtswissenschaft, der Theologie und der Germanistik ist die Fähigkeit, lateinischsprachige Quellen erschließen zu können, von zentraler Bedeutung. Die Grundlage dafür wurde im "klassischen" Lateinunterricht gelegt. Diese bereits erworbenen Kompetenzen gilt es einerseits zu pflegen, andererseits im Hinblick auf die jeweilige Epoche und den Untersuchungsgegenstand zu erweitern. Der Kurs soll dazu befähigen, Latein in den geisteswissenschaftlichen Studiengängen sowie in der späteren Berufspraxis anwenden zu können.


[Ü] Geschichte der Abtei Fulda  (AfK-Nr.: 11)
Klausurtermin: 11.02.2019
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2018
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. I, C 030

Kommentar:

Die Übung zur Quellenkunde führt in die Spezifik mittelalterlicher Quellengattungen (Geschichtsschreibung, Urkunden, Akten) und in die handwerklichen Kompetenzen ein, die zur Bearbeitung solcher Quellen nötig sind (Mittellatein, Urkundenlehre, Chronologie, Paläographie). Das Beispielmaterial, das zur Illustration dient, stammt aus dem Umfeld der Reichsabtei Fulda. Fulda spielte insbesondere im früheren MIttelalter eine bedeutende kulturelle und politische Rolle im römisch-deutschen Reich.
Einführende Literatur für die Hilfswissenschaften: Hans-Werner Goetz, Proseminar Geschichte. Mittelalter, 4. Aufl. 2014.
Einführende Literatur ins Thema: Kathrein, Werner, u. a.: Fulda, St. Salvator, in: Friedhelm Jürgensmeier u. a., Die benediktinischen Mönchs- und Nonnenklöster in Hessen, St. Ottilien 2004, S. 213–434 (Germania Benedictina 7, Hessen); Martin, Thomas. Klosterleben und Reichspolitik. Mainz 1989; Merz, Johannes, Fulda, in: Die Territorien des Reichs im Zeitalter der Reformation und Konfessionalisierung, hg. von Anton Schindling und Walter Ziegler, Bd. 4. Mittleres Deutschland, Münster 1992 (Katholisches Leben und Kirchenreform im Zeitalter der Glaubensspaltung, 52), S. 128-145


[Ü] Heiligen- und Reliquienverehrung im Mittelalter  (AfK-Nr.: 11)
Klausurtermin: 13.02.2019
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2018
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 104

[Ü] Quellen zum Glauben der frühmittelalterlichen "gentes"  (AfK-Nr.: 11)
Klausurtermin: 04.02.2019
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2018
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 030

Kommentar:

Die Geschichte der "gentes", der "barbarischen" Gruppen und Verbände des Frühmittelalters wurde in den letzten Jahrzenhten grundlegend neu bewertet. Die Abkehr von essentialistischen Ansätzen durch die Ethnogeneseforschung, die mittlerweile durch die Übernahme von Identitätskonzepten aus den Sozialwissenschaften weitergedacht worden ist, ist dabei zentral. Die grundsätzlichen Verschiebungen haben auch Auswirkungen auf die Erforschung des Glaubens gentiler Gruppen und Verbände des frühen Mittelalters. Vor allem durch Impulse aus der alten Geschichte wird bspw. die Dichotomie "heidnisch"/ "christlich" zunehmend in Frage gestellt. Die Prämissenverschiebung erfordert es, die Quellenberichte zum "heidnischen" Glauben einzelner "gentes" quellenkritisch besonders differenziert und kritisch neu zu behandeln . Die Thematik und die mit ihr verbundenen Herausforderungen eignen sich demnach ideal für eine Quellenkundliche Übung. Auf dieser inhaltlichen Basis wird in die einzelnen Quellengattungen des Mittelalters und die Historischen Hilfswissenschaften eingeführt sowie eine quellenbasierte geschichtswissenschaftliche Arbeitspraxis vermittelt und eingeübt.

Literatur:
Brown, Peter: The Rise of Western Christendom. Triumph and Diversity, A. D. 200 - 1000, Cambridge, 2. Aufl., 2009.
Goetz, Hans-Werner: Die Wahrnehmung anderer Religionen und christlich-abendländisches Selbstverständnis im frühen und hohen Mittelalter (5.-12. Jahrhundert), Bd. 1, Berlin 2013.
Goetz, Hans-Werner: Proseminar Geschichte. Mittelalter, Stuttgart, 4. Aufl., 2014.
Stiegemann, Christoph (Hrsg.): Credo - Christianisierung Europas im Mittelalter, Bd. 1: Essays, Petersberg 2013.
von Padberg, Lutz E.: Die Christanisierung Europas im Mittelalter, Stuttgart, 2. Aufl. 2009.


[Ü] Quellenarbeit in den digitalen Geschichtswissenschaften
Die Veranstaltung hat keinen epochalen Schwerpunkt und richtet sich an alle Studierenden im Master.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2018
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 401

[Ü] "Da vergeht einem ja Hören und Sehen" – methodische und theoretische Implikationen der visual und sound history
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2018
wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr,  Phil. I, E 105

Kommentar:

Historiker arbeiten immer häufiger mit Bildquellen und zunehmend auch mit Tonquellen. In der Übung werden theoretische Texte zu Visual- und Audiogeschichte gelesen und in Verbindung mit der praktischen Arbeit des Historikers gebracht: Was bedeuten Überlegungen zum Status tongeschichtlicher Dokumente für die Verwendung von Radiosendungen als Quelle? Welche Chancen bietet die Analyse von Fotografien oder Comics für die Geschichtswissenschaft und wo liegen die Grenzen der Aussagekraft dieser Dokumente?
Literatur:
Gerhard Paul (Hrsg.), Visual History. Ein Studienbuch, Göttingen 2006.
J. Douglas: Listening In. Radio and the American Imagination, Minneapolis 2004.
Bettina Severin-Barboutie, Sylvia Kesper-Biermann: Verflochtene Vergangenheiten. Geschichtscomics in Europa, Asien und Amerika, Themenheft von „Comparativ. Zeitschrift für Globalgeschichte und vergleichende Gesellschaftsforschung“, 24 (2014), Heft 3.
Jens Jäger, Fotografie und Geschichte, Frankfurt a. M. 2009.


[Ü] Arbeit, Krisen, Globalisierung. Einführung in Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaft am Beispiel der Kapitalismusgeschichte.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 07.11.2018
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 311
Einzeltermin
Fr. 09.11.2018,14.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, G 333

Kommentar:

Zu Beginn des 20. Jhd. wurde der Begriff des „Kapitalismus“ als kritische Beschreibungs- und Analysekategorie für die als krisenhaft empfundene, Gegenwart der "Moderne" populär. Viele Kapitalismustheorien der 1920er Jahren verstanden sich ganz selbstverständlich auch als Theorien über den Lauf der Geschichte im Allgemeinen. Auch wenn einige Klassiker der Kapitalismustheorie wie Karl Marx, Werner Sombart, oder Josef Alois Schumpeter durchaus einflussreich blieben, wurde der Begriff des Kapitalismus in der zweiten Hälfte des 20. Jhd. in der Geschichtswissenschaft weitgehend von anderen Begriffen wie der "Marktwirtschaft" abgelöst. Im Nachgang der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2008 rehabilitiert sich der „Kapitalismus“ in der Geschichtswissenschaft. Die Kapitalismusgeschichte soll in der Übung als Beispiel dienen, die Konjunkturen verschiedener theoretischer und methodischer Ansätze in der Geschichtswissenschaft im Kontext ihrer Zeit nachzuvollziehen. Es werden sowohl einige der bis heute einflussreichen Klassiker der Kapitalismustheorie vorgestellt, als auch Beispiele neuerer Ansätze in der Kapitalismusgeschichte diskutiert.

Hinweis:
Die Übung beginnt am Mittwoch, den 7.11.2018. Die ausgefallenen Sitzungen werden an einem Zusatztermin am Freitag, den 9.11.2018 von 14:00-18:00 nachgeholt.

Literatur zur Einführung:
Raphael, Lutz: Geschichtswissenschaft im Zeitalter der Extreme. Theorien, Methoden, Tendenzen von 1900 bis zur Gegenwart, München 2003.
Kocka, Jürgen: Geschichte des Kapitalismus, München 2013.
Lenger, Friedrich: Die neue Kapitalismusgeschichte. Ein Forschungsbericht als Einleitung, in: Archiv für Sozialgeschichte 56 (2016), S.3-37.


[Ü] Das Ende des Ersten Weltkriegs: Ereignisse, Wahrnehmungen und Deutungen
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2018
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 102

Kommentar:

Während der Beginn des Ersten Weltkriegs weitgehend außer Frage steht, fällt es mit Blick auf die vielfältige Fortsetzung von Gewalt und Krise, die langfristigen Konsequenzen und den schwierigen Übergang vom Krieg zum Frieden deutlich schwerer zu bestimmen, wann genau dieser wo zu Ende ging. Die Übung thematisiert diese Frage eingangs auf Basis der neueren Forschungsliteratur, welche die sich überschlagenden Ereignisse des Herbst 1918 diskutiert und in eine längere Geschichte von Krieg sowie Krisen- und Gewalterfahrung einordnet. Anschließend werden ausgewählte Quellen gelesen und gemeinsam analysiert. Im Rahmen einer kritischen Analyse von Presseartikeln, Tagebüchern und Memoiren soll insbesondere danach gefragt werden, wie Zeitgenossinnen und Zeitgenossen das Ende des Krieges wahrnahmen und deuteten, wie unterschiedliche Medien berichteten und auf welche Weise Personen und Gruppen den Ereignissen (retrospektiv) Sinn beimaßen.


[Ü] Der Erste Weltkrieg in der Geschichtsschreibung
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2018
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 113

[Ü] Einführung in die Lektüre französischsprachiger Texte
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2018
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. I, C 113

[Ü] Exil. Auswanderung und Flucht aus Deutschland 1933 bis 1945
Bitte belegen Sie auch das inhaltlich verbundene Proseminar "Exil. Auswanderung und Flucht aus Deutschland 1933 bis 1945".
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2018
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. I, C 027

Kommentar:

Nach der Übernahme der Macht durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933 verließen hunderttausende Menschen das Deutsche Reich, um in einem fremden Land sicher und frei leben (und überleben) zu können. Sie wurden in ihrer Heimat Deutschland bedroht und verfolgt, weil sie nach den Vorgaben der herrschenden nationalsozialistischen Ideologie die falsche Religion, die falsche "Rasse", die falsche politische Meinung, die falsche sexuelle Orientierung oder einfach nur den falschen Lebensstil hatten.
In der Übung werden wir diskutieren und erarbeiten, welche unterschiedlichen Arten von Quellen in der Zeitgeschichte genutzt werden können und wie wir mit ihnen umgehen müssen. Wir werden uns mit Briefen und Tagebüchern, Berichten und Romanen, Adressbüchern und Radiosendungen, Filmen und Fotografien beschäftigen, die uns dabei helfen können, etwas über das Leben der Exilanten zu erfahren und über die Gesellschaft, aus der sie geflohen sind.
Damit wir sinnvoll miteinander arbeiten können, wird der Besuch des Proseminars „Exil“ dringend empfohlen.


[Ü] Geschichtswissenschaftliche Kontroversen
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2018
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, C 113

[H Si] Maximilian I. (1459-1519) - Kaiser einer Übergangsepoche
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2018
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 113

Kommentar:

Kaiser Maximilian I. (1459-1519), dessen Todesjahr sich zum 500. mal jährt, ist eine Gestalt, die Zeitgenossen und Historiker schon immer fasziniert hat. Er personifiziert gleichsam den Übergang vom Spätmittelalter zur Frühen Neuzeit, denn er verbindet mittelalterliche Mentalität (der "letzte Ritter") mit sehr modernen anmutenden Herrschaftspraktiken, die seine Zeitgenossen immer wieder herausgefordert haben. Kein Kaiser des Heiligen Römischen Reiches hat mehr an seinem Nachruhm gearbeitet, aber keiner bleibt auch so ambivalent und rätselhaft. Im Seminar sollen sowohl die zahlreichen, oft stilisierten Selbstaussagen, wie auch die Kontexte, in denen er agierte (Burgundisches Erbe, Auseinandersetzungen mit Frankreich, Reichs- und Hauspolitik, "Gedechtnus"), thematisiert werden, um ein Profil dieses Herrschers zu erstellen.
Lit.: Bernd Roeck, Der Morgen der Welt. Geschichte der Renaissance, 2017; Manfred Hollegger, Maximilian I. (1459-1519): Herrscher und Mensch einer Zeitenwende, 2005; Hermann Wiesflecker, Kaiser Maximilian I.: Das Reich, Österreich und Europa an der Zeitenwende, 5 Bde. 1971-1986.


[Ü] Old writing. German, French and English palaeography of the sixteenth and seventeenth century
Unterrichtssprache: Englisch
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
7 Einzeltermine
Alle Termine in: Phil. I, B 033
Di. 16.10.2018,09.00 - 12.00 Uhr  
Di. 06.11.2018,09.00 - 12.00 Uhr  
Di. 13.11.2018,09.00 - 12.00 Uhr  
Di. 11.12.2018,09.00 - 12.00 Uhr  
Di. 08.01.2019,09.00 - 12.00 Uhr  
Di. 29.01.2019,09.00 - 12.00 Uhr  
Di. 05.02.2019,09.00 - 12.00 Uhr  

Kommentar:

Palaeography is the study of old handwriting. In this course we will study German, English and French handwriting of the sixteenth- and seventeenth century. At first glance, documents written at this time may look wholly illegible to the modern reader. Many of the letters differ considerably from the ones used today, punctuation is often absent, and texts contain abbreviations we no longer use. This course will provide you with the basic knowledge to understand what the texts say, to interpret their sentence structure, and to transcribe the abbreviations. Furthermore, studying these texts will add to developing an understanding of how historical research is conducted and teach you about the pitfalls in using these sources.
Palaeography is an essential skill for delving into and understanding Early Modern History. As with any new skill, the only real way to become proficient in reading old handwriting is to practise, practise and practise.
The examination consists of a source analysis and transcription of 10.000 to 12.000 characters.


[Ü] Urbanisierung und Urbanität in England, 1660-1820
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2018
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, C 113

Kommentar:

Zwischen 1660 und 1820 erlebte England einen Prozess der Urbanisierung, für den Peter Borsay den Begriff "urban renaissance" geprägt hat: Die englischen Städte wandelten sich in Größe und Gestalt und erlangten eine völlig neue Zentralität in Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur. Sie waren Schauplatz und Nährboden für die Prozesse der Industrialisierung, der Aufklärung, der religiösen Erneuerung und der Ausbildung einer bürgerlichen Öffentlichkeit. Ihr Erscheinungsbild wandelte sich während des 18. Jahrhunderts dramatisch, während sie zugleich in Größe und Anzahl wuchsen. Mit diesen Entwicklungen eng verknüpft waren veränderte Vorstellungen davon, was Stadt und Urbanität ausmache und wie sie idealerweise gestaltet sein sollten. Nicht zuletzt änderte sich auch die alltägliche Erfahrung städtischen Lebens.

In der Übung sollen diese Wandlungsprozesse, Wahrnehmungen und Praktiken anhand unterschiedlichster Quellentypen genauer untersucht und dabei die Grundlagen der Quellenkritik und -interpretation eingeübt werden. Da überwiegend mit englischsprachigen Quellen und Literatur gearbeitet werden wird, haben die Studierenden auch die Möglichkeit, ihre Sprachkenntnisse zu erweitern und zu vertiefen.

Voraussetzung für die Teilnahme ist deshalb unbedingt die Bereitschaft zur intensiven Lektüre englischer Texte und zur aktiven Mitarbeit.

Prüfungsleistung ist ein Quellenkommentar im Umfang von 10.000 bis 12.000 Zeichen.


 
[Si] Forschungsprobleme in der amerikanischen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2018
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. I, E 105

Kommentar:

Die amerikanische Historiographie darf als thesenfreudig beschrieben werden. Aus dieser Freude an der Zuspitzung speisen sich traditionell Forschungskontroversen, die die amerikanische Geschichtsschreibung prägen und häufig Relevanz weit über diese hinaus entfalten – man denke an die zahlreichen „turns“ der letzten Jahre. Dieses Seminar beschäftigt sich mit der unterschiedlichen Interpretation zentraler „Epochen“ (etwa des „Jacksonian America“ oder dem „Kalten Krieg“,), Ereignisse (etwa dem Civil War), Institutionen (etwa dem Militär) und Kategorien (etwa Religion oder Gender): Ist Jacksons Regierungsperiode als Motor der Demokratisierung oder als Zeit der gesellschaftlichen Differenzierung und Marginalisierung zu verstehen? Wirkte der Kalte Krieg einigend auf die USA oder verdeckte er lediglich eine zunehmende innergesellschaftliche Polarisierung? Integrierte und ermächtigte der Erste Weltkrieg African-Americans und neuere Immigrantengruppen durch ihre Teilhabe oder spaltete er diese Gruppen und schwächte sie damit? Sind die neu entstehenden Fundamentalisten in der Zwischenkriegszeit marginalisiert oder Vorreiter der religiösen Eroberung des modernen Amerikas?

Literaturauswahl:
Eric Foner, Lisa McGirr (Hg.): American History Now, Philadelphia 2011.
Nancy C. Unger, Christopher McKnight Nichols (Hg.): A Companion to the Gilded Age and Progressive Era (Wiley Blackwell Companions to American History), Malden 201
James M. Banner Jr. (Hg.): A Century of American Historiography, 2009.
Patrick Allittt (Hg.): Major Problems in American Religious History, Boston 2013.
Elizabeth Cobbs Hoffman, Edward J. Blum, Jon Gjerde (Hg.): Major Problems in American History (Volume II: Since 1865), Boston 2012.
Paul Ortiz: An African American and Latinx History of the United States, Boston 2018.


[Si] Kernprobleme der internationalen Beziehungen seit 1989
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2018
wöchentlich Fr. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. I, C 003

Kommentar:

Der Zusammenbruch der kommunistischen Regime in Osteuropa und der Kollaps der Sowjetunion liegen inzwischen bereits 30 Jahre zurück. Trotz allen damaligen Schwadronierens über ein „Ende der Geschichte“ geht diese jedoch offenkundig mit tiefen Veränderungen und erheblicher Dynamik weiter. Insbesondere folgte auf die kurze Phase einer alleinigen amerikanischen Supermachtstellung inzwischen die Herausbildung eines multipolaren Weltsystems. Das Hauptseminar diskutiert den seit den 1980er Jahren erkennbaren Wandel am Beispiel der heute entscheidende Machtblöcke (USA, Europa, China und Russland) und deren Allianzen und Konflikte um wichtige Einflusszonen (Mittlerer Osten, Süd- und Südostasien) und den globalen Süden. Wichtige Stichworte sind dabei der Zerfall der Weltmachtstellung der USA, die ungeklärte Stellung Europas, die Rolle neuer internationaler Kooperationen (G7, G20, BRIC, Shanghai-Gruppe usw.) sowie die generellen Veränderungen im globalen Süden durch den steigenden Einfluss Chinas und die zunehmend desaströse Lage in weiten Teilen des Mittleren Ostens und in Afrika.
Von den Teilnehmenden wird (in Gruppenarbeit) die Gestaltung einer Sitzung und (so durch die Prüfungsordnung vorgesehen) eine Hausarbeit erwartet. Gasthörer sind willkommen. Aufgabenverteilung und Literatur in der ersten Sitzung.


[Si] Kolonialgeschichte Frankreichs seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2018
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. I, C 113

[Si] Merkantilismus: Renaissance eines Themas oder eines politischen Konzepts?
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2018
zwei-wöchentlich Do. 09:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 113

Kommentar:

In den von der Presse zu Handelskriegen erklärten Auseinandersetzungen unserer Tage um Handelsbilanzüberschüsse und deren Bekämpfung durch Zölle erfreuen sich Vorstellungen einer erneuten Konjunktur, die lange als merkantilistisch oder neomerkantilistisch gebrandmarkt und als längst überholt abgetan worden waren. Und das zu einem Zeitpunkt, zu dem die historische Forschung zur einstmals als merkantilistisch beschriebenen Epoche vom 16. bis ins 18. Jahrhundert hinein den Begriff des Merkantilismus ad acta zu legen scheint, da er vor allem als Kampfbegriff späterer Freihandelsbefürworter zu verstehen und deshalb wenig geeignet sei, die Wirtschaftspolitik europäischer Staaten während der Frühen Neuzeit zu erhellen. Weiter kompliziert wird die diskursive Konstellation dadurch, dass umgekehrt vor allem von Seiten der Entwicklungsökonomie vermehrt davor gewarnt wird, den Freihandel als wichtige Voraussetzung (industrie-)wirtschaftlicher Entwicklung anzusehen. Die heute wohlhabenden Länder hätten sich vielmehr ganz anderer Mittel bedient und plädierten nun für Freihandel, um so ein Aufholen der weniger wohlhabenden Staaten zu behindern. Angesichts einer so komplexen Diskurskonstellation scheint es ratsam, im Seminar zunächst die entsprechenden frühneuzeitlichen Vorstellungen und Praktiken einer genaueren Analyse zu unterziehen und dann mit den Argumenten ihrer Kritiker, aber auch moderner Entwicklungsökonomen in Beziehung zu setzen. Im Einzelnen soll dabei den jeweiligen Interessen der Teilnehmer/Innen breiter Raum gegeben werden.

Literatur:
Philipp R. Rössner (Hg.), Economic Growth and the Origins of Modern Political Economy. Economic Reasons of State, London 2016;
Moritz Isenmann (Hg.), Merkantilismus. Wiederaufnahme einer Debatte, Stuttgart 2014;
Ha-Joon Chang, Kicking Away the Ladder. Development Strategy in Historical Perspective, London 2003.


 
[O Si] Werkstattberichte aus laufenden Forschungsarbeiten in der Mediävistik
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2018
wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr,  Phil. I, C 003

Kommentar:

Die Veranstaltung bietet MA-, L3- und Promotionsstudierenden sowie Postdocs der geschichtswissenschaftlichen und germanistischen Mediävistik die Gelegenheit, ihre entstehenden Arbeiten im interdisziplinären Expertenkreis zu diskutieren. Eine Qualifikation ist nur in Absprache mit den Lehrenden und abhängig vom jeweiligen Studiengang möglich.


[O Si] Neueste Forschungen zur Geschichte der Frühen Neuzeit
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2018
wöchentlich Mo. 18:00 - 20:00 Uhr,  Phil. I, C 113

[O Si] Oberseminar Neuere und Neueste Geschichte
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2018
wöchentlich Mi. 18:00 - 20:00 Uhr,  Phil. I, C 214
Einzeltermin
Mi. 19.12.2018,18.00 - 20.00 Uhr   Alter Steinbacher Weg 44, 103

[O Si] Aktuelle Fragen der Geschichtsdidaktik
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2018
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 003

Kommentar:

Das Oberseminar dient zum einen der Vertiefung fachdidaktischer Fragestellungen anhand aktuell erschienener Literatur. Hierbei kommen aktuelle bildungspolitische Fragen des Geschichtsunterrichts genauso zur Sprache wie grundlegende Konzepte der Geschichtsdidaktik.

Literatur wird zu Beginn der Veranstaltung bekannt gemacht.


[O Si] App, Blog und Video: Analyse und Anwendung neuer Formen der Geschichtskultur
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2018
wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr,  Phil. I, C 214

Kommentar:

Vom Geschichtsblog, Computerspiel bis zur Tourismus-App, vom seriösen Erklärtutorial bis zum grellen Musikvideo zur Darstellung historischer Persönlichkeiten: Das Angebot der außerschulischen Geschichtskultur mit und ohne curricularer Lernabsichten ist vom Umfang her und der Bandbreite seines Stils nahezu unüberschaubar geworden. In unserem Seminar verschaffen wir uns zunächst einen Überblick über die diversen geschichtskulturellen Erscheinungsformen sowie die nötige geschichtsdidaktischen Theorien und Kriterien für ihre Analyse und schließliche Einbettung in den Geschichtsunterricht. Im zweiten Teil des Seminars stehen praktische Aspekte der Mediengestaltung; auf dem Programm (Erstellung eines Blogs, Wiki, Video oder Webseite - je nach technischem Know How und Interesse), welche Teil Ihrer Prüfungsleistung sein werden. Nicht umsonst sehen Geschichstdadiktiker die aktive Mediengestaltung bzw. das "Lernen in digitalen Medien" als eines der wichtigsten Ziele des Medieneinsatzes an. Wer ein wenig kreativ sein möchte, ist in diesem Seminar also bestens aufgehoben.


[O Si] Schlüsseltexte der Geschichtsdidaktik gelesen unter aktuellen Fragestellungen (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2018
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 214

Kommentar:

Die didaktische Literatur ist vielfältig und hat sich in den letzten Jahren theoretisch weitverzweigt. Dennoch gibt es Basisaufsätze, die die Didaktik entscheidend geprägt, die zu einem Paradigmenwechsel geführt haben und die bis heute interessante Denkanstöße geben. Im Oberseminar sollen solche "Schlüsseltexte" gelesen und diskutiert werden. Dabei soll neben Fragen der Wirkungsgeschichte insbesondere die aktuelle Relevanz der dort entwickelten Ansätze vor den gegenwärtigen Herausforderungen des Geschichtsunterrichts erörtert werden.

Das Seminar dient auch der Reflexion des bisherigen fachdidaktischen Studiums sowie der Vorbereitung auf das Examen.


   
[Ex] Päpste – Kaiser – Kardinäle: Rom in Mittelalter und Früher Neuzeit
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine
Alle Termine in: Phil. I, C 113
Fr. 26.10.2018,14.00 - 16.00 Uhr  
Fr. 18.01.2019,14.00 - 18.00 Uhr  
Fr. 01.02.2019,14.00 - 18.00 Uhr  
Fr. 15.02.2019,14.00 - 18.00 Uhr  

Kommentar:

Exkursion: Rom, 25.-31.03.2019. Vorbereitungstreffen s. unten. Anmeldung in FlexNow durch Studierende selbst nicht möglich, stattdessen manuelles Einflexen nach persönlicher Anmeldung im Sekretariat der Professur für Mittelalterliche Geschichte, Frau Josephine Blum (s. Info's unten).

Die einwöchige Exkursion (25.-31. März 2019) nach Rom widmet sich ausgewählten Zielen, die die Entwicklung der Metropole von der Spätantike bis in das 16./17. Jahrhundert widerspiegeln. Kirchen, Paläste, Straßen und Plätze lassen die vielfältigen Funktionen dieser Stadt erkennen. Sie war Residenzstadt der Päpste, Sitz der päpstlichen Kurie, die zur Zentrale der lateinischen Kirche ausgebaut wurde, und Mittelpunkt zahlreicher Adelsfamilien, aus denen Kardinäle und Päpste hervorgingen. Die Stadt am Tiber war zugleich der Krönungsort der mittelalterlichen Kaiser und deshalb eng mit dem frühmittelalterlichen Frankenreich und dem römisch-deutschen Reich des Hoch- und Spätmittelalters verbunden. Zugleich entwickelte sie sich zu einem europaweit ausstrahlenden Pilgerzentrum und zu einer kirchlich-politischen Hauptstadt, in der die einflussreichsten Könige und Fürsten Europas durch ihre Botschafter und Gesandten vertreten waren. Die Exkursion wird diese Aspekte der historischen Entwicklung am Beispiel ausgewählter Kirchen, Adelspaläste und Stadtviertel beleuchten.
VORBEREITUNGSTREFFEN:
Integraler Bestandteil der Exkursion sind vier Vorbereitungsseminare, die jeweils Freitags ab 14 Uhr stattfinden werden: am 26.10., am 18.01., am 01.02. und am 15.02. in Raum C 113.
REISEKOSTEN:
Die Kosten werden voraussichtlich zwischen 750-850 € pro Person liegen (Hin- und Rückflug ab Frankfurt/Main, Übernachtung mit Frühstück in einem zentral gelegenen Drei-Sterne-Hotel im EZ oder DZ). Wir hoffen, durch die Einwerbung von Zuschüssen den Preis für die studentischen Teilnehmer/innen um etwa 100-120 € reduzieren zu können.
ANMELDUNG:
Es wird um persönliche Anmeldung im Sekretariat für Mittelalterliche Geschichte bei Frau Josephine Blum, Raum C 238, Öffnungszeiten: Dienstags 9.00-12.30 Uhr/14.00-15.30 Uhr; Donnerstags 11.00-12.30 Uhr/14.00-15.30 Uhr (Änderungen s. aktuelle Mitteilungen auf der Homepage), tel. 0641/9928131, Email: externJosephine.Blum@geschichte.uni-giessen.de bis spätestens 15. Oktober 2018 unter Hinterlegung einer Anzahlung von 200 € gebeten.
LEITUNG:
Prof. Dr. Horst Carl/Prof. Dr. Stefan Tebruck
ORGANISATION:
Francesco Vizzarri M.A./Josephine Blum


[Ex] Exkursion nach Indien (mit Vorbereitungskurs)
Vorbereitungskurs zur Exkursion nach Indien (nach Absprache mit den Teilnehmenden bei Genehmigung der Zuschüsse)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

Kommentar:

Für das Wintersemester 2018/2019 plane ich eine 12-tägige Exkursion mit bis zu 15 Teilnehmenden nach Indien. Thema der Exkursion ist die Kolonisierung und De-Kolonisierung Britisch-Indiens. Geplant ist, mit Südindien (Pondicherry und Umgebung) sowie Delhi oder den Osthimalaya mindestens zwei Regionen Indiens zu besuchen. Die genauen Daten werden mit den Teilnehmenden koordiniert bzw. hängen von (preiswerten) Flugverbindungen ab. Für Teilnehmende der Exkursion wäre die Teilnahme am Vorbereitungsseminar obligatorisch.
Voraussetzung für die Durchführung der Exkursion und das Begleitseminar ist die Erteilung eines entsprechenden Zuschusses, über den Ende Juli entschieden werden wird. Für diesen Fall würde ich die Exkursion im späten November oder im Dezember 2018 stattfinden lassen, was eine optimale Reisezeit in Indien ist.
Interessierte können sich über Flexnow bzw. über Email bei mir registrieren. Termine und Aufgabenverteilung würden dann eventuell bereits bei einer Vorbesprechung Anfang August festgelegt werden. Bitte beachten Sie auch Aushänge, Ankündigungen auf der Homepage des Instituts und Informationen der Fachschaft.


[Ex] Päpste – Kaiser – Kardinäle: Rom in Mittelalter und Früher Neuzeit
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine
Alle Termine in: Phil. I, C 113
Fr. 26.10.2018,14.00 - 16.00 Uhr  
Fr. 18.01.2019,14.00 - 18.00 Uhr  
Fr. 01.02.2019,14.00 - 18.00 Uhr  
Fr. 15.02.2019,14.00 - 18.00 Uhr  

Kommentar:

Exkursion: Rom, 25.-31.03.2019. Vorbereitungstreffen s. unten. Anmeldung in FlexNow durch Studierende selbst nicht möglich, stattdessen manuelles Einflexen nach persönlicher Anmeldung im Sekretariat der Professur für Mittelalterliche Geschichte, Frau Josephine Blum (s. Info's unten).

Die einwöchige Exkursion (25.-31. März 2019) nach Rom widmet sich ausgewählten Zielen, die die Entwicklung der Metropole von der Spätantike bis in das 16./17. Jahrhundert widerspiegeln. Kirchen, Paläste, Straßen und Plätze lassen die vielfältigen Funktionen dieser Stadt erkennen. Sie war Residenzstadt der Päpste, Sitz der päpstlichen Kurie, die zur Zentrale der lateinischen Kirche ausgebaut wurde, und Mittelpunkt zahlreicher Adelsfamilien, aus denen Kardinäle und Päpste hervorgingen. Die Stadt am Tiber war zugleich der Krönungsort der mittelalterlichen Kaiser und deshalb eng mit dem frühmittelalterlichen Frankenreich und dem römisch-deutschen Reich des Hoch- und Spätmittelalters verbunden. Zugleich entwickelte sie sich zu einem europaweit ausstrahlenden Pilgerzentrum und zu einer kirchlich-politischen Hauptstadt, in der die einflussreichsten Könige und Fürsten Europas durch ihre Botschafter und Gesandten vertreten waren. Die Exkursion wird diese Aspekte der historischen Entwicklung am Beispiel ausgewählter Kirchen, Adelspaläste und Stadtviertel beleuchten.
VORBEREITUNGSTREFFEN:
Integraler Bestandteil der Exkursion sind vier Vorbereitungsseminare, die jeweils Freitags ab 14 Uhr stattfinden werden: am 26.10., am 18.01., am 01.02. und am 15.02. in Raum C 113.
REISEKOSTEN:
Die Kosten werden voraussichtlich zwischen 750-850 € pro Person liegen (Hin- und Rückflug ab Frankfurt/Main, Übernachtung mit Frühstück in einem zentral gelegenen Drei-Sterne-Hotel im EZ oder DZ). Wir hoffen, durch die Einwerbung von Zuschüssen den Preis für die studentischen Teilnehmer/innen um etwa 100-120 € reduzieren zu können.
ANMELDUNG:
Es wird um persönliche Anmeldung im Sekretariat für Mittelalterliche Geschichte bei Frau Josephine Blum, Raum C 238, Öffnungszeiten: Dienstags 9.00-12.30 Uhr/14.00-15.30 Uhr; Donnerstags 11.00-12.30 Uhr/14.00-15.30 Uhr (Änderungen s. aktuelle Mitteilungen auf der Homepage), tel. 0641/9928131, Email: externJosephine.Blum@geschichte.uni-giessen.de bis spätestens 15. Oktober 2018 unter Hinterlegung einer Anzahlung von 200 € gebeten.
LEITUNG:
Prof. Dr. Horst Carl/Prof. Dr. Stefan Tebruck
ORGANISATION:
Francesco Vizzarri M.A./Josephine Blum


[Ex] Reichsstädte in Hessen in der Frühen Neuzeit (1500-1800)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
5 Einzeltermine
Mo. 15.10.2018,10.00 - 12.00 Uhr   Phil. I, C 029
Fr. 09.11.2018,00.00 - 00.00 Uhr  
Fr. 16.11.2018,00.00 - 00.00 Uhr  
Fr. 23.11.2018,00.00 - 00.00 Uhr  
Fr. 30.11.2018,00.00 - 00.00 Uhr  

Kommentar:

Reichsstädte in Hessen in der Frühen Neuzeit
Exkursionsseminar
Reichsstädte werden die Städte im Alten Reich genannt, die unmittelbar dem König bzw. dem Kaiser sowie dem Reich unterstanden. Reichsstädte besaßen Sitz und Stimme am Reichstag. Sie hatten allein den Kaiser als Stadtherren über sich, besaßen Selbstverwaltung und die Bürger partizipierten an der Regierung. Zudem betrieben sie eine selbständige Außenpolitik. Die Gruppe der Reichsstädte war sehr heterogen. Es gab Großstädte und internationale Handelsplätze wie Frankfurt am Main, kleine Reichsstädte mit einer Zentralortfunktion wie Wetzlar. Reichsstädte, die in besonderer Nachbarschaft lebten, wie Friedberg, oder auch einfach eine Kleinststadt wie Gelnhausen.
Auf dem Exkursionsseminar werden wir Wetzlar, Friedberg und Frankfurt besuchen und dort Führungen durch das Reichskammergerichtsmuseum in Wetzlar, das Historische Museum in Frankfurt sowie das Institut für Stadtgeschichte in Frankfurt und das Stadtarchiv in Friedberg erhalten.
Die Einführung zum Seminar findet am Montag, den 15. Oktober statt. Die nachfolgenden Exkursionen nach Wetzlar, Frankfurt (2x) und Friedberg finden jeweils ab dem 9. November an Freitagen ganztägig statt.


[P Si] Exkursion nach Buchenwald
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
3 Einzeltermine
Alle Termine in: Phil. I, C 214
Di. 15.01.2019,18.00 - 20.00 Uhr  
Di. 22.01.2019,18.00 - 20.00 Uhr  
Sa. 06.04.2019,10.00 - 16.00 Uhr  

Kommentar:

Das Seminar wird eine breite Vielfalt von Möglichkeiten aufzeigen, wie in der Gedenkstätte mit Schülerinnen und Schülern gearbeitet werden kann. Neben der „normalen Führung“ werden verschiedene Workshops und Projekte vorgestellt. Weiterhin sind Gespräche mit den verantwortlichen Pädagogen für die Dauerausstellung sowie ein Besuch im Archiv der Gedenkstätte geplant.

Exkursion: 22.-25.03.2019. Die Kosten belaufen sich auf ca. 100,- € für Unterkunft und Verpflegung. Ein Antrag auf Bezuschussung durch die JLU wurde gestellt.


 
[Pra Vb] Praktikumsvorbereitung B.A.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
Einzeltermin
Mi. 24.10.2018,12.00 - 14.00 Uhr   Phil. I, C 027

Kommentar:

Ein vier-, sechs- oder achtwöchiges Praktikum (je nach individueller Studiengestaltung) gehört zu den obligatorischen Bestandteilen des Gießener BA-Studiums.
In der Stud.IP-Gruppe "Geschichte Studieren in Gießen" können nähere Hinweise sowie denkbare bzw. empfehlenswerte Einrichtungen für ein solches Praktikum eingesehen werden.
In der Informationsveranstaltung geht es um grundsätzliche Fragen der Vorbereitung und Durchführung eines solchen Praktikums.


[Si] Praxis des historischen Lernens - Begleitseminar (Gruppe 1)
Zeiten und Orte werden im Vorbereitungsseminar bekanntgegeben
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

Kommentar:

Das Seminar reflektiert die Erfahrungen im Praktikum. Es ergänzt die in der Vorbereitungsveranstaltung gesetzten Planungsschwerpunkte um Praxiserfahrungen in der Durchführung von Unterricht. Die Frage "Was ist guter Geschichtsunterricht?" wird im Zentrum der Beobachtungsschwerpunkte und Reflexionen stehen, die im Seminar diskutiert werden.


[Si] Praxis des historischen Lernens - Begleitseminar (Gruppe 2)
Zeiten und Orte werden im Vorbereitungsseminar bekanntgegeben
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

[Si] Praxis des historischen Lernens - Nachbereitung (Gruppe 1)
Blocktermine werden im Begleitseminar abgesprochen.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

Kommentar:

Das Blockseminar dient der Nachbereitung des Fachpraktikums im Sommer 2018. Auf der Grundlage der Praktikumserfahrungen wird unter der leitenden Frage "Was ist guter Geschichtsunterricht" über verschiedene didaktische, methodische und fachliche Schwerpunkte reflektiert und diskutiert.


[Si] Praxis des historischen Lernens - Nachbereitung (Gruppe 2)
Blocktermine werden im Begleitseminar abgesprochen.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

[Si] Praxis des historischen Lernens - Vorbereitung (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2018
wöchentlich Mi. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, C 214

Kommentar:

Das Seminar bereitet gezielt auf das Fachpraktikum Geschichte vor. Die didaktisch fundierte sowie methodisch durchdachte Planung von Unterricht wird Schwerpunkt der Seminartätigkeit sein. Daneben werden pädagogische und fachwissenschaftliche Aspekte erörtert und in Planungsüberlegungen einbezogen, um eine umfassende Unterrichtsplanung, wie sie in schriftlichen Unterrichtsentwürfen gefordert ist, zu erabeiten.


[Si] Praxis des historischen Lernens - Vorbereitung (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2018
wöchentlich Fr. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, C 030

 
[Koll] Kolloquium
Termine werden noch bekannt gegeben.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

   
[sonst.] Mediendidaktische Sprechstunde
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2018
wöchentlich Mi. 13:00 - 15:00 Uhr,  Phil.I, C 207

Kommentar:

Die mediendidaktische Sprechstunde ist ein modulunabhängiges Beratungsangebot, das für fachwissenschaftliche wie für fachdidaktische und schulpraktische Fragen offen ist. Es kann ohne Voranmeldung genutzt werden kann. Sie können sich hier zu zum Medieneinsatz für Referate, Hausarbeiten und Praktika beraten lassen. Im Handapparat der Professur für Didaktik der Geschichte stehen vielfältige Medien zur Verfügung, die im Rahmen dieses Beratungsangebots genutzt werden können. Das Angebot erstreckt sich sowohl auf themenbezogene Auswahlfragen als auch auf Fragen der methodischen Aufbereitung.


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