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Vorlesungsverzeichnis: WiSe 2017/18

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Fachbereich 04: Geschichts- und Kulturwissenschaften - Gliederung nach anbietenden Einrichtungen - Geschichte

Veranstaltungen

 

 
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[Vl] Einführung in die griechische Geschichte
Klausur: 07.02.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2017
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr,  Phil. I, A 2

[Vl] Griechische Sozialgeschichte
Klausur: 08.02.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2017
wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr,  Phil. I, A 4

[Vl] Das Reich im 15. Jahrhundert
Die Vorlesung ist für Studierende in weiterführenden Modulen geöffnet, wird aber für das Grundlagenmodul empfohlen; die Klausur für Studierende des Grundlagenmoduls findet am 05.02.2018 statt
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 23.10.2017
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. I, A 3

Kommentar:

Das "lange" 15. Jahrhundert kann als Epoche einschneidender Veränderungen betrachtet werden. Dies betrifft sowohl die politische Debatte um die Reformbedürftigkeit des römisch-deutschen Reichs wie die Lage der Kirche. In der Vorlesung werden, ausgehend von der Absetzung König Wenzels (1400) diese Probleme dargestellt und erläutert. Einführende Literatur: Jörg Hoensch, Die Luxemburger. Eine spätmittelalterliche Dynastie 1308-1437, Stuttgart 2000; Karl-Friedrich Krieger, Die Habsburger im Mittelalter. Von Rudolf I. bis Friedrich III., Stuttgart, Berlin, Köln 1994; Karl-Friedrich Krieger, König, Reich und Reichsreform im Spätmittelalter, München 1992 (Enzyklopädie deutscher Geschichte 14), 2. durchges. Aufl. München 2005; Malte Prietzel, Das Heilige Römische Reich im Spätmittelalter, Darmstadt 2004


[Vl] Frühmittelalterliche Reichsbildungen in Europa (5.-7. Jahrhundert)
Klausurtermin: 06.02.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2017
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, A 5

Kommentar:

Die Vorlesung führt in die europäische Geschichte der ersten drei Jahrhunderte nach dem Zusammenbruch des Weströmischen Reiches ein und spannt den Bogen von der Entstehung der gotischen Reiche in Italien und Spanien (5./6. Jh.) bis zum Beginn der karolingischen Herrschaft im fränkischen Reich (8. Jh.). Sie fragt nach den bedeutendsten politischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklungen, die zum Aufstieg des fränkischen Reiches als des dominanten politischen Gefüges im frühmittelalterlichen Europa führten. Dabei ist nicht nur das Verhältnis von Kontinuität und Diskontinuität in der Übergangsphase von der Antike zum Mittelalter zu untersuchen. Vielmehr gilt es auch nach den Nachwirkungen der frühmittelalterlichen Entwicklungsprozesse bei der Entstehung des vormodernen Europa zu fragen.

Literatur:
Becher, Matthias: Chlodwig I. Der Aufstieg der Merowinger und das Ende der antiken Welt, München 2011; Becher, Matthias: Merowinger und Karolinger (Geschichte kompakt), Darmstadt 2009; Geary, Patrick J.: Die Merowinger. Europa vor Karl dem Großen, München 1996 (amerikan. Originalausgabe New York / Oxford 1988); Geary, Patrick J.: Europäische Völker im frühen Mittelalter. Zur Legende vom Werden der Nationen, Frankfurt/Main 2001; Goetz, Hans-Werner: Europa im frühen Mittelalter 500-1050 (Handbuch der Geschichte Europas 2), Stuttgart 2003; Heather, Peter: Invasion der Barbaren. Die Entstehung Europas im ersten Jahrtausend nach Christus, Stuttgart 2011 (engl. Originalausgabe London 2009); Meier, Mischa (Hg.): Sie schufen Europa. Historische Portraits von Konstantin bis Karl dem Großen, München 2007; Pohl, Walter: Die Völkerwanderung. Eroberung und Integration, 2. Aufl. Stuttgart 2005; Postel, Verena: Die Ursprünge Europas. Migration und Integration im frühen Mittelalter, Stuttgart 2004; Scholz, Sebastian: Die Merowinger, Stuttgart 2015.


[Vl] Die Französische Revolution 1789-1799
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2017
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, A 3

[Vl] Die USA und die Weltpolitik des 20. Jahrhunderts
Klausurtermin: 19.02.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 30.10.2017
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, A 3

Kommentar:

Die Vorlesung beschäftigt sich mit dem Aufstieg der USA zur Supermacht seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts. Im Zentrum stehen der Konflikt mit dem NS-Regime und der Sowjetunion im Kalten Krieg. Ein Ausblick verfolgt die Entwicklung bis zur Gegenwart und thematisiert die neuen Enzwicklungen seit den 1990er Jahren: den Aufstieg Chinas, den islamsitischen Terrorismus, die Grenzen der ökonomischen Basis der USA, die Versuche Washingtons, diese Krisenphänomene in den Griff zu bekommen. Die Vorlesung versucht, außenpolitische, militärische und geostrategische Phänome einer- und innenpolitiche und gesellschaftliche Aspekte zu verbinden und auf diese Weise ein Gesamtbild der amerikanischen Globalpolitik zu entwickeln.

Literatur:
Kennedy, Paul: The Rise and Fall of the Grat Powers. Economic Change and Military Conflict from 1500 to 2000, New York 1987
Reynolds, David: One World Divisible: A Global History since 1945, New York 2000
Thompson, John A.: A Sense of Power. The Roots of American Global Role, Ithaca 2015


[Vl] Europa in Bewegung. Teil 2 : Wanderungen im „kurzen“ 20. Jahrhundert
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2017
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, A 3

[Vl] Geschichte Ost- und Südostasiens seit dem Ende des Ersten Weltkrieges
Beginn am 27. 10. Klausurtermin 09.02.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 27.10.2017
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, A 5

Kommentar:

Die Vorlesung behandelt die historische Entwicklung in Süd- und Ostasien vom Ausbruch des Ersten Weltkrieg bis zum japanischen Angriff auf Pearl Harbor 1941. Mit dem Ersten Weltkrieg begann in Asien eine neue Epoche: Im Krieg schwächte sich die Kontrolle der diversen kolonialen und halbkolonialen Gebiete durch die europäischen Mächte ab. Die Kolonialmächte waren zu Versprechungen zu mehr Selbstbestimmung genötigt, die gemeinsame Kontrolle Chinas funktionierte nicht mehr, und Japans Aufstieg zu einer Großmacht setzte sich fort. Diese anti-kolonialen Bewegungen bekamen in den 1930er Jahren durch die Weltwirtschaftskrise zusätzlichen Auftrieb: Indien entglitt zunehmend der britischen Kontrolle und in China, das kurz vor der nationalen Einigung stand, zeigte sich bereits zu Beginn der 1930er Jahre der Zerfall des internationalen Systems. Eine Ursache dafür war die zunehmend expansionistische Politik Japans, das in China schon mindestens zwei Jahre früher als dies in Europa geschehen sollte in den Zweiten Weltkrieg eintrat. Die wichtigste Literatur wird in den jeweiligen Sitzungen genannt. Erste Sitzung am 27. Oktober.


[Vl] Vom Kriegsfeldzug zum Wanderritt. Mensch und Pferd im 20. Jahrhundert
Klausurtermin 05.02.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2017
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, A 5

[Vl] Medien im historischen Lernen
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2017
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. I, A 1

 
[H Si] Die Krise der römischen Republik
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2017
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, G 233

[H Si] Plinius der Jüngere und seine Zeit
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2017
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, G 233

Kommentar:

Der Senator Plinius der Jüngere ist uns heute in erster Linie aufgrund seines umfangreichen Briefcorpus und seiner Lobrede auf Kaiser Trajan bekannt. Diese literarische Hinterlassenschaft erlaubt vielfältige Einblicke in die Lebens- und Vorstellungswelt der senatorischen Elite am Übergang vom 1. zum 2. nachchristlichen Jahrhundert. Neben dem allgemeinen historisch-politischen Hintergrund dieser Zeit sollen im Hauptseminar strukturelle Voraussetzungen und Entwicklungen wie auch speziellere Themenkomplexe und Aufgabenfelder der Senatsaristokratie behandelt werden, beispielsweise die Interaktion zwischen Kaiser und Senat, die Christenproblematik, die römische Villenkultur und Fragen der Provinzverwaltung.

Literatur:
Castagna, L. / Lefèvre, E. (Hgg.): Plinius der Jüngere und seine Zeit, München / Leipzig 2003 (Beiträge zur Altertumskunde 187).
Gibson, R. K. / Morello, R.: Reading the Letters of Pliny the Younger. An Introduction, Cambridge u. a. 2012.
Page, S.: Der ideale Aristokrat. Plinius der Jüngere und das Sozialprofil der Senatoren in der Kaiserzeit, Heidelberg 2015 (Studien zur Alten Geschichte 24).
Roche, P. (Hg.): Pliny’s Praise. The Panegyricus in the Roman World, Cambridge u. a. 2011.
Sherwin-White, A. N.: The Letters of Pliny. A Historical and Social Commentary, Oxford 1966.


[H Si] Soziale Werte im archaischen und klassischen Griechenland
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2017
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, G 233

[H Si] Herrschaftslegitimation im Frühmittelalter
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2017
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 027

Kommentar:

Die frühmittelalterlichen Reichsbildungen der Goten, Franken, Burgunder, Langobarden u.a. waren jeweils durch ein Königtum geprägt, das seine Legitimation aus unterschiedlichen Quellen bezog. Das Römische Reich und seine Herrschaftstradition konnten dabei ebenso als Anknüpfungspunkt und Legitimationsbasis dienen wie gentile, religiöse und kirchliche Konzepte von Herrschaft. Die neuere Forschung hat sich dabei längst von der Vorstellung gelöst, man könne zwischen „römischen“ und „germanischen“ Quellen der politischen und kulturellen Entwicklungsprozesse im Frühmittelalter differenzieren. Auch die älteren Interpretationsmodelle von einem gentil getragenen „Sakralkönigtum“ bei den Germanen haben keine Geltung mehr. Das Seminar wird sich am Beispiel des ostgotischen, langobardischen und fränkischen Königtums mit unterschiedlichen Texten befassen, die Konzepte und Modelle der Herrschaftslegitimation erkennen lassen.
Die Bereitschaft, lateinische Texte zu lesen, wird vorausgesetzt.
Das Seminar ist nur geöffnet für Studierende im BA Hauptfach Geschichte, im Master und im Lehramt L3.

Literatur:
Becher, Matthias: Chlodwig I. Der Aufstieg der Merowinger und das Ende der antiken Welt, München 2011; Ders.: Eid und Herrschaft. Untersuchungen zum Herrscherethos Karls des Großen (Vorträge und Forschungen, Sonderband 39), Sigmaringen 1993; Dick, Stefanie: Der Mythos vom ‚germanischen‘ Königtum. Studien zur Herrschaftsorganisation bei den germanischsprachigen Barbaren bis zum Beginn der Völkerwanderungszeit (Ergänzungsband 60 des Reallexikons der Germanischen Altertumskunde), Berlin 2008; Scholz, Sebastian: Die Merowinger, Stuttgart 2015; Wiemer, Hans-Ulrich: Odovakar und Theoderich: Herrschaftskonzepte nach dem Ende des Kaisertums im Westen, in: Chlodwigs Welt: Organisation von Herrschaft um 500, hg. von Mischa Meier und Steffen Patzold, Stuttgart 2014, S. 293-338; Ders.: Theoderich und seine Goten. Aufstieg und Niedergang einer Gewaltgemeinschaft, in: Gewaltgemeinschaften. Von der Spätantike bis ins 20. Jahrhundert, hg. von Winfried Speitkamp, Göttingen 2013, S. 15-38.


[H Si] Klöster in "Hessen"
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 25.10.2017
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 003

Kommentar:

Im Hauptseminar wird die Entwicklung mittelalterlicher Klöster an "hessischen" Beispielen vom früheren bis zum späten MIttelalter dargestellt. Zur Sprache kommen werden Klöster benediktinischer Prägung, Zisterzienserklöster und Bettelordensniederlassungen. Gefragt wird nach der Bedeutung der Klöster für die Region, ihrer verfassungsrechtlichen Stellung und ihrer spirituellen Ausrichtung.


[H Si] Religionsgespräche im Spätmittelalter
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2017
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 003

Kommentar:

Die diskursive Auseinandersetzung um Fragen des (rechten) Glaubens hat für die drei "abrahamitischen" Religionen eine zentrale Bedeutung. Dies gilt sowohl für die Klärung von Fragen, die innerhalb einer Religionsgruppe strittig waren, wie für die Auseinandersetzung mit Vertretern anderer Religionen. Im Hauptseminar werden "gedachte" wie tatsächlich abgehaltene Religionsgespräche zwischen Christen und Juden einerseits sowie zwischen Christen und Muslimen andererseits anhand ausgewählter Quellen analysiert (z. B. Thomas von Aquin, Raimundus Lullus, Nikolaus von Kues). Das Hauptseminar knüpft an ein thematisch vergleichbares aus dem WS 2016/17 über Religionsgespräche im früheren und hohen Mittelalter an, setzt die dort erarbeiteten Kenntnisse aber nicht voraus. Es wird für Studierende der katholischen Theologie und für Studierende der Geschichtswissenschaft angeboten. Daher spielen die historische Kontextualisierung wie die Beschäftigung mit religionswissenschaftlichen Fragen eine gleichrangige Rolle.


[H Si] Der Nahostkonflikt: Vom Palästina-Mandat bis heute
Beginn 27. Oktober.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2017
wöchentlich Fr. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. I, C 027

Kommentar:

Das Hauptseminar behandelt die Entwicklung des Nahen Ostens vom Ende des Ersten Weltkriegs bis heute. In der ersten Sitzung wird ein geopolitisches Modell vorgestellt, dass die Bedeutung des Konflikts im Nahen Osten insbesondere auch heute analysiert. Darauf werden in den jeweiligen Sitzungen wichtigsten Ereignisse der Geschichte des Nahen Ostens durch die Teilnehmenden vorgestellt und kritisch debattiert: Aufteilung des Osmanischen Reiches durch die Entente-Mächte, Britische Nahostpolitik, Gründung des Staates Israel, US-Putsch im Iran 1953, diverse Nahostkriege und zweite Gründung Israels 1967, Ölkrisen, Krise des arabischen Säkularismus und Aufstieg des Islamismus, Iran- und Afghanistankrise und Folgen der US-Interventionen und des US-Bündnisses mit den Monarchien der Arabischen Halbinsel für die Weltpolitik. Eine Aufgabenverteilung erfolgt während der ersten Sitzung am 27. Oktober.


[H Si] Deutschland im Kalten Krieg
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2017
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, E 006

[H Si] Haben Gefühle eine Geschichte? Mitleid und Empathie in Gesellschaft und Medien im 19. und 20. Jahrhundert
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2017
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 030

Kommentar:

Haben Gefühle eine Geschichte? Fühlten Menschen in der Vergangenheit also anders als heute? Das Seminar beschäftigt sich mit dem aktuell boomenden Feld der Geschichte der Gefühle und nimmt dabei einen Gegenstand in den Blick, der bislang noch wenig untersucht wurde: Mitleid, Mitgefühl, Empathie. Schon diese unterschiedlichen, nicht immer eindeutig voneinander abgrenzbaren Begriffe machen deutlich, dass Gefühle nicht einfach als instinktive – vorsoziale – Reaktionen auf äußerliche Reize jenseits von Raum und Zeit zu verstehen sind. Vielmehr bestimmen auch soziokulturelle Bedingungen und Erfahrungen, wie Menschen Gefühle verstehen, ausdrücken, bewerten und empfinden. Im Seminar wollen wir untersuchen, wie sich das Verständnis, der Stellenwert, der Ausdruck und das Empfinden von Mitleid in bestimmten Kontexten des 19. und 20. Jahrhunderts wandelten. Insbesondere interessiert uns, mit wem Menschen Mitleid empfanden und wer von emotionaler Anteilnahme ausgeschlossen blieb. Dazu werden wir am Beispiel einiger Entwicklungen (wie z.B. der Entstehung der Menschenrechte, der Abschaffung der Sklaverei, der Armenfürsorge und der zeitgenössischen und retrospektiven Wahrnehmung der Judenverfolgung im Nationalsozialismus) danach fragen, wie Mitleid gesellschaftlich erzeugt, thematisiert oder auch blockiert wurde.

Einführende Literatur: Nina Verheyen, Geschichte der Gefühle, Version: 1.0, in: Docupedia-Zeitgeschichte, 18.6.2010, URL: externhttp://docupedia.de/zg/Geschichte_der_Gef.C3.BChle?oldid=122899


[H Si] In Räumen denken. Karl Schlögels "Im Raume lesen wir die Zeit" und andere Werke aus der jüngeren historischen Raumforschung
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2017
zwei-wöchentlich Do. 16:00 - 19:00 Uhr,  Phil. I, C 214

[H Si] Kants Schrift "Zum Ewigen Frieden" (1795)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2017
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 113

Kommentar:

Immanuel Kants Schrift "Zum Ewigen Frieden" von 1795 gilt als eines seiner wichtigsten Werke, als bedeutendste Friedensutopie der Neuzeit und grundlegende Stellungnahme zu den Problemen von Sicherheit und Frieden. Obwohl diese Schrift als einer der gut verständlichen Texte dieses Philosophen gilt, darf die Lektüre doch als anspruchsvoll gelten - die Bereitschaft, sich auf die Lektüre eines nicht ganz eingängigen Textes einzulassen, ist Voraussetzung für das Seminar. Neben der Interpretation des Textes soll er in den Kontext sowohl der frühneuzeitlichen Friedensutopien wie auch der konkreten politischen Zeitumstände - die Französische Revolution - eingeordnet werden.
Der Text wird als PDF-Scan über StudIP zur Verfügung gestellt.
Otfried Höffe (Hrsg.): Immanuel Kant, zum ewigen Frieden. 3. bearbeitete Aufl. , Berlin 2011; Volker Marcus Hackel: Kants Friedensschrift und das Völkerrecht, Berlin 2002; Kurt von Raumer, Ewiger Friede. Friedensrufe und Friedenspläne seit der Renaissance, Freiburg (Breisgau) u. a. 1953


[H Si] Von der Kunstkammer zur bürgerlichen Stiftung. Europäische Sammlungen des 16. bis 19. Jahrhunderts
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2017
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. I, C 113

Kommentar:

Das Vertiefungsseminar befasst sich mit einem breiten Phänomen der höfischen und städtischen Gesellschaft der Frühen Neuzeit, dem sich europaweit viele Fürsten und Fürstinnen, Gelehrte, Universitäten, Klöster, Stiftungen, aber auch bürgerliche "Liebhaber" widmeten. Gegenstand der Sammlungen waren nicht etwas nur Kunstgegenstände, sondern Kuriositäten, technische Geräte, Mumien, anatomische Sammlungen, Münzen, Muscheln oder Pflanzen. Das Seminar zeichnet die unterschiedlichen Sammlungstypen, die Vernetzung der verschiedenen Sammlerzirkel, die Entwicklung zu lokalen Attraktionen bis hin zur Herausbildung des öffentlichen Museums des 19. Jahrhunderts nach. (Auf Wunsch mit Exkursion.)
Arbeitsweise: Einzelreferate; intensive Textlektüre.


[H Si] Das Unfasssbare vermitteln - Genozide in medialen Darstellungen und historischer Bildung
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2017
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 214

[H Si] Geschichte im Museum
Das Hauptseminar beginnt am 24.10.2017.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 24.10.2017
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. I, C 214

Kommentar:

Welche Arten museologischer, didaktischer und pädagogischer Arbeit historische Museen heute leisten, ist Gegenstand des Hauptseminars, in dem die Inhalte dieser Tätigkeitsfelder unter anderem im Sinne des Projektgedankens exemplarisch vermittelt werden. Wir beschäftigen uns mit den unterschiedlichen Ideen und Konzepten für die nunmehr über 200 Jahre alte Institution. Neben einer kursorischen Auseinandersetzung mit der frühen Ideen- und Sozialgeschichte des Museums liegt der Schwerpunkt auf den aktuellen Entwicklungen in der Museumsarbeit. Als ‚roter Faden’ durch das Hauptseminars dient uns die Frage nach der jeweiligen Rolle geschichtsdidaktischer Kategorien wie Geschichtskultur, Geschichtsbewusstsein, Gegenwartsbezug und Multiperspektivität in den Fachdiskussionen zur Museumsentwicklung.

Literaturempfehlungen
• Hochreiter, Walter: Vom Musentempel zum Lernort. Zur Sozialgeschichte deutscher Museen 1800 - 1914. Darmstadt 1994.
• Pomian, Krysztof: Der Ursprung des Museums. Vom Sammeln, Berlin 1988.
• Waidacher, Friedrich: Handbuch der allgemeinen Museologie, Wien / Köln / Weimar 1996 (2., erg. Aufl.).
• Korff, Gottfried: Musealisierung total? Notizen zu einem Trend, der die Institution, nach der er benannt ist, hinter sich gelassen hat, in: Füßmann, Klaus / Grütter, Heinrich Theodor / Rüsen, Jörn (Hrsg.): Historische Faszination. Geschichtskultur heute, Köln, Weimar, Wien 1994, S. 129 - 144.
• Hartung, Olaf: Museum und Geschichtskultur. Ästhetik – Politik – Wissenschaft, Bielefeld 2006.
• Olaf Hartung: Kleine deutsche Museumsgeschichte. Von der Aufklärung bis zum frühen 20. Jahrhundert, Köln/Weimar 2010.
• Olaf Hartung: Aktuelle Trends in der Museumsdidaktik und ihre Bedeutung für das historische Lernen, in: Hans-Jürgen Pandel / Vadim Oswalt (Hg.): Geschichtskultur. Die Anwesenheit von Vergangenheit in der Gegenwart, Schwalbach/ Ts. 2009, S. 149-168.


[H Si] Interpretation und unterrichtlicher Einsatz von gedruckten und digitalen Textquellen
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2017
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 214

Kommentar:

Textquellen stellen neben Verfassertexten in Schulbüchern und gedruckten wie projizierten Bildquellen immer noch das Rückgrat jedes Geschichtsunterrichtes dar – aber auch der geschichtswissenschaftlichen Forschung. Während die Methoden und Arbeitsschritte der Interpretation auch dank vereinheitlichter Schlüsselwörter (Operatoren) in Prüfungsaufgaben immer differenzierter und komplexer zu werden scheinen, haben Lesekompetenzen und Fähigkeiten im Umgang mit originalsprachlichen Quellen und Handschriften bei Schülern (und Lehrenden!) eher abgenommen. Digitale Editionen mit Stufen der Quellenerschließen von der digitalen Reproduktion bis hin zur Zusammenfassung (Regest), Abschrift (Transcription) oder gar Übertragungen in ein modernes Deutsch oder Englisch bieten ebenso Chancen für eine zielführende Quellen- oder gar Projektarbeit, wie thematisch begrenzte kritische Onlineausgaben von diverser Quellengattungen (Feldpostbriefe, Friedensverträge etc.). Kaum einmal werden sie genutzt oder in Schulbüchern erwähnt. – In unserem Hauptseminar thematisieren wir den zeitgemäßen Einsatz und die Interpretation von Textquellen innerhalb größerer unterrichtspraktischer Zusammenhänge und auf der Basis aktuellster Schulbücher, Handreichungen, digitaler Editionsprojekte und Verfahrensweisen.


[H Si] Von der Ortsgeschichte zur Globalgeschichte - Räume im historischen Lernen
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2017
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr,  Phil. I, C 214

 
[P Si] Athen im vierten Jahrhundert v. Chr.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2017
wöchentlich Mi. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, G 233

Kommentar:

Die Niederlage im Peloponnesischen Krieg im Jahr 404 v.Chr. gegen die Spartaner und ihre Bundesgenossen hatte tiefgreifende Folgen für die athenische Gemeinschaft. Neben der Auflösung des attisch-delischen Seebundes, mit dessen Hilfe die Athener im fünften Jahrhundert ihre Herrschaft über den Ägäisraum errichtet hatten, und dem Verlust ihrer militärischen Stärke, wurde auch die Demokratie in Athen vorübergehend durch ein spartafreundliches, oligarchisches Regime ersetzt. Die politischen Morde an Mitbürgern im Auftrag der sogenannten dreißig Tyrannen und der gewaltsame Sturz der Oligarchie im Folgejahr führten zu einer Spaltung der Gemeinschaft, die nur mit großem Aufwand überwunden werden konnte. Zusätzlich zu Fragen der Innen- und Außenpolitik, werden im Proseminar auch solche zur Funktionsweise der demokratischen Institutionen im Athen des vierten vorchristlichen Jahrhunderts untersucht.

Literatur:
J. Bleicken, Die athenische Demokratie, Paderborn 19954; J. Ober, Mass and Elite in Democratic Athens, Princeton 1989
M. H. Hansen, The Athenian Democracy in the Age of Demosthenes. Structure, Principles and Ideology, Oxford 1991
The Cambridge Ancient History vol. VI: The fourth century BC (D.M. Lewis/ J. Boardman), Cambridge 1994².


[P Si] Augustus und die Errichtung des Prinzipats
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2017
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, G 233

[P Si] Das Zeitalter der Perserkriege
Klausurtermin: 06.02.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2017
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 308

Kommentar:

Im 5. Jahrhundert v. Chr. geriet die griechische Poliswelt in Konflikt mit dem expandierenden Perserreich der Achämeniden. Nach einem Aufstand der kleinasiatischen Griechen in Ionien eskalierten die Spannungen und mündeten in eine militärische Konfrontation. Die beiden Feldzüge der Perser (490 und 480/79 v. Chr.) konnten durch den „Hellenenbund“ abgewehrt werden, zu dem sich die griechischen Poleis zusammengeschlossen hatten. Im Proseminar sollen neben den konkreten Auseinandersetzungen zwischen Hellenen und Barbaren sowie deren Ursachen auch die Auswirkungen der Kriege für die griechischen Poleis auf politischer, gesellschaftlicher und kultureller Ebene Beachtung finden. Zu denken wäre dabei beispielsweise an den Aufstieg Athens zur beherrschenden Seemacht in der Ägäis, die Entstehung des Dualismus zwischen Athen und Sparta und die identitätsstiftende Wirkung der Perserkriege. Als Quellenbasis dienen dabei literarische, epigraphische und archäologische Zeugnisse.

Literatur:
Cawkwell, G.: The Greek Wars. The Failure of Persia, Oxford 2005.
Welwei, K.-W.: Das klassische Athen. Demokratie und Machtpolitik im 5. und 4. Jahrhundert, Darmstadt 1999.
Welwei, K.-W.: Sparta. Aufstieg und Niedergang einer antiken Großmacht, Stuttgart 2004.
Wiesehöfer, J.: Das frühe Persien. Geschichte eines antiken Weltreiches, München 2006.
Will, W.: Die Perserkriege, München 2010.


[P Si] Die Flavier
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2017
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 309

Kommentar:

Mit dem Selbstmord Kaiser Neros im Jahre 68 n. Chr. erlosch die iulisch-claudische Dynastie des römischen Kaisertums. In den sich an die Herrschaft Neros anschließenden Bürgerkriegswirren des sogenannten Vierkaiserjahres konnten sich letztlich die Flavier und deren Unterstützer durchsetzen und damit eine Phase der politischen Instabilität des Kaisertums wie auch des Reiches überwinden. Mit Vespasian (69-79) begann die Herrschaft der flavischen Familie, die unter Titus (79-81) ihre Fortsetzung fand und mit der Ermordung Domitians im Jahre 96 n. Chr. endete.
Im Rahmen des Proseminars sollen Fragen der politischen Konsolidierung des römischen Kaisertums in der Zeit unmittelbar nach dem neronischen Prinzipat sowie die Wege der Flavier beleuchtet werden, nicht zuletzt in der Auseinandersetzung mit dem iulisch-claudischen Kaisertum eine eigenständige Herrschaftsrepräsentation zu entwickeln und einen dynastischen Herrschaftsanspruch praktisch zu realisieren. In diesem Zusammenhang werden beispielsweise die Baupolitik, die inschriftliche Repräsentation und die Münzprägung der flavischen Kaiser von Interesse sein. Daneben sollen aber auch das Verhältnis der Flavier zum Senat, die flavische Reichs- und Provinzialpolitik sowie die Beurteilung der flavischen Kaiser in der antiken Historiographie behandelt werden.

Literatur:
Boyle, A. J. / Dominik, W. J. (Hgg.): Flavian Rome. Culture, Image, Text, Leiden 2003.
Kramer, N. / Reitz, Ch. (Hgg.): Tradition und Erneuerung. Mediale Strategien in der Zeit der Flavier, Berlin u. a. 2010 (Beiträge zur Altertumskunde 285).
Leithoff, J.: Macht der Vergangenheit. Zur Erringung, Verstetigung und Ausgestaltung des Principats unter Vespasian, Titus und Domitian, Göttingen 2014 (Schriften zur politischen Kommunikation 19).
Zissos, A. (Hg.): A Companion to the Flavian Age of Imperial Rome, Chichester 2016.


[P Si] Nero. Kaiser, Künstler, Muttermörder
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2017
wöchentlich Mi. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. I, G 233

Kommentar:

Mit kaum einem anderen römischen Kaiser sind selbst heute noch so vielfältige Assoziationen verknüpft wie mit Nero, dem letzten Herrscher der iulisch-claudischen Dynastie. Er ging als Künstler, Brandstifter, Muttermörder und Tyrann in die Geschichte ein, der den an einen römischen princeps gerichteten Verhaltenserwartungen kaum gerecht werden konnte. Dieses Bild überliefern vor allem die antiken Autoren Tacitus und Sueton. In der althistorischen Forschung sieht man Nero und seine Herrschaftsrepräsentation inzwischen in einigen Punkten deutlich differenzierter.
Im Rahmen des Proseminars sollen zunächst die strukturellen Rahmenbedingungen der frühen Kaiserzeit erarbeitet werden, damit auf dieser Grundlage, ein Zugang zu Nero als Herrscherpersönlichkeit entwickelt werden kann. Dazu sollen auch grundsätzliche Fragen der kaiserlichen Herrschaftslegitimation und der Akzeptanzsicherung der Kaiserherrschaft gegenüber verschiedenen Gesellschaftsgruppierungen problematisiert werden. Ziel ist es, am Beispiel ausgewählter Themenkreise aus der Zeit des neronischen Prinzipats dem Kaisertum dieser Jahre angesichts eines in mancher Hinsicht schillernden und schwer zu beurteilenden Amtsinhabers Profil zu verleihen.

Literatur
Champlin, E.: Nero, Cambridge (Mass.) 2003.
Malitz, J.: Nero, 2. Aufl. München 2003.
Nero. Kaiser, Künstler und Tyrann, hg. von der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Direktion Rheinisches Landesmuseum Trier in Verbindung mit dem Stadtmuseum Simeonsstift und dem Museum am Dom, Darmstadt 2016.
Sonnabend, H.: Nero. Inszenierung der Macht, Darmstadt 2016.
Waldherr, G.: Nero. Eine Biografie, Regensburg 2005.


[P Si] Prozessionen und Rituale in der römischen Republik
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2017
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. I, G 233

Kommentar:

Wenn ein hochrangiger römischer Senator starb, dann wurde sein Leichnam in einer feierlichen Prozession zum Forum getragen, wo er zu Lebzeiten regelmäßig zum Volk gesprochen hatte. Auf dem Weg dorthin wurde er von Schauspielern begleitet, die Masken seiner politisch erfolgreichen Ahnen trugen und an deren Gewändern die Zuschauer ablesen konnten, welches das höchste politische Amt war, das der jeweilige Vorfahre erreicht hatte. Auf diese Weise konnte seine Familie den persönlichen Trauerfall dazu nutzen, der römischen Öffentlichkeit den eigenen Erfolg zu präsentieren. Doch ließen sich mit einem solchen Leichenzug noch andere Botschaften senden. Aufwendige Rituale und festliche Umzüge gehören zu den zentralen Elementen der politischen Kultur der Römischen Republik. Ihrer Erforschung hat die Alte Geschichte daher in der jüngeren Zeit aus guten Gründen viel Aufmerksamkeit geschenkt. Im Rahmen des Proseminars werden verschiedene der überlieferten Rituale und Prozessionen in den Blick genommen und auf ihre mögliche Funktion innerhalb des politischen Systems der Römischen Republik hin analysiert.

Literatur:
E. Flaig, Ritualisierte Politik. Zeichen, Gesten und Herrschaft im Alten Rom, Göttingen 2003
T. Itgenshorst, Tota illa pompa. Der Triumph in der römischen Republik, Göttingen 2005
H. Flower, Ancestor masks and aristocratic power in Roman culture, Oxford 1996²
K.-J. Hölkeskamp, Rekonstruktionen einer Republik. Die politische Kultur des antiken Rom und die Forschung der letzten Jahrzehnte, München 2004.


[P Si] Alltag im Mittelalter
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2017
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. I, C 030

Kommentar:

Welches Natur- und Umweltbewusstsein besaß der mittelalterliche Mensch? Was wurde gegessen und getrunken? Wie fand Kommunikation untereinander statt? Wie stand es um Liebe und Sexualität? Wie „mittelalterlich“ was das Mittelalter?
In der Veranstaltung soll diesen und weiteren Fragen nachgegangen werden.
In der Veranstaltung, die sich vornehmlich an L2 Studierende richtet, sollen darüber hinaus Kenntnisse der fachspezifischen Techniken wissenschaftlichen Arbeitens, der Hilfsmittel und Grundlagenwerke erworben sowie exemplarisch die Fähigkeiten eingeübt werden, selbständig Fragestellungen zu erarbeiten und die Arbeitsergebnisse in wissenschaftlich angemessener Form zu präsentieren.

FREYTAG, Nils / PIERETH, Wolfgang, Kursbuch Geschichte. Tipps und Regeln für wissenschaftliches Arbeiten, Paderborn 2011 (5. Aufl.).
GOETZ, Hans-Werner, Proseminar Geschichte: Mittelalter, Stuttgart 2014 (4. Aufl.).
JORDAN, Stefan, Einführung in das Geschichtsstudium, Stuttgart 2005.
SCHUBERT, Ernst, Alltag im Mittelalter. Natürliches Lebensumfeld und menschliches Miteinander, Sonderausgabe, Darmstadt 2012.


[P Si] Bauen im Mittelalter
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2017
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, C 029

Kommentar:

Eine wissenschaftliche Beschäftigung mit mittelalterlicher Bautätigkeit kann im Rahmen unterschiedlicher Disziplinen erfolgen. Noch vorhandene bauliche Hinterlassenschaften dieser Epoche gehören traditionell zum Forschungsfeld der Kunst- und Architekturgeschichte. Für die historische Betrachtung sollen in der Veranstaltung Schrift- und Bildquellen herangezogen werden, die Einblicke in herrschaftliche, rechtliche, wirtschaftliche, soziale und praktische Zusammenhänge von Bauunternehmungen verschiedener Träger ermöglichen. Wer durfte Bauen, welche Vorschriften gab es und wie spiegeln sich Ziele, Planung und Umsetzung von Bauprojekten in den Quellen?

Günther Binding und Susanne Linscheid-Burdich: Planen und Bauen im frühen und hohen Mittelalter. Nach den Schriftquellen bis 1250. Darmstadt 2002
Günther Binding: Friedrich Barbarossa als Bauherr ad regni decorem, in: Von Sacerdotium und Regnum. Geistliche und weltliche Gewalt im frühen und hohen Mittelalter, Festschrift für Egon Boshof, herausgegeben von Franz-Reiner Erkens und Hartmut Wolff (Passauer historische Forschungen 12), Köln 2002
Ulf Dirlmeier u.a. (Hrsg.): Öffentliches Bauen in Mittelalter und früher Neuzeit. Abrechnungen als Quellen für die Finanz-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Bauwesens (Sachüberlieferung und Geschichte 9), 1991
C. Dautermann: Die Bauvorschriften des Sachsenspiegels u. ihre Behandlung in den Codices picturati, in: R. Schmidt-Wiegand/D. Hüpper (Hg.), Der Sachsenspiegel als Buch (Germanistische Arbeiten zu Sprache und Kulturgeschichte 1), 1991, 261–284
Nils Freytag / Wolfgang Piereth: Kursbuch Geschichte. Tipps und Regeln für wissenschaftliches Arbeiten, Paderborn 2011 (5. Aufl.).
Hans-Werner Goetz, Proseminar Geschichte: Mittelalter, Stuttgart 2014 (4. Aufl.)


[P Si] Caesarius von Heisterbach
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2017
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. I, C 030

Kommentar:

CESARII MUNUS - Die Werke des Caesarius von Heisterbach sind nicht nur für die Zisterzienserforschung, sondern auch für andere Teilgebiete der Mediävistik von großem Interesse, sodass eine nähere Beschäftigung u. a. mit dem Verfasser, dem historischen Kontext, dem Inhalt und der literarischen Tradition (Schwerpunkt: Dialogus miraculorum) im Grundstudium von Nutzen sein könnte. In der Veranstaltung sollen zudem Kenntnisse der fachspezifischen Techniken wissenschaftlichen Arbeitens, der Hilfsmittel und Grundlagenwerke erworben sowie exemplarisch die Fähigkeiten eingeübt werden, selbständig Fragestellungen zu erarbeiten und die Arbeitsergebnisse in wissenschaftlich angemessener Form zu präsentieren.


FREYTAG, Nils / PIERETH, Wolfgang, Kursbuch Geschichte. Tipps und Regeln für wissenschaftliches Arbeiten, Paderborn 2011 (5. Aufl.).
GOETZ, Hans-Werner, Proseminar Geschichte: Mittelalter, Stuttgart 2014 (4. Aufl.).
JORDAN, Stefan, Einführung in das Geschichtsstudium, Stuttgart 2005.
Eine Einführung in die Forschungsliteratur über Caesarius von Heisterbach wird zu Veranstaltungsbeginn gegeben werden


[P Si] Herrschaftsrepräsentation im Siegel. Einführung in die Sphragistik des Früh- und Hochmittelalters
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2017
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 029

Kommentar:

Siegel sind vielschichtige Zeugnisse aus der mittelalterlichen Rechtspraxis, die Text, Bildlichkeit und Materialität miteinander verbinden. Sie sind in großer Zahl als Beglaubigungsmittel an Urkunden überliefert. Neben ihrer rechtlichen Funktion erfüllen sie aber auch Aufgaben der Repräsentation und der Legitimation. Kaiser und Könige sowie Päpste, Bischöfe und Äbte, seit dem Hochmittelalter auch hohe Adlige siegeln die von ihnen ausgestellten Urkunden. Im Hoch- und Spätmittelalter tritt eine immer größer werdende Zahl weiterer Siegelführer hinzu (Städte, Klosterkonvente und Stiftskapitel, Universitäten, Zünfte). Die Übung wird an ausgewählten Beispielen in die moderne Siegelforschung einführen und dabei Fragen der Methodik, der politischen Ikonographie und der Medialität von Siegeln diskutieren.

Literatur:
A. von Brandt, Werkzeug des Historikers. Eine Einführung in die Historischen Hilfswissenschaften. Stuttgart/Berlin/Köln 15. Aufl. 1998, S. 132-148; H. Bresslau, Handbuch der Urkundenlehre für Deutschland und Italien. ND Berlin/New York der 4. Aufl. 1968/69, Bd. 1, S. 635-738; Bd. 2, S. 548-624; M. Pastoureau, Les sceaux (Typologie des sources du moyen âge occidental, 36). Turnhout 1981; B. Bedos-Rezak, Form and order in medieval France. Studies in social and quantitative sigillographie. Aldershot 1993; T. Diederich, Réflexions sur la typologie des sceaux, in: Janus. Revue archivistique – Archival Review 1993/1, 48-68; R. Kahsnitz, Siegel und Goldbullen, in: Die Zeit der Staufer. Geschichte – Kunst – Kultur. Katalog der Ausstellung Stuttgart 1977, Bd. 1, S. 17-107, Bd. 2, Abb. 11-92, Bd. 3, Tafeln 1-30, 57-74; Ders., Imagines et signa. Romanische Siegel aus Köln, in: Ornamenta ecclesiae – Kunst und Künstler der Romanik. Ausstellungskatalog hrsg. von A. Legner. Köln 1985, Bd. 2, S. 21-60; Ders., Siegel als Zeugnisse der Frömmigkeitsgeschichte, in: 800 Jahre Deutscher Orden. Ausstellung des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg 1990, S. 368-405; H. Keller, Zu den Siegeln der Karolinger und der Ottonen. Urkunden als „Hoheitszeichen“ in der Kommunikation des Königs mit seinen Getreuen, in: FMSt 32 (1998), S. 400-441; K. Krimm/H. John (Hrsg.), Bild und Geschichte. Studien zur politischen Ikonographie. FS f. H. Schwarzmaier. Sigmaringen 1997; A. Stieldorf, Rheinische Frauensiegel. Zur rechtlichen und sozialen Stellung weltlicher Frauen im 13. und 14. Jahrhundert (Rhein. Archiv, 142). Köln/Weimar/Wien 1999.


[P Si] Ottonen, Piasten, Přemysliden. Dynastische Herrschaftsbildungen und ihre Beziehungen
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2017
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, G 333a

Kommentar:

Im 10. Jahrhundert bildeten sich in Mitteleuropa Herrschaftsbildungen aus, die auf einem Beziehungsgefüge auf familiärer Basis beruhten. Ihre Zentren lagen im damaligen Sachsen (Weser-Elbe-Raum), in Großpolen und in Mittelböhmen. Von ihnen ging die Herausbildung langfristig wirksamer politischer Strukturen aus, die das hochmittelalterliche römisch-deutsche Reich, Polen und Böhmen prägten. Ins Auge gefaßt werden die Grundlagen und die Entwicklungen dieser Herrschaftsbildungen sowie ihre Beziehungen untereinander. Hierbei werden anhand der Quellen Elemente der politischen Struktur (Vororte, Kirchen, Klöster), der politischen Repräsentation (Kunst, Historiographie), politische (Krieg und Frieden), dynastische (Eheschließungen) und kirchliche Kontakte und Austauschvorgänge angesprochen.
Voraussetzungen: Lateinkenntnisse; Vorbereitung auf das Seminar und regelmäßige Mitarbeit sowie Übernahme kleiner individueller Arbeiten.
Zur Einführung: Hans-Werner Goetz: Proseminar Geschichte: Mittelalter, 4. Aufl. Stuttgart 2014.
Gerd Althoff: Die Ottonen. Königsherrschaft ohne Staat, 2., erw. Aufl. Stuttgart [u.a.] 2005 (Urban-Taschenbücher 473); Eduard Mühle, Die Piasten. Polen im Mittelalter, München 2011 (Beck'sche Reihe 2709); Friedrich Prinz, Böhmen im mittelalterlichen Europa. Frühzeit, Hochmittelalter, Kolonisationsepoche, München 1984.


[P Si] Von Chlodwig I. zu Karl dem Großen. Die Franken im frühen Mittelalter
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2017
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, C 029

Kommentar:

Die Geschichte der "gens Francorum" ist seit jeher ein zentraler Untersuchungsgegenstand der geschichtswissenschaftlichen Frühmittelalterforschung, was natürlich dem Umstand geschuldet ist, dass die Merowinger und die Karolinger als Herrschergeschlechter das frühmittelalterliche Europa grundlegend gestaltet haben.
In den letzten Jahren wurden wesentliche Aspekte der Geschichte der Franken grundlegend hinterfragt, aus differenzierter Perspektive betrachtet und neu bewertet. Aus diesem Grund eignet sich die Thematik hervorragend, um in das geschichtswissenschaftliche Arbeiten einzuführen: Das Proseminars zielt darauf ab, die Studierenden zu befähigen, auf der Grundlage von Quellen und Forschungsliteratur Fragestellungen zum Proseminarthema zu entwickeln, diesen nachzugehen und die Ergebnisse in wissenschaftlicher Form schriftlich zu präsentieren. Dazu werden die geschichtswissenschaftlichen Arbeitstechniken und die Methodik des Faches vorgestellt und eingeübt. Diskussion und Gespräch stehen im Fokus des Proseminars. Neben der einführenden Betrachtung der Frühzeit der gens widmet sich die Lehrveranstaltung eine thematische Auswahl treffend in erster Linie der Merowinger- und der Karolingerzeit.


Literatur:
Freytag, Nils / Piereth, Wolfgang: Kursbuch Geschichte. Tipps und Regeln für wissenschaftliches Arbeiten, Paderborn, 5. Aufl., 2011.
Geary, Patrick J.: Die Merowinger. Europa vor Karl dem Großen, München, 3. Aufl., 2008.
Hartmann, Martina: Die Merowinger, München 2012.
Jordan, Stefan: Einführung in das Geschichtsstudium, Stuttgart 2005.
Jussen, Bernhard: Die Franken. Geschichte, Gesellschaft, Kultur, München 2014.
Nonn, Ulrich: Die Franken, Stuttgart 2010.
Schieffer, Rudolf: Die Karolinger, Stuttgart, 5. aktual. Aufl., 2014.
Scholz, Sebastian: Die Merowinger, Stuttgart 2015.
Ubl, Karl: Die Karolinger. Herrscher und Reich, München 2014.


[P Si] Weibliche Lebensbilder: Die Frau im Mittelalter
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2017
wöchentlich Fr. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. I, B 033

Kommentar:

Frauen regieren, entscheiden, „machen“ Politik; ihr Schicksal und Lebensweg bewegt die Massen; sie sind Visionärinnen und Gelehrte; sie formen ihre Umwelt entscheidend mit und dass auch im Mittelalter. In ihrer Rolle als Königin, Nonne, Heilige und Gelehrte soll im Rahmen des Seminars der Handlungsspielraum, die Bedeutung und die Möglichkeiten der Selbstentfaltung der Frau, anhand von vier ausgewählten weiblichen Lebensbildern, diskutiert werden. Zudem werden methodische Kompetenzen für das wissenschaftliche Arbeiten vermittelt, die selbständige Formulierung von Fragestellungen geübt und an die wissenschaftliche Präsentation von Forschungsergebnissen herangeführt.

FREYTAG, Nils / PIERETH, Wolfgang, Kursbuch Geschichte. Tipps und Regeln für wissenschaftliches Arbeiten, Paderborn 2011 (5. Aufl.).
GOETZ, Hans-Werner, Proseminar Geschichte: Mittelalter, Stuttgart 2014 (4. Aufl.).
JORDAN, Stefan, Einführung in das Geschichtsstudium, Stuttgart 2005.


[P Si] Der Erste Weltkrieg
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2017
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 027

[P Si] Entscheidung für Europa. Die Anfänge der europäischen Integration in den fünfziger Jahren.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 24.10.2017
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Alter Steinbacher Weg 44, 203

Kommentar:

Europa steht aktuell vor großen Herausforderungen angesichts neuer weltpolitischer Krisen, Terrorismus, Migration und nicht zuletzt dem Brexit. Anlass genug, eine Blick zurück zu werfen auf die Anfänge der europäischen Integration und nach politischen, kultur- und ideengeschichtlichen Motiven und Problemlagen zu fragen, die die "Entscheidung für Europa" in der Frühphase mitbestimmten.


[P Si] Nationalismus in einer globalisierten Welt (19.-21. Jahrhundert)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2017
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, C 030

Kommentar:

Gegenwärtig scheint alles darauf hinzudeuten, dass die Globalisierung nicht einfach zu einem Verblassen des Nationalismus führt. Das Nachdenken über Nation und andere Zugehörigkeitskonzepte ist aber nicht neu, sondern hat eine lange Geschichte, mit der sich das Seminar beschäftigen soll. Ein erster Teil befasst sich mit den historischen Voraussetzungen des Nationalismus mit Schwerpunkt auf dem 19. Jahrhundert. Der zweite Teil des Seminars behandelt Klassiker der Nationalismustheorie (wie Ernest Gellner, Anthony Smith und Benedict Anderson). Der dritte Teil setzt sich mit der Reichweite des Nationalismus anhand von Fallstudien zu verschiedenen Teilen der Welt auseinander. So soll erörtert werden, inwiefern vielfältige Formen des Nationalismus die heutige Welt beeinflusst und tief geprägt haben. Parallel dazu macht das Seminar die Studierenden mit wesentlichen geschichtswissenschaftlichen Arbeitstechniken vertraut und bereitet so auf das Verfassen einer Hausarbeit vor.

Literatur: The Oxford Handbook of the History of Nationalism , hg. v. John Breuilly, Oxford 2013. Friedrich Lenger, Industrielle Revolution und Nationalstaatsgründung (1849–1870er Jahre), 10. überarb. Auflage [= Gebhardt, Handbuch der deutschen Geschichte, Bd. 15], Stuttgart 2003.


[P Si] Propaganda in der Bundesrepublik? Wahlkampfkultur in Deutschland nach 1945
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2017
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. I, C 003

Kommentar:

Wahlplakate, Broschüren und Werbespots sollen den Wähler für eine Partei begeistern. Schon in den Anfangsjahren der Bundesrepublik bezogen Politiker dafür Demoskopie-Institute mit in ihre strategische Wahlkampfplanung ein. Später kamen Werbeagenturen hinzu und der Wahlkampf professionalisierte sich. Personalisierte Wahlkampagnen waren wenige Jahre nach dem Nationalsozialismus wieder möglich. Bis heute bewegt sich die politische Werbung zwischen Emotion und Sachlichkeit. Das Seminar fragt daher nach einem Wandel politischer Kommunikation in der Bundesrepublik Deutschland. Wie haben sich die Strategien der Politiker und ihrer Parteien verändert? Welche Erwartungen werden zwischen Wähler und Partei ausgehandelt? Welche Rolle spielen die Medien? Wie entwickelte sich die Symbol- und Sprachpolitik der Bundesrepublik zwischen Nationalsozialismus und Wiedervereinigung? Und welche Auswirkungen hat das auf die bundesdeutsche Demokratie?

In dem Seminar soll es darum gehen, einen Überblick über den bundesdeutschen Wahlkampf aus kulturgeschichtlicher Perspektive zu gewinnen. Das Seminar versteht sich als eine Einführung in grundlegende Fragen und Probleme der Zeitgeschichte. Mit der gründlichen Lektüre, Präsentation und Diskussion von neuerer Forschungsliteratur wie auch von Quellen werden grundlegende Arbeitstechniken der HistorikerIn geübt und vertieft.


[P Si] Revolte und Reform: Die Bundesrepublik Deutschland in den 1960er Jahren
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2017
wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr,  Phil. I, C 011

Kommentar:

Axel Schildt beschreibt die 1960er Jahre als eine „dynamische Zeit“. Tatsächlich sind sie eine Zeit der Veränderung und Umbrüche in Politik, Gesellschaft und Kultur. Das Jahrzehnt ist geprägt von der NS-Aufarbeitung, dem Mauerbau, den Studentenprotesten, Gastarbeitern und einem Generationswechsel im Journalismus. Demokratisierung, zivilgesellschaftliche und politische Liberalisierung und die Herausbildung einer Konsumgesellschaft sind zentrale Stichworte, mit denen die historische Forschung die Veränderungen – vor allem westlicher Gesellschaften – in den 1960er Jahren beschrieben hat. Für die Bundesrepublik bezieht sich das in erster Linie auf die Transformation einer autoritären in eine demokratische Zivil- und Wohlstandsgesellschaft nach westlichem Muster.

Im Seminar soll es darum gehen, einen Überblick über die wichtigsten politischen, sozialen und kulturellen Entwicklungen der 1960er Jahre zu gewinnen. Das Seminar versteht sich als eine Einführung in grundlegende Fragen und Probleme der Zeitgeschichte. Mit der gründlichen Lektüre, Präsentation und Diskussion von neuerer Forschungsliteratur wie auch von Quellen werden grundlegende Arbeitstechniken der HistorikerIn geübt und vertieft.


[P Si] Schach, Gänsespiel und Pharao. Kulturgeschichte des Spiel(en)s in der Frühen Neuzeit
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2017
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, C 113

Kommentar:

Das Seminar befasst sich mit Quellen zu verschiedenen Spielen, von denen einige auch heute noch bekannt, andere jedoch inzwischen vergessen sind. Anhand von Beispielen aus dem 16. bis 18. Jahrhundert von Tennis bis Tarot werden Fragen nach dem Alltag der Menschen in der Frühen Neuzeit und den Konzepten von Freizeit und Kindheit behandelt. Besonderes Augenmerk wird auf der sozialen und geschlechtlichen Differenzierung einzelner Nutzergruppen und der Funktion des Spielens für die Konstituierung der sozialen Gemeinschaft liegen. Daneben üben wir das Bibliographieren, die Vorbereitung und Durchführung von Referaten und das Verfassen einer Seminararbeit.
Arbeitsweise: Kurzreferate; Gruppenarbeit.


[P Si] Unerbetene Erinnerung - Die Aufarbeitung des Holocausts in Deutschland und den USA
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 26.10.2017
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. I, C 113

Kommentar:

Die deutsche Holocaustforschung befindet sich in einer Krise, konstatierte der Historiker und Leiter der Forschungsabteilung des United States Holocaust Memorial Museum (USHMM) Jürgen Matthäus 2012. In den letzten Jahren seien infrastrukturelle Voraussetzungen für die Holocaustforschung verschwunden. Es herrsche die Vorstellung des „‘Brauchen wir nicht‘ und ‚machen wir schon‘“ vor.
Dieses Seminar beschäftigt sich mit dem aktuellen Stand der Holocaustforschung in Deutschland und zieht dabei den Vergleich zu den als Vorreiter geltenden USA. Gleichzeitig wird ein Blick zurück auf den Prozess der wissenschaftlichen und öffentlichen Aufarbeitung des Holocausts nach 1945 geworfen, wobei Vermittlungsprozesse zwischen Westdeutschland und den USA berücksichtigt werden. VORAUSSETZUNG: Ausreichende Kenntnisse und Bereitschaft zum Lesen englischsprachiger Texte.


[P Si] "Allein in die Fremde" - Kindertransporte in der Zeit des Nationalsozialismus und ihre literarische Aufarbeitung: Ein Praxisseminar zum facherübergreifenden Unterricht.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2017
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, E 105

Kommentar:

Unbegleitete Minderjährige - das ist ein Begriff der in den letzten Jahren in vielen Facetten diskutiert wurde und wird. Das Phänomen selbst ist allerdings nicht neu. Zur Zeit des Nationalsozialismus wurden nach dem Novemberpogrom über 10.000 jüdische Kinder durch Hilfsorganisationen aus Deutschland und den von deutschen besetzten Gebieten ins Ausland gebracht.
Manche erfuhren erst weit nach Kriegsende von ihrer Rettung und vom Schicksal ihrer Familien; andere erlebten ihren Aufenthalt in Sicherheit ganz bewusst und litten unter der Trennung von den Eltern, der großen Ungewissheit und manchmal auch unter den Anforderungen der Pflegeeltern.
Die Erinnerungskultur der letzten Jahren greift das Thema in Form von Denkmälern, Stolpersteinen und filmischen Dokumentationen in vielfältiger Weise auf. Außerdem liegt inzwischen eine ganze Reihe literarischer Texte vor. Neben autobiografische Erinnerungstexte treten hier fiktionale Aufbereitungen des Themas in der Kind- und Jugend- wie in der Erwachsenenliteratur. Insofern ist das Thema sowohl für den Literatur- als auch für den Geschichtsunterricht relevant und bietet eine interessante Schnittfläche für fachübergreifendes Lernen.
Mit dem Bestseller-Roman "Austerlitz" (2001) von W.G. Sebald stellt das Seminar einen Text in den Mittelpunkt, der das Erinnern auf vielschichtige Weise thematisiert. Flankiert wird Sebalds Text mit einer Reihe weiterer historischer und literarischer Quellen. Auf diesen Grundlagen profiliert und reflektiert das interdisziplinär angelegte Seminar die jeweiligen fachdidaktischen Perspektiven auf das Thema "Kindertransporte" im Kontext gegenwärtiger Erinnerungskultur und mit Blick auf Umsetzungsmöglichkeiten im Rahmen des fächerübergreifenden Unterrichts.

Grundlegender Romantext:
W.G. Sebald: Austerlitz. München 2001.

Weitere literarische Texte:
Ruth Barnett: Nationalität Staatenlos. Berlin 2016.
Anne Salewsky: Der olle Hitler soll sterben! Erinnerungen an den jüdischen Kindertransport nach England. München 2001.
Anne C. Voorhoeve: Liverpool Street. Ravensburg 2007.
Rainer M. Schröder: Die lange Reise des Jakob Stern. München 4. Aufl 2003.
Annika Thor: Eine Insel im Meer. Neuauflage Hamburg 2016.
Marion Charles: Ich war ein Glückskind. Mein Weg aus Nazideutschland mit dem Kindertransport. cbj 2013.


[P Si] Einführung in das frühe historische Lernen (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2017
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 029

Kommentar:

Alles hat seine Geschichte!
In diesem Seminar sollen Einblicke in die Zielsetzungen, Methoden und inhaltliche Planung von Geschichtsunterricht in der Primarstufe erarbeitet und praktisch umgesetzt werden.


[P Si] Einführung in das frühe historische Lernen (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2017
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. I, C 029

Kommentar:

Alles hat seine Geschichte!
In diesem Seminar sollen Einblicke in die Zielsetzungen, Methoden und inhaltliche Planung von Geschichtsunterricht in der Primarstufe erarbeitet und praktisch umgesetzt werden.


[P Si] Einführung in die Geschichtsdidaktik (Gruppe 1)
Klausur: 31.01.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2017
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 214

Kommentar:

Das Seminar führt in die Grundlagen und Grundfragen der Geschichtsdidaktik ein. Im Seminar werden die wesentlichen Felder der Geschichtsdidaktik in Theorie, Empirie und Pragmatik vorgestellt und anhand grundlegender geschichtsdidaktischer Literatur diskutiert. Darüber wird ein fachterminologisches Grundgerüst aufgebaut und eingeübt.
Das Seminar schließt mit einer Klausur.


[P Si] Einführung in die Geschichtsdidaktik (Gruppe 2)
Klausur: 29.01.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2017
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. I, C 214

Kommentar:

Das Seminar führt in die Grundlagen und Grundfragen der Geschichtsdidaktik ein. Im Seminar werden die wesentlichen Felder der Geschichtsdidaktik in Theorie, Empirie und Pragmatik vorgestellt und anhand grundlegender geschichtsdidaktischer Literatur diskutiert. Darüber wird ein fachterminologisches Grundgerüst aufgebaut und eingeübt.
Das Seminar schließt mit einer Klausur.


[P Si] Einführung in die Geschichtsdidaktik (Gruppe 3)
Klausur: 01.02.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2017
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 011

Kommentar:

Das Seminar führt in die Grundlagen und Grundfragen der Geschichtsdidaktik ein. Im Seminar werden die wesentlichen Felder der Geschichtsdidaktik in Theorie, Empirie und Pragmatik vorgestellt und anhand grundlegender geschichtsdidaktischer Literatur diskutiert. Darüber wird ein fachterminologisches Grundgerüst aufgebaut und eingeübt.
Das Seminar schließt mit einer Klausur.


[P Si] Einführung in die Geschichtsdidaktik (Gruppe 4)
Klausur: 30.01.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2017
wöchentlich Di. 08:00 - 10:00 Uhr,  Phil. I, C 214

Kommentar:

Das Seminar führt in die Grundlagen und Grundfragen der Geschichtsdidaktik ein. Im Seminar werden die wesentlichen Felder der Geschichtsdidaktik in Theorie, Empirie und Pragmatik vorgestellt und anhand grundlegender geschichtsdidaktischer Literatur diskutiert. Darüber wird ein fachterminologisches Grundgerüst aufgebaut und an unterrichtspragmatischen Beispielen eingeübt.
Das Seminar schließt mit einer Klausur.


[P Si] Einführung in die Geschichtsdidaktik (Gruppe 5)
Klausur: 30.01.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2017
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 214

Kommentar:

Das Seminar führt in die Grundlagen und Grundfragen der Geschichtsdidaktik ein. Im Seminar werden die wesentlichen Felder der Geschichtsdidaktik in Theorie, Empirie und Pragmatik vorgestellt und anhand grundlegender geschichtsdidaktischer Literatur diskutiert. Darüber wird ein fachterminologisches Grundgerüst aufgebaut und an unterrichtspragmatischen Beispielen eingeübt.
Das Seminar schließt mit einer Klausur.


[P Si] Einführung in die Geschichtsdidaktik (Gruppe 6)
Klausur: 01.02.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2017
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr,  Phil. I, C 003

Kommentar:

Das Seminar führt in die Grundlagen und Grundfragen der Geschichtsdidaktik ein. Im Seminar werden die wesentlichen Felder der Geschichtsdidaktik in Theorie, Empirie und Pragmatik vorgestellt und anhand grundlegender geschichtsdidaktischer Literatur diskutiert. Darüber wird ein fachterminologisches Grundgerüst aufgebaut und an unterrichtspragmatischen Beispielen eingeübt.
Das Seminar schließt mit einer Klausur.


[P Si] Geschichte: ein Lesefach! - Entwicklung und Diskussion von Unterrichtsideen zur Anleitung und Unterstützung fachspezifischen Lesens im Geschichtsunterricht
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2017
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, C 214

Kommentar:

Das Fach Geschichte hat die Vergangenheit zum Inhalt. Diese ist unwiederbringlich vorbei. Sie kann nur über Quellen aus der vergangenen Zeit oder über Darstellungen über diese Zeit thematisiert werden. Dabei spielt das Lesen von Texten eine nicht zu unterschätzende Rolle. Geschichte ist folglich ein Lesefach!
Nicht erst seit den PISA-Studien ist deutlich geworden, dass Lesekompetenz eine komplexe und vielfach unterentwickelte, allerdings zur Aneigung von Wissen zentrale Kompetenz ist. Gerade im Geschichtsunterricht fällt es vielen Schülerinnen und Schülern schwer, Texte zu verstehen, weil diese zusätzliche Anforderungen an den Leser stellen, die beispielsweise im Deutschunterricht nicht thematisiert werden.
Diese fachspezifischen Leseanforderungen sollen im Seminar zum Gegenstand gemacht werden. Es soll über die besonderen Schwierigkeiten des Lesens historischer Texte reflektiert werden, darüberhinaus sollen Methoden erarbeitet, ausprobiert und evaluiert werden, die fachspezifisches Lesen anleiten und fachspezifische Lesekompetenz fördern können. Zudem soll auch darüber diskutiert werden, welchen Beitrag das Fach Geschichte allgemein zur Leseerziehung leisten kann.

Zur ersten Einführung:
Monika Rox-Helmer: Lesen im Geschichtsunterricht: Notwendigkeit oder Chance? In: Pro Lesen. Auf dem Weg zur Leseschule - Leseförderung in den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern. Donauwörth 2010. S. 183-199. (Als Download über Leseforum Bayern).


[P Si] Klausuren vorbereiten, planen und bewerten
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2017
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 104

Kommentar:

Klausuren: Schreckenstermine oder sinnvolle Wissenstands- Überprüfer?

Wir werden unterschiedliche Klausurformate der SEK I und SEK II wahrnehmen, analysieren und bewerten, um dann zu selbst gewählten Themenfeldern eigene Klausuren zu entwerfen.


[P Si] Projektseminar Historische Lieder im Geschichtsunterricht
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2017
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. I, C 214

Kommentar:

Historische Lieder sind eine Quellengattung, die Schülern außergewöhnliche und emotionale Zugänge zu Geschichte ermöglichen kann. Sie bieten sich darüber hinaus in besonderer Weise für den fächerverbindenden Unterricht an. Im Seminar werden auf theoretischer Ebene zunächst Möglichkeiten der Analyse historischer Lieder erörtert. Im Mittelpunkt steht dann die Erarbeitung und Präsentation eines kleinen Unterrichtsprojektes mit dem Schwerpunkt "historische Lieder".


[P Si] Projektseminar Oral History im Geschichtsunterricht
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2017
wöchentlich Fr. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. I, C 029

Kommentar:

m Mittelpunkt der Blockveranstaltung steht die Umsetzung von Zeitzeugengesprächen im schulischen Umfeld (Vorbereitung, Durchführung und Dokumentation/ Weiterarbeit).
Zunächst werden die Forschungsliteratur zur Oral History erarbeitet und diskutiert sowie entsprechende Angebote in Schulbüchern und auf Homepages ausgewertet. Schwerpunkt ist der dritte Teil, in dem die Teilnehmer zu einem selbstgewählten Thema selbstgeführte Zeitzeugengespräche und eigene Überlegungen zu projektorientierten Unterrichtsideen präsentieren.


 
[Ü] Helden und Märtyrer
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2017
wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. I, G 233

[Ü] Antichrist und "Staunen der Welt". Quellen zu Friedrich II.  (AfK-Nr.: 11)
Klausurtermin: 30.01.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2017
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 003

Kommentar:

Hubert Houben formulierte 2008 (S. 9) treffend: "Nur wenige mittelalterliche Herrscher sind so bekannt und umstritten wie der staufische Kaiser Friedrich II.". Bereits zu Lebzeiten wurde er absolut gegensätzlich wahrgenommen und bezeichnet: von seinen Anhängern als "Staunen der Welt" und von seinen Gegnern als Antichrist oder Bestie. Gerade aufgrund dieser Ambivalenz ist eine Auseinandersetzung mit der Person Friedrichs II. auf Basis der Quellen nach wie vor spannend und unumgänglich. Nur der kritische Blick in die Überlieferung kann uns den Staufer näherbringen und zugleich die Grenzen der Quellen klar vor Augen führen. Aus diesem Grund eignet sich Friedrich II. hervorragend, um in die einzelnen Quellengattungen und die Historischen Hilfswissenschaften einzuführen und die entscheidenden Voraussetzungen zum Erlernen einer quellenbasierten geschichtswissenschaftlichen Praxis zu generieren.


Quellen und Literatur:
van Eickels, Klaus / Brüsch; Tania (Hrsg.): Friedrich II. Leben und Persönlichkeit in Quellen des Mittelalters, Darmstadt 2000.
Goetz, Hans-Werner: Proseminar Geschichte: Mittelalter, 4., aktual. u. erw. Aufl., Stuttgart 2014.
Houben, Hubert: Kaiser Friedrich II. (1194-1250). Herrscher, Mensch und Mythos, Stuttgart 2008.
Stürner, Wolfgang: Friedrich II. 1194-1250, 3., aktual. u. erw. Aufl., Darmstadt 2009.


[Ü] Autobiographie, Korrespondenz und Repräsentation: Formen der Selbstdarstellung im Mittelalter
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 03.11.2017
zwei-wöchentlich Fr. 10:00 - 14:00 Uhr,  Phil. I, C 030
Einzeltermin
Fr. 27.10.2017,10.00 - 14.00 Uhr   Phil. I, C 030

Kommentar:

Wie sahen sich mittelalterliche Menschen? Wie wollten Herrscher von ihren Untertanen wahrgenommen werden? Gab es im Mittelalter schon einen Unterschied zwischen „öffentlich“ und „privat“? Wie beurteilt die aktuelle Forschung Rituale, Symbole und zeremonielle Formen der Selbstdarstellung und Herrschaftsrepräsentation? Autobiographische Texte, Ego-Dokumente, Korrespondenz und andere Formen der Selbstdarstellung richteten sich an unterschiedliche Adressaten. Manche Texte, besonders im städtischen Milieu, waren nur für einen kleinen Kreis bestimmt oder dienten der persönlichen Rechtfertigung. Kaiser, Könige und andere Herrscher waren jedoch auch auf ‚öffentliche‘ besonders publikumswirksame Formen der Selbstdarstellung und Herrschaftsrepräsentation angewiesen. Herrschereinzüge, - besuche und –begräbnisse oder ikonographische Zeugnisse der Selbstdarstellung setzten Herrschaftsansprüche „ins Bild“. Am Ende des Mittelalters nutzte Maximilian I. das neue Medium des Buchdrucks für seine Zwecke. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Historiographie zunehmend mit Ego-Dokumenten, Herrschaftszeremoniell, dem Begriff der Öffentlichkeit, Symbolik, Ritualen der Macht und Performanz auseinandergesetzt und ältere Vorstellungen von der „Entdeckung des Individuums“ in Frage gestellt.

Einführende Literatur:
- Arnold, Klaus / Schmolinsky, Sabine / Zahnd, Urs (Hg.), Das dargestellte Ich. Studien zu Selbstzeugnissen des späteren Mittelalters und der frühen Neuzeit, Bochum, 1999.
- Heimann, Heinz-Dieter / Monnet, Pierre (Hg.), Kommunikation mit dem Ich. Signaturen der Selbstzeugnisforschung an europäischen Beispielen des 12. bis 16. Jahrhunderts, Bochum, 2004.
- Jahncke, Gabriele / Ulbrich, Claudia (Hg.), Vom Individuum zur Person: neue Konzepte im Spannungsfeld von Autobiographietheorie und Selbstzeugnisforschung, Göttingen, 2005.
- Martschukat, Jürgen / Patzold, Steffen (Hg.), Geschichtswissenschaft und „Performative Turn“. Ritual, Inszenierung und Performanz vom Mittelalter bis zur Neuzeit, Köln, Weimar, 2003.
- Melville, Gert / von Moos, Peter (Hg.), Das Öffentliche und das Private in der Vormoderne, Köln, Weimar, 1998.
- Misch, Georg, Geschichte der Autobiographie, 4 Bde., 4. Auflage, Frankfurt am Main, 1976.
- Monnet, Pierre / Schmitt, Jean-Claude (Hg.), Les autobiographies souveraines, Paris, 2012.
- Schenk, Gerrit Jasper, Zeremoniell und Politik: Herrschereinzüge im spätmittelalterlichen Reich, Köln, 2003.
- Schlotheuber, Eva, Norm und Innerlichkeit: zur problematischen Suche nach den Anfängen der Individualität, in: ZHF 31 (2002), S. 329-357.
- Stollberg-Rilinger, Barbara / Neu, Tim / Brauner, Christine (HG.), Alles nur symbolisch? Bilanz und Perspektiven der Erforschung symbolischer Kommunikation, Köln, Weimar, 2013.


[Ü] Einführung in die Mittellateinische Philologie, Paläographie und Codicologie
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2017
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr,  Phil. I, C 029

Kommentar:

„Die mittelalterliche Geschichte, einschließlich ihrer Wissenschaften, ist ein Schlaraffenland, in dem es noch viel zu entdecken gibt. Nur muß, wer eintreten will, sich durch einen Reisberg hindurchfressen; er muß Latein und Griechisch, Mittellatein und Paläographie lernen. Ohne dies geht es nicht. Es geht keinesfalls nur mit Übersetzungen." (Kurt Flasch 2003)

Anhand prominenter und interessanter Texte führt die Veranstaltung thematisch breit gefächert in die lateinische Schrift, Sprache und Literatur des Mittelalters ein. Dabei soll neben der Fähigkeit, mittellateinische Texte erschließen zu können, auch der adäquate Umgang mit lateinischsprachigen Quellen sowie bereits vorliegenden Übersetzungen geschult werden. Zudem sollen im Rahmen einer kleineren Exkursion in ein nahe gelegenes Archiv kodikologische Kenntnisse erworben werden.
Der Kurs richtet sich an alle Interessierte; besonders für Veranstaltungsteilnehmer, die Lehrveranstaltungen im Bereich der mittelalterlichen Geschichte absolvieren, könnte diese Veranstaltung eine Unterstützung sein.

Berschin, Walter, Einleitung in die lateinische Philologie des Mittelalters, Heidelberg 2012.
GOULLET, Monique/ PARISSE, Michel: Lehrbuch des mittelalterlichen Lateins für Anfänger. Aus dem Französischen übertragen und bearbeitet von Helmut Schareika, Hamburg 2010.
KINDERMANN, Udo: Einführung in die lateinische Literatur des mittelalterlichen Europa, Turnhout 1998.
Kümper, Hiram, Materialwissenschaft Mediävistik. Eine Einführung in die Historischen Hilfswissenschaften, Paderborn 2014.
STRECKER, Karl: Introduction to Medieval Latin (Übers. und bearb. von R. B. Palmer), Berlin 1957.


[Ü] Mittelaltermythen und Mittelalterklischees des 19. und 20. Jahrhunderts
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 23.10.2017
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. I, C 030

Kommentar:

"Finsteres Mittelalter", "Hexenverfolgungen", "Raubritter" - aber auch "Feen" und holdselige Damen gehören zu den Klischees, die immer wieder aufgerufen werden, wenn die Rede auf das Mittelalter kommt. Im Seminar wird untersucht, zu welcher Zeit und mit welcher Darstellungs- bzw. Abgrenzungsabsicht solche Bilder aufgekommen sind und warum sie sich als äußerst zählebig erweisen.


[Ü] Quellen zum frühmittelalterlichen Königtum  (AfK-Nr.: 11)
Klausurtermin: 08.02.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2017
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. I, C 030

Kommentar:

Im Umfeld der gotischen, burgundischen, langobardischen und fränkischen Könige des Frühmittelalters sind unterschiedliche Texte entstanden, die Aufschluss über Herrschaftsorganisation, Legitimation und Machtanspruch des Königtums geben. Dabei werden ganz unterschiedliche Traditionen, Vorbilder und Neuschöpfungen erkennbar, die sich prägend für das mittelalterliche Königtum insgesamt auswirkten. In der Übung werden ausgewählte Texte aus den Bereichen Recht, Geschichtsschreibung, Urkunden, Hagiographie und Briefliteratur gelesen und diskutiert. Daneben sind Münzen und Siegel wichtige Träger von Textzeugnissen. Die Bereitschaft, lateinische Texte zu lesen, wird vorausgesetzt.

Literatur:
Janus, Ludwig/Dinzelbacher, Peter (Hgg.): Briefe des Ostgotenkönigs Theoderich der Große und seiner Nachfolger. Aus den ‚Variae“ des Cassiodor, Heidelberg 2010; Kaiser, Reinhold/Scholz, Sebastian (Hgg.): Quellen zur Geschichte der Franken und der Merowinger. Vom 3. Jahrhundert bis 751, Stuttgart 2012; Schwarz, Wolfgang (Hg.): Paulus Diaconus, Geschichte der Langobarden/Historia Langobardorum, Darmstadt 2009. - Überblicksdarstellungen und Einführungen zum Frühmittelalter siehe die Literaturhinweise zur Vorlesung in diesem Semester.


[Ü] Quellen zur Geschichte des Zisterzienserordens  (AfK-Nr.: 11)
Klausurtermin: 30.01.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2017
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, C 030

Kommentar:

„Hic, quam sublimes heremus Cistercia flores, iam dudum sterilis, produxit, rite doceris.“
In dieser Lehrveranstaltung soll ein Überblick über den Zisterzienserorden vermittelt, darüber hinaus ein Einblick in die historischen Hilfswissenschaften gegeben, Prinzipien der Quellenkritik erlernt und der Umgang mit unterschiedlichen mittelalterlichen Quellengattungen eingeübt werden.

Goetz, Hans-Werner, Proseminar Geschichte: Mittelalter, Stuttgart (Hohenheim), 4. Aufl. 2014.
Oberste, Jörg, Die Zisterzienser, Stuttgart 2014.


[Ü] Tiere im Mittelalter  (AfK-Nr.: 11)
Klausurtermin: 30.01.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2017
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Rathenaustr. 8, 105

Kommentar:

Rittertum ohne Pferde, Wappen ohne Wappentiere, Landwirtschaft und Transport ohne Tiere, höfische Jagd ohne Wild, Greifvögel und Jagdhunde ? Undenkbar! Zwischen Mensch und Tier bestand im Mittelalter zweifellos eine enge Beziehung, der es im Rahmen der Lehrveranstaltung quellenbasiert nachzugehen gilt. Darüber hinaus soll ein Einblick in die historischen Hilfswissenschaften gegeben, Prinzipien der Quellenkritik erlernt und der Umgang mit unterschiedlichen mittelalterlichen Quellengattungen eingeübt werden.

GOETZ, Hans-Werner, Proseminar Geschichte: Mittelalter, Stuttgart 2014 (4. Aufl.).
KOMPATSCHER GUFLER, Gabriela (Hg.), Tiere als Freunde im Mittelalter. Eine Anthologie, Badenweiler 2010.


[Ü] Beziehungen, Übersetzungen und Emotionen? Themen und Ansätze einer relationalen Geschichtsschreibung
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2017
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. I, C 113

Kommentar:

Im Unterschied zu Theologen und Biologen scheint es Historikern schwer zu fallen, das Unendliche, Unbegrenzte und Wuchernde zu denken. Entgegen dieser Diagnose stellt die Übung eine Reihe neuerer Ansätze und Denkfiguren vor, mit denen sich Historiker weltumspannenden Vernetzungen, verschlungenen Sozialbeziehungen sowie dem Verhältnis von Menschen zu Tieren, Maschinen, Naturphänomenen und Göttern nähern. Ausgehend von mitgebrachten Gegenständen und verschiedenen geschichtswissenschaftlichen Konzepten (wie „Verflechtung“, „Übersetzung“, „Gender“, „Emotionen“, „Wissen“ und „Dingen“) diskutieren wir, wie man als Historiker und Historikerin von überkommenen Schwarz-Weiß-Darstellungen und Pauschalurteilen (z.B. der Rede von „Okzident“ und „Orient“) absehen kann und welche Begrifflichkeiten sich hierfür eignen. Dabei soll der Stellenwert von Schlüsselkonzepten für die Geschichtsschreibung herausgearbeitet und deren politisch-gesellschaftlichen Bedeutungsgehalte im Lichte gegenwärtiger Debatten erörtert werden.

Literatur: Jürgen Osterhammel, Grenzen und Brücken, in: Ders. Die Flughöhe der Adler, Historische Essays zur globalen Gegenwart, München 2017, S. 82–100.


[Ü] Die Macht der Archive. Eine Einführung in die Funktion und Bedeutung von Archiven
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2017
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, C 113

Kommentar:

Quellen sind die Grundlage des historischen Arbeitens. Archive sind für sie die wichtigsten Sammelstätten. Doch wie erlangt man Zutritt zu Archiven und wie bewegt man sich durch die in ihnen angelegten Materialberge? Und welche Funktion nehmen diese Stätten überhaupt ein?
Die Quellenübung: ‚Die Macht der Archive. Eine Einführung in die Funktion und Bedeutung von Archive‘ wird beiden Fragekomplexen auf den Grund gehen. Zum einen soll im kulturgeschichtlichen Sinne über die Funktion der Archive auch jenseits der historiografischen reflektiert werden, zum anderen soll die Arbeit in Archiven durch ein bis zwei halbtägliche Exkursionen in Marburg und Gießen erfahren werden um die Grundlage für folgende Arbeiten zu erlernen.
Die Teilnahme an der Übung setzt eine wöchentliche Lektüre (auch englischsprachiger Texte) und eine aktive Mitarbeit voraus.


[Ü] Karten als Quelle für die Geschichte der Frühen Neuzeit
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 23.10.2017
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr,  Alter Steinbacher Weg 44, 103

Kommentar:

Achtung: Beginn 23. Oktober 2017, 30 Oktober 2017 fällt aus, 22. Januar 2018 Exkursion ins Staatsarchiv Marburg.

Visualisierte Raumdarstellungen in Form von Karten und Plänen erfahren gerade in jüngster Zeit viel Aufmerksamkeit in der Geschichtswissenschaft. In der Übung wollen wir uns mit einem besonderen Typus von Raumdarstellungen befassen und zwar mit Karten/Plänen vor Gericht im Zeitraum vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. Der Kartentyp ist bis jetzt kaum erforscht und es gilt deshalb, Methoden und Techniken zu entwickeln, wie man diesen Kartentypus beschreiben kann.


[Ü] Neue historische Literatur
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2017
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, C 003

[Ü] Seltsame Geschichten - (Historische) Untersuchungen (un)erklärlicher Phänomene in der Frühen Neuzeit
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine
Alle Termine in: Phil. I, C 113
Sa. 21.10.2017,09.00 - 12.30 Uhr  Einführung, Formalia und Zugänge zur Geschichte merkwürdiger Ereignisse


Sa. 04.11.2017,09.00 - 16.30 Uhr  Lesende Müller, kämpfende Geister und die Inquisition


Sa. 25.11.2017,09.00 - 16.30 Uhr  Himmelserscheinungen, Fluten und irdene Beben


Sa. 09.12.2017,09.00 - 16.30 Uhr  Natur und Wissenschaft in der Erklärung von Phänomenen



Kommentar:

Ufos, Zeitreisen und Gestaltwandlungen waren nicht nur in den 1990er Jahren in der Serie X-Files von besonderem Interesse. Seit jeher interessieren sich Menschen für das, was sie im ersten Moment aber auch dauerhaft nicht erklären können und suchen nach entsprechenden Deutungsangeboten. In der Frühen Neuzeit bedeutete dies sich unter Umständen in Lebensgefahr zu begeben, wenn die Suche nach Erklärbarkeit an dogmatischen Fundamenten rüttelte. Das Seminar wird sich mit (un)erklärlichen Phänomenen in der Frühen Neuzeit befassen und danach Fragen, wie diese Ereignisse sinnhaft gemacht wurden und gesellschaftlich wirkten. Dabei werden Ereignisse und "Wunder" aus sozial, kultur- und wissensgeschichtlicher Perspektive untersucht um diese "Seltsamen Geschichten" als kulturelle Phänomene zu verstehen. Erwartet wird neben aktiver Mitarbeit im Seminar und Lesefähigkeit der englischen Sprache, die Bereitschaft Texte in Fraktur zu lesen. Weitere (europäische) Fremdsprachenkenntnisse sind vorteilhaft.


[Ü] Vom Humanismus zum Historismus - Klassiker der Historiographiegeschichte
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2017
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. I, C 113

Kommentar:

In diesem Seminar sollen grundlegende Texte der Historiographiegeschichte vom frühen 16. Jahrhundert (Willibald Pirckheimer) bis zum späten 19. Jahrhundert (u.a. Droysen, Ranke, F. Nietzsche) vorgestellt und diskutiert werden. An diesen Texten lässt sich exemplarisch die Genese moderner Geschichtsschreibung und deren Verwissenschaftlichung nachvollziehen. Zugleich bieten sie eine Reflexion über Grundfragen des Geschichtsverständnisses. Die in der Übung diskutierten Texte gelten als Klassiker, die auch heute noch Aktualität beanspruchen dürfen.
Die Texte werden über StudIP als PDF-Scans zur Verfügung gestellt.
W. Hardtwig (Hg.), Über das Studium der Geschichte, 1990.


 
[Si] Britischer Imperialismus seit dem ausgehenden 17. Jahrhundert
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2017
zwei-wöchentlich Mi. 14:00 - 17:00 Uhr,  Phil. I, C 113

Kommentar:

Die Glorious Revolution ist wiederholt als Schlüssel sowohl zum Verständnis des britischen Aufstiegs zur dominierenden Seemacht des 18. und 19. Jahrhunderts und zum wichtigsten Träger imperialer Expansion als auch als Voraussetzung kapitalistischer Entwicklung interpretiert worden. Die Deutungen dieser imperialen und ökonomischen Expansion selbst sind bis heute recht unterschiedlich ausgefallen. Ihnen soll in dem Seminar nachgegangen werden, wobei zunächst der Etablierung des "fiscal-military state" nachgegangen werden soll, bevor gefragt werden kann, in wessen Interesse denn dieser "fiscal-military state" agierte. Die zu betrachtenden Lesarten reichen von der Interpretation des britischen Imperialismus als Ausdruck eines "gentlemanly capitalism" durch P.J. Cain und A.G. Hopkins bis zur Konzentration auf spezifische Formen wie sie schon Robinson und Gallagher mit der Unterscheidung zwischen "formal and informal empire" betont haben und zuletzt James Belich mit seiner Neubewertung des Siedlerkolonialismus zur Diskussion gestellt hat. Dementsprechend wird der Schwerpunkt auf der Zeit von 1688 bis 1914 liegen.

Lit.
- John Brewer, The Sinews of Power. War, Money and the English State, 1688-1783, Cambridge, MA 1988;
- P.J. Cain/A.G. Hopkins, British Imperialism 1688-2015, London 3.2016;
- James Belich, Repenishing the Earth. The Settler Revolution and the Rise of the Anglo-World, 1783-1939, Oxford 2009.


[Si] Ius Commune Moot Court - Kaiserlicher Reichshofrat
mit Exkursionen: 26.-31.10.2017, 28.02-02.03.2018, 07.03.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
6 Einzeltermine
Alle Termine in: Phil. I, C 113
Mi. 18.10.2017,12.00 - 14.00 Uhr  
Mi. 20.12.2017,12.00 - 14.00 Uhr  
Mi. 17.01.2018,12.00 - 14.00 Uhr  
Mi. 24.01.2018,12.00 - 14.00 Uhr  
Mi. 31.01.2018,12.00 - 14.00 Uhr  
Mi. 07.03.2018,12.00 - 14.00 Uhr  

Kommentar:

In einem Moot Court streiten sich Anwälte in einem Rechtsstreit vor einem Gericht. Das besondere hierbei ist jedoch, dass die Anwälte von Studenten, die Richter von Professoren und Praktikern gespielt und der Fall vom Organisator ausgedacht wird. Es gewinnt das Team von Studenten, welches seine Argumente am überzeugendsten präsentiert... was nicht unbedingt bedeutet, dass es den Fall auch wirklich gewonnen hätte.
In diesem Seminar geht es konkret um Fälle aus der Vormoderne und zwar dem Reichshofrat, eines der höchsten Gerichte im Alten Reich.
Neben dem eigentlichen Moot Court soll das Seminar Einblicke in das frühneuzeitliche Recht geben.

Termine: Ius Commune Moot Court – Kaiserlicher Reichshofrat

mit Exkursionen (26.-28.10.2017, 28.02-02.03.2018)

Prof. Dr. Anette Baumann, Gießen/Wetzlar, Dr. Stephan Wendehorst, Gießen/Wien



18. Oktober

JLU Gießen, Phil I, C113

12.00 - 14.00 Uhr


29.-31.10.2017 (Exkursion I: Pre-Moot I: Fulda & Wetzlar 26.-28. Oktober 2017

26. Oktober
Kanzlerpalais (Volkshochschule Fulda), Unterm Heilig Kreuz 1
14.15 – 15.45 Uhr
16.00 – 17.30 Uhr
18.00 – 19.30 Uhr

27. Oktober
Reichskammergerichtsmuseum Wetzlar
14.00-15.30 Uhr
15.30 – 17.00 Uhr
17.30 – 19.00 Uhr

28. Oktober
Kanzlerpalais (Volkshochschule Fulda), Unterm Heilig Kreuz 1
9.00–10.30 Uhr
11.00-12.30 Uhr
13.30-15.00 Uhr
15.00-16.30 Uhr

20. Dezember

JLU Gießen, Phil I, C113

12.00 - 14.00 Uhr


17. Januar

JLU Gießen, Phil I, C113

12.00 - 14.00 Uhr

24. Januar

JLU Gießen, Phil I, C113

12.00 - 14.00 Uhr


31. Januar

JLU Gießen, Phil I, C113

12.00 - 14.00 Uhr


28.02-02.03.2018 (Exkursion II: Pre-Moot II: Wien 28. Februar -2. März 2018)

28. Februar 2018
U Wien, Juridicum
16.00-17.30 Uhr
17.30-19.00 Uhr

1. März 2018
Österreichisches Staatsarchiv, Abteilung Haus-, Hof- und Staatsarchiv
Minoritenplatz 1
8.30–10.00 Uhr
U Wien, Juridicum
10.30-12.00 Uhr
14.00-15.30 Uhr
16.00-17.30 Uhr
17.30-19.00 Uhr
19.15-20.30 Uhr

2. März 2018
8.30–10.00 Uhr
10.30-12.00 Uhr
14.00-15.30 Uhr
Verwaltungsgerichtshof, Judenplatz 11
Führung durch den Verwaltungsgerichtshof (ehemalige Böhmische Hofkanzlei)

7. März

JLU Gießen, Phil I, C113

12.00 - 14.00 Uhr


[Si] Wozu Geschichte? Historisches Denken, historisches Erzählen und Geschichtskultur
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2017
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. I, C 113

Kommentar:

Ausgehend von Ihren Erfahrungen mit dem Verfassen einer geschichtswissenschaftlichen BA-Thesis einerseits und praktischen geschichtsjournalistischen Arbeiten andererseits wollen wir in diesem Theorieseminar grundlegende Fragen hinsichtlich der Eigenheiten, Relevanz und des Nutzens historischen Wissens verfolgen. Wir wollen untersuchen, wie Historiker und Historikerinnen ihre Themen aussuchen und erzählen, wie sie durch die Wahl der Perspektive, der Methode und der bearbeiteten Quellen die Ergebnisse ihrer Forschung beeinflussen und wie sie Geschichte schreiben und dabei Erkenntnis vermitteln. Wir wollen auch problematisieren, wie Geschichte in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird und fragen, welche gesellschaftliche und politische Funktion Geschichte hat. Wann dient sie – gerade in ihrer populären Form – der politischen Legitimation, der Identitätsbildung, der Gesellschaftskritik, der Unterhaltung? Wie werden welche historischen Sachverhalte hier dargestellt und wie prägen sie historisches Bewusstsein? Wie unterscheiden sich wissenschaftliche von journalistischen Fragen an einen historischen Gegenstand? Welchen Formen folgt historisches Erzählen? Und anhand welcher Kriterien können wir historische Darstellungen beurteilen? Welche Rolle spielen dabei z.B. "Wahrheit", Multiperspektivität, Erklärungskraft und Qualität der Darstellung, aber auch Genre und Publikum? Das Seminar lädt zur Reflexion historischer Praxis ein, wie Sie Ihnen alltäglich in Texten, Bildern, Filmen etc. begegnet, wie Sie sie aber auch selbst bereits ausüben oder in Zukunft ausüben werden. Wir arbeiten vorrangig mit entsprechenden Texten, kombiniert mit dem Entwerfen und Anfertigen von drei Essays, in denen Sie sich auf unterschiedliche Weise mit einem Aspekt des Seminarthemas auseinandersetzen.


 
[O Si] Werkstattberichte aus laufenden Forschungsarbeiten in der Mediävistik
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2017
wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr,  Phil. I, C 003

Kommentar:

Das Oberseminar bietet ein Forum für Master- oder L3-Studierende, Doktoranden und Habilitierende, um laufende Arbeiten und Projekte aus dem Bereich der historischen Mittelalterforschung und der germanistischen Mediävistik zu diskutieren. Masterstudierende, die ihre Thesis im Bereich der Mittelalterforschung/Mediävistik schreiben, haben im Oberseminar die Möglichkeit, die Moderation einer Sitzung zu übernehmen und ihre Thesis vorzustellen.


[O Si] Neueste Forschungen zur Geschichte der Frühen Neuzeit
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2017
wöchentlich Mo. 18:00 - 20:00 Uhr,  Phil. I, C 113

[O Si] Oberseminar zur Neueren und Neuesten Geschichte
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2017
wöchentlich Mi. 17:00 - 19:00 Uhr,  Phil. I, C 214

[O Si] Aktuelle Fragen der Geschichtsdidaktik (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2017
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 029

Kommentar:

Anhand ausgewählter Literatur zu aktuellen Forschungsthemen werden im Seminar grundlegende Begriffe und Konzepte der Geschichtsdidaktik wiederholt, vertieft und im schulischen Kontext betrachtet. Im Mittelpunkt stehen zum einen Überlegungen zu den Kriterien von Unterrichtsqualität (vor allem im Zusammenhang mit Bildungsstandards und Kompetenzen) zum anderen Perspektiven hinsichtlich aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen an den Geschichtsunterricht.


[O Si] Aktuelle Fragen der Geschichtsdidaktik (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2017
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 011

Kommentar:

Das Oberseminar dient zum einen der Vertiefung fachdidaktischer Fragestellungen anhand aktuell erschienener Literatur. Hierbei kommen aktuelle bildungspolitische Fragen des Geschichtsunterrichts genauso zur Sprache wie grundlegende Konzepte der Geschichtsdidaktik.


[O Si] Frühes historisches Lernen - Vertiefung
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.10.2017
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr,  Phil. I, C 029

Kommentar:

Die Vertiefung bietet interessierten Studierenden die Möglichkeit, Kompetenzen zur Planung, Darstellung und Umsetzung von Unterrichtseinheiten zum historischen Lernen für die Klassen 1-4 zu erweitern.
Wenn gewünscht, wird im Seminar auch die Planung und Durchführung von Examensarbeiten thematisiert.


[O Si] Schlüsseltexte der Geschichtsdidaktik gelesen unter aktuellen Fragestellungen (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2017
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 011

Kommentar:

Die didaktische Literatur ist vielfältig und hat sich in den letzten Jahren theoretisch weitverzweigt. Dennoch gibt es Basisaufsätze, die die Didaktik entscheidend geprägt, die zu einem Paradigmenwechsel geführt haben und die bis heute interessante Denkanstöße geben. Im Oberseminar sollen solche "Schlüsseltexte" gelesen und diskutiert werden. Dabei soll neben Fragen der Wirkungsgeschichte insbesondere die aktuelle Relevanz der dort entwickelten Ansätze vor den gegenwärtigen Herausforderungen des Geschichtsunterrichts erörtert werden.

Das Seminar dient auch der Reflexion des bisherigen fachdidaktischen Studiums sowie der Vorbereitung auf das Examen.


[O Si] Schlüsseltexte der Geschichtsdidaktik gelesen unter aktuellen Fragestellungen (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2017
wöchentlich Fr. 12:00 - 14:00 Uhr,  Phil. I, C 011

Kommentar:

Die didaktische Literatur ist vielfältig und hat sich in den letzten Jahren theoretisch weitverzweigt. Dennoch gibt es Basisaufsätze, die die Didaktik entscheidend geprägt, die zu einem Paradigmenwechsel geführt haben und die bis heute interessante Denkanstöße geben. Im Oberseminar sollen solche "Schlüsseltexte" gelesen und diskutiert werden. Dabei soll neben Fragen der Wirkungsgeschichte insbesondere die aktuelle Relevanz der dort entwickelten Ansätze vor den gegenwärtigen Herausforderungen des Geschichtsunterrichts erörtert werden.

Das Seminar dient auch der Reflexion des bisherigen fachdidaktischen Studiums sowie der Vorbereitung auf das Examen.


   
[P Si] Die Zisterzienser
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine
Fr. 27.10.2017,10.00 - 12.00 Uhr   Phil. I, D 209
Fr. 03.11.2017,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. I, D 209
Fr. 17.11.2017,10.00 - 16.00 Uhr   Phil. I, D 209
Fr. 24.11.2017,00.00 - 00.00 Uhr   (Exkursion) Tagesexkursion

Kommentar:

Der Zisterzienserorden - eine aus dem Benediktionertum hervorgegangene Reformbewegung - prägte die hochmittelalterliche Geistes- und Kirchengeschichte nachdrücklich. Er wirkte aber auch gestaltend auf den Ausbau und die Erschließung der Landschaft im römisch-deutschen Reich ein. Eine Ausstellung des Rheinischen Landesmuseums Bonn widmet sich den Zisterziensern. Die Exkursion führt zu dieser Ausstellung, die begleitende Übung bereitet den Ausstellungsbesuch vor.
Einführende Literatur: Die Zisterzienser : das Europa der Klöster, hg. von
Uelsberg, Gabriele, Darmstadt 2017; Oberste, Jörg, Die Zisterzienser, Stuttgart 2014


[Ex] Fritzlar im Mittelalter
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
7 Einzeltermine
Fr. 10.11.2017,14.00 - 16.00 Uhr   Phil. I, B 033
Fr. 24.11.2017,14.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, B 033
Fr. 08.12.2017,14.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, B 033
Fr. 15.12.2017,14.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, B 033
Fr. 12.01.2018,14.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, B 033
Fr. 19.01.2018,14.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, B 033
Sa. 27.01.2018,00.00 - 00.00 Uhr   ganztägige Exkursion nach Fritzlar

Kommentar:

Fritzlar kann auf eine lange und bewegte Geschichte zurück blicken. Als eine mainzer Stadt innerhalb eines thüringischen landgräflichen Territoriums, war es immer wieder in territorialpolitische Auseinandersetzungen zwischen Erzbischöfen und Landgrafen verwickelt, die sich auch im Stadtbild niederschlugen. Mit der Klostergründung durch Bonifatius im 8. Jh. und dessen Aufstieg zum religösen Zentrum, der Zerstörung durch die Sachsen, der Erhebung zum Reichskloster, als Ort von Königserhebungen, Hof- und Fürstentagen und dem Ausbau zur Königspfalz ,durch eine florierende Wirtschaft und Fernhandel v. a. im Hoch- und Spätmittelalter, bietet Fritzlar ein breites Spektrum für Forschungsfragen. In den einzelnen 4-stündigen Sitzungen werden einzelne historischen Aspekte/Orte/Ereignisse Fritzlars diskutiert und vertieft, denen wir in der abschließenden eintägigen Exkursion „nachgehen“ werden.


[Ex] Auf den Spuren italienischer ArbeitsmigrantInnen nach 1945. Exkursion nach Verona und München
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
Vorbesprechung: Fr. 20.10.2017, 10.00 - 12.00 Uhr, Phil. I, C 113
3 Einzeltermine
Alle Termine in: Phil. I, C 113
Fr. 20.10.2017,10.00 - 12.00 Uhr   (Vorbesprechung)
Fr. 15.12.2017,10.00 - 16.00 Uhr  
Fr. 09.02.2018,10.00 - 12.00 Uhr  

[Si] Ius Commune Moot Court - Kaiserlicher Reichshofrat
mit Exkursionen: 26.-31.10.2017, 28.02-02.03.2018, 07.03.2018
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
6 Einzeltermine
Alle Termine in: Phil. I, C 113
Mi. 18.10.2017,12.00 - 14.00 Uhr  
Mi. 20.12.2017,12.00 - 14.00 Uhr  
Mi. 17.01.2018,12.00 - 14.00 Uhr  
Mi. 24.01.2018,12.00 - 14.00 Uhr  
Mi. 31.01.2018,12.00 - 14.00 Uhr  
Mi. 07.03.2018,12.00 - 14.00 Uhr  

Kommentar:

In einem Moot Court streiten sich Anwälte in einem Rechtsstreit vor einem Gericht. Das besondere hierbei ist jedoch, dass die Anwälte von Studenten, die Richter von Professoren und Praktikern gespielt und der Fall vom Organisator ausgedacht wird. Es gewinnt das Team von Studenten, welches seine Argumente am überzeugendsten präsentiert... was nicht unbedingt bedeutet, dass es den Fall auch wirklich gewonnen hätte.
In diesem Seminar geht es konkret um Fälle aus der Vormoderne und zwar dem Reichshofrat, eines der höchsten Gerichte im Alten Reich.
Neben dem eigentlichen Moot Court soll das Seminar Einblicke in das frühneuzeitliche Recht geben.

Termine: Ius Commune Moot Court – Kaiserlicher Reichshofrat

mit Exkursionen (26.-28.10.2017, 28.02-02.03.2018)

Prof. Dr. Anette Baumann, Gießen/Wetzlar, Dr. Stephan Wendehorst, Gießen/Wien



18. Oktober

JLU Gießen, Phil I, C113

12.00 - 14.00 Uhr


29.-31.10.2017 (Exkursion I: Pre-Moot I: Fulda & Wetzlar 26.-28. Oktober 2017

26. Oktober
Kanzlerpalais (Volkshochschule Fulda), Unterm Heilig Kreuz 1
14.15 – 15.45 Uhr
16.00 – 17.30 Uhr
18.00 – 19.30 Uhr

27. Oktober
Reichskammergerichtsmuseum Wetzlar
14.00-15.30 Uhr
15.30 – 17.00 Uhr
17.30 – 19.00 Uhr

28. Oktober
Kanzlerpalais (Volkshochschule Fulda), Unterm Heilig Kreuz 1
9.00–10.30 Uhr
11.00-12.30 Uhr
13.30-15.00 Uhr
15.00-16.30 Uhr

20. Dezember

JLU Gießen, Phil I, C113

12.00 - 14.00 Uhr


17. Januar

JLU Gießen, Phil I, C113

12.00 - 14.00 Uhr

24. Januar

JLU Gießen, Phil I, C113

12.00 - 14.00 Uhr


31. Januar

JLU Gießen, Phil I, C113

12.00 - 14.00 Uhr


28.02-02.03.2018 (Exkursion II: Pre-Moot II: Wien 28. Februar -2. März 2018)

28. Februar 2018
U Wien, Juridicum
16.00-17.30 Uhr
17.30-19.00 Uhr

1. März 2018
Österreichisches Staatsarchiv, Abteilung Haus-, Hof- und Staatsarchiv
Minoritenplatz 1
8.30–10.00 Uhr
U Wien, Juridicum
10.30-12.00 Uhr
14.00-15.30 Uhr
16.00-17.30 Uhr
17.30-19.00 Uhr
19.15-20.30 Uhr

2. März 2018
8.30–10.00 Uhr
10.30-12.00 Uhr
14.00-15.30 Uhr
Verwaltungsgerichtshof, Judenplatz 11
Führung durch den Verwaltungsgerichtshof (ehemalige Böhmische Hofkanzlei)

7. März

JLU Gießen, Phil I, C113

12.00 - 14.00 Uhr


[P Si] Die Wetterau und Butzbach als Historischer Lernort
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.10.2017
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, C 029

Kommentar:

Der frühere karolingische Verwaltungsbezirk „Wettergau“ zählte seit der Spätantike zu eine der wohlhabendsten und fruchtbarsten Landschaften des heutigen Deutschlands und als Ursprung eines einflussreichen mittelalterlichen Uradels. In Staufischer Zeit erfolgte der planmäßige Ausbau zu einer bedeutenden Reichslandschaft ("terra imperii"). Lange Zeit stellten die Reichsstädte Friedberg, Gelnhausen, Wetzlar im Verband mit ihrem Vorort Frankfurt sowie die von Ministerialen besetzten Reichsburgen Friedberg, Gelnhausen und Münzenberg zu wichtigen Stützen der Königsmacht dar. Im Spätmittelalter sank bis auf wenige Ausnahmen die wirtschaftliche und politische Bedeutung der Wetterau, brachte jedoch den Aufstieg zahlreicher einflussreicher Adelsgeschlechter mit zunehmend profilierteren Residenzorten wie der "Perle der Wetterau“ - die Territorialstadt Butzbach - hervor. Eine wirtschaftliche bedeutende Territorialstadt , die zeitweise reibungslos von drei Adelsgeschlechtern gleichzeitig regiert wurde. Auch die immer noch optisch imposante Reichsburg Münzenberg fiel im Spätmittelalter einer multiplen Erbteilung unterschiedlichster Adeliger und Dynasten zum Opfer und ermöglichte eine Ortsgründung.
Im Rahmen unserer Exkursionsveranstaltung erarbeiten wir uns am Beispiel des Besuches von Stadt und Museum Butzbach und Burg und Siedlung Münzenberg (an zwei noch zu bestimmenden, gut halbtägigen Exkursionsterminen) ein tieferes Verständnis für diese faszinierende Kulturlandschaft direkt vor unserer Haustür. Die Exkursionsveranstaltung ist für Bachelorstudenten und Lehrämter gleichermaßen geeignet und umfasst sämtliche Epochen (allerdings mit einem gerade bei Burg und Siedlung Münzenberg nachvollziehbaren Schwerpunkt auf die Vormoderne). Zum Vorbei- oder Durchfahren per Bahn oder PKW ist dieses Ensemble an Kulturdenkmälern viel zu schade. Sagen Sie das auch Ihren Freunden und Verwandten!

Hinweis: Die Exkursionstermine finden jeweils am Samstag, den 25. November 2017 sowie am 27. Januar 2018 von ca. 8.00 Uhr-13.00 Uhr statt. Abweichend von manchen anderen Exkursionsseminaren findet die Veranstaltung in der Regel wöchentlich, nach der ersten Hälfte aber mit mehreren Unterbrechungen statt (Kompensation der Exkursionszeit, eigene Vorbereitung).


 
[Si] Praxis des historischen Lernens (Begleitseminar) (Gruppe 1)
Termine für Begleitseminare werden im Vorbereitungsseminar bekanntgegeben
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

Kommentar:

Neben den unmittelbar das Praktikum betreffenden operativen Belangen sind im Wesentlichen pädagogische Probleme bzgl. Klassenführung und Schulalltag Gegenstand der Veranstaltung.


[Si] Praxis des historischen Lernens (Begleitseminar) (Gruppe 2)
Termine für Begleitseminare werden im Vorbereitungsseminar bekanntgegeben
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

Kommentar:

Neben den unmittelbar das Praktikum betreffenden operativen Belangen sind im Wesentlichen pädagogische Probleme bzgl. Klassenführung und Schulalltag Gegenstand der Veranstaltung.


[Pra] Praxis des historischen Lernens - Nachbereitungsseminar (Gruppe 1)
Termine für Nachbereitung werden im Begleitseminar bekanntgegeben
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

Kommentar:

Erkenntnisse zu wichtigen unterrichtlichen Aspekten werden entlang vorher festgelegter Beobachtungskriterien präsentiert und diskutiert. Die Entwicklung der eigenen Einstellung zum Geschichtsunterricht soll dabei reflektiert und Entwicklungspotenziale für den künftigen eigenen Unterricht identifiziert werden.


[Pra] Praxis des historischen Lernens - Nachbereitungsseminar (Gruppe 2)
Termine für Nachbereitung werden im Begleitseminar bekanntgegeben
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

[Si] Praxis des historischen Lernens - Vorbereitung (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2017
wöchentlich Mi. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, C 214

Kommentar:

Das Seminar dient der Vorbereitung des Fachpraktikums im Fach Geschichte im Herbst 2017.
Im Mittelpunkt stehen die theoretische und pragmatische Auseinandersetzung mit verschiedenen Aspekten der Anbahnung, Begleitung und Beobachtung von historischen Lernprozessen. Dabei erfolgt die Planung von Unterrichtsstunden und -einheiten an konkreten Beispielen. Ergänzend werden pädagogische Fragestellungen (Lehrerrolle, Merkmale guten Unterrichts, Lehrer-Schüler-Interaktion) angesprochen. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Vorbereitung auf die Beobachtung und Reflexion von Unterricht. Raum für darüber hinaus bestehende Wunschthemen der Seminarteilnehmer ist vorhanden.


[Si] Praxis des historischen Lernens - Vorbereitung (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2017
wöchentlich Fr. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, C 030

 
[Koll] Kolloquium
Termine werden noch bekannt gegeben.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

   
[sonst.] Mediendidaktische Sprechstunde
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.10.2017
wöchentlich Mi. 13:00 - 15:00 Uhr,  Phil. I, C 207

Kommentar:

Die mediendidaktische Sprechstunde ist ein modulunabhängiges Beratungsangebot, das für fachwissenschaftliche wie für fachdidaktische und schulpraktische Fragen offen ist. Es kann ohne Voranmeldung genutzt werden kann. Sie können sich hier zu zum Medieneinsatz für Referate, Hausarbeiten und Praktika beraten lassen. Im Handapparat der Professur für Didaktik der Geschichte stehen vielfältige Medien zur Verfügung, die im Rahmen dieses Beratungsangebots genutzt werden können. Das Angebot erstreckt sich sowohl auf themenbezogene Auswahlfragen als auch auf Fragen der methodischen Aufbereitung.


nach oben | Kontakt: evv@uni-giessen.de