JLU Gie�en
Diese Seite drucken   
Sie sind hier: StartFachbereich 04: Geschichts- und KulturwissenschaftenGliederung nach anbietenden EinrichtungenPhilosophie
Vorlesungsverzeichnis: WiSe 2026/27

Einfache Suche. Wählen Sie erst aus, ob Sie in Veranstaltungen oder Lehrenden suchen wollen.

Fachbereich 04: Geschichts- und Kulturwissenschaften - Gliederung nach anbietenden Einrichtungen - Philosophie

Veranstaltungen

 

 
Veranstaltungen filtern
 
Legende

  
[Koll] Kolloquium Theoretische Philosophie
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 012
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 012

 
[O Si] Aktuelle Forschungsfragen und Projekte
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2026
wöchentlich Do. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 330
nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 330

Kommentar:

Das Oberseminar/Kolloquium wendet sich an Fortgeschrittene. Wir lesen neuere Texte aus der Theoretischen Philosophie und diskutieren laufende Projekte (Abschlussarbeiten, Dissertationen) aus dem Kreis der Teilnehmer:innen.
Das Programm wird zu Semesterbeginn gemeinsam festgelegt.
Um Voranmeldung wird gebeten.


[O Si] Probleme und Perspektiven der Praktischen Philosophie
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 012
nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 012

Kommentar:

In dem Forschungskolloquium werden ausgewählte aktuelle Beiträge zu allen Themengebieten der praktischen Philosophie erarbeitet und diskutiert. Dazu gehören auch laufende Projekte (Abschlussarbeiten, Dissertationen) aus dem Kreis der Teilnehmer:innen. Das Kolloquium steht allen an forschungsnahen Themen und Diskussionen der Praktischen Philosophie interessierten fortgeschrittenen Studierenden offen.

In diesem Semester werden wir Texte aus dem gerade erschienenen Sammelband lesen: "Postliberalismus. Eine transatlantische Debatte", hrsg. von Veit Selk und Julian Nicolai Hofmann, Berlin 2026. Als Einführung in die Thematik geeignet die Einleitung der Herausgeber: https://res.cloudinary.com/suhrkamp/images/q_auto/v1783124847/165959/postliberalismuso_9783518300947_leseprobe.pdf.


 
[Pj] Projekt: Kognitive und normative Orientierung
individuelle Termine
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
k.A.

[Pj] Projekt: Konstruktion und Argumentation
individuelle Termine
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
k.A.

[Pj] Projekt: Kritik und Reflexion
individuelle Termine
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
k.A.

 
[Si] Bildung - Wissen - Kompetenzen
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001

Kommentar:

In Zeiten von KI, in denen viele das Verstehen von Texten, das Schreiben von Hausarbeiten, aber auch das Planen von Unterricht an KI-Programme auslagern, werden wir uns damit auseinandersetzen, wie Lehramtsstudierende ihre Rolle als angehende Lehrkräfte sehen, wie sie die Rolle von Bildung für unsere Gesellschaft einschätzen und was das für ihre Ausbildung und Arbeit in der Schule bedeutet. Das Seminar stützt sich auf Selbstreflexion und umfangreiche Diskussionsphasen und mündet am Ende in die Planung einer Unterrichtsreihe.


[Si] Einführung in die Ethik (L1, L2, L5) (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2026
wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001
nächster Termin: 16.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001

Kommentar:

Die Veranstaltung gibt einen historischen und systematischen Überblick über zentrale Theorien der normativen Ethik. Ein Ziel des Seminars ist es, an wichtige Begriffe und Fragestellungen der Praktischen Philosophie heranzuführen. Dabei steht die Lektüre klassischer Texte im Mittelpunkt. Ein Reader wird jeweils zu Beginn des Semesters zur Verfügung gestellt.


[Si] Einführung in die Ethik (L1, L2, L5) (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.10.2026
wöchentlich Fr. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001
nächster Termin: 16.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001

Kommentar:

Die Veranstaltung gibt einen historischen und systematischen Überblick über zentrale Theorien der normativen Ethik. Ein Ziel des Seminars ist es, an wichtige Begriffe und Fragestellungen der Praktischen Philosophie heranzuführen. Dabei steht die Lektüre klassischer Texte im Mittelpunkt. Ein Reader wird jeweils zu Beginn des Semesters zur Verfügung gestellt.


[Si] Einführung in die Fachdidaktik (Gruppe 1)
Das Seminar startet am 20.10.!!
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 20.10.2026
wöchentlich Di. 08:00 - 10:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001
nächster Termin: 20.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001

Kommentar:

Das Seminar gibt für Studienanfänger*innen der Fächer Ethik/ Philosophie einen Einstieg in die Fachdidaktik. Betrachtet werden die rechtlichen Hintergründe der Fächer, die unter verschiedenen Bezeichnungen und mit unterschiedlichen Fachkonzepten in den einzelnen Bundesländern ein Alternativangebot zu Religion bieten. Es werden grundlegende didaktische Konzepte betrachtet und in erste Unterrichtsplanungen umgesetzt. Außerdem wird in die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens eingeführt.


[Si] Einführung in die Fachdidaktik (Gruppe 2)
Das Seminar startet am 21.10.!!
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 21.10.2026
wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001
nächster Termin: 21.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001

Kommentar:

Das Seminar gibt für Studienanfänger*innen der Fächer Ethik/ Philosophie einen Einstieg in die Fachdidaktik. Betrachtet werden die rechtlichen Hintergründe der Fächer, die unter verschiedenen Bezeichnungen und mit unterschiedlichen Fachkonzepten in den einzelnen Bundesländern ein Alternativangebot zu Religion bieten. Es werden grundlegende didaktische Konzepte betrachtet und in erste Unterrichtsplanungen umgesetzt. Außerdem wird in die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens eingeführt.


[Si] Ethik für die Schule (Teil 1)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 115
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 115

Kommentar:

Richtiges Handeln, Identität, Menschenwürde – mit Themen wie diesen werden Sie sich im Ethikunterricht immer wieder beschäftigen. In diesem Seminar sollen Sie das fachwissenschaftliche Hintergrundwissen erwerben, um diese Themen später einmal unterrichten zu können. Dafür werden wir ausgehend von konkreten Themenfeldern und Fragestellungen des Ethikunterrichts exemplarische Texte lesen, diskutieren und das für Ihre spätere Unterrichtspraxis relevante Wissen herausarbeiten.
Im ersten Teil des Seminars werden wir uns mit den folgenden Fragen beschäftigen:
- Die Frage nach Aufgabe & Ausrichtung des Ethikunterrichts
- Die Frage nach dem Selbst
- Die Frage nach dem Anderen
- Die Frage nach dem guten Handeln

Das Passwort zum Kurs wird in der 1. Sitzung bekannt gegeben.

WICHTIG: Dieser erste Teil des Seminars wird nur im Wintersemester angeboten, der zweite Teil nur im Sommersemester. Achten Sie also bei Ihrer Stundenplanerstellung darauf.


[Si] Ethische Unterrichtsprozesse planen und bewerten
Klausurtermine: 08.02.2027 / 15.03.2027
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001

Kommentar:

Das Seminar widmet sich der Planung von Ethikunterricht und der Bewertung von Leistungen. Es ist in drei Teile strukturiert: In einem ersten geht es um die Voraussetzungen der Planung: Welche curricularen und lerngruppenspezifischen Bedingungen habe ich zu beachten? In einem zweiten steht die Planung selbst im Vordergrund: Welche Modelle und Methoden können mir helfen, um Ethikunterricht strukturiert zu planen? Im dritten wird die Relevanz von Diagnostik und Bewertung schulischer Leistung im Ethikunterricht behandelt: Lässt sich Philosophieren überhaupt bewerten und wenn ja wie?


[Si] Gerechtigkeit - Unterrichtsmaterialien analysieren und erstellen
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
2 Einzeltermine:
Mo. 28.09.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Rathenaustraße 10, 115
Di. 29.09.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Rathenaustraße 10, 115

Kommentar:

Gerechtigkeit ist ein zentraler Grundsatz des menschlichen Zusammenlebens und
bildet die Basis fast aller Unterrichtsthemen des Ethikunterrichts. Im Seminar werden die verschiedenen Facetten des Gerechtigkeitsbegriffs und die Anwendungsbereiche erarbeitet. Im zweiten Teil des Seminars werden Schulbücher und Unterrichtsmaterialien analysiert und eigene Unterrichtsideen entwickelt.


[Si] Geschichte der politischen Philosophie  (AfK-Nr.: 413/414)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 103
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 103

Kommentar:

Die politische Philosophie hat nicht nur eine jahrtausendealte Geschichte, sondern sie ist auch eine sich wiederholende und dabei erneuernde Geschichte der philosophischen Begründungen der politischen Ordnung. Einige Fragen, Begriffe und Gegenstände tauchen in dieser Geschichte immer wieder auf (z.B die Frage nach den Zwecken und Zielen der Politik), manchmal aber unter so verschiedenen Perspektiven und Kontexten, dass es sich eigentlich um unterschiedliche politikphilosophische Phänomene handelt (z.B. dass es in der Politik um Gerechtigkeit, Sittlichkeit, Glückseligkeit, Frieden, Sicherheit, Macht oder Wohlstand gehen solle). Andere Problemstellungen und Argumentationsweisen sind historisch erstmalig und stellen wirklich neuartige Konzepte dar (z.B. der „normative Individualismus“ in der Neuzeit oder das „Problem des Pluralismus“ in der Gegenwart).
In dem Seminar wird diese lange und faszinierende Geschichte der politischen Philosophie durch die textnahe Untersuchung verschiedener paradigmatischer Theorien erarbeitet werden (etwa Platon, Aristoteles, Hobbes, Locke, Rousseau, Hegel, Mill, Rawls, Nussbaum).

Das Seminar ist auch gut geeignet für Studierende am Anfang des Studiums.

Literatur zur Vorbereitung: Elif Özmen: Politische Philosophie zur Einführung, Hamburg 2013


[Si] Habermas  (AfK-Nr.: 413/414)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2026
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001
nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001

Kommentar:

Der Philosoph und Soziologe Jürgen Habermas gilt auch posthum als eine der wichtigsten Stimmen in öffentlichen Debatten des 20. und 21. Jahrhunderts. Im Seminar werden wir uns grundlegend mit dem Frühwerk auseinandersetzen.
Zunächst verschaffen wir uns einen Überblick über die Kritische Theorie anhand des Aufsatzes „Traditionelle und kritische Theorie“ (Horkheimer 1937). Anschließend lesen wir die Monographie „Strukturwandel der Öffentlichkeit“ (Habermas 1962). Das Seminar wird entweder durch den Essay „Ein neuer Strukturwandel der Öffentlichkeit und die deliberative Politik“ (Habermas 2022) oder durch einzelne Vorlesungen aus „Der philosophische Diskurs der Moderne“ (Habermas 1985) ergänzt.
Zur Teilnahme wird kein besonderes Vorwissen vorausgesetzt. Die eigenständige Lektüre außerhalb der Seminarstunde sowie Vor- und Nachbereitung ist obligatorisch.
Die Anschaffung der Monographie wird empfohlen. Ein Semesterapparat in der Bibliothek wird eingerichtet.

Literatur:
Habermas, Jürgen (1962): Strukturwandel der Öffentlichkeit. Untersuchungen zu einer Kategorie der bürgerlichen Gesellschaft. Suhrkamp: Frankfurt am Main (Publikationsjahr egal, nach 1991 empfohlen) -> zur Anschaffung empfohlen.
Habermas, Jürgen (1985): Der philosophische Diskurs der Moderne, Suhrkamp: Frankfurt am Main.
Habermas, Jürgen (2022): Ein neuer Strukturwandel der Öffentlichkeit und die deliberative Politik, Suhrkamp: Berlin.
Horkheimer, Max (1937): Traditionelle und kritische Theorie: Fünf Aufsätze, Fischer: Frankfurt am Main


[Si] Influencer*innen als Thema der Ethik!?  (AfK-Nr.: 411/412)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.10.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001
nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001

Kommentar:

Eine Family-Bloggerin zeigt ihre Kinder unzensiert, ein Männlichkeitscoach gibt fragwürdige Datingtipps, ein Youtuber bringt intime Privatinformationen an die Öffentlichkeit, um eine Lüge aufzudecken – diese kleine Auswahl an Beispielen zeigt, dass auf Social Media viel passiert, was ethisch eingeordnet werden kann oder sogar muss.
Im Seminar werden wir uns daher genau dieser Aufgabe stellen, indem Sie sich in Gruppen einen Fall auf Social Media aussuchen, den Sie aus einer ethischen Linse betrachten werden. Im ersten Schritt werden wir gemeinsam Beispiele für ethische Fragestellungen rund um Influencer*innen sammeln, schauen, wie wissenschaftliche Einordnung auf den Plattformen funktioniert, und dann verschiedene Möglichkeiten besprechen, wie eine philosophische Einordnung aussehen könnte. Im Hauptteil werden Sie sich in Projektgruppen das ganze Semester über mit einem konkreten Fall auseinandersetzen und diesen eigenständig Schritt für Schritt ethisch einordnen, indem Sie die ethische Fragestellung präzisieren, Literatur suchen und lesen und dann in der Gruppe eine Social-Media-Reaktion auf diesen Fall (z.B. in Form eines TikToks oder Instagram-Beitrags) erstellen, die dann Teil der Prüfungsleistung ist.

WICHTIG: Die Prüfungsleistung besteht aus einem Portfolio, das eng mit dem Gruppenprozess verbunden ist. Der Großteil der Bestandteile muss bereits im Seminar zu verschiedenen Zeitpunkten abgegeben werden. Zudem erfordert das Seminar eine selbstständige und engagierte Mitarbeit in Kleingruppen. Nehmen Sie also bitte nur Teil, wenn Sie im Semester Zeit dafür aufbringen können.


[Si] Irrationalität
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 012
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 012

Kommentar:

Wenn uns das, was eine Person denkt, wünscht oder tut, falsch oder unverständlich erscheint, dann haben wir wenig Hemmung, dies – oder gar sie – als »irrational« zu bezeichnen. Aber was genau meint man damit? Meint man, dass sie etwas denkt, das objektiv oder unserer Meinung nach falsch ist? Dass sie Handlungen vollzieht, die objektiv oder unserer Meinung nach nicht geeignet sind, ihre Ziele zu erreichen?

Wie verhält es sich mit Fällen, in denen Menschen sich an Überzeugungen orientieren, von denen wir wissen, dass sie falsch sind, oder vor etwas Angst haben, dass unseres Wissens nicht gefährlich ist? Sind das bereits Fälle, in denen Irrationalität vorliegt? Oder bedarf es weiterer Voraussetzungen, die in der Person liegen, über die wir urteilen?

Solche Voraussetzungen spielen offenkundig eine Rolle für grundlegende Formen der Irrationalität, die gewöhnlich unterschieden werden: Willensschwäche (nicht zu tun, das zu tun gemäß der eigenen Überzeugungen das Beste ist), Wunschdenken (von etwas überzeugt sein, weil man selbst sich wünscht, die Welt mache die Überzeugung wahr), Handeln wider besseres Wissen (etwas tun, von dem man selbst weiß, dass es scheitern wird), Selbsttäuschung (sich selbst dazu zu bringen, etwas für wahr zu halten) und von etwas überzeugt sein, das nach eigener Auffassung diskreditiert ist. In diesen Fällen werden offenkundig Standards der Rationalität verletzt, mit deren Hilfe Grenzen der Verständlichkeit ausgezeichnet werden können. Denn was könnte es heißen, solche irrationalen Aktivitäten zu verstehen – für uns und für die agierende Person selbst?

Im Seminar sollen die Spielräume untersucht werden, die unterschiedliche Philosophien des Geistes dafür bereitstellen, dem Phänomen der Irrationalität angemessen Rechnung zu tragen. Dabei soll auch untersucht werden, ob es sinnvoll ist, unterschiedliche Arten oder Grade der Irrationalität zu unterscheiden.

Literatur
-Brandom, Robert B. (2002): »Introduction: Five Conceptions of Rationality«, in: Ders.: Tales of the Mighty Dead. Historical Essays in the Metaphysics of Intentionality, Cambridge, Mass., London: Harvard University Press, S. 1-17.
-Davidson, Donald (1969b): »Wie ist Willensschwäche möglich?«, in: Ders.: Handlung und Ereignis, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1990, S. 43-72.
-Davidson, Donald (1982b): »Paradoxien der Irrationalität«, in: Ders.: Probleme der Rationalität, Frankfurt am Main: Suhrkamp 2006, S. 285-315.
-Davidson, Donald (1985a): »Inkohärenz und Irrationalität«, in: Ders.: Probleme der Rationalität, Frankfurt am Main: Suhrkamp 2006, S. 316-331.
-Gardner, Sebastian (1993): Irrationality and the Philosophy of Psychoanalysis, Cambridge: Cambridge University Press.
-Lear, Jonathan (1998a): »Restlessness, Phantasy, and the Concept of Mind«, in: Ders.: Open Minded. Working out the Logic of the Soul, Harvard: Harvard University Press, S. 80-122.
-Nagel, Thomas (1994): »Freud’s Permanent Revolution«, in: Ders.: Other Minds. Critical Essays 1969-1994, New York, Oxford: Oxford University Press 1995, S. 26-44.
-Stocker, Michael, Elizabeth Hegeman (2000): »Aristotelian Akrasia, Weakness of the Will and Psychoanalytic Regression«, in: M. Levine (Hg.): The Analytic Freud, London, New York: Routledge, S. 135-153.


[Si] Klimaethik  (AfK-Nr.: 411/412)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 103
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 103

Kommentar:

Der Klimawandel wird seit vielen Jahrzehnten der Klimaforschung mit einer Reihe von dramatischen Zukunftsszenarien verbunden: Naturkatastrophen, Extremwetterereignisse, das Aussterben ganzer Spezies einschließlich des Menschen und humanitären Ausnahmezuständen wie Krieg, Hunger, Wasserknappheit, Epidemien, Flucht. Diese Szenarien werden immer konkreter und erfahrbarer, auch in der gemäßigten Klimazone Mitteleuropas. Und sie werfen eine Reihe von normativen Problemen auf, die in der neuen Disziplin der Klimaethik diskutiert werden. Zur diesen gehören Fragen nach Klimawandel und Gerechtigkeitsproblemen, nach dem Verhältnis zwischen den Generationen, nach individueller, kollektiver und planetarischer Verantwortung, nach Pflichten, Verzicht und Verboten und nach Klimakrise und Kolonialismus, Rassismus und Sexismus.

Das Seminar widmet sich diesen normativen Fragen mit einer Reihe von aktuellen Beiträgen aus der Moralphilosophie und politischen Theorie. Die Textgrundlage ist der Reader "Klimaethik", hrsg. von Lukas Sparenborg und Darrel Moellendorf, Berlin 2025.


[Si] Lernaufgaben für den Ethikunterricht konzipieren
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
2 Einzeltermine:
Mo. 05.10.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Rathenaustraße 10, 117
Di. 06.10.2026,10.00 - 18.00 Uhr   Rathenaustraße 10, 117

Kommentar:

Kompetenzorientierte Lehrplänen unterscheiden sich nicht nur in der Form und im Umfang ihrer Vorgaben, sondern erfordern vor allem einen neuen Zugang zum Lernen. Unterricht wird weniger an Inhalten als vielmehr an Kompetenzen ausgerichtet. Mit diesen Zielsetzungen ändert sich auch das Aufgabensetting. Lernaufgaben sind eine besonders geeignete Form, kompetenzorientiert Wissen und Können zu erwerben und in neuen Zusammenhängen anzuwenden. In diesem Seminar werden grundlegende Elemente von Lernaufgaben erarbeitet, die Anforderungen dieser Lernarrangements für Lehrende und Lernende erörtert und eigene Lernaufgaben für den Ethik- und Philosophieunterricht entwickelt.


[Si] Materialien für den postmigrantischen Ethik- und Philosophieunterricht
Durchführung: Block, Kausurtermin: 15.03.2027
Dozent/-in:
Dr. Hannah Holme , Natalie Quinici
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine:
Fr. 13.11.2026,14.00 - 20.00 Uhr   Rathenaustraße 10, 116
Sa. 14.11.2026,10.00 - 16.00 Uhr   Rathenaustraße 10, 116
Fr. 22.01.2027,14.00 - 20.00 Uhr   Rathenaustraße 10, 116
Sa. 23.01.2027,10.00 - 16.00 Uhr   Rathenaustraße 10, 116

Kommentar:

In unserer heutigen postmigrantischen Gesellschaft bringen Lernende unterschiedliche kulturelle Hintergründe, religiöse Prägungen, Sprachen, Familiengeschichten und Diskriminierungserfahrungen mit in den Ethikunterricht. Zugleich werden viele dieser Themen selbst zum Gegenstand des Unterrichts. Viele Lehramtsstudierende möchten dieser Vielfalt gerecht werden, wissen jedoch nicht genau, wie sich ein postmigrantischer Ethikunterricht konkret gestalten lässt.

In diesem praxisorientierten Blockseminar erwerben die Studierenden Grundlagen eines postmigrantischen Ethikunterrichts und entwickeln in Gruppen eigene Unterrichtsmaterialien, die an vielfältige Lebensrealitäten anknüpfen. In einem abschließenden Workshop werden die Materialien gemeinsam mit erfahrenen Lehrkräften begutachtet, reflektiert und weiterentwickelt, sodass sie für den konkreten Unterrichtseinsatz geeignet sind.


[Si] Medizinethik  (AfK-Nr.: 411/412)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 012
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 012

Kommentar:

Ist es moralisch in Ordnung, wenn Jens Spahn ein Kind über eine Leihmutter bekommt? Sollte es in Deutschland ein institutionelles Recht auf Sterben geben? (Wann) kann ich einer medizinischen Prozedur wirklich frei zustimmen?
Das alles sind Fragen der Medizinethik, die wir im Seminar diskutieren werden. Das Seminar ist dreigeteilt: Im ersten Teil werden grundlegende Fragestellungen und Konzepte dieser Debatten besprochen, z.B. wann Leben beginnt oder was Menschenwürde umfasst. Im zweiten Teil werden wir verschiedene Positionen zu den Themengebieten Abtreibung und Sterbehilfe diskutieren. Im letzten Teil widmen wir uns aktuellen Diskursen der Medizinethik, unter anderem im Hinblick auf Leihmutterschaft oder Organverkauf.

Ein Großteil der Texte ist ausschließlich in englischer Sprache vorhanden.

WICHTIG: Die Prüfungsleistung besteht aus einem Portfolio, das eng mit dem Seminarprozess verbunden ist. Die Hälfte der Bestandteile muss bereits im Seminar zu verschiedenen Zeiten abgegeben werden. Es handelt sich dabei um analytische Auseinandersetzungen bei der Lektüre der Seminartexte. Nehmen Sie also bitte nur Teil, wenn Sie im Semester Zeit dafür aufbringen können.


[Si] Menschenwürde und Menschenrechte  (AfK-Nr.: 413/414)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 116
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 116

Kommentar:

In diesem Seminar wollen wir uns nicht den Standard-Texten der (analytisch-)philosophischen Menschenrechts- und Menschenwürdeschule widmen. Stattdessen wollen wir nachvollziehen, was verloren geht, wenn wir stets auf die immergleichen Texte schauen. Menschenrechte, das sind einer unkontroversen Intuition nach doch diejenigen Rechte, die Menschen haben, einfach, weil sie Menschen sind. Ein Blick in die Welt und in einen Großteil der philosophischen Literatur bringt allerdings nichts als Ernüchterung: Weder in der Begründung noch in der Praxis haben alle Menschen Menschenrechte, einfach, weil sie Menschen sind. Woran liegt das? Im Seminar werden wir verschiedene Erklärungsansätze nachvollziehen: Wir werden über „den Menschen“ (Anthropologie, Höffe) und über „das Menschliche“ (Lebensphilosophie, Agamben) der Menschenrechte sprechen. Wir werden die „dunklen Seiten der Menschenrechte“ (O’Neill) beleuchten und darüber nachdenken, was es eigentlich heißt, Menschenrechte zu beanspruchen (Camus, Shklar). Schließlich werden wir die Menschenwürde in ihren Momenten der brutalsten Zerstörung suchen (Holocaust-Literatur, Améry) und den Menschen nach seinem Platz in der weltlichen Ordnung befragen (Ideengeschichte der Menschenwürde).

Weil dieses Seminar als eine Kritik am analytischen Menschenrechts- und Menschenwürdediskurs zu verstehen ist, wird der Dozent jene wichtigsten Positionen aufbereitet nachzeichnen, sodass kein Vorwissen benötigt wird. Es wird die Möglichkeit geben, neben klassischen Hausarbeiten und Essays auch ein Portfolio einzureichen. Im Laufe des Seminars werden wir Gruppenarbeiten in Text-Expert:innengruppen durchführen.

Das Ziel des Seminars lässt sich wohl am besten an einer kürzlichen Feststellung von Adam Etinson illustrieren. Im Seminar wollen wir nachvollziehen, dass „the [human rights] debate is as much about the nature and limits of philosophy as it is about human rights” (Etinson, A. (2018): Introduction. In: Etinson, A. (Hg.): Human Rights. Moral or Political? Oxford University Press, 1-38, hier S. 5).


[Si] Philosophie des Films  (AfK-Nr.: 405/406)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.10.2026
wöchentlich Mi. 17:00 - 19:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001
nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001

Kommentar:

Filme erzählen Geschichten, lassen uns mit Figuren mitfiebern und können uns erschrecken, berühren oder zum Nachdenken bringen. Doch wie funktioniert das eigentlich? Was genau sehen wir, wenn wir einen Film sehen? Wie werden aus einzelnen Bildern und Einstellungen Geschichten? Haben Filme eine Bedeutung? Wie gelingt es ihnen, unsere Aufmerksamkeit zu lenken, Erwartungen zu wecken und Emotionen hervorzurufen? Und lernen wir eigentlich auch etwas, wenn wir (narrative) Filme schauen?

Das Seminar bietet eine Einführung in zentrale Fragen der Filmphilosophie auf Grundlage von Noël Carrolls »The Philosophy of Motion Pictures«. Die philosophische Auseinandersetzung mit dem Text wird dabei durch gemeinsame Filmanalysen ergänzt. Ziel ist es, philosophische Argumente und Begriffe nicht nur analytisch zu durchdringen, sondern auch zu prüfen, inwieweit sie unserer konkreten Filmerfahrung gerecht werden.

Diese Idee prägt auch den Leistungsnachweis: Die Studierenden erarbeiten ausgewählte Textabschnitte und entwickeln darauf aufbauend ein eigenes Projekt, etwa indem eine der behandelten philosophischen Thesen anhand eines konkreten filmischen Beispiels auf den Prüfstand gestellt wird.

Textgrundlage:
Carroll, Noël (2008): The Philosophy of Motion Pictures. Malden, MA/Oxford: Blackwell Publishing.

Die im Seminar behandelten Textabschnitte werden zu Beginn des Semesters bekannt gegeben.


[Si] Platon: Gorgias  (AfK-Nr.: 409/410)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2026
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 117
nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 117

Kommentar:

Die übergeordnete Frage im „Gorgias“ lautet: Wie soll man leben? Allerdings springt einem diese Frage als Thema zumindest zu Beginn des Dialogs noch nicht ins Auge. Der Dialog ist insgesamt sehr unterhaltsam; unter anderem, weil Sokrates‘ Gesprächspartner Gorgias, vor allem aber Polos und Kallikles ziemlich breitbeinig, provokativ und zunehmend schamlos auftreten. Am Ende des Dialogs kann man (vielleicht) sehen, wie die argumentierende Philosophie gegen offensive Schamlosigkeit schließlich an ihre Grenzen stößt.
Im Seminar soll auf unterschiedlichen Ebenen in Platons Philosophie und in die Eigenheiten der Dialogform eingeführt werden. Zum einen werden wir versuchen, die Struktur des Textes zu rekonstruieren. Zum anderen bemühen wir uns zu verstehen, wie Platons Sokrates die Art der Argumentation seinem jeweiligen Gesprächspartner anpasst. – Das Seminar ist auch für Studienanfänger geeignet.
Text (zur Anschaffung): Platon: Gorgias, Stuttgart: Reclam 2013.


[Si] Praxisreflexion Ethik - Arbeitsblätter (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001

Kommentar:

Viele Studierende arbeiten bereits in der Schule. An Material wird genutzt, was die Kolleg:innen bereitstellen sowie Funde aus Schulbüchern und dem Internet oder KI-generierte Arbeitsblätter. In den meisten Fällen fehlt aber noch die Erfahrung, die Eignung von Materialien kriteriengeleitet zu prüfen. In diesem Seminar werden Ihre Arbeitsblätter aus dem Ethikunterricht reflektiert und bei Bedarf optimiert. Jede:r stellt einmal im Semester ein eigenes Arbeitsblatt vor, das idealerweise schon eingesetzt wurde. Teilnehmen darf aber auch, wer noch keine Unterrichtserfahrung hat.


[Si] Praxisreflexion Ethik - Arbeitsblätter (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001

Kommentar:

Viele Studierende arbeiten bereits in der Schule. An Material wird genutzt, was die Kolleg:innen bereitstellen sowie Funde aus Schulbüchern und dem Internet oder KI-generierte Arbeitsblätter. In den meisten Fällen fehlt aber noch die Erfahrung, die Eignung von Materialien kriteriengeleitet zu prüfen. In diesem Seminar werden Ihre Arbeitsblätter aus dem Ethikunterricht reflektiert und bei Bedarf optimiert. Jede:r stellt einmal im Semester ein eigenes Arbeitsblatt vor, das idealerweise schon eingesetzt wurde. Teilnehmen darf aber auch, wer noch keine Unterrichtserfahrung hat.


[Si] Religion und Vorurteil im Unterricht [Religionspädagogik]
Klausurtermine: 08.02.2027 / 15.03.2027
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001

Kommentar:

Das Seminar bietet Lehramtsstudierenden des Ethikunterrichts und aller Theologien die Möglichkeit, sich ihres persönlichen Verhältnisses zu Religionen bewusst zu werden und unbedachte Vorurteile kritisch zu reflektieren. Darüberhinaus bedarf es zur Dekonstruktion von Vorurteilen nicht nur der Selbstreflexion, sondern vor allem auch des Wissens. Hierfür ist eine solide und vor allem intersektionale Perspektive auf die jeweiligen Religionen essenziell. Gerade Geschlecht ist dabei eine zentrale Kategorie, die besonders häufig herangezogen wird, um Vorurteile gegenüber Religionen zu propagieren. Deshalb werden in das Seminar ausgewiesene Expert*innen geladen, die jeweils eine der sogenannten fünf Weltreligionen so vermitteln, dass zentrale Vorurteile, die dieser Religion insbesondere in Hinblick auf Geschlecht zugeschrieben werden, kritisch beleuchtet werden.
Hierdurch zielt das Seminar darauf ab, angehende Lehrkräfte zu einer ebenso individuellen wie professionellen Haltung gegenüber Religionen zu befähigen, die es ihnen ermöglicht, im Unterricht in Hinblick auf dieses Themenfeld kompetent zu agieren. Um diese Haltung einzuüben, wenden die Studierenden die gewonnenen Erfahrungen und das erworbene Wissen an, indem sie in Gruppenarbeit Lehrmaterialien in Hinblick auf ihre (geschlechter-)stereotypen Darstellungen von Religionen kritisch beurteilen.


[Si] Schulbücher rezensieren
Plus individuelle Termine.
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.12.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001
nächster Termin: 15.12.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001

Kommentar:

Schulbücher bilden oft die Basis des Unterrichtens. Doch was zeichnet ein gutes Schulbuch aus?
Im Seminar werden Schulbücher didaktisch und methodisch in kleinen Arbeitsgruppen analysiert. Es werden Rezensionen zu den Neuerscheinungen für Ethik und Philosophie/ Primastufe sowie Sek I und Sek. II verfasst und die Ergebnisse im Seminar präsentiert.
Das Schreiben der Rezensionen und die Überarbeitungsprozesse in einem offenen Peer-Review--Verfahren schulen die Schreibkompetenz der Teilnehmer/innen.


[Si] TL;DR? Die kürzesten Aufsätze aus der theoretischen Philosophie  (AfK-Nr.: 407/408)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2026
wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 117
nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 117

Kommentar:

Viele der berühmtesten Werke der Philosophie sind dicke Bücher. Manchmal kommt gute Philosophie aber auch mit wenigen Sätzen aus. In diesem Seminar werden wir einige der kürzesten Aufsätze aus der theoretischen Philosophie lesen. Wir lesen dabei nur Texte, die in philosophischen Fachzeitschriften erschienen sind. Die Themen, die uns begegnen werden, stammen aus unterschiedlichen Gebieten der theoretischen Philosophie, vor allem aus Sprachphilosophie, Erkenntnistheorie, Logik und Metaphysik. Es geht unter anderem um Wissen, Vagheit, Kausalität, logisches Schließen, philosophische Rätsel und Paradoxien, die Frage, ob ein Wal ein Fisch ist, und die Frage, was die beste Frage ist.

Das Seminar richtet sich an alle, die Interesse an Fragen der theoretischen Philosophie haben und Freude am Lesen und Schreiben von kurzen Texten.

Die Texte, die wir lesen werden, sind alle (oder zumindest fast alle) auf Englisch. Der Plan ist, dass wir die Texte gemeinsam im Seminar lesen. Als Vor- und Nachbereitung werden wir über das, was wir im Seminar gelesen haben, weiter nachdenken und uns außerdem darin üben, selbst kurze philosophische Texte zu schreiben.


[Si] Warum moralisch sein?  (AfK-Nr.: 403/404)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 117
nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 117

Kommentar:

Die Frage „Warum moralisch sein?“ hat in der Philosophie – und wohl auch außerhalb der Philosophie – keinen besonders guten Ruf. Außerhalb der Philosophie liegt das vermutlich am skeptischen und teils trotzigen Unterton der Frage. Wer fragt, warum er moralisch handeln solle, ist vielleicht nicht unbedingt geneigt, den Ansprüchen der Moral zu genügen.
Das philosophische Unbehagen an der Frage hat einen anderen Grund. Es beruht weniger auf den skeptischen Untertönen als auf einem Zweifel daran, dass es sich bei »Warum moralisch sein?« um eine sinnvolle oder hinreichend klare Frage handelt. Denn sicher kann die Frage Verschiedenes bedeuten: Warum sollten uns moralische Gründe motivieren? Warum sollte ich gegebenenfalls mein Eigeninteresse zugunsten der Moral zurückstellen? Warum kann die Moral überhaupt Ansprüche an unser Handeln stellen? Etc. Vor diesem Hintergrund ist es nicht überraschend, dass die Frage „Warum moralisch sein?“ kaum noch unmittelbarer Gegenstand zeitgenössischer philosophischer Debatten ist.
Im Rahmen eines philosophischen Seminars hat die Mehrdeutigkeit allerdings auch einen Vorteil: Es lassen sich überblickhaft Fragen zur moralischen Motivation, zum Amoralismus, zur Rationalität der Moral, zum Verhältnis von theoretischer und praktischer Vernunft, oder zu moralischer Gewissheit stellen. Ziel des Seminars ist es, die unterschiedlichen Fragen und Problemstellungen genauer zu bestimmen, ihre Unterschiede und Zusammenhänge herauszuarbeiten und zu untersuchen, was jeweils auf dem Spiel steht, wenn wir fragen: „Warum moralisch sein?“.
Ein Reader wird zur Verfügung gestellt.


[Si] Was können wir wissen?  (AfK-Nr.: 403/404)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 113
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 113

Kommentar:

Seit Menschen Philosophie treiben, quält die Frage, was wir wissen können – und ob wir strenggenommen überhaupt etwas wissen können. Haben wir nicht letztlich meist nur sehr vorläufige Meinungen, die kaum belastbarer sind als halbwegs gut begründete Vermutungen? Gilt das nicht zumindest für etliche wichtige Bereiche – etwa für unsere Meinungen über die objektive Beschaffenheit der Natur oder auch über das, was andere Menschen denken und fühlen (das sogenannte ‚Fremdpsychische‘)?
Die Geschichte ist voller einflussreicher skeptischer Argumente, die zeigen sollen, dass wir sehr viel weniger wissen können, als optimistisch Gestimmte unter uns anzunehmen geneigt sind. Etliche dieser Argumente sind auf den ersten (und zweiten) Blick durchaus herausfordernd. Eine Beschäftigung mit ihnen verrät einiges über unsere ‚epistemische Situation‘ – und sei es letztlich dadurch, dass wir nachvollziehen, inwiefern diese Argumente am Ende (voraussichtlich) doch scheitern.
Im Seminar werden wir wichtige skeptische Argumente aus der Geschichte der Philosophie kennenlernen und zeitgenössische Antworten auf diese skeptischen Herausforderungen prüfen. Dabei werden wir auch immer die aktuelle gesellschaftliche Relevanz der Diskussion unserer ‚epistemischen Situation‘ mitbedenken: Denn die in den letzten Jahren um sich greifende Wissenschaftsfeindlichkeit greift nicht selten skeptische Motive auf (wenn auch auf oberflächliche Weise) und bedient – und fördert – oft genug eine vage ‚skeptische Grundstimmung‘.


[Si] Weder für die Schule noch für das Leben – zur Funktion der Pädagogik im Kapitalismus  (AfK-Nr.: 413/414)
Durchführung: Block
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
5 Einzeltermine:
Di. 27.10.2026,12.00 - 14.00 Uhr   Rathenaustraße 10, 330
Mi. 24.02.2027,10.00 - 16.00 Uhr   Rathenaustraße 10, 001
Do. 25.02.2027,10.00 - 16.00 Uhr   Rathenaustraße 10, 001
Mi. 03.03.2027,10.00 - 16.00 Uhr   Rathenaustraße 10, 001
Do. 04.03.2027,10.00 - 16.00 Uhr   Rathenaustraße 10, 001

Kommentar:

Kaum ein Wahlkampf kommt ohne die immer selbe Behauptung aus: Bildung ist von überragender Bedeutung! Die Schulen aber sind marode und ungerecht, Lehrkräfte überlastet und Schüler*innen den Anforderungen der Gegenwart angeblich immer weniger gewachsen. Seit Jahrzehnten wird deshalb ein bildungspolitischer Aufbruch angekündigt. Nur der Aufbruch selbst bleibt zuverlässig aus.
Das lässt sich schwerlich mit der allgemeinen Langsamkeit demokratischer Politik oder einer schwierigen ökonomischen Lage erklären. Wo ein politisches Ziel tatsächlich als dringlich gilt, können demokratische Staaten innerhalb kürzester Zeit Milliarden mobilisieren, Produktionskapazitäten ausbauen und erhebliche gesellschaftliche Ressourcen in eine neue Richtung lenken – wie die kurzfristige Mobilisierung gewaltiger Summen nach der „Zeitenwende“ für die Aufrüstung zeigt. Wenn eine vergleichbare Mobilisierung im Bildungswesen trotz des ständig beschworenen Notstands ausbleibt, liegt ein anderer Verdacht nahe: Vielleicht funktionieren Schulen gar nicht so schlecht. Vielleicht erfüllen sie ihre gesellschaftliche Aufgabe sogar ziemlich zuverlässig. Nur besteht ihre gesellschaftliche Funktion dann offenbar in etwas anderem als in der freien Entfaltung junger Menschen.
In diesem Seminar werden Texte gelesen, die Pädagogik und Lehranstalten nicht von ihren normativen Versprechen her betrachten, sondern nach ihrem Beitrag zur Reproduktion der bestehenden gesellschaftlichen Ordnung fragen. Zu den unterschiedlichen Diagnosen gehören: Schulen sortieren Menschen nach Leistung, verteilen Berechtigungen und weisen ihnen unterschiedliche gesellschaftliche Laufbahnen zu. Sie organisieren Lernen in Konkurrenz, gewöhnen an fremdgesetzte Anforderungen und machen individuellen Erfolg wie individuelles Scheitern zurechenbar. Dabei bedienen sie sich jener Mittel, die ihren erklärten Bildungszielen widersprechen: Selbstständigkeit soll unter Zeitdruck entstehen, Lernbereitschaft durch Notendruck, Kooperation unter Konkurrenzbedingungen und Mündigkeit durch die Unterwerfung unter institutionell gesetzte Anforderungen.
Diese Widersprüche sind nicht bloß der Preis, den eine Institution mit besten Intentionen für ihre praktische Umsetzung zahlen muss. Das Seminar untersucht, inwiefern Konkurrenz, Selektion, Disziplinierung und Ideologisierung nicht Fehlentwicklungen, sondern am Ende Funktionen des Bildungswesens im Kapitalismus sind. Nur am Rande wird es daher um die Frage gehen, wie Pädagogik innerhalb der bestehenden Gesellschaft besser, gerechter oder inklusiver gestaltet werden könnte. Im Zentrum steht eine Fundamentalkritik der Pädagogik und ihrer gesellschaftlichen Institutionen. Am Ende stellen wir uns grundsätzlich die Frage nach einer emanzipativen Pädagogik und danach, wie sie implementiert werden kann.
Mögliche Seminarliteratur (Auswahl steht noch aus)
• Karl Marx: ausgewählte Texte zu Bildung, Arbeit und gesellschaftlicher Reproduktion
• Talcott Parsons: „Die Schulklasse als soziales System“
• Louis Althusser: „Ideologie und ideologische Staatsapparate“
• Siegfried Bernfeld: Sisyphos oder die Grenzen der Erziehung
• Theodor W. Adorno: „Theorie der Halbbildung“
• Michel Foucault: Auszüge aus Überwachen und Strafen
• Heinz-Joachim Heydorn: Auszüge aus Über den Widerspruch von Bildung und Herrschaft
• Samuel Bowles und Herbert Gintis: Schooling in Capitalist America: Educational Reform and the Contradictions of Economic Life
• Freerk Huisken: Erziehung im Kapitalismus. Von den Grundlügen der Pädagogik und dem unbestreitbaren Nutzen der bürgerlichen Lehranstalten
• Paulo Freire: Auszüge aus Pädagogik der Unterdrückten
• bell hooks: Auszüge aus Teaching to Transgress. Education as the Practice of Freedom
• Elizabeth Ellsworth: „Why Doesn’t This Feel Empowering? Working Through the Repressive Myths of Critical Pedagogy“

Das Seminar findet als Blockseminar statt. Die Vorbesprechung muss leider außerhalb der Kernlehrzeiten liegen und findet deshalb abends statt. Bei Bedarf kann diese online stattfinden. Er wird in der letzten Woche vor Weihnachten stattfinden. Uhrzeit und Länge der Blocktermine sind verhandelbar.


[Si] Wie schreibt man philosophische Texte? (Gruppe 1)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2026
wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001
nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001

Kommentar:

Philosophische Texte zu schreiben gehört zu den wichtigsten Grundlagen philosophischer Arbeit. Schreiben ist dabei nicht nur ein Mittel zur Darstellung, sondern vor allem eine Form des Denkens – ein Werkzeug, um Klarheit zu gewinnen, Thesen kritisch zu prüfen, Argumente zu entwickeln und zu hinterfragen.

Im Zentrum des Seminars steht das Verfassen klarer, präziser und gut strukturierter argumentativer Texte. In diesem praxisnahen Kurs erproben und vertiefen die Teilnehmenden Schritt für Schritt zentrale Techniken philosophischen Schreibens: von der Themenfindung über die Formulierung tragfähiger Thesen, Definitionen und Argumentationsgänge bis hin zu vielfältigen Strategien für den Aufbau überzeugender Absätze und ganzer Texte. Diese Techniken sollen eben nicht nur verstanden, sondern durch zahlreiche Schreibübungen (auch im Seminar), Peer-Feedback und die Analyse philosophischer Beispieltexte verinnerlicht werden.

Dabei reflektieren wir auch kritisch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz beim Schreiben – welche Möglichkeiten sie eröffnet und wo sie die eigene Entwicklung im Denken und Schreiben eher behindert als fördert.


[Si] Wie schreibt man philosophische Texte? (Gruppe 2)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001
nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 001

Kommentar:

Philosophische Texte zu schreiben gehört zu den wichtigsten Grundlagen philosophischer Arbeit. Schreiben ist dabei nicht nur ein Mittel zur Darstellung, sondern vor allem eine Form des Denkens – ein Werkzeug, um Klarheit zu gewinnen, Thesen kritisch zu prüfen, Argumente zu entwickeln und zu hinterfragen.

Im Zentrum des Seminars steht das Verfassen klarer, präziser und gut strukturierter argumentativer Texte. In diesem praxisnahen Kurs erproben und vertiefen die Teilnehmenden Schritt für Schritt zentrale Techniken philosophischen Schreibens: von der Themenfindung über die Formulierung tragfähiger Thesen, Definitionen und Argumentationsgänge bis hin zu vielfältigen Strategien für den Aufbau überzeugender Absätze und ganzer Texte. Diese Techniken sollen eben nicht nur verstanden, sondern durch zahlreiche Schreibübungen (auch im Seminar), Peer-Feedback und die Analyse philosophischer Beispieltexte verinnerlicht werden.

Dabei reflektieren wir auch kritisch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz beim Schreiben – welche Möglichkeiten sie eröffnet und wo sie die eigene Entwicklung im Denken und Schreiben eher behindert als fördert.


[Si] Wie wollen wir in Zukunft zusammenleben? Feministische Perspektiven auf die Zukunft  (AfK-Nr.: 413/414)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 102
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 102

Kommentar:

Das Seminar soll einen positiven und konstruktiven Blick auf die Zukunft richten und u.a. folgende Fragen diskutieren: Welche gesellschaftlichen Narrative gibt es über die Zukunft bestimmter Personen (z.B. behinderter und trans* Personen)? Wie wollen wir (gerade für Personen, denen ihre Zukunft abgesprochen wird) die Zukunft gestalten? Wie sieht eine Zukunft ohne patriarchale Familienstrukturen, restriktive Gender-Praktiken, Kapitalismus, Gefängnisse, Polizei, etc. aus? Wie gestalten wir Community-basierte Care-Praktiken? Welche Arten von Beziehungen wollen wir führen? Was ist die Zukunft marginalisierter Philosophie?
Das Seminar soll sich damit von dem oftmals abstrakten Fokus der Philosophie lösen und konkrete Konzepte des Zusammenlebens sowohl im Rahmen aktueller Unterdrückung als auch nach dem Überwinden von cis-hetero patriarchalen, ableistischen, kapitalistischen, rassistischen, kolonialen, etc. Strukturen entwickeln.


     
[Si] Praktikum Nachbereitung
Dozent/-in:
Wiebke Becker, Maria Gröne
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
2 Einzeltermine:
Fr. 11.12.2026,15.00 - 18.00 Uhr   Rathenaustraße 10, 116
Sa. 12.12.2026,10.00 - 17.00 Uhr   Rathenaustraße 10, 116

 
[Vl] Einführung in das philosophische Argumentieren  (AfK-Nr.: 398)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2026
wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 003
nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 003

Kommentar:

Die Tätigkeit des Philosophierens besteht im Kern darin zu argumentieren. Was genau sind jedoch überhaupt Argumente? Vor allem: Was sind gute und was sind schlechte Argumente? Und wie lassen sich Argumente rekonstruieren, selbst entwickeln und auch kritisieren?
Die Vorlesung dient als Einführung in das philosophische Argumentieren. Wir werden einflussreiche Argumentformen diskutieren, aber auch Fehlschlüsse und ‚Werkzeuge‘ rund um das Argumentieren wie etwa die Unterscheidung zwischen Ursachen und Gründen und die Rolle von Gedankenexperimenten.

Prüfungsform: Klausur


[Vl] Einführung in die praktische Philosophie
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.10.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 003
nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 003

Kommentar:

Mit der Kenntnis und Analyse von klassischen und zeitgenössischen Positionen der praktischen Philosophie werden nicht nur ideengeschichtliche und systematische Grundkenntnisse erworben, die für das weitere Studium unerlässlich sind, sondern auch das Verständnis von und der Umgang mit philosophischen Argumenten geschult. Die Vorlesung führt in grundlegende Fragen, Probleme und Methoden der praktischen Philosophie ein und ist in drei Teile gegliedert:
i) Grundlegende Fragen: Was ist praktische Philosophie (nicht)?
ii) Paradigmatische Theorien: Tugendethik, Deontologie, Utilitarismus und Kontraktualismus
iii) Ausgewählte Anwendungsbereiche: Amoralismus als Problem der Moral(philosophie), Moralität und gutes Leben, Ethik am Anfang und Ende des Lebens, Ethik nichtmenschlicher Entitäten, Politische Ethik

Zur Vorbereitung geeignet:
Dieter Birnbacher: Analytische Einführung in die Ethik, Kap. 1, Berlin 2007


[Vl] Einführung in die Theoretische Philosophie  (AfK-Nr.: 401/402)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 13.10.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 003
nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Rathenaustraße 10, 003

Kommentar:

Die Vorlesung soll in einige zentrale Themenkomplexe der Theoretischen Philosophie einführen. Vier Fragen werden dabei im Mittelpunkt stehen: (a) Was ist (Theoretische) Philosophie (b) Was ist Wahrheit? (c) Was zeichnet Wissen und Wissenschaft aus? (d) Was charakterisiert Sprache, und was heisst es, dass (sprachliche) Äußerungen etwas bedeuten?


nach oben | Kontakt: evv@uni-giessen.de