Fachbereich 04: Geschichts- und Kulturwissenschaften - Gliederung nach anbietenden Einrichtungen - Geschichte
Veranstaltungen
Allgemeine Informationen und sonstige Veranstaltungen ⇑
Exkursion mit Seminar ⇑
Neuere Geschichte
[Ex Sem] Das KZ Ravensbrück. Ästhetische und medienhistorische Perspektiven. Fahrt in die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
Das Exkursionsseminar führt nach Berlin und in die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, dem ehemals größten Konzentrationslager für Frauen zur Zeit des Nationalsozialismus. In einem vorbereitenden Blocktermin sowie in beiden Stationen des Seminars geht es einerseits um ein vertieftes historisches Verständnis nationalsozialistischer Stätten der Einschüchterung und Vernichtung und andererseits um die Auseinandersetzung mit ästhetischen und medienbasierten Formen der Erinnerung und des Gedenkens. Dazu arbeiten wir mit essayistischen Filmen wie Christoph Cognets „A Pas Aveugles“, der die geheime Anfertigung von Fotografien in KZs thematisiert, Sergey Loznitsas „Austerlitz“, der den touristischen Massenbesuch von Gedenkstätten kritisch ins Bild setzt, oder mit der Fotoserie „One Thousand and Seventy-Eight Blue Skies“, in der der Fotograf Anton Kusters die Himmel über Konzentrations- und Vernichtungsstätten dokumentiert hat. Mit diesen herausfordernden und eigenwilligen ästhetischen Reflexionen über das Gedenken soll der Blick für die mediale Konstruktion von Erinnerung geschult und die Frage bearbeitet werden, inwiefern ästhetische und künstlerische Verfahren ein integraler Bestandteil der Geschichtsschreibung sind.
[Ex Sem] Erinnern. Gedenken. Erforschen. Fahrt in die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
[Ex Sem] Geschichte(n) vom Haus
Gebäude vom einfachen Tagelöhnerhaus auf dem Land über das städtische Bürgerhaus bis hin zum fürstlichen Schloss stellen räumliche Abbilder der frühneuzeitlichen Ständegesellschaft mit ihrer sozialen Stratifzierung dar. Das Seminar befasst sich einerseits mit der Art und Weise, wie Gebäude Raum strukturieren und sozialen Raum übersetzen; es behandelt verschiedene Haustypen, die verwendeten Baumaterialien und die handwerklichen Techniken der beteiligten Gewerke. Wir betrachten die verschiedenen Raumfunktionen und deren Mobiliar im Innern als Spiegel der Alltagsorganisation, der innerfamiliären Hierarchien und Geschlechterrollen und der sozialen Binnendifferenzierung in Hinblick auf verschiedene Generationen und Dienstboten. Häuser bildeten den Kern der familialen Ökonomie und Ankerpunkt der kollektiven wie auch persönlichen Identität. Erst mit dem Anschluss an Kanalisation und Elektrizität verloren sie ihre relative Geschlossenheit und Unabhängigkeit.
Arbeitsweise: vorbereitende Auseinandersetzung mit der Bedeutung des Hauses als soziale und kulturelle Entität anhand von Text- und Bildquellen, zwei lokale Exkursionen, Kurzreferat bzw. Ausarbeitung einer „Hausgeschichte“
Beginn: 19.10.2026
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 | ||
Geschichte(n) vom Haus. Das Haus im sozialen und wirtschaftlichen Kontext der Frühen Neuzeit
Gebäude vom einfachen Tagelöhnerhaus auf dem Land über das städtische Bürgerhaus bis hin zum fürstlichen Schloss stellen räumliche Abbilder der frühneuzeitlichen Ständegesellschaft mit ihrer sozialen Stratifzierung dar. Das Seminar befasst sich einerseits mit der Art und Weise, wie Gebäude Raum strukturieren und sozialen Raum übersetzen; es behandelt verschiedene Haustypen, die verwendeten Baumaterialien und die handwerklichen Techniken der beteiligten Gewerke. Wir betrachten die verschiedenen Raumfunktionen und deren Mobiliar im Innern als Spiegel der Alltagsorganisation, der innerfamiliären Hierarchien und Geschlechterrollen und der sozialen Binnendifferenzierung in Hinblick auf verschiedene Generationen und Dienstboten. Häuser bildeten den Kern der familialen Ökonomie und Ankerpunkt der kollektiven wie auch persönlichen Identität. Erst mit dem Anschluss an Kanalisation und Elektrizität verloren sie ihre relative Geschlossenheit und Unabhängigkeit.
Arbeitsweise: vorbereitende Auseinandersetzung mit der Bedeutung des Hauses als soziale und kulturelle Entität anhand von Text- und Bildquellen, zwei lokale Exkursionen, Kurzreferat bzw. Ausarbeitung einer „Hausgeschichte“
Beginn: 19.10.2026
Hauptseminar ⇑
Alte Geschichte
[H Si] Christentum und römische Gesellschaft in der Kaiserzeit
| regelmäßiger Termin ab 15.10.2026 | ||
| wöchentlich Do. 08:00 - 10:00 Uhr, Raum: Phil. I, G 233 | ||
| nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 233 | ||
[H Si] Die Entstehung des Papsttums
| regelmäßiger Termin ab 15.10.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, G 233 | ||
| nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 233 | ||
Mittelalterliche Geschichte
[H Si] Hildegard von Bingen
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 003 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 003 | ||
Gleich, ob die angebliche Heilkraft von Edelsteinen, Kräutermixturen oder Backproduktionen angepriesen oder nach "starken Frauen" im Mittelalter gefahndet wird: Hildegard von Bingen ist wie kaum eine andere Gestalt des Mittelalters Projektionsfläche für Esoterik, Ökokommerz und feministisches (Wunsch-)Denken. Doch halten diese Klischees der Überprüfung stand? Im Seminar versuchen wir, durch die Lektüre von Auszügen der Lebensbeschreibung der hl. Hildegard des Theoderich von Echternach, von Briefen Hildegards und Abschnitten aus ihren eigenen Werken eine Antwort auf diese Frage zu finden.
Einführende Literatur: Bain, Jennifer Lynne (Hg.), The Cambridge companion to Hildegard of Bingen (2021); Embach, Michael, Hildegard von Bingen (1098–1179) (2023); Stoudt, Debra, Ferzoco, George, Kienzle, Beverly (Hg.), A Companion to Hildegard of Bingen (Brill's Companions to the Christian Tradition, 45), (2013); Zátonyi, Maura, Hildegard von Bingen (2017).
[H Si] Mission und Christianisierung? Etablierung und Entwicklung des christlichen Glaubens in der Merowinger- und Karolingerzeit
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 011 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 011 | ||
[H Si] Residenzen in 'Hessen' vom Mittelalter bis 1700
| regelmäßiger Termin ab 15.10.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, B 009 | ||
| nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, B 009 | ||
Residenzen als bevorzugte Aufenthaltsorte von Herrschern und Keimzellen der Verstetigung von Verwaltungshandeln waren im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit zentrale politische Handlungsräume, an denen Herrscher, Hof und Bevölkerung interagierten. Sie bedurften gerade deshalb einer spezifischen bau- und bildkünstlerischen Gestaltung. Dieses Wechselverhältnis von Herrschaft, Hof und Territorium einerseits und ästhetischer Gestaltung andererseits möchte das interdisziplinäre Seminar sowohl aus geschichtswissenschaftlicher als auch kunsthistorischer Perspektive beleuchten. Dabei wird der Fokus auf die reiche Residenzkultur vom Mittelalter bis 1700 im heutigen Bundesland Hessen und angrenzenden Bereichen gelegt, die auch in europäischem Vergleich in ihrer Vielfalt bedeutend ist.
Einführende Literatur: G. Ulrich Großmann, Renaissanceschlösser in Hessen. Architektur zwischen Reformation und Dreißigjährigem Krieg, Regensburg 2010; Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich: ein dynastisch-topographisches Handbuch, hg. von Werner Paravicini, bearb. von Jan Hirschbiegel und Jörg Wettlaufer, Bd. 2: Bilder und Begriffe, Ostfildern 2005.
Neuere Geschichte
[H Si] Autoritarismus, Totalitarismus und Faschismus im internationalen Vergleich
Inhalte des HS: (1) Definitionen und Typologien von Autoritarismus, Totalitarismus und Faschismus ; (2) Fallstudien von ca. 1800 bis heute (Nazideutschland steht *nicht* im inhaltlichen Zentrum der Veranstaltung, kommt aber durch Vergleiche indirekt immer wieder vor) ; (3) Theorien zu Entstehung und Funktionsweise der verschiedenen Regimetypen. Methoden: Empirisch-analytische Arbeit mit Theorien, Fallvergleiche.
Organisation und Didaktik: Das HS findet in sechs Blockterminen statt. Für jeden Termin - auch den ersten am 13.10. - sind ca. 60-80. Seiten auf Englisch und/oder Deutsch zu lesen. Es wird sitzungsvorbereitende Aufgaben (ggfs. Referate) geben. Bei mehr als einem Fehltermin oder Anwesenheit ohne Vorbereitung besteht keinen Anspruch mehr auf Abschluss des Seminars.
[H Si] Geschichte der Sklaverei seit der Französischen Revolution
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 | ||
[H Si] Gewaltgeschichte und -theorie: Opfer, Täter, Dritte
| regelmäßiger Termin ab 14.10.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 030 | ||
| nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 030 | ||
Im Seminar wollen wir anhand von klassischen Texten aus der Gewaltgeschichte und verwandten Disziplinen wie der Täterforschung, der Zeugenschaftstheorie oder der Widerstandsforschung danach fragen, wie sich die alltäglichen und extremen Gewaltphänomene des 20. und 21. Jahrhunderts besser verstehen lassen. Welche Arten von Gewalt gibt es, wie unterscheidet sich etwa körperliche von struktureller Gewalt? Welche Rolle spielen Dritte in Gewaltsituationen, zum Beispiel Zeug:innen, Nutznießer:innen, Anstifter:innen oder Gefährdete? Inwiefern sollte Opfern und Betroffenen eine besondere Deutungshoheit zukommen?
Viele zentrale historische Forschungsgegenstände – Kriege, Genozide, Terroranschläge, aber auch Klassen- und Geschlechterverhältnisse – behandeln implizit Gewalt, ohne diese aber als eigenen Gegenstand zu thematisieren. Das wird in diesem Seminar versucht, mit Texten unter anderem von Pierre Bourdieu, Hannah Arendt, Iris Därmann, Randall Collins, Teresa Koloma Beck, Heinrich Popitz, Michael Rothberg.
[H Si] Playing the Past: Digitale Spiele zwischen Geschichtskultur und historischer Bildung
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: k.A. | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: k.A. | ||
Digitale Spiele gehören heute zu den wichtigsten Medien der Geschichtskultur. Millionen von Spielerinnen und Spielern begegnen historischen Themen, Ereignissen und Epochen nicht nur in Büchern, Filmen oder Ausstellungen, sondern auch in Computerspielen. Dabei vermitteln digitale Spiele nicht einfach Geschichte, sondern erzeugen eigene Deutungen der Vergangenheit, gestalten historische Erfahrungen interaktiv und prägen Vorstellungen von Geschichte und Erinnerung. Als Teil der digitalen Geschichtskultur eröffnen sie neue Zugänge zur Vergangenheit, werfen zugleich aber Fragen nach historischer Authentizität, Narrativität, Quellenbezug und gesellschaftlicher Verantwortung auf.
Das Hauptseminar bietet eine Einführung in die Auseinandersetzung mit digitalen Spielen als Gegenstand der Geschichtskultur und der historisch-politischen Bildung. Im Mittelpunkt stehen Fragen danach, wie Geschichte in digitalen Spielen dargestellt wird, welche historischen Narrative und Geschichtsbilder sie transportieren, welche Potenziale sie bei der Vermittlung komplexer historischer Zusammenhänge haben und welche Bedeutung ihnen für individuelles und kollektives Geschichtsbewusstsein zukommt. Diskutiert werden dabei unterschiedliche Genres und Formate – von historischen Strategiespielen über narrative Abenteuer bis hin zu Serious Games und erinnerungskulturellen Projekten. Aktuelle geschichtsdidaktische und fachwissenschaftliche Debatten bilden dabei einen zentralen Bezugspunkt.
Bitte beachten Sie: Für die Teilnahme werden sowohl die Bereitschaft zur Lektüre wissenschaftlicher Texte als auch zum Spielen digitaler Spiele vorausgesetzt. Hausarbeiten können nicht durch Speedruns ersetzt werden!
Auswahlbibliografie:
Adam Chapman: Digital Games as History. How Videogames Represent the Past and Offer Access to Historical Practice. London 2016.
Josef Köstlbauer/Eugen Pfister/Tobias Winnerling/Felix Zimmermann (Hg.): Weltmaschinen: Digitale Spiele als globalgeschichtliches Phänomen. Wien 2018.
Eugen Pfister/Tobias Winnerling: Digitale Spiele, Version: 1.0, in: Docupedia-Zeitgeschichte, 10.01.2020,
https://docupedia.de/zg/pfister_winnerling_digitale_spiele_v1_de_2020.
Angela Schwarz (Hg.): „Wollten Sie auch immer schon einmal pestverseuchte Kühe auf Ihre Gegner werfen?“ Eine fachwissenschaftliche Annäherung an Geschichte im Computerspiel. Münster 2010.
[H Si] Verfolgung und Vernichtung. Das KZ Ravensbrück und das nationalsozialistische Lagersystem
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 030 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 030 | ||
In Ravensbrück bei Fürstenberg an der Havel befand sich in der Zeit des Nationalsozialismus das größte Frauen-Konzentrationslager im sogenannten „Altreich“. Zum Lagerkomplex gehörten neben zahlreichen Außenlagern auch ein kleineres Männerlager und das angrenzende Jugenderziehungslager Uckermark.
Wir werden uns am Beispiel des Lagers Ravensbrück mit der Geschichte von Verfolgung, Ausgrenzung und Vernichtung im nationalsozialistischen Deutschland beschäftigen und nach der spezifischen Situation verfolgter Frauen und Mädchen fragen. Die Entstehung des Verfolgungsapparates und der Aufbau des Lagersystems sollen dabei ebenso eine Rolle spielen wie die alltäglichen Praktiken der Verfolgung, die biographischen Erfahrungen der Opfer und die Lebenswege der Täterinnen und Täter. Bei einem viertägigen Besuch vor Ort in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück setzen wir uns intensiv mit Fragen der Geschichtsvermittlung auseinander und lernen die Arbeit in einer Gedenkstätte kennen.
Das Seminar kann nur zusammen mit der Exkursion in die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück belegt werden (3.-7. Dezember 2026). Anmeldung bitte über das Sekretariat unter zeitgeschichte@geschichte.uni-giessen.de.
Didaktik der Geschichte
[H Si] Fiktionales historische Erzählen in der Geschichtskultur
| regelmäßiger Termin ab 14.10.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 | ||
| nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 | ||
In der Geschichtskultur wird in vielfältigen Medien fiktional erzählt: z.B. im Spielfilm, im Comic, im Roman oder auch mit Spielen. Diese Medien nutzen historische Referenzen zur Unterhaltung, haben aber oft auch den Anspruch, Wissen zu vermitteln. Immer verfolgen Sie mit der Geschichtserzählung eine Intention für die Gegenwart und Zukunft.
Wie Geschichte in verschiedenen Medien fiktionalisiert wird, soll im Seminar ausgehend von historischen Jugendromanen an verschiedenen Medien analysiert werden, um auf dieser Grundlage darüber zu diskutieren, welche Kompetenzen der Geschichtsunterricht aufbauen muss, damit Schülerinnen und Schüler kritisch-reflektiert, aber auch genießend und gewinnbringend an der Geschichtskultur teilhaben können.
Zur Vorbereitung empfohlene Literatur:
Vadim Oswalt, Hans-Jürgen Pandel: Handbuch Geschichtskultur im Unterricht. Frankfurt 2021.
[H Si] Frühes historisches Lernen (Vertiefung)
| regelmäßiger Termin ab 14.10.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
| nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
[H Si] Geschichte und Sprache
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
[H Si] Playing the Past: Digitale Spiele zwischen Geschichtskultur und historischer Bildung
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: k.A. | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: k.A. | ||
Digitale Spiele gehören heute zu den wichtigsten Medien der Geschichtskultur. Millionen von Spielerinnen und Spielern begegnen historischen Themen, Ereignissen und Epochen nicht nur in Büchern, Filmen oder Ausstellungen, sondern auch in Computerspielen. Dabei vermitteln digitale Spiele nicht einfach Geschichte, sondern erzeugen eigene Deutungen der Vergangenheit, gestalten historische Erfahrungen interaktiv und prägen Vorstellungen von Geschichte und Erinnerung. Als Teil der digitalen Geschichtskultur eröffnen sie neue Zugänge zur Vergangenheit, werfen zugleich aber Fragen nach historischer Authentizität, Narrativität, Quellenbezug und gesellschaftlicher Verantwortung auf.
Das Hauptseminar bietet eine Einführung in die Auseinandersetzung mit digitalen Spielen als Gegenstand der Geschichtskultur und der historisch-politischen Bildung. Im Mittelpunkt stehen Fragen danach, wie Geschichte in digitalen Spielen dargestellt wird, welche historischen Narrative und Geschichtsbilder sie transportieren, welche Potenziale sie bei der Vermittlung komplexer historischer Zusammenhänge haben und welche Bedeutung ihnen für individuelles und kollektives Geschichtsbewusstsein zukommt. Diskutiert werden dabei unterschiedliche Genres und Formate – von historischen Strategiespielen über narrative Abenteuer bis hin zu Serious Games und erinnerungskulturellen Projekten. Aktuelle geschichtsdidaktische und fachwissenschaftliche Debatten bilden dabei einen zentralen Bezugspunkt.
Bitte beachten Sie: Für die Teilnahme werden sowohl die Bereitschaft zur Lektüre wissenschaftlicher Texte als auch zum Spielen digitaler Spiele vorausgesetzt. Hausarbeiten können nicht durch Speedruns ersetzt werden!
Auswahlbibliografie:
Adam Chapman: Digital Games as History. How Videogames Represent the Past and Offer Access to Historical Practice. London 2016.
Josef Köstlbauer/Eugen Pfister/Tobias Winnerling/Felix Zimmermann (Hg.): Weltmaschinen: Digitale Spiele als globalgeschichtliches Phänomen. Wien 2018.
Eugen Pfister/Tobias Winnerling: Digitale Spiele, Version: 1.0, in: Docupedia-Zeitgeschichte, 10.01.2020,
https://docupedia.de/zg/pfister_winnerling_digitale_spiele_v1_de_2020.
Angela Schwarz (Hg.): „Wollten Sie auch immer schon einmal pestverseuchte Kühe auf Ihre Gegner werfen?“ Eine fachwissenschaftliche Annäherung an Geschichte im Computerspiel. Münster 2010.
[H Si] Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft - Worum geht es im historischen Lernen und Denken?
Fragt man Schülerinnen und Schüler, worum es im Geschichtsunterricht geht, sagen viele "um die Vergangenheit".
Geschichte ist aber nicht mit Vergangenheit gleichzusetzen, sie hat immer ihren Ausgangspunkt in der Gegenwart und wird erzählt für eine Zukunft. Was das für historisches Lehren und Lernen bedeutet, soll im Seminar vertieft auf der Grundlage geschichtstheoretischer und geschichtsdidaktischer Literatur diskutiert werden.
Zur Vorbereitung empfohlene Literatur:
Jörg van Norden, Lale Yilderim (Hrsg.). Geschichtsbewusstsein - Geschichtsbilder - Zukunft. Frankfurt a.M. 2024.
Kolloquium ⇑
Neuere Geschichte
L1 - Geschichte im Sachunterricht ⇑
Mediendidaktische Sprechstunde ⇑
Oberseminar ⇑
Alte Geschichte
Mittelalterliche Geschichte
[O Si] Neue Forschungen zur Mittelalterlichen Geschichte
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 | ||
Das Oberseminar ist offen für alle, die sich für aktuelle Forschungsthemen in der Mittelalterlichen Geschichte interessieren. Im Seminar stellen Referentinnen und Referenten aus Gießen und anderen Universitäten Themen aus ihren laufenden oder jüngst abgeschlossenen Arbeitsprojekten zur Diskussion. Darüber hinaus werden in diesem Semester große Forschungsprojekte und Berufsfelder für Historiker:innen vorgestellt. Termine und Themen werden in Stud.IP im Ablaufplan mitgeteilt.
BA-Studierende im Fach Geschichte und MA-Studierende im Fach Geschichte können dieses Oberseminar im Rahmen ihrer Projekt-/Forschungsmodule belegen.
Neuere Geschichte
[O Si] Neueste Forschungen zur Geschichte der Frühen Neuzeit und der Landesgeschichte
| regelmäßiger Termin ab 19.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 18:00 - 20:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 | ||
| nächster Termin: 19.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 | ||
In der Veranstaltung werden laufende Forschungsarbeiten (Masterthesis, Dissertationsprojekte, andere Forschungsarbeiten) zur Geschichte der Frühen Neuzeit und zur Landesgeschichte vorgestellt und diskutiert. Interessierte sind herzlich eingeladen, eine eigene Qualifikationsarbeit vorzustellen und / oder sich über laufende Arbeiten zu informieren. Gern können Sie auch an Einzelsitzungen teilnehmen, deren Thema Sie interessiert.
[O Si] Oberseminar zur Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
| regelmäßiger Termin ab 14.10.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 17:00 - 19:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
| nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
Im Oberseminar diskutieren wir jede Woche ein aktuelles Forschungsprojekt aus dem Bereich der Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Auch in diesem Semester stellen wieder Gießener Historiker:innen und Gäste von anderen Universitäten oder Forschungseinrichtungen ihre Projekte, Forschungsfragen, Quellen, methodischen Ansätze und Befunde vor. Die Veranstaltung bietet damit die Möglichkeit, sich über Themen und Trends der historischen Forschung auch jenseits der JLU zu informieren und zugleich das Präsentieren, Fragen und Diskutieren einzuüben. Studierende und Promovierende sind herzlich eingeladen, dabei zu sein, zuzuhören, nachzufragen und mitzudiskutieren.
Didaktik der Geschichte
[O Si] Geschichtsdidaktische Forschungen
Vorbereitende Lektüre:
Heuer, C. (2026). Vom Sein und Werden – Ambivalenzen einer schönen Idee. In: Zeitschrift für Geschichtsdidaktik 25, S. 5-23.
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, G 233 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, G 233 | ||
Im Oberseminar widmen wir uns in diesem Semester der Diskussion und Reformulierung historisch-politischer Bildung. Ausgehend vom aktuellen Diskurs wollen wir gemeinsam theoretisch ergründen, was es gegenwärtig heißen könnte, historisch-politisch gebildet zu sein und was die Schule und der Geschichtsunterricht dazu beitragen können und was nicht.
Vorbereitende Lektüre:
Heuer, C. (2026). Vom Sein und Werden – Ambivalenzen einer schönen Idee. In: Zeitschrift für Geschichtsdidaktik 25, S. 5-23.
Praktikum ⇑
BA: Vorbereitungsveranstaltung zum Praktikum
[Pra Vb] Praktikumsvorbereitende Übung BA (Geschichte/OEG/ Fachjournalistik Geschichte)
Lehramt: Seminar im Praktikum
[Si] Praxis des historischen Lehrens und Lernens (Vorbereitung)
| regelmäßiger Termin ab 23.10.2026 | ||
| zwei-wöchentlich Fr. 14:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
| nächster Termin: 23.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
Das Seminar dient der Vorbereitung auf das Praxissemester im Fach Geschichte im SS 2027, die Zuteilung zum Seminar erfolgt über das ZfL.
Im Seminar werden die fachspezifischen Herausforderungen der Unterrichtsplanung, - durchführung und -reflexion im Fach Geschichte thematisiert und bei einer gemeinsamen exemplarischen Planung einer Unterrichtseinheit zu lösen versucht.
Ziel ist es, der Frage "Was ist guter Geschichtsunterricht?" in Theorie und Praxis näher zu kommen und sich dabei als Fach-Lehrkraft vorbereitend auf das Praktikum zu profilieren.
Zur Vorbereitung empfohlene Literatur:
Michael Sauer: Geschichte unterrichten. Eine Einführung in die Didaktik und Methodik. 15. Aufl. Paderborn 2025.
Ulrich Bongertmann: Leitfaden Referendariat im Fach Geschichte. Schwalbach/Ts. 2017.
Proseminar ⇑
Alte Geschichte
[P Si] Die Demokratie und ihre Eliten: Athen im 5. und 4. Jahrhundert v.Chr. (Gruppe 1)
| regelmäßiger Termin ab 15.10.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, D 106 | ||
| nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 106 | ||
[P Si] Die Demokratie und ihre Eliten: Athen im 5. und 4. Jahrhundert v.Chr. (Gruppe 2)
| regelmäßiger Termin ab 15.10.2026 | ||
| wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. I, D 106 | ||
| nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 106 | ||
[P Si] Politik und Theater im klassischen Athen (Gruppe 1)
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 011 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 011 | ||
[P Si] Politik und Theater im klassischen Athen (Gruppe 2)
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. I, D 106 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, D 106 | ||
Mittelalterliche Geschichte
[P Si] Stadtluft macht frei? Quellen zur frühen Stadtgeschichte
| regelmäßiger Termin ab 15.10.2026 | ||
| wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 029 | ||
| nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 029 | ||
Eine alte, traditionelle Formel behauptet, „Stadtluft macht frei“. Gemeint war damit die Privilegierung derjenigen Stadtbewohner, die rechtlich frei waren und die Bürgergemeinde ihrer Stadt bildeten. Doch nicht alle Menschen in den Städten waren frei und in der Frühzeit der Stadt ist es nicht leicht zu beurteilen, wie der Rechtsstatus ihrer Einwohner war. Im Seminar werden ausgewählte Quellen zur Stadtgeschichte im Reich nördlich der Alpen vom 10.–13. Jahrhundert diskutiert. Dabei kommt ein breites Spektrum an Fragen und Befunden zum Vorschein, das bis weit in die Sozial-, Wirtschafts- und Kulturgeschichte reichen.
Das Proseminar ist Teil des Grundlagenmoduls und dient damit auch dem Ziel, in die Themen, Fragestellungen und Methoden der Mittelalterforschung einzuführen.
Erste Literaturhinweise:
Blattmann, Marita/ Dendorfer, Jürgen/ Kälble, Mathias/ Krieg, Heinz (Hgg.): Die Freiburger Stadtrechte des hohen Mittelalters (1120 – 1293). Edition, Übersetzung, Einordnung. Freiburg/Br. 2020; Gräf Holger/ Jendorff, Alexander (Hgg.): Handbuch der hessischen Geschichte Band 7: Die geistlichen Territorien und die Reichsstädte, Marburg 2023; Isenmann, Eberhard: Die deutsche Stadt im Mittelalter, 1150–1550. Stadtgestalt, Recht, Verfassung, Stadtregiment, Kirche, Gesellschaft, Wirtschaft. 2. Aufl. Köln Weimar Wien 2014; Schmieder, Felicitas: Die mittelalterliche Stadt, 2. Aufl. Darmstadt 2009; Schulz, Knut: „Denn sie lieben die Freiheit so sehr …“. Kommunale Aufstände und Entstehung des europäischen Bürgertums im Hochmittelalter. 2. Aufl. Darmstadt 1995.
Neuere Geschichte
[P Si] Die Julikrise 1914 und die Ursachen des Ersten Weltkriegs
| regelmäßiger Termin ab 15.10.2026 | ||
| wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
| nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
Die Frage nach den Ursachen des Ersten Weltkrieges ist eines der komplexesten Probleme der Geschichtswissenschaft. In diesem Proseminar werden anhand dieses Themas Grundprobleme und des Fachs für Einsteiger*innen behandelt.
Regelmäßige aktive Anwesenheit ist eine notwendige Bedingung für den erfolgreichen Abschluss. Ideen für Hausarbeiten werden bereits während der Vorlesungszeit auf Basis von Vorarbeiten (Bibliografien, Exposés) diskutiert. Ohne diese Vorarbeiten während des Semesters ist keine Hausarbeit möglich. Das Lesepensum beträgt ca. 30 Seiten pro Woche (Deutsch und Englisch).
[P Si] Gewerbe, Handel, Verkehr: Wirtschaftsgeschichte des langen 18. Jahrhunderts
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 | ||
[P Si] Kolonialmigration zwischen Europa und Afrika
| regelmäßiger Termin ab 15.10.2026 | ||
| wöchentlich Do. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 | ||
| nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 | ||
[P Si] Wissen und Wissenschaft in der Frühen Neuzeit
| regelmäßiger Termin ab 23.10.2026 | ||
| zwei-wöchentlich Fr. 14:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 | ||
| nächster Termin: 23.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 | ||
Neben anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens befinden sich in der Frühen Neuzeit Wissen und Wissenschaft im Umbruch. Neue Medien und Institutionen, eine veränderte konfessionelle Landschaft und die koloniale Expansion sind nur einige Faktoren, die diesen Wandel maßgeblich beeinflussen.
Im Proseminar wollen wir uns Wissen als Begriff und den Bedingungen seiner Produktion in der Zeit zwischen 1500 und 1800 in Theorie und Quellen nähern. Zugleich vermittelt das Seminar Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens und eignet sich als Einstieg in die Epoche der Frühen Neuzeit.
Bitte beachten Sie: Das Seminar findet alle zwei Wochen freitags von 14 bis 18 Uhr statt und beginnt in der zweiten Vorlesungswoche (23.10.2026)
Literatur:
Emich, Birgit: Geschichte der Frühen Neuzeit (1500-1800) studieren. München 2019.
Füssel, Marian: Wissen. Konzepte – Praktiken – Prozesse. Frankfurt am Main 2021. (=Historische Einführungen, 21)
Rexroth, Frank; Schröder-Stapper, Teresa (Hg.): Experten, Wissen, Symbole. Performanz und Medialität vormoderner Wissenskulturen. Berlin/Boston 2018. (=Historische Zeitschrift, Beihefte, 71)
Schindling, Anton: Bildung und Wissenschaft in der Frühen Neuzeit 1650-1800. München 1994. (=Enzyklopädie deutscher Geschichte, 30)
Didaktik der Geschichte
[P Si] Ein ganzer Roman im Unterricht? - Jugendliteratur zu Nationalsozialismus und Holocaust in fachübergreifenden Projekten planen, begleiten und reflektieren
| regelmäßiger Termin ab 16.10.2026 | ||
| wöchentlich Fr. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
| nächster Termin: 16.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
Im Rahmen fächerübergreifender Projekte kann geschichtserzählende Jugendliteratur viel didaktisches Potenzial entfalten. Gerade der Themenbereich Nationalsozialismus und Holocaust ist auf dem Markt der Jugendliteratur zurzeit stark vertreten. Mit einer Integration solcher Romane können diese geschichtskulturellen Produkte in Projekten sowohl Kompetenzen für die kritisch-reflektierte Teilhabe an der Erinnerungskultur auf- und ausbauen wie auch fachliche Zugänge zu diesem Themenbereich veranschaulichen und vertiefen.
Diese Chancen sollen im Seminar theoriebasiert erkundet werden und im Rahmen der Begleitung eines Projekts mit einer Schulklasse in pragmatischer Sicht analysiert und umgesetzt werden. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft, sowohl historische Jugendromane als auch fachwissenschaftliche Literatur begleitend zum Seminar selbstständig neben didaktischen Texten zu lesen, an einem Besuch in der Schulklasse teilzunehmen sowie in Kleingruppen einen Aktionstag mit dieser vorzubereiten und durchzuführen.
Zur Vorbereitung auf das Seminar empfohlene Literatur:
Monika Rox-Helmer: Jugendbücher im Geschichtsunterricht. Schwalbach/Ts. 2006.
Hannah Ahlheim: Der Nationalsozialismus 1933-1939. Paderborn 2025.
Alexander Brakel: Der Holocaust. Judenverfolgung und Völkermord. Berlin 2. durchges. Aufl. 2012.
[P Si] Einführung in die Geschichtsdidaktik (Gruppe 1)
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
Das Seminar führt in die Grundlagen und Grundfragen der Geschichtsdidaktik ein. Es werden die wesentlichen Felder der Geschichtsdidaktik in Theorie, Empirie und Pragmatik vorgestellt und anhand grundlegender geschichtsdidaktischer Literatur diskutiert. Darüber wird ein fachterminologisches Grundgerüst aufgebaut und an unterrichtspragmatischen Beispielen reflektiert und eingeübt.
Das Seminar schließt mit einer Klausur.
Einführende Literatur:
Michael Sauer: Geschichte unterrichten. 14. überarb. Aufl. 2025.
[P Si] Einführung in die Geschichtsdidaktik (Gruppe 2)
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 214 | ||
Das Seminar führt in die Grundlagen und Grundfragen der Geschichtsdidaktik ein. Es werden die wesentlichen Felder der Geschichtsdidaktik in Theorie, Empirie und Pragmatik vorgestellt und anhand grundlegender geschichtsdidaktischer Literatur diskutiert. Darüber wird ein fachterminologisches Grundgerüst aufgebaut und an unterrichtspragmatischen Beispielen reflektiert und eingeübt.
Das Seminar schließt mit einer Klausur.
Einführende Literatur:
Michael Sauer: Geschichte unterrichten. 14. überarb. Aufl. 2025.
[P Si] Geschichte(n) als ästhetisches Projekt: Erleben, Erinnern, Gestalten
[P Si] Vom Seminar in die Schule: Das Notaufnahmelager Gießen als außerschulischen Lernort für Schülerinnen und Schüler erlebbar machen.
Das Seminar widmet sich der geschichtsdidaktischen Erschließung des Notaufnahmelagers Gießen als außerschulischem Lernort. Ausgangspunkt ist eine Exkursion eines Grundkurses Geschichte (Jahrgangsstufe 13) der Feldbergschule in Oberursel, der den historischen Ort im Januar 2027 besuchen wird. Ziel des Seminars ist es, hierfür didaktische Konzepte zu entwickeln und diese unmittelbar in der schulischen Praxis zu erproben.
Je nach Seminargröße werden ein oder mehrere Workshops konzipiert, vorbereitet und gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern durchgeführt. Ebenso besteht die Möglichkeit, die Exkursion bereits im Vorfeld an der Schule vorzubereiten und hierzu eigene Unterrichtseinheiten (zwei Doppelstunden) zu entwickeln und zu unterrichten. Denkbar ist darüber hinaus die Konzeption einer eigenständigen Führung über das Gelände des Notaufnahmelagers, die sich am hessischen Kerncurriculum sowie an den aktuellen Prüfungsschwerpunkten orientiert.
Im Zentrum des Seminars steht die enge Verzahnung von Universität und Schule: Geschichtsdidaktische Konzepte sollen nicht nur theoretisch diskutiert, sondern gezielt praktisch erprobt und reflektiert werden. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Arbeit mit unterschiedlichen Quellenarten sowie deren didaktischer Aufbereitung für den schulischen Einsatz.
Das Seminar richtet sich an Studierende, die Interesse an projektorientierter geschichtsdidaktischer Arbeit und an der Entwicklung eigener Unterrichts- und Vermittlungskonzepte haben. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine hohe Bereitschaft zu Flexibilität und eigenständiger Arbeit: Neben einem vorbereitenden gemeinsamen Besuch des Notaufnahmelagers wird es notwendig sein, den Lernort auch selbstständig weiter zu erschließen, um fundierte und praxisnahe Konzepte entwickeln zu können. Zwingend vorausgesetzt wird außerdem ein starkes Interesse, mögliche vorhandene fachwissenschaftliche Lücken eigenständig zu schließen.
Berücksichtigen Sie bitte unbedingt, dass die geplante Exkursion voraussichtlich an einem Mittwoch in der vorletzten oder letzten Januarwoche stattfindet (ab 9Uhr). Eine Teilnahme bzw. gemäß Veranstaltungsplanung aktive Gestaltung dieser Exkursion ist obligatorisch.
Proseminar mit Exkursion ⇑
Didaktik der Geschichte
[Ex Sem] Wien
Vom 5. bis zum 9. Oktober 2026 werden wir uns gemeinsam den verschiedenen Zeitschichten und Geschichtskulturen der österreichischen Hauptstadt widmen. Im Rahmen der Exkursion erschließen wir uns mittels autoethnographischer und und psychogeoraphischer Methoden den Stadtraum mit seinen verschiedenen geschichtskulturellen Orten, wobei wir uns insbesondere mit dem "Haus der Geschichte Österreichs" (hdgö) in der Wiener Hofburg auseinandersetzen werden.
Die An- und Abreise erfolgt individuell, untergebracht sind wir im Jugendgästehaus Wien-Brigittenau (inkl. Frühstück). Die Kosten für die Übernachtungen und die Eintritte belaufen sich auf 50 Euro pro Person.
Anmeldungen sind noch bis zum 8. September unter didaktik@geschichte.uni-giessen.de möglich.
Vom 5. bis zum 9. Oktober 2026 werden wir uns gemeinsam den verschiedenen Zeitschichten und Geschichtskulturen der österreichischen Hauptstadt widmen. Im Rahmen der Exkursion erschließen wir uns mittels autoethnographischer und und psychogeoraphischer Methoden den Stadtraum mit seinen verschiedenen geschichtskulturellen Orten, wobei wir uns insbesondere mit dem "Haus der Geschichte Österreichs" (hdgö) in der Wiener Hofburg auseinandersetzen werden.
Die An- und Abreise erfolgt individuell, untergebracht sind wir im Jugendgästehaus Wien-Brigittenau (inkl. Frühstück). Die Kosten für die Übernachtungen und die Eintritte belaufen sich auf 50 Euro pro Person.
Anmeldungen sind noch bis zum 8. September unter didaktik@geschichte.uni-giessen.de möglich.
Seminar ⇑
Sprachkurs ⇑
Tutorium ⇑
Übung ⇑
Mittelalterliche Geschichte
[Ü] Arbeitstechniken
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 12:00 - 14:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 003 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 003 | ||
Die Übung dient der Einführung und der Vertiefung in die historischen Grundwissenschaften; dabei wird ein Schwerpunkt auf der Paläographie (d.h. dem Lesen alter Schriften) und der Archivkunde liegen. Die Studierenden werden dadurch befähigt, unedierte Quellen zu lesen zu verarbeiten. Es besteht außerdem die Möglichkeit, den Umgang mit der mittellateinischen Sprache zu üben.
[P Si] Das Erzstift Mainz im Spätmittelalter
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 011 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 011 | ||
[Ü] Die Wetterau in mittelalterlichen Quellen (AfK-Nr.: 11)
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 011 | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 011 | ||
[P Si] Krisen und Katastrophen im Mittelalter
| regelmäßiger Termin ab 15.10.2026 | ||
| wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 011 | ||
| nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 011 | ||
[Ü] Stadt und Stift Wetzlar im Mittelalter
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 003 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 003 | ||
Wetzlar hatte im Mittelalter eine bewegte Geschichte: Bis zur Mitte des 14. Jahrhundert profitierte die Stadt von der Förderung durch das Königtum. In der Folge geriet sie jedoch aufgrund einer unbedachten Kreditpolitik an den Rand des "Staatsbankrotts", was zahlreiche innere und äußere Konflikte nach sich zog.
Anhand ausgewählter Quellen werden die Entwicklung der Stadtverfassung, die Beziehungen der Stadt zum Königtum und den umliegenden territorialen Gewalten sowie zum Marienstift und dessen konkurrierenden Rechtsansprüchen diskutiert. Vor allem aber führt das Proseminar an die Arbeitsweisen der historischen Mediävistik heran, die eingeübt und vertieft werden.
Einführende Literatur: Hans-Werner Goetz, Proseminar Geschichte: Mittelalter, 5. aktualisierte und erw. Aufl. (2025); Werkzeug der Historiker:innen. Mittelalter, hg. von Thomas Wozniak (2024); Irene Jung, Wetzlar. Eine kleine Stadtgeschichte (2010).
Neuere Geschichte
[Ü] Einführung in die quantitative Geschichtsforschung
| regelmäßiger Termin ab 14.10.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 011 | ||
| nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 011 | ||
Viele Studierende wählen das Fach Geschichte angeblich, weil sie zu schlecht in Mathe waren. Und selbst unter etablierten Historiker*innen ist es seit der "kulturwissenschaftlichen" Wende üblich geworden, sich demonstrativ nicht mit "Zahlen" beschäftigen zu wollen. Das ist ein Fehler. Denn viele typische geschichtswissenschaftliche Forschungsfragen - z.b. alle Fragen nach einem "mehr" oder "weniger" Werden, nach Trends, Verteilungen und Zusammenhängen zwischen Faktoren - sind im Wesentliche quantitative Fragen. Auch argumentieren Historiker*innen oft mit quantitativer Evidenz, selbst wenn sie sie nur qualitativ auswerten. In dieser Übung geht es anhand beispielhafter Studien sämtlicher Richtungen (Politik-, Wirtschafts-, Sozial-, Militär-, Kulturgeschichte) darum, wie quantitative Forschungsdesigns in der Geschichtswissenschaft aussehen können.
[Ü] Hat Geschichte eine Methode? Grundlagen historischen Forschens,
| regelmäßiger Termin ab 15.10.2026 | ||
| wöchentlich Do. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 | ||
| nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 | ||
[Ü] Landstände und ständische Konflikte in der Frühen Neuzeit
Die Beschreibung zur Lehrveranstaltung wird in Kürze hinzugefügt.
[Ü] Quellen der Neueren Geschichte
| regelmäßiger Termin ab 15.10.2026 | ||
| wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 | ||
| nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 | ||
[Ü] Rechtliche Auseinandersetzungen in Kurtrier in der ländlichen Bevölkerung im 16. und 17. Jahrhundert
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 003 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 003 | ||
[Ü] Sklaverei und Abolitionismus in Quellen
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 113 | ||
Vorlesung ⇑
Alte Geschichte
[Vl] Einführung in die griechische Geschichte (AfK-Nr.: 221)
| regelmäßiger Termin ab 14.10.2026 | ||
| wöchentlich Mi. 08:00 - 10:00 Uhr, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 011 | ||
| nächster Termin: 14.10.2026 Uhr, Raum: Alter Steinbacher Weg 44, 011 | ||
Mittelalterliche Geschichte
[Vl] Was ist das Mittelalter? Eine Einführung
| regelmäßiger Termin ab 13.10.2026 | ||
| wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr, Raum: Phil. I, A 4 (Hörsaal) | ||
| nächster Termin: 13.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 4 (Hörsaal) | ||
Was ist das Mittelalter? Eine unpopuläre Epoche im Studium? Außerhalb der Uni scheint es anders zu sein: hier blühen die Ritterspiele und Mittelaltermärkte, finden „Mittelalter“-Computerspiele ebenso wie „Mittelalter“-Spielfilme („Kingdom of Heaven“, „Game of Thrones“) breite Resonanz. Kathedralen, Burgen und mittelalterlich geprägte Altstädte sind touristische Anziehungspunkte. Das alles deutet darauf hin, dass uns das Mittelalter beschäftigt, es geht uns etwas an. Warum ist das so? Die Vorlesung will versuchen, zentrale Aspekte und Entwicklungslinien herauszustellen, die die Zeit zwischen der Antike und der Neuzeit prägen. Dabei wird auch deutlich, dass der Epochenbegriff „Mittelalter“ gar nicht so gut geeignet ist, um die Zeit zwischen 500 und 1500 zu verstehen. Alternative Epochenmodelle sind deshalb längst ein Thema der Forschung geworden.
Die Vorlesung ist offen für Studierende aller Module. Diejenigen, die die Vorlesung im Rahmen ihres Grundlagenmoduls Mittelalter bzw. des Grundlagenmoduls Antike & Mittelalter belegen, können in der letzten Sitzung des Wintersemesters (09.02.2027) an der Abschlussklausur teilnehmen.
Literaturhinweise:
Fried, Johannes: Das Mittelalter. Geschichte und Kultur, 4. Aufl. München 2009; Jaspert, Nikolas: Fischer, Perle, Walrosszahn. Das Meer im Mittelalter, Berlin 2025; Jussen, Bernhard: Das Geschenk des Orest. Eine Geschichte des nachrömischen Europa 526–1535, München 2023; König, Daniel G. (Hg.): 600–1350. Geteilte Welten (C.H.Beck & Harvard Up – Geschichte der Welt, Band 2), München 2023; Rexroth, Frank: Deutsche Geschichte im Mittelalter, 4. Aufl. München 2024; Weinfurter, Stefan: Das Reich im Mittelalter. Kleine deutsche Geschichte von 500 bis 1500, München 2008; Weltecke, Dorothea: Die drei Ringe. Warum die Religionen erst im Mittelalter entstanden sind, München 2024; Wickham, Chris: Das Mittelalter. Europa von 500 bis 1500, Stuttgart 2018.
Neuere Geschichte
[Vl] "Aufarbeitung", "Vergangenheitspolitik", "Versöhnungstheater"? Erinnerung und Geschichte seit 1945
| regelmäßiger Termin ab 12.10.2026 | ||
| wöchentlich Mo. 14:00 - 16:00 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal) | ||
| nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. I, A 3 (Hörsaal) | ||



