JLU Gießen
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Vorlesungsverzeichnis: WiSe 2026/27

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Fachbereich 03: Sozial- und Kulturwissenschaften - Bachelorstudiengänge Musikpädagogik und Musikwissenschaft - Modul 12: Systematische Musikpädagogik III (03 BA Mus 12)

Veranstaltungen

Zu belegen sind zwei Lehrveranstaltungen aus den Bereichen Musikgeschmack und Musikpräferenzen / Musikalisches Lernen und Lehren / Medienpädagogik (LV 1 und LV 2).

   

[Si] Klang
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßige Termine ab 12.10.2026
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr  Raum: Phil. II D, 19 (Konzertsaal)
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr  Raum: Phil. II D, 29 (Musikunterricht)
nächster Termin: 12.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 19 (Konzertsaal)

Zielgruppen :
AMW Ma, WPV, oSem  |  GuK MP Ba, WPV, oSem  |  L2,3,5, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSemA

Kommentar:

1. Zum Thema
• Klang ist ein Pfeiler unserer Wirklichkeit und zentraler Bestandteil aller musikalischen Erfahrungen. Dieses Seminar befasst sich mit Klangerzeugung, Klangübertragung und Klangwahrnehmung. Betrachtet werden unter anderem die akustischen Eigenschaften verschiedener Musikinstrumente, Spielarten der Klangsynthese sowie die Aufzeichnung und Verfremdung realer Schallereignisse. Hörtrainings und Hörexperimente sind zentrale Bestandteile des Seminars. Ziel ist es, die Hörkompetenz zu verbessern, Sie für Ihnen vielleicht neue Aspekte des Klangs zu sensibilisieren. Gleichzeitig werden Ihnen Wege gezeigt, wie Sie Klang an Computern generieren und im musikpädagogischen Kontext thematisieren können. Hinsichtlich der Musikproduktion soll das Seminar den Horizont erweitern und den Kompositions- und Mixingprozess in ein anderes Licht stellen. Pling.

2. Literatur
wird im Verlauf des Seminars bekannt gegeben

3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb
Regelmäßige und aktive Mitarbeit; Bündiges Projektportfolio oder schriftliche Darlegung eines tontechnischen Arbeitsablaufs.

4. Teilnahmevoraussetzungen und -beschränkungen
Nachweis der in den jeweiligen Modulbeschreibungen genannten Voraussetzungen.

[P Si] Musikalische Hochbegabung und Wunderkinder
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.10.2026
wöchentlich Do. 10:00 - 12:00 Uhr  Raum: Phil. II D, 07
nächster Termin: 15.10.2026 Uhr, Raum: Phil. II D, 07

Zielgruppen :
MW Ba, WPV, oSem  |  MP Ba, WPV, oSem  |  AMW Ma, WPV, oSem  |  mL2, L3, L5, WPV, oSem  |  GuK MP Ba, WPV, oSem  |  GuK MW Ba, WPV, oSem  |  GuK MW Ma, WPV, oSem  |  Ma Gesellschaft und Kulturen der Moderne, WPV, oSem  |  Psy BSc, WPV, HS  |  Psy MSc, WPV, oSem

Kommentar:

1. Zum Thema: Wolfgang Amadeus Mozart, Erich Wolfgang Korngold und Clara Schumann kennt man vielleicht noch als Wunderkinder, und auch von Justin Bieber, Michael Jackson und Stevie Wonder weiß man, dass sie schon als Kinder Prominenz gewannen. Wer aber verbirgt sich hinter William Crotsch, Carl Filtsch, Hippolyte Larsonneur, Camilla Urso oder gar »Infant Lyra«, wo nicht einmal der genaue Name bekannt ist? Alle waren zu ihrer Zeit berühmt, jedoch verquickte man sie sämtlichst mit allen möglichen stereotypen Vorstellungen, wie dies auch heute noch bezogen auf musikalische Hochbegabung geschieht. Seit Ende des 19. Jahrhunderts fanden durch Carl Stumpf und Andere erste wissenschaftliche Untersuchungen an Pepito Arriola, Erich Wolfgang Korngold oder Erwin Nyiregyhazi statt, um Mythen und anekdotenhaften Berichten Fakten entgegenzusetzen. Ende der 1980er Jahre begann Hans Günther Bastian mit gleichem Ziel mit der Untersuchung von Biografien musikalischer Hochbegabungen anhand von „Jugend musiziert“-Teilnehmern, was jüngst mit einem Kooperationsprojekt der Universitäten Gießen und Paderborn fortgesetzt wurde. Das Seminar behandelt neben sozialgeschichtlichen und medialen Aspekten auch empirische Befunde und gibt grundsätzliche Einführungen in das Testen und Messen von musikalischer Begabung und Erfahrenheit, den Erwerb von musikalischer Expertise, musikbedingte Neuroplastizität, Zusammenhänge mit Persönlichkeitsmerkmalen und Gedächtnisleistungen sowie das Erkennen und Fördern von musikalischen Begabungen.

2. Literatur: Bals, U./Imorde, S./Zierleyn, K./Fricke, D. (Hg.): Musikalische Hochbegabtenförderung in Deutschland. Bonn 2017; Bazzana, K.: Pianist X: Die Lebensgeschichte eines exzentrischen Genies. Mainz: Schott 2007; Cooper, B.: Child composers and their works: A historical survey. Lanham 2009; Gembris, H.: Grundlagen musikalischer Begabung und Entwicklung. Wien 2026; Gembris, H./Bullerjahn, C. (Hg.): Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Bundeswettbewerb »Jugend musiziert«. Münster 2022; Gembris, H./Menze, J./Heye, A./Herbst, S.: Ehemalige Teilnehmende am Wettbewerb »Jugend musiziert« und ihre Lebenswege – Eine Studie zu den (Nach-)Wirkungen musikalischer Bildung. Münster 2020; Grabow, M./Busch, B./Krause-Benz, M. (Hg.): Talente entdecken – Begabung fördern. 15 Jahre Netzwerk Amadé. Symposionsbericht. Hildesheim 2022; Gruhn, W./Seither-Preisler, A. (Hg.): Der musikalische Mensch. Evolution, Biologie und Pädagogik musikalischer Begabung. Hildesheim 2014; Haroutounian, J.: Kindling the Spark. Recognizing and Developing Musical Talent. New York 2002; Heye, A.: Mehrfachbelastung in der Ausbildung musikalisch besonders begabter Jugendlicher. Münster 2019; Kaczmarek, S.: Qualität und Struktur des Übens bei musikalisch hochbegabten Jugendlichen. Berlin 2012; McPherson, G.E. (Hg.): The child as musician. A Handbook of musical development. Oxford 2016; McPherson, G.E. (Hg.): Musical Prodigies. Interpretations from Psychology, Education, Musicology & Ethnomusicology. Oxford 2016; Ockelford, A.: In the key of genius: The extraordinary life of Derek Paravicini. London 2007; Olbertz, F.: Musikalische Hochbegabung: Frühe Erscheinungsformen und Einflussfaktoren anhand von drei Fallstudien. Münster 2009; Révész, G.: The Psychology of a musical Prodigy. London: Routledge 2000; Traudes, J.: Musizierende »Wunderkinder«. Adoration und Observation in der Öffentlichkeit um 1800. Wien, Köln & Weimar 2018; Warwick, J.: Musical Prodigies and Childhood Performance: Child’s Play. London 2018.

3. Voraussetzungen für den Scheinerwerb: Anforderungen für Lehramtsstudierende nach alter Studienordnung (L1, L2 u. L5 sowie L3, Modul 03-Mus-L3-P-01): Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit (dokumentiert durch Kurzreferat mit Thesenpapier und Portfolio); Anforderungen für Bachelor-, Master- und sonstige Lehramtsstudierende: Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme, aktiver Mitarbeit und (Kurz-)Referat, Leistungsschein bei zusätzlicher schriftlicher Ausarbeitung oder empirischer Projektarbeit mit schriftlicher Ausarbeitung oder Hausarbeit. Für LV 1 des Master-Moduls 9 muss der Ausgangspunkt für das (Kurz-)Referat eine aktuelle Veröffentlichung (ab 2020) sein.

4. Teilnahmevoraussetzungen: keine