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Vorlesungsverzeichnis: SoSe 2026
 
Veranstaltungen von Monika Rox-Helmer

[Ex Sem] Deutsch-deutsche Verflechtungsgeschichte projektorientiert vermitteln
Blocktermine mit Exkursionen, Termine werden noch bekannt gegeben
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
4 Einzeltermine:
Fr. 12.06.2026,10.00 - 14.00 Uhr   Phil. I, C 003Deutsch-deutsche Verflechtungsgeschichte als Streitgeschichte: erste didaktische Überlegungen zu einem zeithistorischen Themenfeld


Fr. 19.06.2026,09.00 - 18.00 Uhr   (Exkursion) Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager GießenDer Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager Gießen: ein Ort für projektförmiges Arbeiten mit Schülerinnen und zur Schülern zur deutsch-deutschen Verflechtungsgeschichte?


Fr. 26.06.2026,10.00 - 18.00 Uhr   (Exkursion) Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager GießenProjektförmiges Arbeiten vor Ort: Ideen und ihre Vorstellung, Diskussion und Reflexion


Fr. 10.07.2026,10.00 - 14.00 Uhr   Phil. I, C 003Deutsch-deutsche Verflechtungsgeschichte mit regionalem Bezug unterrichten: Herausforderungen, Chancen, Alternativen



Kommentar:

Die deutsch-deutsche Geschichte zwischen 1945 und 1990 zu vermitteln, unterliegt einer Reihe von Besonderheiten. Als zeitgeschichtliches Thema gibt es noch Zeitzeug:innen, die mit ihren Erinnerungen in der Gesellschaft präsent sind. Familiäre Bezüge wirken sich bis heute vielfältig aus und im Alltag begegnen auch diejenigen, die keine persönlichen Beziehungen zu dieser Vergangenheit haben, zahlreichen Spuren. Es ist eine Geschichte, die "noch raucht und qualmt" (Saskia Handro).

Im Seminar soll den Besonderheiten des Themas wie seiner spezifischen Chancen und Herausforderungen für das historische Lernen im Geschichtsunterricht nachgegangen werden.

Dafür soll der neue "Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager" in Gießen als außerschuischer Lernort in den Blick genommen werden, um sein Potenzial für projektförmiges Arbeiten vor Ort oder im Anschluss an einen Besuch des Ortes zu analysieren und zu reflektiert.

Im Seminar sollen konkrete Projektideen entwickelt, in Teilen ausprobiert und diskutiert werden,

Literatur zur Vorbereitung:
Adamski, Peter; Bernhardt, Markus: Beremdlich ähnlich - vertraut anders. Alltagsgeschichte in Ost und West. In: Geschichte lernen 147 (2012), S. 1-9.
bpb (Hrsg:) Gemeinsame deutsche Nachkriegsgeschichte. (=Informationen zur politischen Bildung 358)(1/2024)
Müller-Zetsche, Marie: DDR-Geschichte im Klassenzimmer. Deutung und Wissensvermittlung in Deutschland und Frankreich nach 1990. Frankfurt a.M. 2020, Kap. 6. (Zusammenfassung und Ausblick: DDR-Geschichte als Streitgeschichte).
van Laak, Jeannette: Einrichten im Übergang: das Notaufnahmelager Gießen. Frankfurt 2017, S. 374-389.


[P Si] Einführung in die Geschichtdidaktik
Klausur: 15.07.2026
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr  Phil. I, C 027
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 027

Kommentar:

Das Seminar führt in die Grundlagen und Grundfragen der Geschichtsdidaktik ein. Im Seminar werden die wesentlichen Felder der Geschichtsdidaktik in Theorie, Empirie und Pragmatik vorgestellt und anhand grundlegender geschichtsdidaktischer Literatur diskutiert. Darüber wird ein fachterminologisches Grundgerüst aufgebaut und an unterrichtspragmatischen Beispielen eingeübt.
Das Seminar schließt mit einer Klausur.

Einführende Literatur:
Michael Sauer: Geschichte unterrichten. 12. Aufl. 2015.


[P Si] Historisches Denken anregen: Einstiege in historisches Lernen im Unterricht
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr  Phil. I, C 214
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 214


Kommentar:

"Gelungene Einstiege. Voraussetzung für erfolgreiche Geschichtsstunden", so heißt ein didaktischer Klassiker von Gerdhard Schneider, der bereits 1999 erschienen ist. Dieser Titel verweist darauf, welche Bedeutung der Einstiegsphase im Unterricht zukommen kann.
Doch wann ist ein Einstieg gelungen? Wann regt er historisches Denken an?

Gustav Droysen formulierte, dass "Der Ausgangspunkt des Forschens (...) die historische Frage" sei, das Konzept der Problemorientierung setzt auf ein Verlaufsmodell, bei der von einer Problemfindung über Hypothesenbildung und Problemlösung zu einer Metareflexion übergegangen wird, und Kompetenzmodelle, die auf einen Lernprozess ausgerichtet sind, setzen das Fragen und Vermuten an den Beginn.
Im Seminar soll ausgehend von solchen geschichtstheoretischen Überlegungen diskutiert werden, wie historische Lernprozesse im Unterricht gezielt angeregt und wie diese unterrichtspragmatisch ausgestaltet werden können. In Übungen sollen Einstiegsphasen konkretisiert, ausprobiert und auf ihre Auswirkungen auf den Lern- und Denkprozess reflektiert werden.

Literatur zur Vorbereitung:
Michael Sauer: Einstiege in Geschichtsstunden. Untersuchungsprozesse im Geschichtsunterricht initiieren. In: Geschichte Lernen 227 (2025), S. 2-7.
Gerhard Schneider: Einstiege. In: Handbuch Methoden im Geschichtsunterricht. Hrsg. v. U. Mayer, H-J. Pandel u. G. Schneider. 5. Aufl. Frankfurt 2026, S. 595-619.


[] Mediendidaktische Sprechstunde
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2026
wöchentlich Mi. 13:00 - 15:00 Uhr  Phil. I, C 207
nächster Termin: 22.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 207

Kommentar:

Die mediendidaktische Sprechstunde ist ein Zusatzangebot der Geschichtsdidaktik. Sie kann für individuelle Fragen rund um Medien, die Geschichte aufbereiten und vermitteln, sowie für Fragen des didaktischen Einsatzes genutzt werden. Anmeldung für Einzeltermine über Stud.IP.


[H Si] Praktiken der Erinnerung an Nationalsozialismus und Holocaust
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 14.04.2026
wöchentlich Di. 16:00 - 18:00 Uhr  Phil. I, C 029
nächster Termin: 21.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 029


Kommentar:

Zum 80. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz am 17.1.2025 hat die Kultusministerkonferenz eine Erklärung verabschiedet, in der es heißt: "Die Erinnerung an die Verbrechen während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft darf nicht verblassen! Sie wachzuhalten, ist eine Aufgabe, die wir von Generation zu Generation weitergeben müssen. Gerade in unseren Tagen, in denen extremistische Parteien und Strömungen sowie islamistische Gruppierungen Zulauf erfahren, antisemitische Vorfälle und Straftaten zunehmen und das Existenzrecht Israels infrage gestellt wird, muss daran erinnert werden, wohin es führen kann, wenn Demokratie, Toleranz und Rechtsstaatlichkeit eine Absage erteilt wird."
Doch wie erinnern wir uns als Gesellschaft an die Zeit von Nationalsozialismus und Holocaust? Wie verändert sich dieses Erinnern angesichts des Endes der Zeitzeugenschaft? Welche neuen Formate versuchen, diese Lücke zu füllen? Welche neuen Formate entstehen durch Digitalisierung und social-media? Welche Herausforderungen und welche Chancen ergeben sich daraus? Wie kann oder muss der Geschichtsunterricht auf diese Erinnerungskultur vorbereiten?

Im Seminar sollen die gesellschaftlichen Herausforderungen und bestehende erinnerungskulturelle Praktiken als Anlass genommen werden, um didaktische Analysen, empirische Beobachtungen und pragmatische Ableitungen für historisches Lehren und Lernen ebenso diskutiert werden wie die Möglichkeiten des Geschichtsunterrichts, zur reflektierten Teilhabe an der Erinnerungskultur zu ermächtigen.

Literatur zur Einführung:
Lale Yildirim: Geschichtskulturelle agency auf dem „Markt der Erinnerungen“. In: Geschichtsbewusstsein – Geschichtskultur – Public History. Ein spannendes Verhältnis. Hrsg. v. Michele Barricelli und Lale Yildirim. Göttingen 2024, S. 131-150.
Manuela Homberg u. Michael Homberg: Umkämpfte Vergangenheit. Perspektiven einer ‚zweiten Geschichte‘ des Nationalsozialismus für Geschichtswissenschaft, Unterricht und Public History. In: Deutungskämpfe – die ‚zweite Geschichte‘ des Nationalsozialismus. Hrsg. v. Manuela Homberg u. Michael Homberg, Paderborn: 2023, S. 7-34.
Barbara Hanke: Erinnerungskulturen im Geschichtsunterricht. Funktionen, Formen, didaktische Perspektiven. In: Geschichte Lernen 200 (2021), S. 2-7.
Memo-Jugendstudie zur Erinnerungskultur in Deutschland 2023. (https://www.stiftung-evz.de/assets/1_Was_wir_f%C3%B6rdern/Bilden/Bilden_fuer_lebendiges_Erinnern/MEMO_Studie/2023_MEMO_Jugend/MEMO_Jugendstudie_2023_DE.pdf)
IHRS: Empfehlungen für das Lehren und Lernen über den Holocaust. 2019. (https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/Bildung/AllgBildung/Unterrichtsinhalte/Empfehlungen_zum_Lehren_und_Lernen_u__ber_den_Holocaust_1_.pdf


[Si] Praxis des Historischen Lehrens und Lernens (Begleitung im Praktikum und Begleitseminare)
Termine während des Praxissemesters (werden mit den Teilnehmenden im Vorbereitungsseminar abgesprochen)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.04.2026
wöchentlich Fr. 15:00 - 17:00 Uhr  Phil. I, C 214
nächster Termin: 17.04.2026 Uhr, Raum: Phil. I, C 214

Kommentar:

Das Seminar begleitet das Praxissemester, es werden die aktuellen Erfahrungen reflektiert, Unterrichtsplanungen und Forschungsperspektiven besprochen.


[Si] Praxis des Historischen Lehrens und Lernens (Nachbereitungsseminar)
Blocktermin zur Auswertung des Praxissemesters am 3. (nachmittags) und 4. Juli (ganztägig)
Dozent/-in:
Format:
in Präsenz
Zeit und Ort:
Einzeltermin:
Fr. 03.07.2026,09.00 - 18.00 Uhr   Phil. I, C 214


Kommentar:

Das Blockseminar reflektiert die Erfahrungen des Fachpraktikums im Februar/März 2025. Fachspezifische Lehr- und Lernprozesse werden gemeinsam analysiert und Bezüge zwischen didaktischer Theorie und Unterrichtspraxis gezogen. Unter der Leitfrage "Was muss eine Geschichtslehrkraft können?" soll dazu angeleitet werden, eine theoriegeleitete persönliche Bilanz des Praktikums zu ziehen.
Die Seminargruppe ist beschränkt auf die Praktikumsgruppe.


nach oben | Kontakt: evv@uni-giessen.de