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Vorlesungsverzeichnis: SoSe 2019
 
Veranstaltungen von Prof. Dr. phil. Thomas Bohn

[H Si] Donauschwaben und Wolgadeutsche. Maria Theresia versus Katharina II.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 15.04.2019
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, G 333

Kommentar:

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhundert konkurrierten die russische Zarin Katharina II. und die habsburgische Kaiserin Maria Theresia um die ländliche Überbevölkerung im südwestdeutschen Raum. In der Regel wanderten die Protestanten an die Wolga aus und die Katholiken in das Banat. Wie erging es den Wolgadeutschen und den Donauschwaben bei ihrer Wanderung aus der angestammten Heimat und der Ansiedlung in unwirtlichen Regionen, die ihnen als blühende Landschaften versprochen worden waren?
In dem komparatistisch angelegten Seminar sollen ausgewählte Quellen zur Kolonisation des Banats und des Wolgagebiets interpretiert und in den historischen Kontext eingeordnet werden. Aus der Moderation einer Seminarsitzung heraus soll für die TeilnehmerInnen das Thema für eine Hausarbeit erwachsen.

Literaturhinweise: 1. Banat: Fata, Márta: Migration im kameralistischen Staat Josephs II. Theorie und Praxis der Ansiedlungspolitik in Ungarn, Siebenbürgen, Galizien und der Bukowina von 1768 bis 1790. Münster 2014; Feldtänzer, Oskar: Donauschwäbische Geschichte. Bd. I: Das Jahrhundert der Ansiedlung 1689-1805. München 2006; Senz, Ingomar: Die Donauschwaben. München 1994. 2. Wolga: Decker, Klaus-Peter: Büdingen als Sammelplatz der Auswanderung an die Wolga 1766. Büdingen 2009; Fleischhauer, Ingeborg: Die Deutschen im Zarenreich. Zwei Jahrhunderte deutsch-russischer Kulturgemeinschaft. Stuttgart 1986; Schippan, Michael/Sonja Striegnitz: Wolgadeutsche. Geschichte und Gegenwart. Berlin 1992.


[Vl] Geschichte der Sowjetunion
Klausurtermin: 09.07.2019
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2019
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, A 3

Kommentar:

Inspiriert durch die sog. Archivrevolution konzentrierte sich die historische Forschung nach der Auflösung der Sowjetunion zunächst ganz auf das Phänomen des Stalinismus. Zweifelsohne artete der unter Stalin unternommene Versuch, den „Sozialismus in einem Land“ zu errichten, in eine Diktatur aus, die unzähligen Menschen das Leben kostete. Wie die Untersuchungen der letzten Jahre zeigen, greift das Erklärungsangebot der Totalitarismusthese zu kurz. In diesem Sinne sollen das Herrschafts- und Gesellschaftssystem der Sowjetunion aus sozialhistorischer und kulturgeschichtlicher Perspektive neu beleuchtet werden. Dabei werden die Besonderheiten des Stalinismus, der Entstalinisierung und der Perestrojka thematisiert. Als roter Faden dient die These: Die Geschichte der Sowjetunion ist die Geschichte eines Landes, das der Urbanisierung unterliegt.
Prüfungsleistung ist eine Klausur am 9. Juli.

Literatur: Hildermeier, Manfred: Die Sowjetunion 1917-1991. München 2001 (Oldenbourg Grundriss der Geschichte 31); Plaggenborg, Stefan: Experiment Moderne. Der sowjetische Weg. Frankfurt am Main/New York 2006; Neutatz, Dietmar: Europäische Geschichte im 20. Jahrhundert. Träume und Alpträume: Eine Geschichte Russlands im 20. Jahrhundert. München 2013.


[O Si] Neue Forschungen zur Osteuropäischen Geschichte
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 16.04.2019
wöchentlich Di. 18:00 - 20:00 Uhr,  Phil. I, G 333

Kommentar:

Das Kolloquium bzw. Oberseminar diskitiert neuere Forschung zur Osteuropäischen Geschichte. Es wendet sich an alle an der wissenschaftlichen Aufarbeitung der osteuropäischen Geschichte Interessierten (ohne Zugangsbeschränkung).

Diskutiert werden wöchtenlich in Gießen entstehende Arbeiten, BA- und MA-Arbeiten sowie Promotionen. Auswärtige Referenten stellen ihre aktuellen Forscdhungsprojekte vor.


[Ex] Sankt Petersburg (Exkursion)
28.08.-06.09.2019. Über die Platzvergabemodalitäten wird im flankierenden Seminar "St. Petersburg: Kunst- und Kulturgeschichte" informiert.
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
k.A.

Kommentar:

In Kombination mit dem Seminar „Sankt Petersburg: Kunst- und Kulturgeschichte“ und der Übung „Quellen zur Geschichte von St. Petersburg“ erfolgt vom 28. August bis zum 6. September 2019 eine Exkursion von Osteuropäischer Geschichte und Kunstgeschichte nach St. Petersburg. Teilnahmevoraussetzung ist der Besuch des Hauptseminars und die Einreichung eines Motivationsschreibens in der vierten Semesterwoche. Für beide Fächer stehen jeweils bis zu zwölf Plätze zur Verfügung. Genauere Auskünfte erfolgen in der Hauptseminarsitzung am 17. April.


[Si] St. Petersburg: Kunst- und Kulturgeschichte (Kunstgeschichte)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.04.2019
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, G 333

Kommentar:

Sankt Petersburg ist als „Fenster nach Europa“ (Alexander Puschkin) bezeichnet worden und gilt bis heute als „Venedig des Nordens“. Seit 1991 gehört das historische Zentrum zum Welterbe der UNESCO. Die Stadt an der Newa war im 18. und 19. Jahrhundert die Kapitale des Russländischen Imperiums. Zwar wurde in der Sowjetunion wieder eine Verlagerung des Regierungssitzes nach Moskau vorgenommen, doch erfuhr Sankt Petersburg – nun Leningrad genannt – im Laufe des 20. Jahrhunderts eine nicht minder interessante sozialistische Ausgestaltung ihrer baulichen Struktur.
In dem interdisziplinär angelegten Seminar sollen aus geschichtswissenschaftlicher und kunsthistorischer Perspektive ausgewählte Quellen und Objekte zum Alltag sowie zur Kunst und Kultur Sankt Petersburgs von der Stadtgründung im frühen 18. Jh. bis heute betrachtet, interpretiert und in Kontexte eingeordnet werden. Aus der Moderation einer Seminarsitzung heraus soll für die TeilnehmerInnen das Thema für eine Hausarbeit erwachsen.

Literaturhinweise:
Buckler, Julie: Mapping St. Petersburg: Imperial Text and Cityshape. Princeton 2005.
Creuzberger, Stefan u.a. (Hrsg.): St. Petersburg - Leningrad - St. Petersburg. Eine Stadt im Spiegel der Zeit. Stuttgart 2000.
Hubel, Helmut: Ein europäisches Rußland oder Rußland in Europa? 300 Jahre St. Petersburg. Baden-Baden 2004.
Kaganov, Grigory: Images of space : St. Petersburg in the visual and verbal arts. Stanford 1997.
Kelly, Catriona: St Petersburg: Shadows of the Past. New Haven 2014.
Kusber, Jan: Kleine Geschichte St. Petersburgs. Regensburg 2009.
Miles, Jonathan: St. Petersburg. Three Centuries of Murdeous Desire. London 2017.
Schlögel, Karl: Petersburg. Das Laboratorium der Moderne 1909–1921. Frankfurt am Main 2009.
Schlögel, Karl / Schenk, Frithjof Benjamin / Ackeret, Markus (Hrsg.): Sankt Petersburg. Schauplätze einer Stadtgeschichte. Frankfurt am Main 2007.
Švidkovskij, Dmitrij Olegovič: Sankt Petersburg. Köln 1996.
Volkov, Solomon: St. Petersburg. A Cultural History. New York 1995.

Exkursion
In Kombination mit dem Seminar „Sankt Petersburg: Kunst- und Kulturgeschichte“ und der Übung „Quellen zur Geschichte von St. Petersburg“ erfolgt vom 28. August bis zum 6. September 2019 eine Exkursion von Osteuropäischer Geschichte und Kunstgeschichte nach St. Petersburg. Teilnahmevoraussetzung ist der Besuch des Hauptseminars und die Einreichung eines Motivationsschreibens in der vierten Semesterwoche. Für beide Fächer stehen jeweils bis zu 12 Plätze zur Verfügung. Genauere Auskünfte erfolgen in der Hauptseminarsitzung am 17. April.


[Si] St. Petersburg: Kunst- und Kulturgeschichte (Osteuropäische Geschichte)
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 17.04.2019
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, G 333

Kommentar:

Sankt Petersburg ist als „Fenster nach Europa“ (Alexander Puschkin) bezeichnet worden und gilt bis heute als „Venedig des Nordens“. Seit 1991 gehört das historische Zentrum zum Welterbe der UNESCO. Die Stadt an der Newa war im 18. und 19. Jahrhundert die Kapitale des Russländischen Imperiums. Zwar wurde in der Sowjetunion wieder eine Verlagerung des Regierungssitzes nach Moskau vorgenommen, doch erfuhr Sankt Petersburg – nun Leningrad genannt – im Laufe des 20. Jahrhunderts eine nicht minder interessante sozialistische Ausgestaltung ihrer baulichen Struktur.
In dem interdisziplinär angelegten Seminar sollen aus geschichtswissenschaftlicher und kunsthistorischer Perspektive ausgewählte Quellen und Objekte zum Alltag sowie zur Kunst und Kultur Sankt Petersburgs von der Stadtgründung im frühen 18. Jh. bis heute betrachtet, interpretiert und in Kontexte eingeordnet werden. Aus der Moderation einer Seminarsitzung heraus soll für die TeilnehmerInnen das Thema für eine Hausarbeit erwachsen.

Literaturhinweise:
Creuzberger, Stefan u.a. (Hrsg.): St. Petersburg - Leningrad - St. Petersburg. Eine Stadt im Spiegel der Zeit. Stuttgart 2000.
Hubel, Helmut u.a. (Hrsg.): Ein europäisches Rußland oder Rußland in Europa? 300 Jahre St. Petersburg. Baden-Baden 2004.
Miles, Jonathan: St. Petersburg. The Centuries of Murdeous Desire. London 2017.
Schlögel, Karl: Petersburg. Das Laboratorium der Moderne 1909–1921. Frankfurt am Main 2009.
Schlögel, Karl u.a. (Hrsg.): Sankt Petersburg. Schauplätze einer Stadtgeschichte. Frankfurt am Main 2007.
Švidkovskij, Dmitrij Olegovič: Sankt Petersburg. Köln 1996.


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