Seminar: Anti-Gender Politiken, autoritärer Rechtspopulismus und Queerfeindlichkeit - Details

Seminar: Anti-Gender Politiken, autoritärer Rechtspopulismus und Queerfeindlichkeit - Details

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General information

Course name Seminar: Anti-Gender Politiken, autoritärer Rechtspopulismus und Queerfeindlichkeit
Subtitle
Veranstaltungsformat in Präsenz
Semester WiSe 2025/26
Current number of participants 18
Home institute Institut für Politikwissenschaft
Courses type Seminar in category Teaching
Next date Tuesday, 27.01.2026 16:00 - 18:00, Room: (Phil. II; Haus E; Raum 207)

Rooms and times

(Phil. II; Haus E; Raum 207)
Tuesday: 16:00 - 18:00, weekly (15x)

Informationen für das eVV

Fields of study

Comment/Description

Begriffe wie „Gender Ideologie“, „Gender-Wahn“ oder „Wokeness“ werden zunehmend als abwertende Kampfbegriffe verwendet, um z.B. Diversitäts- und Antidiskriminierungspolitiken, LGBTIQ+ Rechte, sexuelle Bildung, geschlechtergerechte Sprache oder reproduktive Rechte zu diffamieren und als Bedrohung für die „natürliche“ (Geschlechter-)Ordnung zu stilisieren. Nicht nur die Entwicklungen in den USA zeigen, dass entsprechende Angriffe in einem engen Zusammenhang mit gesellschaftlichen Autoritarisierungs- und Entdemokratisierungsprozessen stehen.
In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit den Hintergründen dieser politischen Entwicklungen und zunehmenden Angriffen auf gleichstellungspolitische und emanzipatorische Forderungen. Innerhalb der Politikwissenschaft, den Gender Studies sowie der Demokratieforschung werden diese Mobilisierungen „gegen Gender“ als Manifestationen eines weltweit (wieder) zunehmenden Antifeminismus interpretiert, dessen Akteur*innen oftmals in einem politischen Naheverhältnis zu rechtspopulistischen, extrem rechten, rechtskonservativen oder autoritären politischen Projekten, Gruppen oder Ideologien stehen.
Im Rahmen des Seminars werden wir die historischen Entwicklungslinien, unterschiedlichen Erscheinungsformen, Argumentationsstrategien und Akteur*innen antifeministischer bzw. Anti-Gender Mobilisierungen in den Blick nehmen sowie nach deren Bedrohungspotential für demokratische Strukturen und Prozesse fragen. Können Anti-Gender Politiken als Angriffe auf die Demokratie und deren Grundwerte wie Freiheit und Gleichheit analysiert werden? Welche Verbindungen zwischen Antifeminismus und Autoritarisierungsprozessen lassen sich empirisch nachweisen? Welche Rolle spielen Queer- und Transfeindlichkeit in entsprechenden Mobilisierungen?
Das Seminar bietet einen Raum zur konzeptuellen, historischen und praktischen Auseinandersetzung mit Antifeminismus und aktuellen Anti-Gender Politiken und fragt insbesondere auch nach deren Verschränkungen mit Formen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit wie Antisemitismus, Rassismus oder Queerfeindlichkeit.

Admission settings

The course is part of admission "Anmeldung gesperrt (global)".
The following rules apply for the admission:
  • Admission locked.