Seminar: Antifeminismus und Anti-Gender Politiken als Angriffe auf die Demokratie - Details

Seminar: Antifeminismus und Anti-Gender Politiken als Angriffe auf die Demokratie - Details

Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: Antifeminismus und Anti-Gender Politiken als Angriffe auf die Demokratie
Untertitel
Semester SoSe 2026
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 31
Heimat-Einrichtung Institut für Politikwissenschaft
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Lehre
Nächster Termin Di, 05.05.26, 10:00 - 12:00

Räume und Zeiten

Ohne Raum

  • Dienstag, 10:00 - 12:00, wöchentlich (ab dem 14.04.26)

Informationen für das eVV

Veranstaltungs- und Datumsinfo „Wenn Sie einen Seminarplatz erhalten haben, melden Sie sich bitte ab dem 31.03.2026 eigenständig über ihren Flexnow-Zugang zur entsprechenden Vorlesung im Aufbaumodul an.“

Studienbereiche/Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Begriffe wie „Gender Ideologie“, „Gender-Wahn“ oder „Wokeness“ werden zunehmend als abwertende Kampfbegriffe verwendet, um z.B. Diversitäts- und Antidiskriminierungspolitiken, LGBTIQ+ Rechte, sexuelle Bildung, geschlechtergerechte Sprache oder reproduktive Rechte zu diffamieren und als Bedrohung für die „natürliche“ (Geschlechter-)Ordnung zu stilisieren. Nicht nur die Entwicklungen in den USA zeigen, dass insbesondere Schulen und das Feld der Demokratie- und Vielfaltsbildung besonders stark von entsprechenden Angriffen betroffen sind.
In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit den Hintergründen dieser politischen Entwicklungen und zunehmenden Angriffen auf gleichstellungspolitische und emanzipatorische Forderungen. Innerhalb der Politikwissenschaft, den Gender Studies sowie der Demokratieforschung werden diese Mobilisierungen „gegen Gender“ als Manifestationen eines weltweit (wieder) zunehmenden Antifeminismus interpretiert, dessen Akteur*innen oftmals in einem politischen Naheverhältnis zu rechtspopulistischen, extrem rechten, rechtskonservativen oder autoritären politischen Projekten, Gruppen oder Ideologien stehen.
Im Rahmen des Seminars werden wir uns u.a. mit Fokus auf den Bereich Schule und Bildung die historischen Entwicklungslinien, unterschiedlichen Erscheinungsformen, Argumentationsstrategien und Akteur*innen antifeministischer bzw. Anti-Gender Mobilisierungen in den Blick nehmen sowie nach deren Bedrohungspotential für demokratische Strukturen und Prozesse fragen. Können Anti-Gender Politiken als Angriffe auf die Demokratie und deren Grundwerte wie Freiheit und Gleichheit analysiert werden? Welche Verbindungen zwischen Antifeminismus und Autoritarisierungsprozessen lassen sich empirisch nachweisen? Was bedeuteten diese Entwicklungen und Angriffe für den demokratischen Bildungsauftrag von Lehrkräften?
Das Seminar bietet einen Raum zur konzeptuellen, historischen und praktischen Auseinandersetzung mit Antifeminismus und aktuelle Anti-Gender Politiken und fragt insbesondere auch nach deren Verschränkungen mit Formen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit wie Antisemitismus, Rassismus oder Queerfeindlichkeit.

Anmelderegeln

Diese Veranstaltung gehört zum Anmeldeset "Anmeldung gesperrt (global)".
Folgende Regeln gelten für die Anmeldung:
  • Die Anmeldung ist gesperrt.