Seminar: Afk-Nr.: 178 Geschlecht(erkonstruktionen) in Bibel und Kunst - Details

Seminar: Afk-Nr.: 178 Geschlecht(erkonstruktionen) in Bibel und Kunst - Details

Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: Afk-Nr.: 178 Geschlecht(erkonstruktionen) in Bibel und Kunst
Untertitel
Veranstaltungsnummer Afk-Nr.: 178
Semester SoSe 2026
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 22
Heimat-Einrichtung Institut für Kunstgeschichte
beteiligte Einrichtungen Institut für Evangelische Theologie
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Lehre
Nächster Termin Mo, 04.05.26, 16:00 - 18:00

Räume und Zeiten

Phil. I, G 333

  • Montag, 16:00 - 18:00, wöchentlich (ab dem 13.04.26)
  • Montag, 01.06.26, 16:00 - 20:00 Uhr
  • Montag, 22.06.26, 16:00 - 20:00 Uhr

Informationen für das eVV

Studienbereiche/Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Die Protagonist*innen der biblischen Erzählungen – G*tt, David, Jesus, Maria, Joseph etc. – kennen wir nicht nur aus der Bibel, unsere Vorstellungen von ihnen sind auch stark durch bildliche Darstellungen geprägt. Viel zu selten machen wir uns bewusst, dass schon die Bibeltexte selbst unterschiedliche Bilder entwerfen ebenso wie ihre Auslegungen, das setzt sich in Kunstwerken und ihren Interpretationen fort. Wenn wir Texte und Bilder, Bibelwissenschaft und Kunstgeschichte zusammenführen, werden Lektüreprozesse und die mit ihnen einhergehenden (De-)Konstruktionen deutlich. Es zeigen sich Analogien, Widersprüche, Ambivalenzen, die in vielfacher Hinsicht interessant sind und zu Ambiguitätstoleranz einladen, aber auch zu Positionierungen.
Im Seminar wird der Schwerpunkt auf den (De-)Konstruktionen von Geschlecht/Gender liegen. Dabei knüpfen wir an die theoretischen Prämissen der transdisziplinären Geschlechterforschung/Gender Studies an. Wir analysieren Geschlechterdiskurse in ausgewählten Bibeltexten und vorzugsweise frühneuzeitlichen Bildquellen, ebenso wie Diskurse zu diesen Texten und Bildquellen. Unsere medial verschiedenen Untersuchungsgegenstände werden wir historisch-kritisch betrachten, das heißt zunächst im geschichtlichen Kontext ihrer Entstehung. Das ist auch deshalb wichtig, weil den biblischen Figuren im christlich dominierten Europa nicht nur eine Vorbildfunktion hinsichtlich der Geschlechterordnung zugewiesen, sondern in den Vorstellungen von ihnen auch die gesellschaftlichen Verhältnisse verhandelt wurden. Darüber hinaus gilt es, unsere Befunde mit aktuellen Perspektiven der Geschlechterforschung/Gender Studies in einen Dialog bringen. Dabei werden auch Fragen nach Geschlechterpluralität, Transgeschlechtlichkeiten und Queerness eine wichtige Rolle spielen.

Literatur:
Dinkelaker, Veit/Peilstöcker, Martin (Hg.): G*tt w/m/d. Geschlechtervielfalt seit biblischen Zeiten, Oppenheim am Rhein 2021.
Eisen, Ute E., Geschlecht als Kategorie der Bibelexegese, in: Forderer, Tanja et al. (Hg.), In aller Vielfalt. Geschlechter, Sexualitäten, Beziehungsformen im Neuen Testament und seinen Kontexten, Tübingen 2025, 51–75 (open access: https://www.mohrsiebeck.com/buch/in-aller-vielfalt-9783161705816/).
Ruby, Sigrid: Feminismus und Geschlechterdifferenzforschung, in: Kunsthistorische Arbeitsblätter. Zeitschrift für Studium und Hochschulkontakt 04/2003, 17-28.
Schubert, Anselm: Christus (m/w/d): Eine Geschlechtergeschichte, München 2024.
Steinberg, Leo: The Sexuality of Christ in Renaissance Art and in Modern Oblivion, Chicago 1996 (2. erw. Ausgabe). 

Anmelderegeln

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