Seminar: Das „Weibliche“ und/als das Monströse - Details

Seminar: Das „Weibliche“ und/als das Monströse - Details

Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: Das „Weibliche“ und/als das Monströse
Untertitel
Semester SoSe 2025
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 35
Heimat-Einrichtung Institut für Angewandte Theaterwissenschaft
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Lehre
Erster Termin Do, 24.04.25, 14:00 - 18:00

Räume und Zeiten

AUB 2

  • Donnerstag, 24.04.25, 14:00 - 18:00 Uhr
  • Donnerstag, 08.05.25, 14:00 - 18:00 Uhr
  • Donnerstag, 15.05.25, 14:00 - 18:00 Uhr
  • Donnerstag, 12.06.25, 14:00 - 18:00 Uhr

AUB 2 (langer Termin wegen Sichtung, Ausgleich Theatermaschine)

  • Donnerstag, 22.05.25, 14:00 - 20:00 Uhr

Theatermaschine: reguläre Sitzung entfällt (Ausgleich lange Sichtung am 22.05.25)

  • Donnerstag, 05.06.25, 14:00 - 18:00 Uhr

Informationen für das eVV

Studienbereiche/Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Monster gibt es nicht. „Das Weibliche“ gibt es auch nicht. Sehr wohl gibt es aber Phänomene, die monströs wahrgenommen werden und Figuren, Handlungen und Gestalten, die weiblich gelesen werden. Das Monströse und das „Weibliche“ weisen hoch interessante Schnittstellen auf, wenn es um die Frage der Inszenierung geht. Damit scheint das Theater der ideale Rahmen, um der Verbindung von Darstellungen von sogenannter „Weiblichkeit“ und dem Monströsen als Phänomen nachzugehen. Denn, so die kritisch zu prüfende These des Seminars: Das „Weibliche“ wie auch das Monströse sind Differenzphänomene. Ohne die Idee von „Männlichkeit“ – und damit auch von Binarität –, keine „Weiblichkeit“ und ohne (normative) Ordnung, keine Monstrosität. Das „Weibliche“ auf Bühnen ist nicht nur historisch eng mit Fragen der „Obszönität“ (Lea Schiel / Melanie Hinz) verknüpft, wie man sehr gut am aktuellen „Skandal“ um Sancta von Florentina Holzinger ablesen kann. Im Seminar werden wir uns eingehend mit verschiedenen Inszenierungsbeispielen aus Historie und Gegenwart befassen: Ob die grotesk-monströsen Tänze der sich selbst als Hexe bezeichnenden Valeska Gert, die monströsen Collagen und Gendernormen sprengenden Selbstinszenierungen Claude Cahuns, die Tier-Mensch-Montagen einer Frida Kahlo oder die tausend blutigen Tode der berühmten Paula Maxa im Théâtre du Grand Guignol in Paris: Die historischen Avantgarden sind durchzogen von Inszenierungen monströser Körper und Ordnungen. Heute wiederum touren die durchaus als monströs beschreibbaren Inszenierungen von Eisa Jocson, Rébecca Chaillon, She She Pop, Susanne Kennedy und Florentina Holzinger durch Europa und faszinieren das Publikum – teilweise mittels ähnlicher Strategien wie ihre Kolleg:innen aus den historischen Avantgarden sie nutzten, teilweise mittels ganz neuer. Wir fragen nach den Verbindungen zwischen „Weiblichkeit“ und Monstrosität und beschäftigen uns hierzu u.a. mit (nicht aus der Theaterwissenschaft kommenden) Texten von Rosi Braidotti (The Monstrous-Feminine, 1st and 2nd Edition), Barbara Creed (Monsters, Goddesses and Cyborgs) und Jess Zimmerman (Women and Other Monsters). Wir prüfen die Anwendbarkeit dieser theoretischen Ansätze im Rahmen theaterwissenschaftlicher Fragestellungen und beginnen so damit, die Lücke zu schließen, die es aktuell in der Analyse und Theorie zum Monströsen und „Weiblichen“ innerhalb performativer Künste noch gibt.

Studienleistung: Wird in der 1. Sitzung bekannt gegeben.
Prüfungsleistung: Hausarbeit

Anmelderegeln

Diese Veranstaltung gehört zum Anmeldeset "Anmeldung mit Passwort: Das „Weibliche“ und/als das Monströse".
Folgende Regeln gelten für die Anmeldung:
  • Die Anmeldung ist nur mit Eingabe eines Passworts möglich.