Seminar: Antifeminismus und Anti-Gender Politiken als Angriffe auf die Demokratie - Details

Seminar: Antifeminismus und Anti-Gender Politiken als Angriffe auf die Demokratie - Details

Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: Antifeminismus und Anti-Gender Politiken als Angriffe auf die Demokratie
Untertitel
Semester SoSe 2025
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 34
erwartete Teilnehmendenanzahl 35
Heimat-Einrichtung Institut für Politikwissenschaft
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Lehre
Erster Termin Di, 22.04.25, 12:00 - 14:00

Räume und Zeiten

Ohne Raum

  • Dienstag, 12:00 - 14:00, wöchentlich (ab dem 22.04.25)

Informationen für das eVV

Studienbereiche/Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

ACHTUNG: Der Kurs beginnt erst am Dienstag, den 29. April 2025

Was haben die Angriffe auf Diversität und LGBTIQ+ Rechte in den USA mit den aktuellen Kämpfen gegen geschlechtergerechte Sprache (‚Gendern‘) oder sexuelle Bildung in Deutschland zu tun? Weltweit häufen sich Mobilisierungen gegen Gleichstellungs- und Antidiskriminierungspolitiken, gegen LGBTIQ+ Rechte (insbesondere die Rechte von trans Menschen), gegen queere und sexuelle Bildung, gegen Feminismus und geschlechtliche Selbstbestimmung sowie gegen alles, was mit dem Begriff ‚Gender‘ assoziiert wird. Innerhalb der Politik- und Sozialwissenschaft bzw. der Geschlechter- und Demokratieforschung werden diese Entwicklungen und Mobilisierungen als Manifestationen eines weltweit (wieder) zunehmenden Antifeminismus interpretiert, in dessen Zentrum nun der Begriff ‚Gender‘ steht und dessen Akteur*innen oftmals in einem politischen Naheverhältnis zu rechtspopulistischen, extrem rechten, rechtskonservativen oder autoritären politischen Projekten, Gruppen oder Ideologien stehen. Begriffe wie ‚Gender Ideologie‘, ‚Gender Wahn‘ oder ‚Gender Diktatur‘ dienen dabei als eine Art Scharnier und Brückendiskurs, um Akteure aus sehr unterschiedlichen politischen Spektren zu vereinen.

In diesem Seminar werden wir uns mit den historischen Genealogien sowie den unterschiedlichen Facetten und Manifestationen antifeministischer bzw. anti-gender Mobilisierungen beschäftigen sowie nach deren Bedrohungspotential für demokratische Strukturen und Prozesse fragen. Können Anti-Gender Politiken als Angriffe auf ‚die Demokratie‘ und deren Grundwerte wie Freiheit und Gleichheit analysiert werden? Und umgekehrt: Inwieweit tragen feministische oder LGBTIQ+ Politiken eigentlich zu einer Demokratisierung von Gesellschaft bei? Das Seminar bietet einen Raum zur theoretischen, historischen und anwendungsorientierten Auseinandersetzung mit Antifeminismus und aktuellen Anti-Gender Politiken und fragt insbesondere nach deren Verschränkungen mit Formen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit, wie LGBTIQ+ Feindlichkeit, Antisemitismus oder Rassismus. Dabei werden sowohl theoretische Einordnungen der beschriebenen Mobilisierungen in unterschiedlichen geopolitischen Kontexten als auch empirische Befunde diskutiert, welche die lokale und globale Dimension von Antifeminismus und Anti-Gender Politiken analysieren und veranschaulichen.

Anmelderegeln

Diese Veranstaltung gehört zum Anmeldeset "Beschränkte Teilnehmendenanzahl: Antifeminismus und Anti-Gender Politiken als Angriffe auf die Demokratie".
Folgende Regeln gelten für die Anmeldung:
  • Die Anmeldung ist gesperrt.