Seminar: Forschungsseminar „Mehrsprachigkeit im Migrationskontext“ (sprachübergreifend) - Details

Seminar: Forschungsseminar „Mehrsprachigkeit im Migrationskontext“ (sprachübergreifend) - Details

Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: Forschungsseminar „Mehrsprachigkeit im Migrationskontext“ (sprachübergreifend)
Untertitel
Semester SoSe 2026
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 14
Heimat-Einrichtung Institut für Romanistik
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Lehre
Nächster Termin Mo, 04.05.26, 12:00 - 14:00

Räume und Zeiten

Phil. II G, 110e

  • Montag, 12:00 - 14:00, wöchentlich (ab dem 13.04.26)

Informationen für das eVV

Studienbereiche/Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Das Seminar untersucht Mehrsprachigkeit in der deutschen Migrationsgesellschaft aus einer kritischen, sprachübergreifenden Perspektive. Dabei wird ein gängiger Widerspruch im öffentlichen und institutionellen Diskurs zum Ausgangspunkt genommen: Während Mehrsprachigkeit auf der einen Seite als Schlüsselkompetenz einer globalisierten Welt gefeiert wird, erfahren migrationsbedingt mehrsprachige Sprecher*innen – insbesondere Kinder mit Migrationshintergrund und zugewanderte Fachkräfte – nach wie vor strukturelle Benachteiligung, Defizitzuschreibungen und sprachliche Ausgrenzung. Das Seminar fragt gezielt danach, wessen Mehrsprachigkeit gesellschaftlich valorisiert wird und wessen nicht, und welche Rolle dabei institutionelle Kontexte wie Kindergarten, Schule und Arbeitsmarkt spielen.
Auf der Grundlage aktueller Ansätze der Mehrsprachigkeitsforschung und Migrationslinguistik – u. a. Translanguaging, Sprachideologieforschung und das Konzept der legitimen Sprache (Bourdieu) – werden romanischsprachige Migrationsgemeinschaften (spanisch-, portugiesisch- und französischsprachig) in Deutschland exemplarisch in den Blick genommen. Leitfragen sind dabei unter anderem: Unter welchen Bedingungen wird die Herkunftssprache zur Ressource, und wann wird sie zum Stigma? Wie reproduzieren Bildungseinrichtungen monolinguale Normen, und welche Folgen hat dies für den Bildungserfolg mehrsprachiger Kinder? Wie erleben zugewanderte Fachkräfte die sprachlichen Anforderungen des deutschen Arbeitsmarkts, und inwiefern wirken diese als Barriere jenseits fachlicher Qualifikation?
Das Seminar ist als forschungsorientierte Lehrveranstaltung konzipiert: Die Teilnehmenden entwickeln in der ersten Semesterhälfte auf Basis der theoretischen und methodischen Grundlagen ein eigenes empirisches Forschungsprojekt (z. B. leitfadengestützte Interviews, Sprachbiographien, ethnographische Fallstudien, Diskursanalysen). In der zweiten Semesterhälfte werden die Projekte durchgeführt, im Plenum diskutiert und zu einem publikationsfähigen Beitrag ausgearbeitet. Ziel ist die gemeinsame Veröffentlichung der Ergebnisse als Sammelband oder in Form von Einzelbeiträgen in einer einschlägigen Fachzeitschrift.

Anmelderegeln

Diese Veranstaltung gehört zum Anmeldeset "Anmeldung mit Passwort: Forschungsseminar „Mehrsprachigkeit im Migrationskontext“ (sprachübergreifend)".
Folgende Regeln gelten für die Anmeldung:
  • Die Anmeldung ist nur mit Eingabe eines Passworts möglich.