Seminar: 05-BA-G-012 05-GER-LB-LitEU A2 Mode und Moderne - Details

Seminar: 05-BA-G-012 05-GER-LB-LitEU A2 Mode und Moderne - Details

Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: 05-BA-G-012 05-GER-LB-LitEU A2 Mode und Moderne
Untertitel
Veranstaltungsnummer 05-BA-G-012 05-GER-LB-LitEU A2
Semester SoSe 2024 [inaktiv]
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 18
Heimat-Einrichtung Institut für Germanistik
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Lehre
Erster Termin Fr, 19.04.24, 16:15 - 17:45

Räume und Zeiten

Ohne Raum

  • Freitag, 16:15 - 17:45, wöchentlich (ab dem 19.04.24)

Informationen für das eVV

Studienbereiche/Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Mode ist längst aus dem engmaschigen Kontext von Kostümgeschichte, Frauenzeitschriften und traditionellen volkskundlichen Abhandlungen herausgetreten und hat als “soziales Totalphänomen” (Mauss 1988) nicht nur Anbindung an Ethnologie, Psychologie, Kommunikationstheorie und Semiotik gefunden, sondern sich auch in der Literatur- und Kulturwissenschaft etabliert. Die wissenschaftliche Beschäftigung mit Kleidung und Mode stellt ein wesentliches Elemente für das performative Herstellen und Unterlaufen von Identitäten und Geschlechtsidentitäten in der modernen Literatur dar. Man denke hierbei insbesondere an Kleidungsstücke, die die deutsche Prosa symbolisch beeinflussten wie der blaue Frack und die gelbe Weste in Goethes Werther; Effi Briests modischer Matrosenkittel hundert Jahre später, die beide Moderealität werden sollten; Kafkas In der Strafkolonie, in welcher die Egge den Urteilsspruch so auf den Körper des Sträflings schreibt, dass er diesen ummantelt; Brochs Trilogie Die Schlafwandler, in welcher sein gesamtes Wissen als ehemaliger Textilfabrikant die Narrative strukturiert; Musils und Manns ausgefeilte Kleiderpsychologien bei der Gestaltung ihrer Figuren insgesamt. In dem Kurs geht es darum, Kleidung als Spiegel des Zeitgeistes in der deutschsprachigen Literatur zwischen 1770-1945 an ausgewählten Texten komparativ zu begreifen. Eine besondere Rolle spielen dabei fiktionale Texte, in denen Kleidung nicht nur als allgemein übliches, zufälliges Charaktermerkmal, sondern ein wesentliches Handlungsmerkmal und Thema darstellt. Einleitend dazu sollen auch theoretische Texte von Rousseau, Hegel, Baudelaire, Benjamin, Loos, Sombart und anderen betrachtet werden. Es ist eine Hausarbeit als Prüfungsart vorgesehen.

Anmelderegeln

Diese Veranstaltung gehört zum Anmeldeset "Anmeldung gesperrt (global)".
Folgende Regeln gelten für die Anmeldung:
  • Die Anmeldung ist gesperrt.