JLU Gießen
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Vorlesungsverzeichnis: SoSe 2017
 
Veranstaltungen von Prof. Dr. phil. Thomas Bohn

[Vl] Altrussland. Von Vladimir dem Heiligen bis Ivan dem Schrecklichen
Klausurtermin: 11.07.2017
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.04.2017
wöchentlich Di. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, A 3

Kommentar:

Die Vorlesung soll mit Blick auf die älteste Chronik der Frage nachgehen, „woher die Russen ihren Namen haben“. Dezidiert wird hier nicht eine Geschichte Russlands geschrieben, sondern versucht, der Eigenständigkeit der Kiever Rus‘ und dem Schicksal der Ostslaven in der Polnisch-Litauischen Union als Alternative zum Moskauer Reich gerecht zu werden.
Aus jeder Sitzung wird eine Frage für die Klausur abgeleitet, so dass eine regelmäßige Teilnahme für das Bestehen der Prüfung erforderlich wird.

Literaturhinweise:
Studienhandbuch Östliches Europa. Bd. 2: Geschichte des Russischen Reiches und der Sowjetunion. Hrsg. v. Thomas M. Bohn, Dietmar Neutatz. 2. überarbeitete und aktualisierte Aufl. Köln/Weimar/Wien 2009.
Kappeler, Andreas: Russland als Vielvölkerreich. Entstehung – Geschichte – Zerfall. 2., überarbeitete Aufl. München 2008.
Stökl, Günther/Manfred Alexander: Russische Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart. 7., vollständig überarbeitete und aktualisierte Aufl. Stuttgart 2009.


[P Si] Die Christianisierung des Kiever Reichs
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 18.04.2017
wöchentlich Di. 14:00 - 16:00 Uhr,  Phil. I, G 025

Kommentar:

Die Annahme der Taufe aus Byzanz durch Vladimir den Heiligen im Jahre 988 stellt ein Schlüsselereignis in der europäischen Geschichte dar, leitet sich daraus doch ein vermeintlicher Sonderweg Russlands ab. Chronikberichte aus dem 12. Jahrhundert zeugen davon.
Im PS sollen der Verlauf und die Hintergründe der Ereignisse auf Grund von Quellen erforscht werden, die in deutscher Sprache vorliegen. Die Veranstaltung stellt zugleich eine allgemeine Einführung in das Studium der Osteuropäischen Geschichte dar.
Als Prüfungsleistung wird in der Regel eine Hausarbeit erwartet, die inhaltlich aus einer Seminarsitzung erwächst. Dabei gilt es, nicht nur die Quellen zu prüfen, sondern auch durch Fachliteratur zu kontrollieren.

Literaturhinweise:
Handbuch der Geschichte Russlands. Bd. 1: Bis 1613. Von der Kiever Reichsbildung bis zum Moskauer Zartum. I. Hlbbd. Hrsg. v. Manfred Hellmann. Stuttgart 1981.
Müller, Ludolf: Die Taufe Rußlands. Die Frühgeschichte des russischen Christentums bis zum Jahre 988. München 1987.
Studienhandbuch Östliches Europa. Bd. 2: Geschichte des Russischen Reiches und der Sowjetunion. Hrsg. v. Thomas M. Bohn, Dietmar Neutatz. 2., überarbeitete und aktualisierte Aufl. Köln/Weimar/Wien 2009.


[Ü] Lee Harvey Oswald – Sowjetunion-Kenner und Kennedy-Attentäter?
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 19.04.2017
wöchentlich Mi. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, G 333

Kommentar:

Lee Harvey Oswald wurde 1963 wegen eines Attentats auf den US-Präsidenten John F. Kennedy ermordet und 1964 von der Warren Commission zum Einzeltäter stilisiert. Das Ereignis hat nicht in Kinofilmen Resonanz gefunden, sondern sich neuerdings auch in der Veröffentlichung von Dokumenten im Internet niedergeschlagen.
Ein Aspekt rechtfertigt die Behandlung des Themas in der Osteuropäischen Geschichte: LHO lebte von 1959 bis 1961 in der Sowjetunion. Aufgrund der in englischer Sprache vorliegenden Quellen soll sein Leben in der Stadt Minsk nachgezeichnet werden.
Als Prüfungsleistung wird der Kommentar von Interviews, Briefen, Tagebüchern oder Memoiren jeweils einer der beteiligten Personen erwartet.


Referenzen:
Bohn, Thomas M.: Minsk – Musterstadt des Sozialismus. Stadtplanung und Urbanisierung in der Sowjetunion nach 1945. Köln/WeimarWien 2008.
Holloway, Diane (Ed.): Autobiography of Lee Harvey Oswald: My Life and My Words. New York/Bloomington 2008.
Johnson McMillan, Priscilla: Marina and Lee. New York 1977.
Savodnik, Peter: The Interloper. Lee Harvey Oswald Inside the Soviet Union. New York 2013.
Valenti, Mark: Lee Harvey Oswald. In his own words. Milton Keynes o.J.

externhttp://aarclibrary.org/publib/contents/contents_wc.htm


[H Si] „Große Sozialistische Oktoberrevolution“ oder „Oktoberputsch“? Russland 1917-2017
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
regelmäßiger Termin ab 24.04.2017
wöchentlich Mo. 10:00 - 12:00 Uhr,  Phil. I, G 333

Kommentar:

Das Jahr 2017 markiert das 100. Jubiläum der Februarrevolution und der Oktoberrevolution in Russland. Seit dem Untergang der Sowjetunion war das Ereignis kein großes Thema mehr in der historischen Forschung.
Flankiert von einer Ringvorlesung wollen wir den Ereignisverlauf aus der Perspektive der führenden Persönlichkeiten rekonstruieren und darüber hinaus zu der in der Öffentlichkeit in diesem Jahr zu erwartenden Resonanz Stellung nehmen.
Dabei sollen die TeilnehmerInnen sich auf eine Person oder ein Ereignis konzentrieren, einen Text zur gemeinsamen Lektüre heraussuchen und das Thema mit einem Thesenzettel zur Diskussion stellen.
Ziel ist die Vorlage einer Hausarbeit, die einer historischen Frage auf Grund von Quellen nachgeht und dabei auf den Forschungsstand rekurriert.

Literaturhinweise
Aust, Martin: Die Russische Revolution: Vom Zarenreich zum Sowjetimperium. München 2017.
Altrichter, Helmut: Rußland 1917. Ein Land auf der Suche nach sich selbst. Paderborn 1997.
Geyer, Dietrich: Die russische Revolution. Historische Probleme und Perspektiven. 2., durchges. und bibliogr. erg. Aufl. Göttingen 1977 (Kleine Vandehoeck Reihe 1433).
Hellmann, Manfred (Hrsg.): Die russische Revolution 1917. Von der Abdankung des Zaren bis zum Staatsstreich der Bolschewiki. 6. Aufl. München 1987 (dtv dokumente).
Hildermeier, Manfred: Die russische Revolution 1905-1921. Frankfurt am Main 1989 (Neue Historische Bibliothek; edition suhrkamp 1534).
Hildermeier, Manfred: Russische Revolution. Frankfurt am Main 2004 (Fischer Taschenbücher 15352; Fischer kompakt).
Smith, Steve A.: Die russische Revolution. Stuttgart 2011 (Reclams Universalbibliothek 18703; Reclams Sachbuch).


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