Seminar: Antifeminismus und Anti-Gender Politiken als Angriffe auf die Demokratie - Details

Seminar: Antifeminismus und Anti-Gender Politiken als Angriffe auf die Demokratie - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: Antifeminismus und Anti-Gender Politiken als Angriffe auf die Demokratie
Untertitel
Veranstaltungsformat in Präsenz
Semester WiSe 2025/26
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 24
Heimat-Einrichtung Institut für Politikwissenschaft
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Lehre
Erster Termin Dienstag, 21.10.2025 10:00 - 14:00, Ort: (Karl-Glöckner-Str., Gebäude H, Raum H008a)

Räume und Zeiten

(Karl-Glöckner-Str., Gebäude H, Raum H008a)
Dienstag: 10:00 - 14:00, zweiwöchentlich (6x)
Dienstag, 20.01.2026 10:00 - 14:00
Keine Raumangabe
Dienstag, 09.12.2025 10:00 - 14:00

Informationen für das eVV

Studienbereiche/Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Achtung: das Seminar beginnt erst am 21.10.2025 und findet (mit wenigen Ausnahmen) zweiwöchentlich statt!
Was hat die Einschränkung von reproduktiven Rechten in den USA, die Kriminalisierung von LGBTIQ+ Identitäten in Russland und Ungarn mit aktuellen Kämpfen gegen diversitätssensible Sprache oder sexuelle Bildung in Deutschland gemeinsam? Weltweit häufen sich Mobilisierungen gegen Diversitäts- und Antidiskriminierungspolitiken, gegen LGBTIQ+ Rechte (insbesondere gegen Trans-Rechte), gegen queere und sexuelle Bildung sowie gegen geschlechtliche und sexuelle Selbstbestimmung. Begriffe wie „Gender Ideologie“, „Gender-Wahn“ oder „Wokeness“ werden in diesem Zusammenhang als abwertende Kampfbegriffe verwendet, um gleichstellungspolitische und emanzipatorische Anliegen zu verunglimpfen und als Bedrohung für die „natürliche“ (Geschlechter-)Ordnung zu stilisieren.
Innerhalb der Politikwissenschaft, den Gender Studies sowie der Demokratieforschung werden diese Entwicklungen und Mobilisierungen „gegen Gender“ als Manifestationen eines weltweit (wieder) zunehmenden Antifeminismus interpretiert, dessen Akteur*innen oftmals in einem politischen Naheverhältnis zu rechtspopulistischen, extrem rechten, rechtskonservativen oder autoritären politischen Projekten, Gruppen oder Ideologien stehen.
In diesem Seminar werden wir uns mit den historischen Entwicklungslinien, den unterschiedlichen Erscheinungsformen, Argumentationsstrategien und Akteur*innen antifeministischer bzw. anti-gender Mobilisierungen beschäftigen sowie nach deren Bedrohungspotential für demokratische Strukturen und Prozesse fragen. Können Anti-Gender Politiken als Angriffe auf die Demokratie und deren Grundwerte wie Freiheit und Gleichheit analysiert werden? Welche Verbindungen zwischen Antifeminismus und Autoritarisierungsprozessen lassen sich empirisch nachweisen?
Das Seminar bietet einen Raum zur theoretischen, historischen und anwendungsorientierten Auseinandersetzung mit Antifeminismus und aktuelle Anti-Gender Politiken und fragt insbesondere auch nach deren Verschränkungen mit Formen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit wie Antisemitismus, Rassismus oder LGBTIQ+ Feindlichkeit. Dabei werden sowohl theoretische Einordnungen der beschriebenen Mobilisierungen in unterschiedlichen geopolitischen Kontexten als auch empirische Befunde diskutiert, welche die lokale, globale sowie digitale Dimension von Antifeminismus und Anti-Gender Politiken analysieren und veranschaulichen.
Themen des Seminars sind u.a.: Historische Formen und aktuelle Entwicklungen von Antifeminismus; Antifeminismus und Rechtsextremismus/Rechtspopulismus; religiös geprägte Formen des Antifeminismus; Antifeminismus und Rassismus/Antisemitismus/Trans- und Queerfeindlichkeit; INCEL- und TradWife Bewegungen; globale antifeministische Netzwerke; Antifeminismus und Autoritarismus/De-Demokratisierungsprozesse

Anmelderegeln

Diese Veranstaltung gehört zum Anmeldeset "Anmeldung gesperrt (global)".
Folgende Regeln gelten für die Anmeldung:
  • Die Anmeldung ist gesperrt.